Alle 9 Fragen von Wasti

Tiefengrund

Hallo, meine mit Kalkzementputz ausgeglichenen und anschließend mit Kalkzementspachtel und Kalkzementglätte verspachtelten Decken und Wände saugten einen an einer Decke angebrachten Anstrich mit Dispersionssilikatfarbe so stark ein, dass noch während des Rollens die Farbe hart wurde und Hügel bildete bzw. Löcher hinterließ. Deshalb möchte ich alle Flächen vorher grundieren und habe dazu Silikatgrundierung angeschafft. https://www.hornbach.at/data/shop/D04/001/780/496/725/12/5815349_Doc_01_DE_20150718023337.pdf Jetzt habe ich nach dem einmaligen unverdünnten Grundieren einer unbehandelten, jedoch geschliffenen Stelle ein stark unterschiedliche Helligkeitsverteilung der nassen Oberfläche. Dies zeigt wohl an, dass der Anstrich mit Dispersionsfarbe ohne vorherige Grundierung nicht streifenfrei gelingen konnte. Meine Fragen: Soll ich solange grundieren, bis unmittelbar nach dem Grundieren alles gleichmäßig feucht aussieht? Wenn es sein muss, also auch dreimal? Bei stark saugenden Untergründen wird lt. Datenblatt empfohlen, zwei Mal nass-in-nass zu arbeiten. Funktioniert das so, dass ich am Ende von einem gedachten Quadrat von etwa 1m² erneut die Grundierung an der Stelle auftrage, an der ich das Quadrat begonnen habe oder heißt es einfach, dass ich zwei Mal über jede Stelle mit sattem Quast fahre? Oder heißt es gar, dass die Trockenzeit dazwischen länger liegen sollte und ich daher erst alle "Quadrate" einmal gestrichen habe sollte, was bei einer Fläche von zb. 15m² etwa 20 Minuten dauert. ...

