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HILFE: Schimmel in BEHEIZTEM Büro

HILFE: Schimmel in BEHEIZTEM Büro Hallo zusammen, mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass sich in meinem Büro oberhalb des Fensters

Allgemein > Feuchtigkeit

HILFE: Schimmel in BEHEIZTEM Büro

Hallo zusammen,

mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass sich in meinem Büro oberhalb des Fensters Schimmel gebildet hat. Sogar Wasserränder sind sichtbar :(

- In dem Raum arbeite ich den ganzen Tag
- Der Raum ist ständig über 20 Grad warm; aktuelle Messung auf Schreibtisch: 20,5 Grad + 37% rel. Feuchte, Oben auf Gardinenstange 20 cm vor Schimmel: 21,2 Grad + 43% rel. Feuchte
- Die Fenster sind neu (Standard-Wärmedämmung), vorher waren auch "schon" 20 Jahre alte Isolierglas-Fenster drin; die Fenster sind also NICHT "dichter" als vorher.
- Direkt hinter der verschimmelten Stelle ist nur 1 bis 2 cm Putz, dann kommt schon das Sandstein-Fenstergesims, was wahrscheinlich diese extreme Kältebrücke hervorruft.

Kann das - trotz der relativen Trockenheit der Luft - Schwitzwasser sein? Nach einer Tabelle bildet sich aber erst Schwitzwasser, wenn die Innenwand unter 6 - 8 Grad kalt wird ... und bei der regelmäßigen Raumwärme kann das doch kaum passieren.
- Unter DIESEM Fenster ist KEIN Heizkörper. Bei den beiden anderen Fenstern MIT Heizkörper ist gar nichts bzw. kaum etwas.

Oder ist es eher die Feuchtigkeit, die durch den Sandstein nach innen zieht (siehe auch Wasserränder)? ... komisch nur, dass die vorher (als der Raum noch zu einer Kneipe gehörte) nicht passiert ist; zumindest hatte ich keine Wasserränder gesehen.

Was kann ich machen?
Wenn ich jetzt die 4 cm oberhalb des Fensterrahmens isoliere (Dämmwolle mit vorgesetzter Holzplatte?), verhindere ich damit weitere Schimmelbildung, oder "verstecke" ich damit nur den - vielleicht noch weiter wachsenden - Schimmel, da die Raumwärme ja noch weiter in dem Raum zurückgehalten wird und somit der Sandstein noch weniger Wärme mitgekommt und noch weiter auskühlen / durchnässen kann?
Soll bzw. wie kann ich eine Dampfsperre einbauen?

BTW: Unser Dach wurde neu gedeckt, wobei die ganz alten Eisendachfenster gegen neue, einfache Kunststoff-Fenster ausgetauscht wurden. Obwohl der Speicher über 100 Jahre alt ist und sicher nicht "Dicht" ist, fängt er nun an zu "schwitzen". Jetzt haben sogar die Holzbretter innen schon Schimmel angesetzt ... es ist zu ausflippen ...
WIE heißen die Fachleute, die sich mit Schimmelbekämpfung auskennen?

Danke!
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 03.01.05
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass alle Antworten als freie Meinungsäußerungen und nicht als Beratung angesehen werden müssen. Weitere Informationen: Forumsregeln / Haftungsausschluss

Tip für "Fachleut"...

