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Kalkputz mit Schilfrohrmatten

Hallo,

ich möchte meine Innenwände mit Kalkputz verputzen - genauer "Kalkin RK 38". Als Putzträger soll ein Schilfrohrgewebe dienen (70stengelig 10mm stark). Nun stellt sich mir erstens die Frage, wie ich das Schilfrohrgewebe an der Wand befestige (Hohlblocksteine) und zweitens wie dick der Putz sein sollte.

Würde mich sehr über eure Hilfestellung dazu freuen

c4b
Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.
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c4b | 09.12.09
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Warum nicht

Lehmputz auf Schilf?...Naturkonzept...

Gruß...J.
Hauptsache alles ist schön
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Jürgen | 09.12.09

warum

überhaupt so kompliziert. Kalkputz auch ohne dem Gewebe geht auch auf "Hohlblockstein", wobei diese Beschreibung sehr dehnbar ist. Innenputz brauch keine zusätzliche Wärmedämmung. Dafür wäre ein zweilagiger Innenputz angebracht.

Schreib mal mehr über deine Pläne.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 09.12.09

Auf

Hohlblocksteinen und anderem Mauerwerk ist ein Putzträger überflüssig. Ein ordentlicher Vorspritz reicht aus. Bei älterem und nicht mehr ganz ordentlichem Mauerwerk kann noch ein Gewebe eingelegt werden.
Das ist ungefähr so, als würde man den Autolack zur Sicherheit nochmal antackern ;-))).
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 10.12.09

Putz

Da waren vorher Hühner drin. Der alte Kalkputz sah demzufolge nicht mehr so gut aus und war auch schon mehrere Jahrzehnte alt. Da wollte ich nicht direkt drauf gehen - deshalb erst die Schilfrohrmatten. Um Wärmedämmung gings mir da nicht - der Effekt dürfte auch verschwindend gering sein.

Der Putz soll später weiß gestrichen werden mit einer Kalk- bzw Kalkbasierten Farbe. Was gibt es da für Produkte ? Die Wand sollte nach Möglichkeit keine weißen Spuren an der Kleidung bei Kontakt hinterlassen ;)
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c4b | 10.12.09

Aha,

so ist das also. Wenn alter Putz drauf ist, muss der erstmal runter, dann die Wand mit Stahlbesen reinigen. Und dann kann ein neuer, korrekt aufgebrachter Putz aufgebracht werden.
MfG
dasMaurer
Wenn meine Unterhose schmutzig ist, zieh ich einfach ´ne frische drüber ;-)))
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 10.12.09

Putz

Die groben Verschmutzungen sind auch entfernt worden. Den Ganzen Putz entfernen war mir allerdings zu Zeit und Arbeitsintensiv. Ich habe den Putz auf Nitrit getestet - keine Anzeichen.
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c4b | 11.12.09

So,

und jetzt Lehm drauf, Dein Wohngefühl wird öfters "Danke" sagen...

Gruß...J.
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Jürgen | 11.12.09

"Das Maurer"...

...ist immer für gute Ratschläge zu haben (meine Meinung und langjährige Forumserfahrung hier). Grüß dich Ulrich!

C4b, halt dich dran, dann wird dir geholfen.

Einen "gereinigten" Kalkputz nun mit Lehm zu versehen.... ist das das wahre?

Ich glaube kaum, dass es mit der "Reinigung" eines Kalkputzes in einem ehemaligen Hühnerstall getan ist.
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 11.12.09

hau Lehm drauf

und wenn es Dich aus welchen Gründen auch immer nervt: mach es feucht, kratz es ab,verwende es wieder...in Bau und Garten...

Gruß...J.
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Jürgen | 11.12.09

Jo...

...genau so gehts!!

(was ein Blödsinn, Sorry Jürgen)

Zur Erklärung:

ich habe seit ca. zwei Jahren (ehemals) sauberen Lehm in einem Raum gelagert, der früher Ziegenstall war. Den Lehm kannst du als Sondermüll entsorgen, weil er bei jeder feuchten Witterung "stingt".

Was würde wohl passieren, wenn man einen ehemaligen Hühnerstall mit Lehm verputzt?

(Und glaub mir: Hühnerdreck stinkt schlimmer als der von Ziegen (zumindest für mich)
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Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 11.12.09

Den Putz habe ich bereits bestellt. Wie stark sollte der Putz nun sein ? Habe 'nen paar Säcke extra bestellt habe also etwas Spielraum. Daraufhin soll er weiß gestrichen werden. Ich habe gelesen, dass man am besten sofort streicht. Was ist "sofort" ? Wie lange nach dem verputzen sollte man streichen ? Sollte man ein fertiggemixte Farbe wie z.B von Kreidezeit nehmen oder lieber "Sumpfkalkpulver" nehmen und dann selbst mit Wasser anmachen ?
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c4b | 12.12.09

Innenputz

wird mit ca 15 mm Stärke aufgebracht.
Sofort streichen ist dann machbar, wenn auf der Oberfläche keine Pinselstriche mehr zu sehen sind.
Sumpfkalk ist unter Wasser gelagertes Weisskalkhydrat, also kein Pulver.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 12.12.09

"naturreiner, pastöser Sumpfkalk ohne Bemischungen reinweiß.
Mindestens 3 Jahre in der Grube eingesumpft." 10kg für ca. 30 Euro soll bis zu 35liter Wandfarbe ergeben und wird in Wasser gelöst. Ist das das richtige ? Sollte man noch irgendwelche Zusätze wie Leinöl oder Quark beimischen ?

