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Dach > Feuchtigkeit

Hygrodiode

Grüße,

ich plane gerade an dem Ausbau meines Daches.

Bestand ist von Außen nach Innen.
Bramac Ziegel (Dachstein Alpin)
Konterlattung?
Lattung
Teerpappe
Holzschalung (2cm dick)
Dachsparren

Ich würde gerne eine Zwischensparrendämmung mit Flachs oder Hanf oder Zellulose anbringen.
Da ja auf der Rauminnenseite eine Dampfbremse angebracht werden müsste bin ich mir jetzt nicht sicher ob bezüglich Feuchtigkeitabtransport der Leitsatz: "Von Innen nach Außen diffusionsoffener werden" durch die leider vorhandene Teerpappe gewährleistet ist.

1)Ich bekam den Rat statt einer klassichen Dampfsperre innnen eine sogenannte "Hygrodiode" einzusetzen. Da sollte dann die in die Dämmschicht eindiffundierte Feuchtigkeit an heißen Tagen wieder in die andere Richtung hinaustrocknen können.
Was meint ihr dazu?
Einer der Räume in diesem Dachausbau ist auch ein Naßraum. Hier denke ich würde doch ziemlich viel Feuchtigkeit diffundieren. Kann dies speziell hier zu Problemen führen?
Soll ich hier nicht gleich besser eine komplette Dampfsperre anbringen? Was ist dann mit kleinen Fehlstellen in dieser Sperre? Ganz perfekt wird man die ja nie hinbringen!

2)Eine weitere Lösung von der ich gehört habe wäre eine Hinterlüftung über den First.
HIerbei würde eine diffusionsoffene Unterspannbahn so zwischen die Sparren noch außerhalb der Dämmung angebracht, damit ein Luftspalt entsteht der sich über das gesamte Dach zieht. Der Dachfirst hätte dann spezielle First-Entlüfter Ziegel. Das wäre dann doch ein diffusionsoffener Aufbau.

Was ist da die bessere Lösung.
Habt ihr Erfahrung mit 1) oder 2)

mfg

Rudi Nussbaum
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Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Rudi Nussbaum | 16.02.10 | 2808x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Hallo,

Teerpappe auf dem Dach ist einerseits Mist wg. Schadstoffgehalt und damit verbundenen Entsorgungskosten, auch wegen Dampfsperre an der falschen Stelle. Andererseits habe ich noch nie einen darauf basierenden Schaden wirklich vor Augen gehabt.
Flachs oder Hanf sind o.K. bei Zellulose habe ich meine Probleme. Ich halte es für unvertretbar, sogenannte Dämmstoffe einzubauen, die ihre Eigenschaften im Laufe der Zeit derart unkontrollierbar verändern können.
"Hygrodiode", die ist wieder so ein hochtrabender Ausdruck der Werbefuzzis, gemeint ist eine Dampfbremse die zum Teil aus Pappe zum Teil aus PE besteht, z.B. die ProClima +.
Die ist in Ordnung und wird schon standardmäßig verwendet.
IM Naßraum würde ich einfach anständig lüften, so daß die kritischen Werte für das Innenklima nicht erreicht werden.

Der hinterlüftete First ist eine Konstruktion der 1970er Jahre, heute geht es auch ohne.

Grüße vom Niederrhein
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 17.02.10
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