....http://www.niemehrschimmel.de/html/__fur_hauseigentumer.html alternativ kann ich verweisen auf http://gutachter-haas.de/werwirsind/werwirsind.htm

Bei Deinem Fenster tippe ich auf Wassereinbruch an Wand oder Dach. Der Gips fault durch die viele Feuchtigkeit einfach weg. Vom PC will ich keine weiteren Statements wagen. Gruß aus dem Siegerland
anonymus | 04.01.05

Gleiche Richtung....

wie Herr Werthebach: Ist über dem Fenster ein Gesims oder eine Fensterverdachung? Gibts dort eine Verblechung und wenn Ja ist sie noch intakt?
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri
planen + bauen mit holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 04.01.05

Guten Morgen, also Wasser-EINBRUCH eher nicht, da das Fenster im EG ist und noch 2 Etagen darüber s

Guten Morgen,

also Wasser-EINBRUCH eher nicht, da das Fenster im EG ist und noch 2 Etagen darüber sind. Die Fassade und der Sandstein wurde erst vor 1/2 Jahr gestrichen, wobei auch keine Risse festgestellt worden sind.
Anbei noch ein Foto von Außen.

Bringt es was, wenn ich innen oberhalb des Fensterrahmens den Sandstein dämme? Und wenn ja, wie?
Bzw. was kann ich sonst machen? Welches "Mittelchen" kann ich erstmal auf den Schimmel sprühen, damit er vernichtet wird.

Danke
Uwe

PS: Das Fenster ist von außen, oben zwischen Fensterrahmen und Sandstein NICHT mit Silikon abgedichtet und von innen (siehe Foto im 1. Beitrag) auch nicht ordentlich versiegelt. Hier besteht - abgesehen vom Sandsteib - wohl auch eine extreme Kältebrücke, oder?
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 04.01.05

mmmpfhh.

Also Soforthilfe zur Beseitigung des Schimmels (nicht der Ursache) wäre mit 60-70%igem Ethylalkohol abreiben.
Innendämmung ist zumeist schwierig weil das anschließende Bauteil ja weiterhin kalt bleibt und sich Kondenswasser immer noch an der gleichen Stelle abschlagen wird. Trotzdem könnte man einen Versuch mit einer dünnen Zementholzfaserplatte, rückseitig mit Polystyrol anstellen. Darauf neuen Putz.
Mir sieht es mittlerweile so aus als würde der Sandstein eine ausreichende Wärmebrücke für dieses Schadbild ergeben. Aber diese Aussage ist eher unter Vorbehalt zu sehen.
Grüße aus Leipzig von
planen + bauen mit holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 04.01.05

Die Fachleute

heißen BAUBIOLOGEN und sind zu finden in diesem Forum oder unter www.baubiologie.de oder www.baubiologie.net oder im alternativen Branchenbuch auch unter www.eco-world.de.

Auf jeden Fall schnell einen Fachman an die Baustelle holen und vorher auch nicht dran herumwerkeln. Keine Experimente mit irgendwelchen Schimmel-Weg-Materialien und keine Experimente mit Styropor, Styropor kann keine Feuchtigkeit transportieren, ist aber ein hervorragender Nährboden für Schimmelpilze.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 04.01.05

Nährboden Styropor?

Hallo Herr Heim,
wie funktioniert das Styropor als Nährboden?
Welche Nährstoffe sind in dem Material für Schimmelpilze enthalten?

MfG Holger Schmidt-Schuchardt
Holz verbindet
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Planungsgemeinschaft Schmidt & Partner | Holger Schmidt-Schuchardt | 04.01.05

Hat mir

im Zusammenhang mit einer Schimmelpilzsanierung eine Chemikerin verraten. Ich werd mich noch mal genauer erkundigen und später noch etwas dazu schreiben.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 04.01.05

Guten Abend,

vorerst mal Dankeschön für die Antworten ... nur leider finde ich keinen Fachmann im Umkreis von 100 km um PLZ 55481 Kirchberg (RLP) ... oder suche ich nur an den falschen Stellen :(

Gruß
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 05.01.05

An der Grenze ...

... zur Haarspalterei.

Natürlich ist Styropur nicht direkt Nährboden für Schimmelpilze. Da aber Styropur keine Feuchtigkeit aufnehmen kann, bildet sich an der Oberfläche leicht ein Film, der in Verbindung mit Staub (oder anderem organischen Material) dann einen Nährboden darstellt.