Lassen sich mit der Farbe auch mit Rotband verputze Flächen streichen ? Wenn nein, wie würde da die Empfehlung lauten ?
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c4b | 13.12.09

http://www.sumpfkalk.eu/
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Malermeister | Thomas Lingl | 13.12.09

lang gesumpfter Kalk hört sich gut an,

aber ich finde, im Innenbereich gibt es elegantere Oberflächen als Kalk, denn der wirkt oft kalt und billig...

Gruß...J.
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Jürgen | 13.12.09

Ich bin ganz Ohr und offen für weitere Vorschläge ;)
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c4b | 13.12.09

Ich auch.
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Malermeister | Thomas Lingl | 13.12.09

Wie ? Kalk im Innenbereich?

also Kalk im Innenbereich finde ich sehr elegant, modern und Zeitlos.
Sumpfkalk zu Farbe verdünnt, kann pigmentiert werden und sieht nicht nur gut aus, und ist vorallem einfach zu verarbeiten.

Grüsse Thomas
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NEW.... | Th. Kehle | 13.12.09

Ich möchte nochmal eine meiner Fragen stellen:

Lassen sich mit der Farbe auch mit Rotband verputze Flächen streichen ? Wenn nein, wie würde da die Empfehlung lauten ?

Da ich da eine kleinere Wand habe die so verputzt wurde. Sowie die Dachschräge und die Decke, wo Rotband "rauhputzmäßig" auf Gipskartonplatte aufgetragen worden ist. Bei gegebener Eignung würde ich diese dann auch damit bepinseln wollen.
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c4b | 13.12.09

Klaro :-)
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Malermeister | Thomas Lingl | 13.12.09

Naja,

schlicht Sumpfkalk auf die Wand gepinselt, das kommt schon ein wenig Hühnerstallmässig rüber ;-)).
Aber mit Hilfe von Pigmenten oder Lasuren sind wir ganz fix im anspruchsvollen Designbereich. Mal bei "www.kreidezeit.de" gucken, sehr informativ und aufschlussreich.
MfG
dasMaurer
PS: Bei Gipsuntergründen hat sich eine Kaseingrundierung bewährt.
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 13.12.09
Problem kündigt sich an

Problem kündigt sich an Ich habe arge Bedenken bei der Befestigung: Die etwas unkonvetionelle Kombination aus den Schilfroh

Problem kündigt sich an

Ich habe arge Bedenken bei der Befestigung:

Die etwas unkonvetionelle Kombination aus den Schilfrohrmatten und Hohlblocksteinen (siehe Bild) macht die Befestigung nicht allzu einfach. Ich dachte an die Befestigung mit Dämmstoffdübeln, jedoch ohne an die Löcher in meinen Steinen zu denken. Würde das wohl klappen wenn der Dübel nicht auf ganzer Länge beim Spreizen vom Stein umgeben ist ? Hat jemand vllt noch eine Idee, wie man es besser befestigen könnte ?

Was wäre wenn ich die Schilfrohrmatten einfach wegließe ? Liese sich der Putz auch ohne Putzträger oder andere Putzträger aufbringen, wenn darunter schon alter Kalkputz und/oder Gipsputz ist ?
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c4b | 17.12.09

???

ich dachte, das Thema war abgehandelt - kein Putzträger !!
Untergrund gut säubern - ist halt arbeitsintensiv - und dann Kalkputz !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 17.12.09

Für Putz raus wars schon zu spät. Habe ja Elektroinstallation und alles schon drin. Die Wand ist soweit sauber und schiefe Ecken sind auch schon mit Putz begradigt. Bitte um Stellungnahme zu meinem letzten Post.
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c4b | 17.12.09

lieber C4B

ich bin persönlich gegen die Schilfrohrmatte in dieser Situation !
Zur befestigung von Dübeln - da mußt Du den aussuchen, der genau in der Wand seine Speizung hat, also messen, rechnen und den richtigen bestellen. Das sind dann aber keine Dämmstoffdübel, sondern welche für Gipskartonplatten
oder ähnliches. Oder du berechnest die 2. Wandung und machst dann erst mal ein paar Versuche ohne Mörtel.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 17.12.09

Wie könnte eine konkrete Vorgehensweise denn jetzt aussehen ?

Untergrund, teils Gipsputz teils Kalkputz, grundieren und dann drüber Putzen mit dem neuen Kalkputz ? Kann so eine ausreichende Haftung gewährleistet werden ?
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c4b | 17.12.09

Da

ich Deinen Putz nicht vor Ort ansehen kann, ist es nur eine pauschale Vorgehensweise:
Gipsputz runter !! und alles lose an Kalkputz, grundieren, Spritzbewurf Kalkzement - nicht deckend, Kalkputz in einer Lage. Aber das unter bekannten Vorbehalt, und mit der Gewissheit, daß es andere anders machen würden. Am Ende zählt aber das Ergebnis.
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Olaf aus Sachsen | 18.12.09
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