Wasti

angelegt am: 30.01.17 / 238x angezeigt

Schwieriger Putz

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Sumpfkalkfarbe mit Dispersionssilikatfarbe überstreichen: Streifen, Krater

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05.05.2017 | Anzahl Kommentare: 10 | 301 x angezeigt

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Hallo Wasti,

ich habe mir nochmals deine Fotos angeschaut, die Decke ist doch ganz okay. Das kann noch was werden. Leider erkennt man die Textur der Putzflächen nicht, da sind die Bilder nicht scharf genug. Es schein mir ja so das der Untergrund nicht so stark saugt und du deswegen so spärliche Deckung erreichst.

Sind den die Flächen sehr glatt?

Das müsste aber ab dem 3. Anstrich besser laufen, da die Saugfähigkeit zunimmt. Die Qualität des Anstrichs ist erst dann maximal gegeben wenn sich mehrere Lagen Kalk gut miteinander vernetzt haben. Das musst du eben mit der Bürste geduldig realisieren, dass kostet gerade an der Decke viel Kraft. Die Wände sind dann einfacher.

Ggf. kann man dem Kalk für die Decke etwas Porzellanerde (China Clay) als Füllstoff beimengen, dass macht den Anstrich fülliger.

Also ich würde beim Kalk bleiben und versuchen das fertig zu bekommen. Also wenn du Unterstützung brauchst, kannst du mir gerne eine private Nachricht schicken (maliLE@gmx.de).



Freundliche Grüße
Mario


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.04.17

Du Mario, ich bin ehrlich gerührt, wie sehr du dich für mich einsetzt
Im Prinzip habe ich mit Kalkfarbe schon abgeschlossen, obwohl ich penibel alle Wandflächen von Altanstrichen entfernt habe, das alleine hat etwa 3 Wochen gekostet. Es ist schade um die Zeit, aber nun habe ich eben Lehrgeld gezahlt. Die Vorstellung, noch 100 Stunden für das Ausmalen meiner Wohnung zu benötigen, raubt mir die Nerven. Mir ist bewusst, dass über einen guten Kalkanstrich nichts geht und dieser beinahe nur Vorteile hat.
Aber wie andere schon richtig bemerkt haben, steht an oberster Stelle für ein gutes Raumklima das Lüftungs- und Heizungsverhalten und zum Kalk bin ich nur deswegen gekommen, weil ich erneuten Schimmelbefall so gut wie möglich verhindern wollte.
Ich glaube, mit reiner Kalkfarbe arbeitet nur derjenige gerne, der ihre Optik mag. So wird es wohl auch bei dir sein.

Ich danke dir noch einmal für deine Unterstützung, aber ich möchte endlich zu einem Abschluss mit meiner Sanierung kommen, die am 2.1.2017 begann.
Du bist vermutlich ein Profi, daher benötigst du nicht die paar Eimer, die ich anzubieten habe?


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.04.17

Hallo Wasti,

ja dann mach das so, wenn du bei dem andern Material ein besseres Gefühl hast.
Dem Schimmelproblem wird es wohl nicht so viel ausmachen.

Das überzählige Material solltest du hier offerieren. Ich habe im Moment keinen Bedarf und der notwendig Transport würde die Sache auch unnötig verteuern. Aber es wird ja nichts schlecht und vielleicht meldet sich ja jemand aus der Nähe.

Der Kalk vom Kalkladen kommt aus den Salzburger Alpen und ist ein reiner Muschelkalk, denn benutze ich auch. Ich lösche mir den aber selber aus Branntkalk und verwende den schon oft nach 6 Monaten, dass ist auch wunderbar.

Besser wäre halt gewesen sich schon vor der Materialauswahl hier im Forum zu erkundigen. Man kann ja auch mal ein Päckchen mit Proben schicken, da kann jeder selber ausprobieren und hat realistische Vorstellungen.

Ich empfehle ja häufig Kalkkaseinfarbe die ist ja genauso eine "Mineralfarbe" wie die Silikatdispersion. Die ist dann mit Marmormehl, Kreide und weißem Ton gefüllt und deckt so besser.

Beim Kalk auf Altuntergründen muss man immer ganz genau schauen. Oft hilft da ein schlämmender Grundanstrich mit Marmor- und Quarzmehl um die Struktur auszugleichen und eine gewisse Materialstärke vorzulegen. So wie man das auch bei Reinsilikatfarben mach würde.

Das sind aber Empfehlungen die man Erstanwendern nicht aus der Entfernung pauschal empfehlen kann, da hier auch wieder auf vieles zu achten ist damit es klappt.

Insofern haben die fertigen Kalkfarben mit Zellulose, schon eine gewisse Berechtigung da sie zumindest einen leichteren Erfolg gewährleisten.

