Christian Görs

...werde ich jemals fertig? :-)

Ich renoviere unser 80 Jahre altes Haus, das noch Fachwerkanteile in der Bausubstanz hat. Sowas merkt man erst, wenn man anfängt Putz von den Wänden zu hauen ;-) Und dann fängt die Arbeit erst richtig an, weil die eigenen Vorstellungen nicht so einfach wie gedacht umgesetzt werden können. Man muss sich halt nach den Vorgaben den Hauses richten. Das kostet Nerven, macht aber trotzdem Spaß. Vor Allem, wenn man dadurch die Möglichkeit hat, wieder natürliche Baustoffe zu verwenden und die anderen zu entfernen.

Die aktuellesten Gästebucheinträge:

Hallo Christian,

das mit der statischen Scheibe und Dielung nageln, kannst Du getrost vergessen. Ist nicht wichtig. Ok, aber verklag mich nicht, wenn Dein Haus beim ersten Windstoß umfällt.

Die zweite Frage ist eigentlich nicht blöd, weil schwimmend kannst Du Dielung nur verlegen, wenn Du sie klammerst, was wiederum nur bei neuen Dielen geht, die entsprechende Rillen haben. Fällt also weg. Du könntest aber die Platten schwimmend verlegen. Sprich pack auf die Balken irgendwelche Filz, Hanf- oder Holzfaserstreifen etc. (gibts auch was spezielles für). Dann packst Du die Platten rauf und schraubst/nagelst die Dielung nur an die Platten, nicht in die Balken. Die entstehende Platte wird schwer genug sein, dass sie nicht verrutschen kann. Dann hast Du auch eine schwimmende Dielung.

Ist alles nur ein Vorschlag, keine Fachmanns-Meinung.

Viele Grüße



| 12.07.05

Hallo Christian,

das Argument mit der Statik halte ich für übertrieben. Hintergrund ist der, dass eine vermagelte Dielung, wie eine Scheibe wirkt. Das bedeutet, das Haus wird steifer. Bei modernen Bauten wird die Deckenplatte ganz sicher dafür auch genutzt. Aber ich bezweifle, dass auch Fachwerkhäuser so "konstruiert" wurden. Habe in einem Holzkonstruktionsbuch von 1900 auch nichts darüber gelesen. Und nach dem Buch könnte ich ganze Bahnhöfe bauen.

Also mir wäre es egal. Wenn Du den Unterboden verschraubst, hast Du auch eine statische Scheibe, dann kannst Du ganz ruhig die Dielung schwimmend verlegen

Viele Grüße



| 11.07.05

Nachtrag: Das Fliess etc. brauchst Du schon, sonst wird der Trittschall direkt von den Dielen auf den Balken übertragen und es war umsonst.



| 07.07.05

Hallo Christian,

stelle doch die Fragen direkt im Forum in Deinem Beitrag. Dann haben alle was davon.

Also, wenn die Dielen noch tragen und Du keine Klaviere drauf stellen willst, würde ich Dir empfehlen, lass es so. Was stören die Fugen? Du hast fast immer welche. Mich würden sie nicht stören.

Bei mir bestand das Problem, dass die Dielen nicht zu retten waren - total zerfressen. Habe dann auch überlegt, mit OSB und dünnen Dielen zu arbeiten. Habe mich aber dann für dicke Dielen (55 mm direkt vom Sägewerk (ok der Overkill, aber günstig)) entschieden. Es war am Ende günstiger als die Kombination. Ich habe die Dielen dann ohne Dämmstreifen genagelt, da sowohl oben als auch unten meine Kinder wohnen. Die beschallen sich gegenseitig. Der Trittschall kann aber schon stören.

Kurz und gut, wenn Du den Trittschall verhindern willst, nimm den Vorschlag von Jürgen Kubbe. Alternativ gibt es auch Dielen, die geklammert werden. Dann brauchst Du kein OSB, nicht nageln und hast keinen Trittschall.

Wenn der Trittschall egal ist, hast Du alle Freiheiten.

Nageln oder Schrauben ist reine Ideologie. Da gab es hier schon erbitterte Streitereien drüber. Ich habe verdeckt in die Feder geschraubt. Der Vorteil ist aus meiner Sicht, die Nägel lockern sich mit der Zeit und dann fängt es an zu knarren. Ich kann mal relativ einfach die Dielen aufnehmen ohne sie zu zerstören. Die Nagelverfechter meinen, die Holzfaser wird nicht zerstört und es wird schon immer so gemacht. Wobei das 2 . Argument finde ich fragwürdig.

Viele Grüße



| 07.07.05

jaja , ich weiss , ich hab wieder n Begriff erfunden ..und keine zeit zu antworten .. , das rätsel halbschwimmend meint : Die platten schwimmend verlegen , darauf die Dielen befestigen ( schrauben ). Zwischen Platten und Balken Dämmstreifen ,zw. Dielen und Platten Trennlage ,z.b. rieselpapier . Die platten nicht zu schwach wählen , wg Durchbiegung ,Masse und Schraubgrund .
Gruss J.Kube

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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Jürgen Kube | 06.07.05