Die anderen Vorteile von S. setze ich als bekannt voraus ;-)

Bernd
anonymus | 05.01.05

Adressen:

Uwe Stahl (Baubiologe IBN)
Saarburg 06581/95704 (95 km)

Dieter Stahl (Baubiologe IBN)
Steineberg 06573/996380 (57 km)

Renate Kirsch (Baubiologin IBN)
Frankfurt 06109/35220 (125 km)

Merkel Messtechnik
Maintal 06181/949420 (130 km)

Schönen Gruß von mir!
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 05.01.05

... ui ... super, DANKE!
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 05.01.05

Tschuldigung

hab mich leider verschrieben.
Der Uwe heißt nicht Stahl sondern RAU
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 05.01.05

ok ;-)
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 05.01.05
Meine Wenigkeit im Büro  1   (der junge Kerl)

Meine Wenigkeit im Büro 1 (der junge Kerl) Entschuldigt bitte. Das Bild ist leider schon 10 Jahre alt und die Hetze der vergangenen Jahre haben

Schimmliges

Lieber Uwe

Also vor jeder Aktion ist die Diagnose doch noch das Wichtigste.
Mir ist nämlich immer noch unklar, ob es sich hier a) um Kondensfeuchte oder b) oder eindringende Feuchte handelt.

Zu a)
Zur Feststellung ob es sich um Kondensfeuchte handelt, solltest du die Messungen über einen längeren Zeitraum fortsetzen und vor allem die Wandoberflächentemperatur mitmessen. Bei deinen letzten Werten mit 21,2°C und 43% rF läge der Taupunkt bei ~8,3°C. Dies heißt, wenn die Wandoberflächentemperatur diese Temperatur erreicht oder darunter sinkt fällt Tauwasser aus. Und dies kann bei der Sandsteinlaibung doch relativ schnell passieren.
Du solltest darüberhinaus die Feuchte am oder im Sandstein messen um die 2. Möglichkeit auszuschließen.

Zu b)
Dein 1. Foto irriert mich jedoch ein wenig, ich meine da genau wie du, deutlich Wasserränder erkennen zu können. Dies ist bei einer einfachen Kondensfeuchte eigentlich nicht der Fall. Ist das Fenster auf der Wetterseite, kann Schlagregen zwischen neuen Putz und Oberseite der Fensterlaibung eindringen ?



Es kann aber auch von allem Etwas sein.
Also Kondensfeuchte durch mangelnde Wanderwärmung, eindringende Feuchte und Undichtigkeiten am Fensterrahmen.

Fragen über Fragen:
Wo ist denn dann der Heizkörper wenn nicht unter dem Fenster? Wie war der Raum als Kneipe beheizt? Wie dicht sind die Fugen zwischen Sandsteinlaibung und Fensterrahmen. Hier sitzt der Fensterrahmen anscheinend im Laibungsfalz.

Also:
Erst wenn die Ursache wirklich feststeht, solltest du die dafür geeigneten Maßnahmen einleiten. Bis dahin kannst du der Gesundheitsgefährdung z.B. durch Keimabtötung und vorsichtigen Entfernen des Schimmelrasens Klimatisierungsmaßnahmen, etc. begegnen.

PS: Schließe zum Dachstuhl alle Türen wirklich dicht, damit keine warme, wasserdampfgesättigte Luft in den Dachstuhl aufsteigen kann !!

Mit besten Grüßen


Lutz Parisek
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community()
PARISEK saniert GmbH & Co KG | Inh. Lutz Parisek | 05.01.05

Hallo zusammen,

Das Problem bei DIESEM Fenster ist, dass dort - im gegensatz zur Kneipenzeit - KEIN Heizkörper mehr ist. An den beiden anderen Fenstern MIT Heizkörper ist KEIN Schimmel. Allerdings ist an dem anderen Fenster (zur gleichen Seite raus (Süden)) auch ein Wasserkranz zu erkennen.
Es scheint also so zu sein, dass der Sandstein Feuchtigkeit rein bringt. Feuchter Sandstein ist ja auch weniger Wärmeisolierend, als trockener, richtig? ... deshalb wohl auch das Taupunkt-/ Schimmelproblem.
Zumal an allen Fenstern von außen zwar links, rechts und unten mit Silikon abgespritzt worden ist, nur OBEN NICHT, wo die Überlappung von Fensterrahmen und Sandstein nur 1 cm beträgt. Auch ist dort von innen nur ganz dünn "angeputzt".

