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Damals, vor zwei Jahren:
Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 148290] {PDF / Druck} | | Region: Siegerland
Wand > Wärmedämmung

Innendämmung mit Lehmziegelvorsatzwand???

Hallo Zusammen!
Ich bin ein "Lehmfreak" und möchte die vorhandene Bausubstanz (Fachwerk, Material Holz: gemischt Eiche/Nadelholz, Gefacher mit Bimsstein ausgemauert, Innenputz "Schmiersand", also Kalz-Zement-Sand-Mischung)von innen zusätzlich dämmen. Habe schon einige (positive) Erfahrungen mit Lehmbaustoffen (Oberputz grob + fein, Lehmmörtel, Leichtlehmziegel) gemacht.
Meine Idee: Die vorhandenen Aussenwände mit einer "zweiten Wand" aus Leichtlehmziegeln einfach vormauern (also vorhandenen Putz extrem grob anrauhen mit Nagelbrett und/oder Flex, dann Lehmmörtel aufziehen und die Leichtlehmziegel praktisch vor die vorhandene Wand mauern und zusätzlich eben mit dem auf den vorhandenen Innenputz aufgetragenen Lehmmörtel "verkleben")... Anschließend die neue Lehminnenwand mit Lehmputz verputzen und mit Kalkfarbe streichen...
Geht das??? Wer hat Erfahrungen??? Müsste ich Klinkeranker verwenden um die "neue Wand" mit der alten Wand zu verbinden (damit die Neue nicht in 5 Jahren "umfällt" oder so...)
Ich habe bereits vereinzelte Arbeitsproben mit Leichtlehmziegeln angesetzt (alten Putz angeschliffen, befeuchtet, Lehmmörtel aufgetragen, Leichtlehmziegel befeuchtet, "angeklebt"). Ergebnis: hält bis zu einer Belastung (vertikal) von ca. 50 kg pro Leichtlehmziegel (wobei die einzelnen Proben "frei" auf die Wand "geklebt" waren, also nicht stützend untermauert...).
Schönen Gruß
Kai
Alles wird gut... ;-)
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Kai | 02.08.10 | 782x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Eine

Verankerung der beiden Wandschalen ist unbedingt erforderlich. Allein Temperaturschwankungen werden dafür sorgen, dass sich ein durchgehender Riss im Bereich der Schalenfuge bildet. 5-8 pro qm, zusätzlich 3 pro lfdm an den freien Randbereichen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 02.08.10

Hallo,

das solideste wäre die Verankerung durch einbindende Köpfe, also mindestens 3 bis 5 ganze Steine pro m² in die alte Wand einbinden lassen.
Das leichteste sind Mauerwerksanker, die im Bims aber kaum zum Halten zu bringen sind.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 02.08.10
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