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Allgemein > Allgemein

Drainage oder keine Drainage?

Ich bin im Moment schwer am schwanken, ob ich unserem Fachwerkhaus eine Drainage verpasse oder nicht.
Kurze Zustandsbeschreibung: Das Haus liegt am Hang, der hintere Teil des Hauses ca. 2,5m im Erdreich. Das Erdreich ist schwerer Lehm. Das Erdgeschoß besteht aus einer ca. 50cm starken Bruchsteinwand, die praktisch ohne Gründung ca. 20cm im Erdreich gestezt ist. Von Innen haben wir diese Wand zu ca. 25cm unterfahren und ein Fundament ca. 50-75cm tief gesetzt. Das war vor 2 Jahren, Setzungserscheinungen sind bis jetzt nicht aufgetreten.
Nun meint unser Architekt, wir sollten auch aussen aufgraben, Fundament drunter setzen, Drainageschlauch aussen rum legen und mit grobem Schotter/Kies (16/32) auffüllen.
Nun stellt sich mir die Frage ist das überhaupt notwendig/sinnvoll, oder richte ich mit der Maßnahme vielleicht nur Schaden an?
Denn bisher haben wir Null Probleme mit Feuchtigkeit.
Sollte wirklich mal ein bissel Feuchtigkeit durch die Mauer marschieren dürfte die keinen Schaden anrichten, da die Bodenplatte diffusionsoffen und ohne Folie hergestellt ist und die Wände durch eine Temperierleitung beheizt werden.
Mit ratlosen Abendgrüßen
Das gute Gefühl gesund zu wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Naturbaustoffhandel | Gunnar Schneider | 15.04.04
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Wie lange steht das Haus denn schon? Gab es bisher irgendwelchen Naesseschaeden? Wurde an der Seite, an dem das Haus im Erdreich steht eventuell eine Baumassnahme durchgefuehrt?

Unter Baumassnahme verstehe ich, ob oberhalb ein anderes Haus oder eine neue Strasse gebaut wurde, denn dann ist dort der Boden versiegelt und Wasser muss ja irgendwo hin und es fliesst nach unten und da steht Ihr Haus.

Aus welchem Grund hat Ihr Architekt denn dazu geraten, eine Drainage zu verlegen ?
zwei halbe linke Haende - und Mut zur Veraenderung ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
doris möller | 15.04.04

Das Haus steht seit 1837

und ausser unserer Sanierung ist 100m im Umkreis nix gemacht worden. Ich meine der Architekt sagt Drainage, weil er immer Drainage macht (mag ja bei Neubau vielleicht auch OK sein). Der Hang oberhalb des Haues gehört mir bis zur Spitze und da passiert mit Sicherheit nichts in punkto Baumaßnahme.
Was ich allerdings mir Sicherheit tun werde, ist das Oberflächenwasser vom Hang zu kanalisieren und vom Haus weg in eine Zisterne zu leiten.
Das gute Gefühl gesund zu wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Naturbaustoffhandel | Gunnar Schneider | 15.04.04

...nur so zum spass würde ich das nicht machen. gerade wenn keine feuchtigkeit vorhanden und das ganze anscheinend (ggf. durch den vorh. lehm) gut funktioniert. warum was verschlimmbessern? (das war das erste mal das ich dieses fürchterliche wort gebrauche, aber hier könnte es ganz gut passen)
oberflächenwasser in zisterne? doch wohl nur zum blumengiesen oder?
gruss
christian bernard
ZEITGEMÄSSE KONZEPTE FÜR HISTORISCHE GEBÄUDE
Mitglied der Fachwerk.de Community()
punkt4 architekten | christian bernard | 15.04.04

Genau Herr Bernhard

die Verschlimmbesserung habe ich nämlich auch befürchtet. Also werde ich es sicher lassen und mir viel Arbeit ersparen. Ich denke unser Architekt war vielleicht auch darauf aus, das die Gründung unter dem Haus unter die komplette Mauer soll und nicht nur unter die inneren 25cm (grusel wenn ich an die Arbeit denke).
Das Oberflächenwasser aus der Zisterne (>40m³) ist ausschließlich zum Garten wässern gedacht, aber bei 2000m² macht das glaube ich auch Sinn.
Das gute Gefühl gesund zu wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Naturbaustoffhandel | Gunnar Schneider | 15.04.04

Faulheit und Notwendigkeit

Als gelernter Meliorant würde ich die Drainage legen, um zu schauen, ob ich's noch kann. Als immer fauler Mensch würde ich das erst tun, wenn es einen Grund dafür gibt - nämlich Nässe. Und nun fragt sich der immer faule Mensch in mir, warum das Haus ein nachträgliches Fundament mit dem Risiko der nachträglichen Setzungsrisse bekommt, wenn das alte Fundament das Haus schon 167 Jahre getragen hat. Umbauarbeiten mit mehr Gewicht ode anderer Statik? Bei uns hat da auch die Faulheit gesiegt. Unser Fachwerkhaus hat ein ca. 40 cm Fundament -Schieferplatten in Lehm/Dreck gelegt, steht seit 184 Jahren- also sollte Ihr's mindestens noch 17 Jahre aushalten :-)
Gruß Petra
Lunziger Fachwerkfans
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Olaf und Petra | 16.04.04

...ja, petra, wollt ich eigentlcih auch noch fragen? vielleicht weiss es der architekt?
grüsse christian bernard
ZEITGEMÄSSE KONZEPTE FÜR HISTORISCHE GEBÄUDE
Mitglied der Fachwerk.de Community()
punkt4 architekten | christian bernard | 16.04.04

Ich bin ja auch ein fauler Mensch

deswegen hab ich mir das ja auch lange überlegt und nicht gleich gemacht. Innen war das Fundament aber nötig, da wir den Boden teilweise um 50cm abgesenkt haben und auf dieser Ebene schon der blanke Lehm lag.

Schönes Wochenende
Das gute Gefühl gesund zu wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Naturbaustoffhandel | Gunnar Schneider | 17.04.04
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