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Undicht oder Kondensat? Sparren-Wandbereich

Hab mal eine Frage an die Physiker hier, wir haben vor zwei Jahren eine Neueindeckung mit nachträglicher Wärmedämmung und Ortgangerweiterung gemacht.Nun wurde vor etwa 3 Monaten die Fassade mit WDEV gedämmt, jedoch wurde diese Dämmung laut Kundenaussage nicht zwischen Sparren und Fassade verlegt, sondern im Sparrenverlauf passend geschnitten, also würde zwischen Sparren und Wand eine Kältebrücke sein ???
Das Gelbe auf dem Bild ist die Dampfsperre vom Dach, die auf dem Mauerwerk verklebt wurde.

Nun hat der Kunde mich vor zwei Tagen angerufen und gesagt das es im unteren Bereich des Wandsparren, tropft, bzw. Eiszapfen hängen.
Siehe Bild.
Oder hat sonst jemand eine Idee was das sein könnte?
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10 | 1568x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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dann...

...sollte es Kondenswasser sein.
Die Dampfsperre + Wand kühlt über die ungedämmte Dachhaut aus. Das das Wasser nach außen abtropft liegt daran, das die Dampfsperre da (noch) raus hängt. Die gehört an die inneren Wandanschlüsse verklebt. Dann würde es jetzt innen tropfen.
Zur Fassadendämmung gehört auch Giebelwand von oben mit zu dämmen. Auch wenn es oft nicht gemacht wird.
“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

Die Dampfsperre vom Dach konnte man nicht nach innen verkleben, da schon komplett ausgebaut war.
Aber welchen Lösungsvorschlag gäbe es ?
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10

Der Giebel muss in jedem Fall von oben gedämmt werden. Die Dampfsperre dann irgend ??? wie innen verkleben. Muss wohl das Dach noch mal auf?
Alles andere ist Murks.
“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

Auf die Giebelwand passt aber zum verrecken nichts drauf, da gingen soeben mal die Traglatten drüber. ich könnte höchstens zwischen die Latten eine 30mm Dämmung legen.

Das Bild ist zwar nicht von dieser Baustelle, aber es wurde genau so gemacht. Und wurde von DÖRKEN so abgesegnet.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10

Die 30 mm Dämmung währen besser als nichts, aber auch nicht wirklich schön.
Viel schlimmer ist, das du die Dampfbremse unter den Bedingungen auch nicht dran bekommst. Jedenfalls nicht vernünftig.
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

Da hätte DÖRKEN den Tipp geben müssen mit der Konstruktion noch ein paar cm höher zu gehen.
Wenn der Bauherr Pech hat, bekommt er auch noch Kondensationsprobleme an den Wänden.
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

und hier ist die Dampfsperre aber auch blau

und hier wurde sie nicht über den Giebel gezogen?!
Was soll die Dampfsperre auf und über dem Mauerwerk?
Was ist es überhaupt beim 1.für Mauerwerk?
Grüße aus Erfurt
Uwe M. | 12.01.10

@ Uwe
das zweite Bild dient nur als Beispiel.
Das Mauerwerk ist -glaub ich- Hohlblock-Bims.

Was mich aber wundert, das die anderen drei Eckbereiche knochentrocken sind. Daher dachte ich schonmal das das vielleicht die Hauptwetterseite ist und der Wind/Sturm einfach nur Flugschnee unter die Ziegel gejagt hat.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10

ja, Sascha

ist ja auch eine saubere Arbeit das 2. Beispiel.
Und im 2.Beispiel läuft die Dampfsperre nicht auf das Giebelmauerwerk und noch obendrüber?!
Korregiere mich bitte, wenn ich jetzt falsch liege.
Uwe M. | 12.01.10

@ Uwe
ob ich jetzt die Folie 5 cm hinter der verklebung abschneide, oder sie einfach länger lasse, spielt keine Rolle.
Und natürlich ist auf dem zweiten Bild die Folie auf dem Giebelmauerwerk verklebt. Und natürlich sieht dieses Bild schön aus, es wurde ja auch als Musterbeispiel der firma Dörken gemacht. Maßgebend war ja die Herstellungsweise, genauso haben wir nämlich auch unsere arbeiten gemacht. Und nur deswegen soll das zweite Bild als Beispiel dienen, ich hab halt nur kein eigenes Foto dieses Bauabschnittes gemacht.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10

nee, das zweifele ich ja (auch) gerade an.

