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Damals, vor zwei Jahren:
Historische Baustoffe
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Taupunkt

Da gerade mal nicht viel auf dem Forum geschrieben wird, möchte ich mal was zum Besten geben: Es wird viel vom Taupunkt geredet, auffällig viel Halbwissen dazu wird gern verzapft.

Ich will mal mit meinen Möglichkeiten etwas Licht ins Dunkel bringen:

Sagen wir mal, die Außentemperatur beträgt 0 Grad, die Innentemperatur20 Grad.

Je nach Raumluft-und Außenluftfeuchtigkeit könnte sich der Taupunkt z.B. bei 13,8 Grad befinden.
Was am Taupunkt geschieht ist Folgendes: Die relative Luftfeuchtigkeit ist auf 100% gestiegen und darüber hinaus ändert das in der Luft enthaltene Wasser seinen Aggregatzustand...es wird flüssig.

Das passiert im Winter, während der Heizperiode. Dieser Effekt geschieht nun innerhalb eines Bauteiles, z.B. in der Außenwand. Bei einem Fachwerkhaus verbietet sich aber die zu bevorzugende Außenisolierung wegen der schönen Balken.

Das Problem einer Innenisolierung besteht aber nun darin, daß sich dieser Taupunkt innerhalb der Isolierung befindet.

Beispiel: 15cm Glaswolle unter einer Rigipsplatte. Die Isolierung ist außen kalt, innen warm...irgendwo innerhalb der Isolierung befindet sich nun diese ominöse Taupunkttemperatur, 13,8 Grad...Isolierung wird nass, sackt ab und die Wand (Rigips) wird unten beulig und schimmelig, säuft ab.

Deshalb muß eine Dampfbremse oder sogar Dampfsperre eingebaut werden.

Deshalb plädiere ich für selbstregulierende Baustoffe im Fachwerkbau

Gruß...J.

Ps: und schreibt mal nicht, das is nix Neues, für manche ist es neu und erhellend
Hauptsache alles ist schön
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Jürgen | 03.09.09 | 1809x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Deshalb muß eine Dampfbremse oder sogar Dampfsperre eingebaut werden.

Theoretisch funktioniert das, auch wenn da nicht kleine Ausführungsmangel des Verarbeiters oder aufsteigende Feuchtigkeit oder Flankendiffusion mit ins Spiel kommt.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | Gerd Meurer | 04.09.09

muß?

Ich kenne ein Fachwerkhaus da is zwischen Rigips und papierkaschierter Glaswolle nur Luft - kein Schimmel, kein Muff, keine "Gipswellpappe". (Allerdings im OG und DG fern jeder aufsteigenden Feuchte).
Wer sowas vorfindet "muß" da erstmal nix rausreissen, wenns bisher getan hat.

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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Boris Webler | 04.09.09
Nun ganz so einfach ist das nicht.

Nun ganz so einfach ist das nicht. Auch wenn der Taupunkt erreicht wird, heißt dies noch lange nicht, dass dann Wasser fliest und alles

Nun ganz so einfach ist das nicht.

Auch wenn der Taupunkt erreicht wird, heißt dies noch lange nicht, dass dann Wasser fliest und alles durchfeuchtet!
Wenn kein Luftaustausch (in der Wand) entsteht und somit auch kein Wasser nachgeführt wird passiert auch nichts.
Anders ist es jedoch, wenn Fugen und Öffnungen vorhanden sind. Dies muss dann schon beachtet werden.
.
@ Jürgen, was sind denn selbstregulierende Baustoffe?
Was ist damit gemeint?
Was sollen denn diese selbst regulieren?
Und warum entsteht Tauwasser nur im Winter?
Meine Tabelle ist vom August, und hieraus kann man ablesen, dass auch im Sommer Tauwasser bei 19° entsteht.
Alles gegen feuchte Wände und Keller
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Bromm Edmund | 04.09.09

Hui.

jetzt habe ich aber ein Thema aufgemacht...macht aber nichts, ist mir immer schon so eine Art Herzensangelegenheit, weil es mir immer wieder übel aufstößt, wenn ich dabei zusehen muß, wenn die Leute Glaswolle und Rigipsplatten in ihre Fachwerkhäuser schleppen.

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Fachwerkhaus gekauft, das glücklicherweise wg. Geldmangels der Eigentümer von "modernen" Bausünden verschont blieb (wichtig für meine Kaufentscheidung).

Des Weiteren bin ich der Ansicht, daß eine Außenwand für die nachfolgenden Generationen ein genauso unproblematisches Bauteil sein sollte, wie für mich bei meinem Einzug.

Daraus folgt für mich, daß eine Außenwand ein logisch, in sich geschlossenes System darstellen muß, das der evtl. Dummheit der Bewohner standhalten muß und das über Jahrhunderte.

im Eizelnen:@Boris Webler, von Rausreißen war in meinem Text nicht die Rede, es ging um den Aufbau, aufsteigende Feuchte hat sowieso nix zu suchen in einer Isolierung.