Sumpfkalkfarbe mit Dispersionssilikatfarbe überstreichen: Streifen, Krater

Hallo, ich werde immer mehr verzweifelt. Wie einige vielleicht noch wissen, habe ich in meiner Wohnung so gut es geht alle Altanstriche entfernt (tlw. blieben an der Decke Reste von ?Leimfarben?), dann mit einer Kalkzementspachtel sowie einer Kalkzementglätte verspachtelt. Mir ist nach dem Verspachteln (also nicht der Glätte) schon aufgefallen, dass die Oberfläche nicht gleichmäßig das Licht reflektiert sondern einige Stellen glänzender erscheinen. Dann habe ich erfolglos versucht, lehrbuchmäßig (Untergrund vornässen, Sumpfkalkfarbe 1:3 mit Wasser verdünnt, mit Naturhaarborstenstreicher fest aufstreichen) reine Sumpfkalkfarbe 12 Monate eingesumpft auf die Decke zu streichen. Das Ergebnis war nicht nur kein gleichmäßiges Weiß nach drei Anstrichen sondern auch wieder dieses ungleichmäßige Glänzen. Oft schien es einfach so, als ob nicht genug Farbe auf die Wand aufgetragen wurde. Dann habe ich das System gewechselt und Dispersionssilikatfarbe von Glemadur eingesetzt: http://imgur.com/a/9WGzv Technisches Datenblatt: https://www.hornbach.at/data/shop/D04/001/780/492/852/22/8361676_Doc_01_AT_20130524105029.pdf Ich habe den ersten Anstrich mit 5% Wasser verdünnt, da ich mir dachte, dass durch den Kalkanstrich die Saugfähigkeit bereits reduziert wurde. Während des Streichens mit einer Lammfellrolle und Teleskopstange wurde auch das wüste Bild der Kalkfarbe verdeckt und ich war frohen Mutes, musste jedoch wegen einbrechender Dunkelheit die Arbeit unterbrechen. Am nächsten Tag setzte ich die Arbeit fort. Natürlich waren dann Streifen an den Übergängen zu sehen, ABER auch überall sonst war keine gleichmäßige Helligkeit zu erkennen. Diese Farbe hat die Deckkraftklasse 2, also habe ich ein zweites Mal gestrichen, dieses Mal mit einer Polyamidwalze für feine Untergründe: https://www.hornbach.at/shop/Farbwalze-Meister-Polar-25-cm-Florhoehe-9-mm/5652000/artikel.html Ich habe in einem durchgestrichen und noch öfter die Walze in die Farbe eingetaucht, weil mir beim ersten Mal aufgefallen ist, dass ich zu oft eine leergewordene Walze ausstrich und das zu Streifenbildung führen könnte. Mein Verbrauch für die ~25m² ist fast 10 Liter (respektive Kilogramm), eigentlich sollte ich nach der Angabe des Herstellers nur 3 Liter brauchen (1 Liter reicht für 9m²). Das Ergebnis des zweiten Mal Streichens ist noch ernüchtender, denn während des Streichens ist mir schon aufgefallen, dass an vielen Stellen der Anstrich nicht am alten Anstrich haftet, es bilden sich "Krater". An vielen anderen Stellen scheint die Kraterbildung minimiert zu sein, dafür ist der Farbüberzug aber reduziert gewesen, weshalb dann die auf meinen Fotos charakteristischen Flecken zu sehen sind. Aufgefallen ist mir, dass beim Streichen "Wellen" deutlich wurden, egal wie fest ich die Farbe verrollte, diese Wellen blieben. Sind das schlecht verspachtelte Stellen oder ist das Farbe, die beim ersten Anstrich einfach nicht gut genug verteilt wurde und beim zweiten Anstrich allmählich Höhen und Tiefen bildet? Was bleibt also nach 3+2 Anstrichen zu resümieren: Streifenbildung, Krater, Helligkeitsunterschiede, ?Glanzstellen? Interessant ist aber, dass die Hohlkellen alle in einem einheitlichen Weißton erstrahlen, entweder liegt es daran, dass ich diese immer mit der Walze satt verstreiche (Walze in Eimer, dann gleich auf die Holhkelle und entgegen der Rollrichtung "verschieben". Geht die Farbe auf der Walze zur Neige, rolle ich die abgegebene Farbe von der Hohlkelle etwa 30cm auf die Decke. Danach streiche ich mit frischer Farbe die Decke auf dieser Stelle. Oder es liegt nur daran, dass das kein Streiflicht geworfen wird? Am Montag wird sich der Techniker bei mir melden und ich werde ihn bitten, vorbeizukommen und es mir vorzumachen, wie man diese Farbe richtig verarbeitet, aber hier und jetzt bin ich in diesem Forum für jeden Anstoß offen. Ich habe übrigens einmal eine Wand- und Deckenfläche von 4m² mit einer gewöhnlichen pigmentierten Dispersionsfarbe gestrichen und das Ergebnis ist einwandfrei (der Raum, das WC, hat allerdings auch kein Sonnenlicht). Zwei weitere Fragen stelle ich mir: Eine Dispersionssilikatfarbe benötigt zum "Verkieseln" einen mineralischen Untergrund. Das Verkieseln stellt die Wischfestigkeit sicher, nehme ich an. Glemadur Mineralfarbe ist wischfest, aber nicht waschfest, ein nasser Finger wischt die Farbe problemlos ab. Die Fragen: Wird mit jedem Mal überstreichen die Verkieselungsfähigkeit reduziert, wodurch ich dann vielleicht bei einem dritten Anstrich gar keine haftende Farbe mehr habe (siehe Kraterbildung)? An den Wänden sind Kalkfarbenspritzer, teilweise kreidend, weil die Unterfläche ja nicht angefeuchtet war: Soll ich diese vielen Flecken und Spritzer vor dem Streichen mit meiner Dispersionssilikatfarbe, der anderen, der waschfesten https://www.hornbach.at/shop/Silikatfarbe-innen-weiss-10-l/5815342/artikel.html https://www.hornbach.at/data/shop/D04/001/780/496/725/16/5815339_Doc_01_DE_20170325011655.pdf entfernen, um keine "Probleme" zu haben, oder ist das unnötig? Wird es Probleme geben, wenn diese Wandfarbe, Deckkraftklasse 1, Scheuerbeständigkeit Klasse 2, auf die Glemadur Mineralfarbe trifft? Wenn alle Versuche mit Dispersionssilikatfarben scheitern, wobei mir als dritter Versuch nur einfällt, noch einmal zu streichen mit noch mehr Farbauftrag und weniger Verrollen (dann ebenfalls mit 5% Wasser verdünnt) und als allerlletzter Versuch nur noch das Grundieren mit Silikatgrundierung einfällt (aber was soll das bringen auf bereits aufgetragene Dispersionssilikatfarbe), kann ich dann problemlos irgendeine anständige Dispersionsfarbe als Endlösung verrollen, damit es endlich weiß und einheitlich aussieht, auch wenn damit die raumklimatischen Vorzüge vernichtet werden? Ab einem gewissen Punkt will ich nämlich nur mehr wohnen und einen *** auf perfekt aufeinander abgestimmte Baustoffe geben. Hier alle Bilder: http://imgur.com/a/9WGzv ...

