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Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 139470] {PDF / Druck} | | Region: Monschau, Roetgen, Simmerath
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Traum vom Haus

Hallo zusammen!
Ich kenne das Forum schon eine ganze Weile, habe mich allerdings erst jetzt durchgerungen, mich hier anzumelden ;-). Ich träume schon eine ganze Weile von einem eigenen Haus, genauer einem möglichst altem Fachwerkhaus. Leider ist dies aus finanzieller Sicht momentan nicht erfüllbar. Ich interessiere mich vor allem für sehr alte und ursprüngliche Fachwerkhäuser, die noch viele alte Elemente beinhalten und nicht vermodernisiert sind. Auch wenn man es nicht glauben mag, doch ausgerechnet in der näheren Umgebung (Raum Monschau!)gibt es solche Häuser fast nicht mehr zu Haben. Die wenigen die es noch gibt, sind in einem mehr als schlechtem Zustand und befinden sich in schlechten Lagen (direkt Hauswand an Hauptverkehrsstraße und Blick auf Industriegebiet). Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist eines dieser Häuser abzubauen und an anderer Stelle wieder zu errichten. Allerdings weiß ich so gut wie nichts über die Kosten einer solchen Aktion und ob man für ein solches Gebäude wieder eine Baugenehmigung erhält. Mit welchen Kosten muß ich zudem rechnen, wenn das Haus wieder rekonstruierte Fenster erhalten soll. Können Fundamentsteine wie z. B. Ziegel auch demontiert und wieder verwendet werden? Für Tipps, ratschläge und Ernüchterungen bin ich sehr dankbar :-)

Anbei: Sämtliche Bekannte und Freunde haben mir bereits abgeraten, so etwas zu versuchen, da es in ihren Augen unerschwinglich wäre, überhaupt ein altes Haus instand zu setzen geschweigedenn zu versetzen.

Gruß

Henning
Traum vom eigenen, alten Fachwerkhaus
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
HenningFlecken | 16.03.10 | 2560x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass alle Antworten als freie Meinungsäußerungen und nicht als Beratung angesehen werden müssen. Weitere Informationen: Forumsregeln / Haftungsausschluss

Fachwerkhaus versetzen

Grundsätzlich ist das möglich und wurde schon vielfach praktiziert.
Wie Sie sich vorstellen können ist das nicht ganz billig.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 16.03.10

erfahrungsberichte

und weitere informationen findet man unter dem suchbegriff "translozierung haus" oder "translozierung denkmal" etc.
möglicherweise erledigt sich dann diese frage von selbst...;-)
grüße, carmen
p.s. das architekturbüro tisje (frau tisje ist mitglied hier bei fw.de) befaßt sich auch mit translozierung:
www.tisje.de/
(auf der hp sind auch doku-fotos von beispielen)
auch einige zimmererbetriebe haben erfahrung damit, suchbegriff z.b. "zimmerei translozierung".
avanti dilettanti !
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
carmen riedl | 16.03.10

Machbar ist Alles

Hallo

zu bewerkstelligen ist das sicher.
allerdings sollten Sie da nicht alleine sein, das Konzept muss stimmig sein,
Ein Grundstück vorhanden etc.
Bei der ansässigen Denkmalbehörde fragen ob solche Häuser irgend wo käuflich zu erwerben sind - die haben manchmal solche Listen und können da evtl etwas helfen.
Aus baukultureller Sich ist das sehr lobens- und lohnenswert.

Gutes Gelingen

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 17.03.10

Nicht zu vergessen:

Der Gutachter vor der Demontage. Nicht, daß Sie im Zuge des Abbaues feststellen, daß sie zu 90% Feuerholz bergen.

Eine besonders interessante Aufgabe dürfte die genehmigungsrechtliche Seite sein. Lösbar aber vermutlich nicht einfach.

@ All

Ist das Ganze wie ein Neubau zu werten? Greift da auch die ENEF mit voller Wucht?

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 17.03.10
Retten

Retten Moin zusammen. Man muß jemand finden der mit dem Gebäude etwas anfangen kann und die möglichkeit hat

Haus umsetzen

Moin Henning
Das ganze ist machbar. Aber wie bei so vielen Dingen weis man erst im nachhinein was man da gemacht hat.
Ich hab's hinter mir.
Es war eine Erfahrung die es Wert war zu machen, das Ergebnis Beindruckt mich noch heute. Aber noch mal würde ich es im nachhinein nicht machen wollen, es ist saumäßig viel Arbeit.

Ja es wird wie ein Neubau gewerte. Zumindest bei uns im ROW gibt es kein "Haus umsetzten". Somit gelten auch alle aktuellen Bestimmungen. Wärme, Schall, Statikgutachten werden gebraucht und man muß sich an den Bebauungsplan halten.

Ich hab mal ein vorher nachher Bild angehängt.

Sonst kannst du dich noch mal durch meine Antworten lesen, ich habe mich schon häufiger zu diesem Thema ausgelassen.
Dort findest du auch Angaben zu Preisen und der gleichen.
Unter meinen Bildern gibts da auch noch was zu.
Gruß Jürgen
Alles ist machbar
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Jürgen Weiss | 17.03.10

In Glandorf

ist uns eine Translozierung eines für diesen Zweck vom Denkmalsschutz befreiten Hauses recht gut gelungen.
Natürlich wird ein solches Gebäude baurechtlich als Neubau gewertet und errichtet. Ca. 90 Prozent alten Konstruktion konnten wir retten und einbauen, wodurch das Gebäude bei
einer modernen Ausstattung den Charme des Wohnens im alten Gemäuer mit den alten Balken (Fachwerk und Balkenlage u.s.w) bewahrt.
Unter www.landhausbauten.de könnten Sie sich über unsere Arbeit informieren und gern sende ich Ihnen weitere Informationen zum Haus in Glandorf
Schöne Grüße aus dem sonnigen Kremmen
NEU BAUEN - TRADITION BEWAHREN
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
INNOVATIONSBÜRO Dipl.-Ing. Ingolf Christianus | Ingolf Christianus | 17.03.10
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Schlagwortindex:
Translozierung Translozierung
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