Lt. Rat eines Fachmannes werde ich JETZT von außen zumindest mal die offene Fuge mit PU-Dichtmasse abspritzen.
Wenn dann der Sandstein (im Frühjahr, Sommer) GANZ ausgetrocknet ist, werde ich von innen (in der Fensterniesche, hinter Sandstein, oberhalb des Fensterrahmens) dämmen mit: (Sandstein ->) Glaswolle -> Dampfsperre -> Gipskartonplatte ... und hoffen, dass es hilft ...

Im Speicher haben wir jetzt wieder die Tür zum Wohnraum geschlossen, damit keine weitere warme, feuchte Luft hoch ziehen kann. Speicher wird nun stark gelüftet. Lt. Auskunft soll das Holz nach Austrocknung (unter 18% Restfeuchte) keine Probleme mehr mit dem Schimmel haben. Trotzdem will ich mal die Bretter mit einem Schimmelmittel spritzen. Das von Obi soll recht gut sein; für ca. 150 qm Dachfläche brauche ich aber recht viel. Soll ich lieber viel nehmen oder kann ich es mit Wasser verdünnen?

Dann wollen wir noch überlegen, wie wir im oberen Geschoss eine Entlüftung direkt nach außen bekommen ...

;-)
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 06.01.05

PU-Schaum und Schimmelmittel?

Das war doch hoffentlich keiner von meinen Fachleiten, oder?
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 06.01.05

3 x Nein ... keiner von Deinen ... und auch kein PU-Schaum, sondern außen für die 0,5 cm-Fuge PU statt Silikon oder Acryl ... und die Idee mit dem Schimmelmittel für die Holzbretter auf dem Speicher ist von mit - oder lieber nicht, sondern einfach trocknen lassen?

;-)
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 06.01.05

Puuuhhhh....

zur Schimmelsituation auf dem Dachboden (es ist doch ein Speicherraum?) kann man von hier aus natürlich nicht viel sagen. Vielleicht kennt Lutz das Mittel und kann eine Aussage zur gesundheitlichen Verträglichkeit treffen. Ob es wirklich erforderlich ist oder nicht kann man nur vor Ort erkennen. Klar ist natürlich, dass es ein fungizides Mittel sein wird. Ich setze Gifte nur dann ein wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt und außerdem sicher gestellt ist, dass es weder heute noch irgendwann jemanden schädigen wird (natürlich im Rahmen menschlichen Ermessens).
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 06.01.05

Der OBI Classic Schimmelentferner bekam sogar von ÖKO-test ein "sehr gut".
Und "Ja", der Dachboden ist ein 100 Jahre alter 1,5-geschossiger Speicher (Fichtenholz)

Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 06.01.05

Mittelchen

Lieber Uwe

Was ist der Wirkstoff in dem Mittel ????
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community()
PARISEK saniert GmbH & Co KG | Inh. Lutz Parisek | 07.01.05

Fungizid (Benzalkoniumchlorid), Tenside, Wasser; lt. ÖKO-Test "frei von gesundheitlich bedenklichen Stoffen" ... hoffentlich ist es nicht nur "gesund", sondern wirkt auch ;-)
... dieses Benzalkoniumchlorid soll auch zur Reinigung von Aquarien Verwendung finden ...
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 07.01.05

