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Damals, vor zwei Jahren:
Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 136308] {PDF / Druck} | | Region: Winterthur
Wandaufbau - Innendämmung bei Lehmputz

Wandaufbau - Innendämmung bei Lehmputz Keine Bildbeschreibung vorhanden. Bitte nachpflegen.

Bauanleitungen > Wärmedämmung

Innenwanddämmung bei Fachwerk mit Sandsteinausfachung

Guten Tag in die Runde
habe verschiedenen Beiträge gelesen, mich verunsichern und bestätigen lassen. Nun habe ich für meine Situation einen Wandaufbau und bitte um kritische Blicke:
Situation:
- Fachwerk, Sandsteinausfachung, auf Bruchsteinsockel, Lehmmörtel
- auf der bodenfeuchteren und kalten Nordseite aussen Zementmörtel, Heraklit-Platten, Zementverputz (Denkmalschutz gestattet bis 70mm mineralische Dämmung)
- auf der sonnigen Südseite nur Zementferputz (Denkmalschutz verwehrt Massnahmen)
Ziel:
- im Norden die Genehmigung zur Aussendämmung nutzen
- Innendämmung
- Lehmputz, möglichst Wandheizung

Aufbau von aussen:
- Neu (im Norden, im Süden Zustand belassen)
* Multipor (60er Platten, Kleber, Verputz, Armierung)
- bestehend
Verputz
Heraklit(25 mm im Norden)
Fachwerk 140mm, Weichholz, Lehm, Sandstein
- Neu
* Lattung zum Niveauausgleich (Lot), Zwischendämmung (Glaswolle???), 50-60mm
* Holzfaserplatte (z.B. Claytec id-Q11) 60mm, verschraubt
* Lehmverputz mit eingebetteter Wandheizung, Lehmverputzplatten

Verarbeitung:
- ohne Folien zur Dampfbremse
- der Anschluss der Folien von der Dachfläche würde ich unter die 60'er Holzfaserplatte klemmen
- Durchgängig, gesamte Fassade, Bodenaufbau schliesst an die Wand an
- nur Lehmputz wird über den Bruchsteinsockel gezogen.

Den kritischen Augen des Forums sei Dank.

mit Gruss
D.Stadel

die Bilder zeigen die Südwand von innen und Skizze vom Aufbau
fachwerkrenovierung 180jährig
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Stadel | 06.02.10 | 3252x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass alle Antworten als freie Meinungsäußerungen und nicht als Beratung angesehen werden müssen. Weitere Informationen: Forumsregeln / Haftungsausschluss

fehlendes Bild

Innenansicht der Südfassade
fachwerkrenovierung 180jährig
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Stadel | 06.02.10

Innendämmung

Die Innendämmung ist so aus bauphysikalischer und ausführungstechnischer Sicht nicht machbar.
Halten Sie sich am Besten an die bewährten Aufbauten.
In Lehm gebettete Weichfaserplatten, Lehmputz.
Die Schlagregensicherheit der Fassade sollte gewährleistet sein!

Viele Grüße

p.s. Haben Sie die Ebenheit und die Maßhaltigkeit in Flucht und Lot der Fassade außen schon geprüft?
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 06.02.10

Hallo,

Mir gefällt die Wolle in der Konstruktion nicht.
Die Holzfaserplatten würde ich gegen 50er Schilfrohrdämmung tauschen.

Grüße aus Schönebeck
“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 06.02.10

Lot der Fassade & Dämmung

besten Dank für die Antworten
- Auch die Aussenfassade läuft aus dem Lot.
- das Dach ragt weit über die Fassade hinaus, die so bisher nich vom Regen betroffen war.
- vom Einbetten der Weichfaserplatten in Lehm habe ich gelesen, hohlraumloses Anbringen der Platten fordert auch der Hersteller. Ich hatte die Hoffnung noch eine Ebene dazwischen bringen zu können.
Gibt es ein Problem, wenn ich eine 80'er weichfaser-Dämmung, eingebettet in Lehm mit Lehmputz, statt der 60'er wähle.

Zur Schilfdämmung suche ich mich noch durchs Forum und Angebote.

Gruss
fachwerkrenovierung 180jährig
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Stadel | 06.02.10

Fachwerkdämmung

Beim Verarbeiten von Calciumsilkikatplatten ist die Ebenheit des Untergrundes ein Problem, da die Platten vollflächig verklebt werden müssen und mit dem Kleber nur geringe Maßtoleranzen ausgeglichen werden können.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 06.02.10

Wandbeschaffenheit bei Calciumsilikatplatten

Danke Herr Böttcher
die Frage ob die Wand geeignet ist habe ich durch einen Mitarbeiter von Xella schon mal prüfen lassen.
Die Wand ist glatt, mir hat aber der leichte Überhang bei 6m Höhe und vor allem die Gefahr der Schädigung durch die aufsteigende Feuchtigkeit am Sockel Sorgen gemacht. Laut Xella sollte beides kein Problem sein (dem Augenschein nach, Messgerät garnicht erst ausgepackt).
Erst der Handwerker, der die Arbeit ausführen soll will keine Beurteilung abgeben. Jedoch empfiehlt er zur Abklärung eine Firma die die Wand vorbehandeln würde (... mit elektroosmotischen Einbauten - dazu gab es im Forum bis vor 3 Jahren ausreichend Beiträge). Somit kam ich zum Schluss innen nur einen Lehmverputz im Sockelbereich zu verwenden und aussen einen Formglasssockel anzubringen.

Herzlichen Gruss
fachwerkrenovierung 180jährig
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Stadel | 07.02.10

Fachwerkdämmung

Das Sie sich von Xella die Eignung des Untergrundes haben bestätigen lassen war eine gute Entscheidung.
So sind Sie auf der sicheren Seite, vor allem bei dem doch recht weit von der eigentlichen Wand auskragenden Aufbau.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 07.02.10

Hallo Herr Stadel,
wenn Sie schon die Qualität des alten Hauses erhalten wollen, sollten Sie unbedingt auf Multipor innen und Glasfaser außen verzichten. Innen empfehle ich einen Aufbau ähnlich wie außen, also eine Hilfskonstruktion, hinein eine Dämmung. Bei solchen Fachwerk-Natursteinwänden, die nicht glatt sind, sollte man statt einer Platte einfach die Stopf-Hanf-Dämmwolle nehmen. Und dann ihre vorgeschlagene Holzweichfaserplatte. Dafür gibt es auch Grundierungen für einen Lehmputz. Außen ganz ähnlich, nur dass außen natürlich kein Lehmputz verwendet wird, sondern ein Kalk- oder Kalk-Zement-Putz. Also innen und außen empfehle ich: Ständer aus Latten -> Stopf-Hanf -> Holzweichfaserplatten -> innen: Lehmputz auf Grundierung; außen: Kalk-Zement-Putz mit Armierungsgitter. Unter www.hanffaser.de gibt es konkrete Ausführungsvorschläge.
Grüße Felix Neumann
mit Hanfdämmung fing das Umdenken an
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Felix Neumann | 08.02.10
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