mineralische Buntfarbe mit Dispersionssilikatfarbe mischen?

Hallo, ich habe noch Buntfarben von Kalk-Laden, https://shop.strato.de/epages/61629937.sf/seccd2074b0cc/?ObjectPath=/Shops/61629937/Products/TFOr1 --------------------------------------------- Verwendbar für: L-K-Ö-A-G (L=Leim+Binder / K=für Kalkfarben / Z=zementbeständig / Ö=für Öl geeignet / A=für Acrylbindemittel geeignet / G=für Gouache-, Aquarellfarben geeignet --------------------------------------------- die ich jetzt gerne zum Abtönen der Dispersiossilikatfarbe verwenden würde. https://www.hornbach.at/shop/Silikatfarbe-innen-weiss-10-l/5815342/artikel.html Ist das problemlos möglich? Wenn ich nun 10 Liter Dispersionssilikatfarbe bei einem ?höchstzulässigen? Prozentsatz von 5 mit der angeteigten Buntfarbe vermenge, so kann ich demnach 0,5 Liter Buntfarbe beimengen und problemlos mit der Rolle auftragen? ...

Gestank hinter Estrich im Putz

Hallo! Hatte Schimmelbefall an den Außenwänden und etwas entlang den angrenzenden Wänden, in den Ecken beginnend von der Höhe des Fußbodens (so glaubte ich) bis etwa 1,70m Höhe, nach oben hin stark abnehmend. Habe dann alle Altanstriche entfernt, morschen Putz teilweise bis zum Ziegel abgeschlagen, alles mit Natriumhypochlorit eingesprüht und neu verputzt mit Kalkzementputz. Nach Entfernen des Laminat- und Teppichbodens musste ich schockiert feststellen, dass sich das Bild des morschen und verschimmelten Putzes hinter dem Estrich fortsetzt. Denn der Teppichboden hat an den Rändern gestunken und ich dachte "Naja, hat halt der Teppich ein bisschen mitgeschimmelt", aber es ist vielmehr der Putz (oder etwas, das von unter dem Estrich aufsteigt), dass so stinkt! Es stinkt so extrem, dass man es nicht aushält, aber nicht eindeutig nach Schimmel, eher verdammt modrig. Der Putz hinter dem Estrich ist extrem morsch, lässt sich mit den Finger entfernen, aber ich glaube nicht, dass er feucht war (jetzt ist er es, weil ich ihn nochmal mit Natriumhypochlorit eingesprüht habe). Es stank also nicht im Raum nach der Entfernung des "oberirdischen" Putzes sondern erst, als ich entlang der Dämmleiste etwa einen Zentimeter tief Putz rausbudelte. Der Sand stinkt. Halte ich meine Nase in die Fuge, stinkt es. Was kann das sein? Ich dachte immer, Schimmel fängt über dem Fußboden an zu wachsen. Ich bin doch machtlos, wenn er hinter dem Estrich wächst. Was kann ich tun? Wie würden Experten das Problem angehen? Ist es überhaupt ein Problem, oder soll ich einfach die Fuge mit frischer Spachtelmasse ohne organische Zusätze verschließen? Muß ich Acht geben, dass die Spachtelmasse keinesfalls den Estrich berührt? Oder kommt der Gestank gar von unterhalb des Estriches? Es sind Folien eingearbeitet und ich vermute alte Dielen darunter. Mit dem Vermieter reden kann ich nicht, da der auf meine Entgegnung, er möge eine professionelle Firma zur Behebung des damaligen Schadens beauftragen, meinte, ich könne gerne die Miete reduzieren, wenn ich Schimmel vermute und er wird dann ein Räumungsverfahren einleiten. Danke für eure Unterstützung! Mehr Bilder auf Anfrage. ...