@Bromm Edmund, im ersten Absatz ihres Kommentares schreiben Sie von Fugen und Öffnungen, wie wärs mit Steckdosen (die kleinen Löcher links und rechts), an der Außenwand angebrachten Nägeln, Dübeln und hängenden Verzierungen?

Tauwasser entsteht natürlich nicht nur im Winter, der gesunde Menschenverstand sagt mir aber, daß eine überdachte Wand im Sommer wirklich nichts zu befürchten hat...anders jedoch im Winter. Da wird geheizt, gekocht, die Wäsche auf den Wäscheständer gepackt, geschwitzt und die viel zu vielen Grünpflanzen gegossen, bis die Wurzeln faulen. Und dann auch noch eine "Wohnlandschaft" angeschafft, schön billig, in die Ecke zweier Außenwände gestellt, nicht hinterlüftet, weil das Ding ja untenrum nochmal eine "Abschlußleiste" hat...egal, in diesem Fall befindet sich der Taupunkt nicht mehr in der Wand, sondern schon im Sofa...;-)

Ach ja, mit "selbstregulierenden Baustoffen" meine ich Baustoffe, die nicht nach nach einigen Wintern wartungsarmen Wohnens in die Knie gehen, wie z.B. abgesoffene Glaswolle, die nicht mehr hochkommt, sondern ganz normale Sachen, die mal feuchter werden können, ohne gleich zusammen zu sacken.

Gruß...J.

P.S.: sollte ich mich etwas unfreundlich oder klugscheißerisch ausgedrückt haben, sorry... die kritischen Anmerkungen zu meinem Text haben mich wirklich gefreut...

Gruß...J.
Hauptsache alles ist schön
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Jürgen | 04.09.09

@ Jürgen

mein Kommentar war eher für Leute die solche Wände haben gedacht - ich bin halt über das "muß" gestolpert und kenne ein paar Gebäude, die trotz "schlechten" Wandaufbaus funktionieren, vielleicht auch weil die Menschen dort mehr lüften und weniger "dampfen"...;-)
Ansonsten interessiert mich das Thema auch brennend, weil ich die Dämmung noch vor mir hab' und dieser ominöse "Taupunkt" mir zwar theoretisch einleuchtet, was sagt mir das aber für die Praxis? (Altbau, nicht-homogener Wandaufbau)

@Edmund: Was sagt mir z.B. deine Tabelle ausser: "Kinners, es kann auch mal 5 Minuten soo sein?" Die Parameter ändern sich doch laufend....? Oder hab ich da was noch nicht ganz kapiert?

Grüsse, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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Boris Webler | 05.09.09
Es ist sicher so, dass sich das Klima laufend ändert, jedoch...

Es ist sicher so, dass sich das Klima laufend ändert, jedoch... ...wenn es, wie in der letzten Zeit (mehrere Wochen)sehr warm und sehr feucht ist, dann kommt es ehe

Es ist sicher so, dass sich das Klima laufend ändert, jedoch...

...wenn es, wie in der letzten Zeit (mehrere Wochen)sehr warm und sehr feucht ist, dann kommt es eher zu Feuchteschäden.
Wenn dann noch die Nächte sehr kalt und die Tagestemperatur hoch und dann noch sehr feucht, ja dann wird es Problematisch.
Wie schnell Tauwasser entsteht erkennt man daran...
Prost und ein schönes Wochenende
Alles gegen feuchte Wände und Keller
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Bromm Edmund | 05.09.09

na ja, das Bierglasbeispiel

zeigt zeigt zwar Ihre "Kondensentationskompetenz", mehr aber auch nicht.

Mal ehrlich, wenn das Glas leer ist, kommt die dralle hübsche Wirtstochter an den Tisch, wischt das viel entstandene Tauwasser mit einem freundlichen Lächen vom Tisch und fragt dann:"Darfs denn noch eins sein?"

Solcherlei geschieht aber nicht in einem ständig durch Durchgangsfeuchte beanspruchten Bauteil...

Gern werde ich zu diesem Thema mehr Text liefern, im Übrigen würde ich mich aber auch freuen, wenn sich der ein oder andere Sachkundige an dieser Diskussion beteiligen würde.

Gruß...J.
Hauptsache alles ist schön
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Jürgen | 05.09.09

Hallo Jürgen !!!

Wenn ich in meiner Annahme richtig liege, sind sie der Jenige, welchem ich mit meinem halbwissenden Fachgeplapper aus meinem schlauen Buch, welches neben mir liegt, schon oft auf die Nerven ging.

Sie möchten mit Sachkundigen eine Diskussion führen? Na bitte doch!! Ich frage mich nur, wenn Edmund Bromm Ihnen nicht sachkundig genug ist, mit wem sie noch diskutieren wollen. Meiner einer kann bei soviel Kompetenz eh nicht mithalten.

@ E.Bromm
Im Grunde teile ich Jürgens Einstellung über zu verwendende Baustoffe in Fachwerkhäusern. Vielleicht meint Jürgen ja mit dem Fachbegriff selbstregulierend, Baustoffe und Bauteilaufbauten, die einige von positiven Eigenschaften besitzen oder entwickeln, die zur Fachwerksanierung (aber auch generell) Vorteile bieten.

