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Dach > Allgemein

Dachausbau - Verstärkung

Hallo zusammen,bei meinem Haus ist ein altes Dach, bestehend aus Firstfette und Sparren. Nach Einschätzung der Fachleute einer Dachfirma, sind die ganzen Balken zu schwach. Diese Firma möchte das ganze Dach abtragen und auf bestehende Balken neue Balken als Verstärkung drauflegen.
Der Preis für diese Lösung ist fast genauso hoch,wie ein komplettes neues Dach. Gibt es die Möglichkeit, daß man die Verstärkung von Innen durchführt? Ohne daß man das ganze Dach abtragen muß? Nach meiner Einschätzung müsste es eine günstigere Variante sein.

Vielen Dank für einen Vorschlag.

Petr Dopan
Petr Dopan | 21.01.10 | 3926x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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bin

zwar kein Statiker, aber Verstärkungen "oben drauf" bringen eigentlich wenig, Verstärkungen werden üblicherweise "beigelegt". Wenn Du nicht "übern Tisch gezogen" werden willst, hole Dir einen Fachmann vor Ort. Kostet wohl ein paar Euro zusätzlich, dürfte aber absichern, daß das restliche Geld sinnvoll eingesetzt wird.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Olaf aus Sachsen | 21.01.10

Verstärkung

@ Olaf


Die Aussage: "
aber Verstärkungen "oben drauf" bringen eigentlich wenig, Verstärkungen werden üblicherweise "beigelegt"...
... stimmt bei Dachsparren nicht. Sparren tragen in der Höhe, deshalb sieht man oft Sparren von 100mm Breite aber 250mm Höhe, auf 1m gelegt....

Und in der Höhe kann dann auch die Isolierung dicker gewählt werden.



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Andreas Kapitzke | 21.01.10

Was soll denn am Dach gemacht werden, welche Arbeiten stehen an?
Und wie stark sind die jetzigen Sparren und die Firstpfette?

Wenns für eine dickere Isolierung sein soll, reicht eine aufdopplung mit Latten (4x6 o.ä.)

Wenns für eine Neueindeckung sein soll, muß die verstärkung über den ganzen Sparren laufen, also vom First bis zur Traufe, und dann stellt sich die Frage ob die Firstpfette ausreichen Stark ist.
Wenn möglich stellen Sie doch bitte mal ein Foto vom Dachstuhl rein und sagen was genau geschehen soll.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 21.01.10
tragende Beilagen

tragende Beilagen das mit dem auflegen kann mich nicht überzeugen, Andreas, da die aufgelegte(!) Höhe nur tragend wirk

tragende Beilagen

das mit dem auflegen kann mich nicht überzeugen, Andreas, da die aufgelegte(!) Höhe nur tragend wirkt, wenn sie statisch sicher miteinander wirken (3. Potenz). Deshalb beilegen, da eine 50er Pfoste um die 18 cm hoch gute Dienste leistet, das seitliche Ausknicken durch die alten Sparren abgesichert wird und gleichzeitig das ganze Dach ausgerichet werden kann. Die Pfetten müssen natürlich auch verstärkt werden, wobei das von einem Statiker vorgegeben werden sollt. Und für die Dämmung kann man den Platz der Grund- udn Traglatten verwenden.
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Olaf aus Sachsen | 21.01.10

Hier kann ich nur

empfehlen, einen erfahrenen Statiker hinzuzuziehen.
Die alten Dachkonstruktionen sind oft sehr komplexe statische Systeme und aufwendig in der Berechnung. Da ist mit der "modernen" qmallquadratachtel-Statik nix zu holen. Bei korrekter Berechnung ergeben sich erstaunlich hohe Tragfähigkeiten. Meist können diese alten Konstruktionen einen neuen Dachausbau problemlos wegstecken.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 21.01.10

zuerst mal ein paar Fragen

Ist das Dach ausgebaut? vermutlich nicht
Wie sieht der Dachaufbau aus, ist eine Holzschalung auf den Sparren?
Was haben Sie vor?

Grüsse Thomas
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
NEW.... | Th. Kehle | 21.01.10

Wartet

doch erst mal ab " warum " der Kollege die Sparren verstärken will.
Alt aber schön....Häuser meine ich natürlich
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Dachdeckermeister Boris Skupke | 22.01.10

Statiker

Guten Tag, wenn es darum geht die Tragfähigkeit zu erhöhen muss ein Tragwerksplaner das berechen, damit es Sinn haben soll. Die Sparren sind Biegeträger. Das heisst, eine Querschnittserhöhung bringt wesentlich mehr Tragfähigkeit als eine Querschnittsverbreiterung. Damit der Schubverbund zwischen Erhöhung und ursprünglichem Sparren wirkt, müssen die Verbindungsmittel in der Schubfuge statisch dimensioniert werden. Der Statiker spricht davon, dass dann der "Steineranteil" mit in das Widerstands-, bzw. Trägheitsmoment des Sparrens eingeht. Soweit die Grundlagen der Statik. Seitliche Anlaschungen bringen natürlich auch etwas Tragfähigkeitserhöhung, wenn deren Schubfuge dimensioniert ist bedeutend mehr als wenn sie quasi nur eine Zusatzlast am alten Sparren darstellen. Der Vorteil von Seitlichen Bohlen ist, dass man mit diesen die Fläche für den Innenausbau schön ausrichten kann. Holz ist heutzutage paradoxerweise eine Wärmebrücke. Das bedeutet mehr Holzbreite = schlechterer U-Wert. Wenn der Neubau des gesamten Dachs einschließlich aller Nebenkosten und der beregneten Baustelle eine Alternative darstellt, muss in diese Richtung weiter gedacht werden. Ein neuer Dachstuhl stellt eine Wertsteigerung des Hauses dar. Natürlich muss dabei auch abgewogen werden, ob es angemessen ist historische Bausubstanz zu vernichten.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Planungs-/Gutachterbüro Arnold | Ulrich Arnold | 22.01.10

noch`n Statiker

egal ob eine seitliche Anlaschung oder eine Aufdopplung vorgesehen wird. In beiden Fällen ist ein kraftschlüssiger Verbund statisch nachzuweisen. Mit einer seitlichen Verstärkung kann aber auch eine bereits vorhandene Durchbiegung ausgeglichen werden. Der Statiker muss auch die Firstpfette und deren Auflager auf ausreichende Tragfähigkeit prüfen. Die Kosten dafür würden mich unter diesem Dach besser schlafen lassen.
natürlich Bauen und Sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Büro für ökologisches Bauen und Baustatik | Lothar Hunziger | 22.01.10

Auch ich

würde, wie Herr Skupe schon geschrieben hat, gerne wissen, aus welchem Grund eine solche Massnahme vorgeschlagen wurde.
aus Jux und Tollerei bestimmt nicht.
Eine vernünftige Aussage kann man eben erst machen, wenn man weiss um was es geht.

Grüsse
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
NEW.... | Th. Kehle | 22.01.10
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