Abgetötet Kalkfarbe

Hallo! Ich habe von Kalk Laden 30 Monate eingesumpfte Sumpfkalkfarbe für die Wände und Mineralpigmente sowie von Dullinger Malerkalk 12 Monate eingesumpft für die Decken. Nun schreiben manche, dass bei den empfohlenen 3-5 Anstriche erst der letzte Anstrich mit den eingesumpften ein und beigefügten Pigmenten erfolgen soll, bei anderen findet man diesen Hinweis nicht. Klar ist, dass der erste Anstrich auf den neuen Putz ohne Pigmentzugabe erfolgen soll. Aber die weiteren? Soll ich das Wasser zum Einsumpfen der Pigmente dazurechnen, um die Verdünnung von Kalk:Wasser auf exakt 1:3 zu erreichen? Kann ich eingesumpfte aber unvernrauchte Pigmente wieder trocknen lassen und Jahre später verwenden? Wie langeht ist geöffnete Kalkfarbe haltbar? Wie ist das, wenn nach Jahren ein neuer Anstrich mit anderer Farbe erfolgen soll? Einfach weiß streichen und dann gemäß Frage 1 weiter bearbeiten? Sollte ich die Luftfeuchtigkeit nur für 1 Stunde nach dem Anstrich hoch halten (Fenster zu) oder für 24 Stunden bis zum nächsten Anstrich? Danke für eure Hilfe! ...

Kreidezeit Sumpfkalkfarbe - Wolkigkeit reduzieren?

Hallo! Ich möchte mit Kreidezeit Sumpfkalkfarbe mit Kreidezeit Pigmenten meine neu verspachtelten Wände (Kalkzement PII) streichen. Nun heißt es immer, für hohe Abriebfestigkeit ist auf den feuchten Putz aufzustreichen. Der Generalimporteur für Österreich für Kreidezeit-Produkte meinte jedoch, Sumpfkalkfarbe sei schon abriebfest genug, ich solle sie auf den trockenen Untergrund streichen. Ich habe noch nie Kalkfarbe verarbeitet. Was soll ich tun, um eine möglichst hohe Abriebfestigkeit sicherzustellen und um die wechselnde Farbintensität ("Wolkigkeit") größtmöglich zu reduzieren? Dispersionsfarben haben dieses Problem ja nicht. Eine Kaseingrundierung brauche ich für frischen mineralischen Putz wohl nicht, oder? ...

Decke ausbessern: Holzbalken und Schilfrohr

Hallo! Meine Renovierung kommt voran, inzwischen sind alle losen Putzstellen abgeschlagen und beinahe sämtliche Altanstriche entfernt. Da wo die Decke besonders lose runterhing, ist der Draht abgerissen. Wie repariere ich das nun? Habe verzinkten Draht gekauft. Soll ich diesen um eine Schraube drehen und diese dann in den Balken einschrauben? Die Schilfrohre sind teilweise "hohl", also ohne Substanz, würden also teilweise plattgedrückt. Wenn ich den Kalkzementputz einarbeite, soll er dann auch die Holzbalken berühren? Soll ich den Hohlraum wie auf dem Bild zu sehen mit Schlitzmörtel komplett zuschmeißen? Soll ich Vorspritzer/Spritzbewurf aufwerfen, bevor ich die Decke und die Balken verputze, auch vor Vorspritzer vor Schlitzmörtel? Was muss ich bei dem Balken am Übergang zu Decke und Wand beachten? Dort würde es ja ?unweigerlich? erneut zu Rissen kommen. Ich plane, alle Decken und Wände mit einem Glasfasergitter 4x4mm einzuspachteln, wird dann ein "Kellenschnitt" oder dergleichen unnötig? Ist es dann auch unnötig, nach dem Unterputz Kalkzement 1 Tag pro Millimeter zu warten, bevor der Oberputz Kalkzement aufgetragen wird, weil die Risse durch das Glasfasergitter sowieso abgewehrt werden würden? An einigen Stellen in der Wand wurden Löcher mit Gips gefüllt früher. Soll ich dann einen kaum 1mm dünnen Putzauftrag Kalkzement vollflächig auftragen, um die Reaktion Zement<->Gips zu "entschärfen", bevor der finale Oberputz mit 4mm drüberkommt? Ich habe auch eine 1m² große Gipskartonplatte, die wollte ich auch von Altanstrichen befreien, verspachteln und dann mit Sumpfkalkfarbe streichen. Da Gipskartonplatten aber einen Sperrgrund auf Kunstharzdispersion benötigen, kann ich mir das Abspachteln doch sparen, weil die Gipskartonplatte somit nicht diffusionsoffen sein wird? Soll ich Vorspritzer anfeuchen, bevor der Kalkzement-Unterputz draufkommt? Sollte ich den übrigen, bestehenden, Oberputz anfeuchten oder grundieren, bevor der Kalkzement-Feinputz als Oberputz draufkommt (besagte 1mm dünne Schicht wegen gipshaltiger Putzstellen)? ...