Wie Oliver oben schon geschrienen hat:
"Die gehört an die inneren Wandanschlüsse verklebt."
(So sehe ich das auch)
Den nächsten Satz von ihm teile ich dann aber schon nicht mehr.
Grüße
Uwe M. | 12.01.10

wie gesagt, innen war kein rankommen mehr, es sei denn man hätte den kompletten Innenausbau abgerissen. Und das ist nicht möglich, da die Zimmer darunter, wie früher üblich, mit sämtlichem Zeugs wie z.B. Heraklit, Rigips, Styropor und was weiß ich noch allem zugebaut ist, daher blieb nur die möglichkeit, laut dörken, die Dampfsperre so zu verlegen.
Aber dennoch frage ich mich warum das nicht an allen drei Eckpunkten so auftritt, sondern nur an dieser Stelle.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Schildgen Bedachungen | Sascha | 12.01.10

@Uwe

Welcher Satz stört dich?

@Sascha

“Aber dennoch frage ich mich warum das nicht an allen drei Eckpunkten so auftritt, sondern nur an dieser Stelle.“

Das hängt natürlich mit der Nutzung des darunterliegenden Raumes zusammen. Ein Bad, oder ein ungeheiztes Schlafzimmer ist erheblich Kondensat anfälliger als ein normal beheiztes Wohnzimmer.
“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

Wer sagt,

das hier der Dachdecker schuld hat?
Das Problem liegt an dem ungedämmten Zwischenraum von Mauerwerk und Flugsparren, das kann aber nicht das Problem des Dachdeckers sein, der seine Arbeiten vor 2 Jahren abgeschlossen hat.
Eigentlich ist das die Arbeit derer, die den Vollwärmeschutz montiert haben.
Was wenn die Dämmung nicht sauber am Mauerwerk angebracht wurde?
Was wenn bei unebener Wandfläche kein Egalisierungsputz angebracht wurde und somit Luftkanäle hinter den Vollwärmeschutz entstanden sind?
Lauter Fragen, die nur vor Ort mit allen Parteien geklärt werden kann.
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
NEW.... | Th. Kehle | 12.01.10

Ich schließe mich Herrn Kehle an

man wird wohl nicht umhin kommen, die Situation vor Ort anzuschauen um hier weiter zu kommen. Ich weiß ja nicht wo die Baustelle ist, aber Nettetal ist nicht aus der Welt. Außerdem könnte ich noch einen Kollegen in Wachtenberg bei Bonn benennen und einen Gutachter in Düren.
.
Wenn das Mauerwerk bis zur Oberkante Sparren geht, frage ich mich natürlich doch, warum die Dampfbremse nicht innen angeschlossen werden konnte. Ein Kontakt zum Putz ist überaus wichtig.
Darüber stellt sich die Frage, ob das Bimsmauerwerk überhaupt ausreichend hoch verputzt ist und wie zwischen dem ersten inneren Sparren und dem Mauerwerk gedämmt wurde?
Auch bei der Firma Dörken sieht es so aus, als hätte man mit der blauen Folie sowohl den ersten Sparren, wie auch den Zwischenraum zwischen Sparren und Mauerwerk überdeckt. Auch wenn das die Fa. Dörken so zeigt, würde ich an dieser Stelle Bedenken anmelden.
.
Das die fehlende Dämmschicht des WDVS zwischen dem äußeren Sparren und dem Mauerwerk nicht korrekt ist ist darüber hinaus sowieso klar. Das sind die berümten Detailpunkte, über die viel zu wenig nachgedacht wird.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 12.01.10

@Heim

"...frage ich mich natürlich doch, warum die Dampfbremse nicht innen angeschlossen werden konnte. Ein Kontakt zum Putz ist überaus wichtig."


Das ist durchaus richtig, nur hat das nichts mit der Entstehung des Kondensat
(das darf gar nicht an fallen) zu tun.
Dafür ist mit ziemlicher Sicherheit eine Wärmebrücke verantwortlich.

Hier mal noch ein Foto von einem derartigem Detail.
Im Neubau kein Problem, im Altbau muss man an derartige Bereiche erstmal ran kommen.
Dämmung-Ringanbalken - Dämmung-Ringanbalken
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

???

Das Foto passt wohl immer, oder auch nicht!!!
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 12.01.10

Nicht immer,

aber immer öfter.

Bei dem Wetter rechen sich nun mal die kleinen Baufehler und werden zu ganz großen Problemen.

Der “versprochene” Klimawandel könnte sie lösen.
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 12.01.10

ich schließe mich Herrn Heim an!

In jedem Feld ist die Dampfbremse auf der warmen Seite der Dämmung nur im letzten Feld nicht. Auch wenn es noch so klein ist.
Das ist auch ein Makel an der Muster(gültigen) Lösung.
Grüße
Uwe M. | 13.01.10

Welche Dampfbremse in welchem Feld den jetzt ?
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 13.01.10

Auf dem wunderbaren Bild

der Fa. Dörken ist die Dampfbremse am Giebelende sowohl außenseitig über den Sparren gespannt, was funktioniert, wie auch über den Spalt zwischen erstem innen liegenden Sparren und Giebelmauerwerk. An dieser Stelle habe ich Bedenken.
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 13.01.10
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