Schlagwörter: gute Wärmespeicherkapazität, Sorptionsfähigkeit, kapillare Leitfähigkeit, geringe Wärmeleitfähigkeit, geringer Wasserdampfdiffusions-wiederstand.

Es soll tatsächlich Baustoffe geben, die diese Eigenschaften in einem besitzen!!! Zwar nicht alle Werte im Sensationsbereich, aber im gut funktionierenden Durchschnitt.

MfG der Kritiker des Märchenbuches
Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Umsicht gewinnt es Bestand. (Buch der Sprichwörter 24/3)
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Ronny Herbst DDM & Rest.I.ZH. | 06.09.09

Märchenbuch ?

@ Ronny Herbst: Das habe ich nicht mitbekommen, um welches Buch geht es denn?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

PS.: Auch Glaswolle und Styropor könnte man zu Deiner "selbstregulierenden" Gruppe zählen. Das reguliert sich irgendwann selbst.
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 07.09.09

Endlich-Danke

Warum vergessen hier so viele Leute das es nicht um Klugscheißern geht, sondern einem Laien etwas verständlich zu machen.

Danke für die kurze und klare Erklärung!!!!!!!!!!!!!!

Also ist Außendämmung ohne Innendämmung Problemlos,egal welcher Sorte?? Vorraus gesetzt man lüftet hin und wieder??

Richtig oder Falsch???
Man muss nur wissen,wie!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Facher2010 | 20.05.10

Endlich-Danke

Falsch, nur eine konsequentes ändern des Lüftungsverhaltens macht keine Probleme, da reicht's nicht hin und wieder zu lüften.
Vorallem richtig lüften.

Grüsse Thomas
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
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NEW.... | Th. Kehle | 20.05.10

hoffe ich verfinde hier ne Antwort

Hallo,

da kommt der nächste Laie!
Hätte zu dem Thema auch ne Frage!
Ich will mein Haus(Baujahr Anfang 60er, ne Mauerstärke von ca.24, von innen vermute ich wurden die Wände mit Lehm verputzt) mit Iso-klinker dämmen.
Mein Vorbesitzer hat das Haus von innen mit Pappe wo Styropor drauf ist gedämmt!
Jetzt meine Frage kann ich bei der Auswahl der Dämmstärke ne Fehler machen, z.b. das der Taupunkt nachher in dem Dämmmaterial ist.

Danke schon mal für die Antworten
Gruß Nobody

PS: ist kein Fachwerk hoffe ihr könnt mir trotzdem helfen !!!
wo gehobelt wird fallen späne
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Nobody | 29.05.10

Innendämmung

Was meinen Sie mit "Pappe wo Styropor drauf ist"?
Gipskarton mit PS kaschiert als Trockenputz?
Meinen Sie eine Vorsatzschale?
Gibt es denn irgewndwelche Schäden an der Innendämmung?
Funktioniert sie?

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 29.05.10

Wenn die Iso-Klinker außen angebracht werden....

... dann könnte das bei einer 24er Mauer durchaus helfen.

Bitte beschreibe aber noch mal ein wenig mehr, was du unter Iso-Klinker verstehtst.

Die Pappe mit Styropor auf der Innenseite würde ich auf alle Fälle entfernen. Wenn tatsächlich Lehmputz vorhanden ist, dann diesen wieder sanieren.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Natural Farben Shop | Frank Lipfert | 29.05.10

@Georg Böttcher

Pappe mit Styropor als Rolle, im Baumarkt erhältlich !
Kannte ich vorher auch nicht !!!

@Frank Lipfert

Muss ich die Pappe abreissen ?
Habe die Räume erst letztes Jahr renoviert, was könnte passieren wenn die Styropor (ist 1cm dick) drauf lasse, also wirklich lachhaft
(für ne Dämmung)!!!

Stell mal einen Link rein wegen Iso-Klinker rein, wobei ich noch nicht weiss welches System ich nehme ob Platten- und Ecksystem oder das Fugenleit-System.
Muss nochmal erwähnen das die Dämmung für mich 2rangig ist,
ich will die alte Fassade neu machen.

http://www.isoklinker.de/isoklinker/index.html

gruss nobody
wo gehobelt wird fallen späne
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Nobody | 29.05.10

Sorry, Geschmäcker sind ja verschieden,

... aber ich würde mir so eine Plastikhaut wirklich nicht ans Haus heften. Ich würde das auch nicht als "gesund wohnen" bezeichnen. Aber Geschmäcker sind halt verschieden.

Die Pappe mit Styro auf der Innenseite ist absolut kontraproduktiv und viel zu schade für den versteckten Lehmputz.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Natural Farben Shop | Frank Lipfert | 29.05.10

Taupunkt

Bei Dämmung denke ich an Dämmstoffe und nicht an irgendwelche Schaumstofftapeten aus dem Baumarkt.
Das Zeug sollte natürlich raus.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 29.05.10
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