Putz abschlagen und Estrich

Hallo, ich bin dabei, in meiner Altbauwohnung losen Putz abzuschlagen. Im Boden ist ein Estrich verlegt und am Rand zwischen Estrich und Mauer etwas, das wie Styropor oder Schaum aussieht. Nun wüsste ich gerne, wie ich vorgehe, wenn Putz hinter dem Schaum an der Wand abzuschlagen ist? Soll ich ihn nötigenfalls entfernen, kann ich nachträglich wieder sowas anbringen, wenn es nötig ist? Welche Funktion hat dieser Schaum wie auf meinem Bild? Wie werden eigentlich Vorspritzer oder Putz- und Spachtelmasse vom Estrich und diesem Schaum entfernt? In den Heimwerker-Infos sehe ich immer nur einen großen Sauhaufen am Boden nach dem Verputzen, aber nie, wie man diesen anschließend wegräumt. Wird Kalkzement-Putz als Unterputz verwendet mit einer Dicke von 20mm, ist es wirklich notwendig, 20 Tage zu warten, bevor ein Oberputz aus Kalk oder Kalkzement aufgetragen wird, noch dazu, wenn man bedenkt, dass der Vorspritzer mindestens 3 Tage stehen sollte, bevor der Unterputz aufgebracht wird? ...