Benzalkoniumchlorid

findet auch in Schwammsperrmitteln - siehe Holzschutzmittelverzeichnis - Anwendung und darf dort nur in geringen Anwendungskonzentrationen eingesetzt werden, wobei die behandelten Oberflächen dann "staubdicht" abgedeckt werden müssen.
Eine großflächige Behandlung am gesamten Dachstuhl erscheint da von der zu behandelnden, abgewickelten Holzoberfläche schon bedenklich.
Wenn die Ursache im Dachboden bei den neuen Dachfenstern liegen soll, solltet Ihr überlegen, wie die Luftwechselrate im Dachgeschoß wieder so erhöht werden kann, daß die Feuchtigkeit abgeführt wird.
Oder Ihr sorgt dafür, daß z.B. am Bodenzugang oder anderen Stellen durch entsprechende Abdichtung keine feuchte Warmluft in den Dachraum eindringen kann.
Der Schimmelpilz stirbt auf trockenem Holz ab und kann danach mit einem K1 Sauger abgesaugt werden. Staubschutzmaske beim Arbeiten nicht vergesssen - oder diese Arbeit durch einen Fachbetrieb erledigen lassen.

MfG. Holger Schmidt-Schuchardt
Holz verbindet
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Planungsgemeinschaft Schmidt & Partner | Holger Schmidt-Schuchardt | 07.01.05

@Holger Schmidt-Schuchardt

Um noch mal ein Haar zu spalten habe ich ein wenig in der Literatur gestöbert. Hier kann man tatsächlich nachlesen, dass Schimmelpilze ihre Nahrungsgrundlage, neben den bekannten organischen Stoffen wie Lebensmittel, Holz und Holzwerkstoffe usw. auch aus Kunststoffen und Leder beziehen können.
Ansonsten stimme ich Bernd Fröhlich zu. Das eigentliche Problem ist nicht ausdiffundierte Feuchtigkeit und hier spielt das Material natürlich wieder eine große Rolle.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 07.01.05

@ Fred Heim

Auszug aus Schweizer Baujournal:
"... durch die Gattung Pseudomonas, Micrococcus, Bacillus, Nocardia und Micromonspora werden Gummi abgebaut, ebenso werden Kunststoffe durch Masse- sowie Festigkeitsverluste oder Versprödung verändert. Hier werden Weichmacher, Füllstoffe, Stabilisatoren und/oder Emulatoren biologisch abgebaut beziehungsweise verändert."

Von Styropur direkt habe ich es noch nicht gehört/gelesen - das Zeug gilt ja noch als un-kaputtbar. Schaunmermal, wann sich dafür eine "Bazille" findet.

Gruß aus BS

Bernd
anonymus | 07.01.05

...wie wärs denn...

... wenn einfach wieder ein Heizkörper, wie zur Kneipenzeit, unter das Fenster gebaut würde (Heizkörper ca. 80 € und Einbau ca. 600 €)? Somit wäre das alte, funktionierende "Ökosystem" wiederhergestellt.
Grüße zum Wochenende aus dem Siegerland
anonymus | 08.01.05

> ...wie wärs denn...
---Forenreferenz-----------
...wie wärs denn... - ... wenn einfach wieder ein Heizkörper, wie zur Kneipenzeit, unter das Fenster gebaut würde (Heizkörper ca. 80 € und Einbau ca. 600 €)? Somit wäre das alte, funktionierende "Ökosystem" wiederhergestellt.
Grüße zum Wochenende aus dem Siegerland mehr ...
----------------------------------


> ... wenn einfach wieder ein Heizkörper, wie zur >Kneipenzeit, unter das Fenster gebaut würde

... hab ich auch schon dran gedacht. Wenn die bisher fehlende Dämmung nix bringt, wird das wohl die letzte Lösung sein.
Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 08.01.05