Dann gutes und baldiges gelingen!

Mario


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.04.17

Hallo Wasti,

ich hoffe für deine Probleme, bei der Renovierung, hat sich schon eine zufriedenstellende Lösung ergeben.

Wenn für den Kalk dann noch etwas Muße bleibt, hier ein Video was wunderbar die Philosophie der Kalkanstriche darstellt, dass ist heute nicht mehr gegenwärtig.

Freundliche Grüße
Mario


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.04.17

Hallo Wasti,

zur Verarbeitung kannst du die ja mal noch die Videos reinziehen. In den Niederlanden und Belgien ist Kalkfarbe derzeit ein Einrichtungstrend.

https://www.youtube.com/watch?v=WZzs12QzUkk

Hier wird der Kalkanstrich im Kreuzgang ausgeführt.

https://www.youtube.com/watch?v=425By-uK0mU

Freundliche Grüße
Mario


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.04.17

Hallo Mario, ich verstehe diese Sprachen nicht, aber im ersten Video wird kein Kreuzgang ausgeführt, warum nicht? Ich habe vor, mit der Deckenbürste die meisten Flächen zu streichen, so wie in Video 1.


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.04.17

Ja das kann man machen.

Die Decke solltest du überlappend in Quadraten streichen, erst längs und dann gleich quer zum Lichteinfall die Farbe verschlichten.

Die Decke mi dem Pinsel streichen ist einen bisschen anstrengend und es geht einiges an Farbe da neben.


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.04.17

Hallo!
Also mit einer Deckenbürste sollte nicht im Kreuzgang sondern diagonal überlappend gestrichen werden? AuF diese Weise können auch Wände gestrichen werden?
Ich habe ein Zimmer, wo der Lichteinfall Vormittags linksseitig kommt und nachmittags rechtsseitig (der Fenster einer Hausecke). Wozu dient das Beachten des Lichteinfalls?
Genügt es für Auffrischungsanstriche, zb nach fünf Jahren, einmal in derselben Farbe auf den angefeuchteten Putz zu streichen oder werden wieder zumindest drei Anstriche nötig sein, wobei der erste stets in Weiß zu erfolgen hat?

Der Putz sollte vor jedem Anstrich nass sein, sodass gerade noch nicht das Wasser darauf steht? Oder genügt nebelfeucht?


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.04.17

Du darfst auch im Kreuzgang die Decken und Wände streichen. Die Decke streicht man halt vom Licht weg. Die Richtung des Anstriches soll halt eine angenehmere Wirkung im Streiflicht ergeben. Wenn du von mehren Seiten Lichteinfall hast musst du dich für eine Seite entscheiden.

Mit dem Kreuzgang mach ich gerne. Wenn man den Schwung mal drauf hat ist das auch eine sehr beruhigende Tätigkeit. Da der Pinsel beim aufsetzen auf die Wand weniger Farbe abgibt als beim ausstreichen muss man mit überlappend arbeiten.

Die Ränder dürfen halt nicht antrocknen, sonst hast du ein "Schachbrett" man arbeitet sich an den Wänden von einer Ecke, diagonal über die Wand zur anderen Seite vor.

Das sind alles so Kalkerfahrungen, die muss man sich wenn man sie nicht irgendwo abschauen kann, dann selber machen.

Wenn du auf Altputze streichst sei vorsichtig mit dem Wasser. Es kann gut sein das sich im Untergrund färbende Salze befinden, die durch üppige Feuchteversorgung der Wand nach oben wandern und du hast dann "gelbe" Flecken, wie man das von sogenannten "Wasserflecken" kennt.

Also mit der Blumenspritze abnebeln sollte genügen. Sonst lieber noch etwas Wasser in den Anstrich geben. Oder aber grundieren.

Renovieranstriche führt man einfach mit frischer Farbe aus, nach dem der noch festsitzende "Alt"- anstrich vom Schmutz abgewaschen wurde.


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.04.17

Muss ich jetzt für die Folgeanstriche ebenfalls stets die Wand annähen? Oder gilt das nur für Anstriche auf unbehandeltem Putz?


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.04.17

Solange der vorhergehende Anstrich noch nicht so lange her ist würde ich ohne nochmaliges vornässen weiterarbeiten. Der Quast muss sich halt nicht zu schwer über die Oberfläche führen lassen. Ggf. dann doch etwas abnebeln oder der Farbe noch etwas Wasser zugeben. Erfahrungsgemäß führen die vorgelegten Anstriche zu einem schnellerem Anziehen der frischen Farbe.


Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.04.17

Hallo Wasti,

willkommen hier in der Runde von Fachwerk.de.
Sie können mich auch gern mal anrufen, da können wir mal quatschen und ich gebe ihnen noch ein paar Tipps.

FG Udo Mühle

LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 31.01.17