Schimmel, loser Putz und Schilfdecke

Hallo! In meiner Altbauwohnung (Baujahr ~1880) im 3. Stock und damit unter dem unbewohnten Dachboden eines Zinshauses hat sich über etwa zwei Jahre an den Außenwänden meiner Ein-Zimmerwohnung, Wohnschlafzimmer hat ~22m², unten an den Wänden aufsteigend bis etwa 1,70m Höhe Schimmel gebildet, wobei es vor allem vom Boden ausgehend bis etwa 1 Meter stark ist, danach nur noch vereinzelt. Auch hinter den Heizkörpern, die ebenfalls an der Außenwand hängen, ist insbesondere unter den Sockelleisten HINTER der Dispersionsfarbe auf der Rückseite der Farbe am Putz Schimmel. Durch die zu hohe Luftfeuchtigkeit ist jedoch die Farbe aufgerissen. Jedenfalls möchte ich mich nun dauerhaft gegen Schimmel absichern, was auf der schlecht isolierten Fassade schwer möglich ist wegen der Wärmebrücke. 1. Frage: Neben verbessertem Lüftungs- und Heizungsverhalten ist die Anbringung eines diffusionsoffenen Putzes (Kalkputz?) und Wandfarbe (Silikatfarbe?) empfehlenswert. Das Problem: Schwer entfernbare Altanstriche an der Decke, welche aus Holzlatten, Schilfrohren und eines losen Putzes besteht. Der Putz (Lehmputz?) hängt nicht mehr an der Decke sondern lässt sich mit der Hand nach oben drücken. Die Decke hat auch Wölbungen von etwa 1-2cm verglichen zu den Kanten zur Wand. Es befindet sich kein Ziegel in der Decke, man kann mit einem Stift zum Dachboden durchstoßen. Das Loch auf dem Bild, bisher das einzige an der Decke, die Entfernung sämtlicher Farbe steht ja noch an *zitter*, habe ich mit Blauband verschlossen, dazu habe ich den Gipsputz in meine Hand genommen und habe ihn durch das Schilfgitter massig gedrückt. Außerdem ist die Decke und die Wände mit Putzrissen übersät. Deshalb möchte ich ein Armierungsgewebe einarbeiten. 2. Frage: Wie kann ich diesen losen Putz erhalten, die alte Farbe abtragen, ein Armierungsgewebe in diffusionsoffenen Putz einarbeiten und welche weiteren Arbeitsschritte sind notwendig, bevor die Silikatfarbe (echte Zweikomponenten-Silikatfarbe) aufgetragen werden kann? Ich habe mir deshalb einen Eibenstock HBS 120 besorgt http://www.hornbach.at/shop/Betonschleifer-Eibenstock-HBS-120/8830899/artikel.html Dabei ist ein Diamantschleifteller für Beton. Zusätzlich habe ich das https://www.amazon.de/gp/product/B0014GV7H4/ref=oh_aui_detailpage_o00_s04?ie=UTF8&psc=1 und das https://www.amazon.de/gp/product/B00THA9MV2/ref=oh_aui_detailpage_o00_s04?ie=UTF8&psc=1 bestellt. 3. Frage: Ist ein Schleifgitter nicht eigentlich die passende Unterlage für das Abtragen von Altanstrichen und teilweise verschimmelten Putzes? Welches von amazon würdet ihr empfehlen? Nachdem ich also den Altanstrich entfernt habe, wird womöglich der eine oder andere Putz nicht zu halten sein. 4. Frage: Mit welchem Baustoff genau fülle ich Löcher sowohl an der Decke als auch an den Wänden aus? An einer verschimmelten Stelle an der Wand (nicht Decke), an der ich mit Spachtel losen Putz entfernt habe, geht es bis zum offenbar angeschimmelten Ziegel (bräunliche Krümel an dessen Oberfläche). Bisher habe ich Blauband Gips 3-8mm oder Füllspächtel verwendet, aber das verträgt sich nicht mit Silikatfarbe und ist nicht diffusionsoffen genug. 5. Frage: Ist es möglich, die Wölbungen an der Decke durch Ausgleichen mit Spachtelmasse optisch zu entfernen oder riskiere ich nur den Abriss des losen Putzes durch das zusätzliche Gewicht? An den Wänden ist übrigens Kalk-Zement-Putz angebracht der sehr stark sandet und ebenfalls öfter keine Verbindung zum Mauerwerk hat, darüber sind rissige Altanstriche und stark kreidende "Dinge", die alle weg sollten, wie ich finde. 6. Frage: Nachdem alle Löcher gestopft sind, ist welches Material... 7. Frage: wie an die Decke einzuarbeiten... 8. Frage: und wann und... 9. Frage: wie bringe ich das Armierungsgewebe ein? 10. Frage: Wie viele Putzschichten sind notwendig? Diese Technik erscheint mir sinnvoll, natürlich ist es auf die gesamte Deckenfläche auszuweiten. https://www.youtube.com/watch?v=5VDbB02IvrM Da ich kaum Erfahrung mit Spachtelarbeiten habe, werde ich es vielleicht nicht schaffen, nass in nass den Oberputz/Feinputz/Dekorputz/Edelputz/... samt Armierungsgewebe einzuarbeiten. 11. Frage: Wie schlimm ist es, wenn ich 5cm Armierungsgewebe am Ende eines Arbeitstages überstehen lasse und am nächsten Tag frischen Putz an den am Vortag angebrachten Putz anbringe, sodass das überstehende Armierungsgewebe in den neuen Putz eingearbeitet werden kann? 12. Frage: Ich habe gelesen, dass 2-3 Wochen gewartet werden muss, bis Kalkputz mit anderem Putz verputzbar oder überstreichbar ist, stimmt das oder gilt das nur für den Unterputz? 13. Frage: Ganz wichtig: Welche Grundierungen (lösemittelfreier Tiefengrund?) sind... 14. Frage: wann anzubringen (auf das Mauerwerk, auf den alten Putz, auf den Unterputz, auf den Oberputz, nur vor dem Anstrich)? 15. Frage: Wenn dann das Armierungsgewebe eingearbeitet wurde, ist vermutlich ein feiner Putz notwendig, wenn gestrichen wird und die Wand und Decke glatt aussehen soll. Welcher wäre empfehlenswert? Das sind so meine Fragen, die ich mir als Laie stelle. Danke für eure Unterstützung! ...