Schimmel in BEHEIZTEM Büro

Hallo Uwe,
anhand deiner Aussage "neue Anstrich Aussen " und den Wasserflecken Innen
scheint es eine es eine klare Sache zu sein. Bei Regen läuft das Wasser oberhalb der Fenster auf den Kalkstein-Sims
und dann in die Wand vermutlich ist die dichte Farbe oder der Aussenputz die Ursache für denn Wassereinbruch. Ein Putzaustausch Innen würde zwar den Schimmel beseitigen aber nicht die Ursache. Evt. test mit einem Wasserschlauch.
Dann die Ursache beseitigen.
MfG

Dirk
Freier Baubiolge Dirk A. Hiller | 09.01.05

Hallo Dirk,

Aussenputz und Sandsteingewände waren vorher schon mal gestrichen und wurden jetzt nur neu - glaube mit Jumbosil; diffusionsoffen - gestrichen. Daran "dürfte" es auch nicht liegen. Habe eben auch nochmal nach Rissen gesehen ... nix!

Uwe
Altes bewahren ...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Uwe | 09.01.05

Schimmel oberflächlich entfernen

kann man, so hats mir der Baubiologe erklärt, mit einer 10% igen Lösung Wasserstoffperoxyd (in der Apotheke erhältlich sind 30%ige Lösungen), mit Wasser auf 10% verdünnen.

Richtig: kennt man vom Blondieren ...

Der Vorteil: er zerfällt zu Wasserstoff und Sauerstoff ist also in der Luft völlig unbedenktlich - keine Giftstoffe

Der Nachteil: die Verarbeitung darf nur mit Schutzkleidung (Handschuhen, Mundschutz, Schutzbrille und alles rundum abdecken) durchgeführt werden, weil das Zeugs stark äzend ist - Flecken auf Klamotten führen zum unwiderbringlichen Ausbleichen.

Auftragen: mit einem Pinsel

Mir ist diese Art sehr angenehm, eben weil Schimmelsprays gesundheitlich sehr bedenklich sind, und wenn 10x draufsteht daß es gut verträglich sein soll.

Grüße
Susanne Ziener | 25.07.05

unbedenkliches Produkt

Hallo,
also ich wende nur noch Produkte basierend auf Fruchtsäuren und Aktivsauerstoff an. Alles andere ist ungesund, nicht umweltverträglich, leicht brennbar oder gar einafch Humbug!
gruß aus MG
anonymus | 13.02.08

Schimmel

Statt den Schimmelrasen sollte man lieber den Typen einpinseln, der das Fenster geliefert und eingebaut hat.
Auf den Fotos ist ein Kunststofffenster zu sehen, das nicht IN, sondern innen AUF der Laibung sitzt; zumindest die obere Fuge ist nicht luftdicht. Hier wird ständig kalte Luft im Winter eindringen.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 13.02.08

Fenster unsachgemäs eingebaut

Hallo,
das ist auch meine Meinung das das Fenster unschgemäß eingebaut ist. So wie es ausieht sitzt es tatsächlich nicht in der Leibung, sondern davor. Der Rahmen steht bis zu einen Drittel in den Raum. Und so wie es asuieht auch unsachgemäs eingeputz. Wenn an der oberen Seite im freien keine Abdichtung aus einer Silikonfuge vorhanden ist oder auch kein Fugenfüllender PU-Schaum oder Steinwolle, und vielleicht auch nicht sachgemäs Eingeputz wurde, ist hier auf jedenfall ein Feuchtigkeitseinbruch zu vermuten. Zumahl hier auch ungehindert kalte lust durch den Spalt an das dahinterliegende Mauerwerk kommen kann und auskondensiert.
Zumal ich auch noch vermute das das Fenter mit Gipshaltigen Putzen eingeputz wurde (Schimmelnährboden). Meine Empfehlung wäre Fenster raus, ordentlich wieder eingesetzt, abgedichtet und eingeputz, nicht so ein Murks wie auf dem Bild.
Grüße aus Mittelfranken
Christian
selsbt ist der Mann
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Christian | 31.08.10
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