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Forumeintrag-Eintrag [forum 123043] {PDF / Druck} | | Region: Berlin
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Was ist das ? Hallo,
nur nach dem Bild zu urteilen, ohne weitere Einddrücke: nicht eindeutig.
Möglich ist aber auch ein alter Brandschutzanstrich. In diesem Fall bitte unbedingt eine Probe Materialprobe auf Asbest und Schwermetalle machen lassen.
Den Boden kann eigentlich nur gefrorenes Wasser = Eis so auftreiben, wie Sie es beschrieben. Kein Wunder bei 20 Jahren leerstand.
Grüße
Brandschutzanstrich wäre möglich in größeren Städten wegen Krieg/Brandbomben, so üblich gewesen in Chemnitz, möglich aber auch nur ein Weißkalkanstrich für einen "freundlichen" Boden - darauf würden (auf dem Foto nicht eindeutig zu erkennen) die weißen Dachziegel und die weiße Giebelwand hindeuten. Hausschwamm würde ich nach dem Foto ausschließen - dann wäre wohl auch das Dach schon eingebrochen......
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community ( Profil, Homepage) Olaf aus Sachsen | 16.08.09
Was ist das ? Die Brandschutzanstriche mit toxischen Rezepturen finden sich auch schon in Gebäuden des 18.Jahrhunderts, waren also nicht immer kriegsbedingt.
Grüße
Brandschutzanstrich sind durchaus eher möglich gewesen, doch dann seltener auf dem "Land" - deshalb wäre die Frage nach der Baustandort wichtig. Mal sehen, was der Sanierer schreibt ....
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community ( Profil, Homepage) Olaf aus Sachsen | 16.08.09
dann könnte (!) es Weißkalk sein, der aufgestrichen oder gespritzt wurde. Kontrolliere mal, ob es ungeweißte Stellen gibt, die für einen Pinsel oder Sprühstrahl schwer zu erreichen sind (Risse, verwinkelte Stellen.....), das könnte meine Annahme bestätigen. Sicherheit bringt aber nur eine genaue Untersuchung. (Abkratzen und zu einem Chemielehrer - bei Kalk würdest Du sicher eine Antwort bekommen - wenn er weiss, nach was er untersuchen müsste.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community ( Profil, Homepage) Olaf aus Sachsen | 17.08.09
und die Frage zum Boden? Lieber "Sanierer",
die bereits eingegangenen Antworten beschreiben richtig, dass Reste eines Belags an den Dachhölzern sichtbar sind. Das können Kalkanstische oder mit anderen Brand-/Holzschutzmitteln versetzte Kalkanstriche, Brand-/Holzschutzmittel ohne Kalk oder Salzausblühungen z. B. aus den Dachdeckungsmaterialien sein. Hier wäre also eine Laboruntersuchung auf gängige HSM-Alteinträge und evtl. Branbdschutz-Alteinträge sinnvoll. In diesem Zusammenhang eine Frage an Hr. Beckmann: Sind Ihnen schon Brandschutzanstriche mit Asbest an Holzdachstühlen untergekommen. Das Thema interessiert mich.
Die Zweite Frage zielt auf den Holzboden über Erdreich. Wenn ein Holzboden "hoch kommt". Hat er in der Regel zu viel Feuchtigkeit abbekommen. Zu viel Feuchtigkeit kann Pilze am Holz wachsen lassen. Pilze selbst bedingen erst einmal nur wenige Verformungen, aber einen drastischen Festigkeitsverlust. Ist das Holz noch stichfest, finden sich typische Schadensbilder einer Braunfäule oder einer Weißfäule? Nach der Beschreibung gehe ich davon aus, dass selbst wenn (noch) kein Pilzschaden vor liegt, der Boden aufgenommen werden muss und die Feuchtequelle beseitigt werden muss. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
@Ulrich Arnold Guten Morgen Herr Arnold,
ich hatte mal im Internet ein historisches Rezept für Brandschutzanstriche aus dem 17.JH gefunden. Finde es aber jetzt nicht mehr.
Den Verdacht auf Asbest hatte ich einmal in einem barocken Dachstuhl in Düsseldorf. Da der Käufer das Objekt aus vielen Gründen aber nicht haben wollte, unterblieb damals auch die Untersuchung.
Mit freundlichen Grüssen
Gefunden... wo ? natürlich hiervon Thomas Lingl:
Brandschutz anno dazumal
Hab da auf die schnelle nur einen kleinen Beitrag gefunden.
aus Carl Koch, Grosses Malerhandbuch, 10. Auflage 1953 :
3.Die Feuerschutztechniken
Für diese Techniken kommen nur mineralische Farbstoffe und Bindemittel in Frage. Dabei werden die mit dem mineralischen Bindemittel (Wasserglas) gebundenen Farbstoffe nebst Zusatz von Asbest oder Kieselgur ein- oder auch zweimal auf den vor dem Feuer zu schützenden Holzuntergrund satt aufgetragen. Das Bild 277 zeigt die feuerschützende Wirkung eines mit Wasserglas gebundenen Anstrichs. Das Brett ist zur Hälfte auf der linken Seite zweimal mit einer Farbe, bestehend aus einem Teil Kreide, einem Teil Lithpone, einem halben Teil Asbestpulver und einer entsprechenden Menge Wasserglas, gestrichen. Das Brett wurde dann eine geraume Zeit über die eine große Hitze entwickelnde Gasflamme eines Gasherds gehalten. Wie ersichtlich, ist das Holz sogleich verkohlt und bei dem Versuch auch in Brand geraten. Die Feuerschutzfarbe auf der linken Seite hat der Hitze widerstanden.
Andere Imprägniermittel für Holz gegen Feuer sind Chlorkalzium, Eisenvitriol, Kupfervitriol und Chlorzink. Gardinen, Dekorationen und leichte Kleiderstoffe werden mit Lösungen von schwefelsaurem Ammonium, wolframsaurem Natrium, Borax, Bittersalz und Wasserglas imprägniert. Auch Cellonlacke wirken in gewissem Umfang feuerhemmend.
Maler- und Lackierermeister | Thomas Lingl | 29.09.08
Gegen Verlust an Heimat,Heimeligkeit und Handwerkskunst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Grüße
Danke Hallo, danke für das Zitat mit dem Rezept. Sehr empfehlenswert ist auch, wenn mal antiquarisch zu bekommen: Metz, Ludwig: "Holzschutz gegen Feuer" VDI-Verlag Berlin 2. Aufl. 1942 Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Vielen Dank für Eure Kommentare und Anregungen. Ich werde mir das nochmal genauer ansehen und vielleicht doch mal einen Schkundigen hinzuziehen.
Melde mich dann wieder.
Gruß
Selbst ist der Mann :-)Mitglied der Fachwerk.de Community ( Profil) sanierer | 19.08.09
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