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Historische Baustoffe

Michael Eckardt
Richtspruch für ein Stammhaus/ verfasst und gehalten am 29.10.2004 in Wandlitz

Richtspruch für ein Stammhaus/ verfasst und gehalten am 29.10.2004 in Wandlitz - Mit Gunst und Verlaub
 
Hochgeehrte Versammlung!
 
Vollbracht ist das Werk der schaffenden Hände,
Wohnlich und wärmend die schützenden Wände
Gezimmert; vom Firste grüßt stolz des Richtbaumes Zier;
Herrgott, wir danken von Herzen dir
Und bitten, du wollest bewahren
Vor aller Not, vor allen Gefahren
Dies Haus! Und Friede soll walten
Über denen, die darinnen schalten!
 
Wohlige Wärme in kalten Tagen
Spende das Heim in trautem Behagen,
Und in des Sommers erdrückender Schwüle
Biete das Haus erquickende Kühle!
 
Noch liegt des Holzes würziger Duft
Wie ein Gruß vom Walde hier in der Luft;
So herb und so frisch, so edel und rein
Möge’ fortan die Seele des Hauses sein!
 
Nun nehme’ ich froh das Glas zur Hand,
Gefüllt mit Wein bis an den Rand,
Und mit dem feurigen Saft der Reben
Wie sich’s nach altem Brauch gebührt,
Wenn so ein Bau ist ausgeführt.
 
Gesegnet sei das neue Haus
Und die da gehen ein und aus.
Dem, Bauherrn, seine Lieben,
Möge nie ein Leid betrüben;
 
                   Hoch 
 
Und allen, die hier unten steh’n,
Wünsche Glück ich auf allen Wegen;
 
                   Hoch 
 
Der letzte Schluck, er gilt der Ehre
Des Handwerks, dem ich angehöre;
 
                   Hoch 
 
Du, Glas zersplittere im Grund!
                        
Geweiht sei dieses Haus zur Stund!

Mit Gunst und Verlaub
 
Hochgeehrte Versammlung!
 
Vollbracht ist das Werk der schaffenden Hände,
Wohnlich und wärmend die schützenden Wände
Gezimmert; vom Firste grüßt stolz des Richtbaumes Zier;
Herrgott, wir danken von Herzen dir
Und bitten, du wollest bewahren
Vor aller Not, vor allen Gefahren
Dies Haus! Und Friede soll walten
Über denen, die darinnen schalten!
 
Wohlige Wärme in kalten Tagen
Spende das Heim in trautem Behagen,
Und in des Sommers erdrückender Schwüle
Biete das Haus erquickende Kühle!
 
Noch liegt des Holzes würziger Duft
Wie ein Gruß vom Walde hier in der Luft;
So herb und so frisch, so edel und rein
Möge’ fortan die Seele des Hauses sein!
 
Nun nehme’ ich froh das Glas zur Hand,
Gefüllt mit Wein bis an den Rand,
Und mit dem feurigen Saft der Reben
Wie sich’s nach altem Brauch gebührt,
Wenn so ein Bau ist ausgeführt.
 
Gesegnet sei das neue Haus
Und die da gehen ein und aus.
Dem, Bauherrn, seine Lieben,
Möge nie ein Leid betrüben;
 
                   Hoch
 
Und allen, die hier unten steh’n,
Wünsche Glück ich auf allen Wegen;
 
                   Hoch
 
Der letzte Schluck, er gilt der Ehre
Des Handwerks, dem ich angehöre;
 
                   Hoch 
 
Du, Glas zersplittere im Grund!
                       
Geweiht sei dieses Haus zur Stund!

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