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Damals, vor zwei Jahren:
Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 149165] {PDF / Druck} | | Region: Oberösterreich
Wand > Wärmedämmung

Mal wieder Thema Innendämmung (diesmal Holzhaus)

Hallo,
erstmal ein dickes Lob an die vielen Informationen, die ich hier im Forum auf anstehende Fragen schon gelesen habe.

Aber ein Thema ist zur Zeit für mich aktuell - und hier habe ich bisher nichts so richtig zutreffendes gefunden: Es geht um die Innendämmung eines reinen Holzhauses (ca. 150 Jahre altes "Sacherl"). Gibt es hier Unterschiede zu den schon vielfach hier aufgeführten Dämmungen eines Fachwerkhauses?

Bisher sind hier auf den Wänden so Art Schilfmatten, die aber langsam aber sicher alle zerfallen und beim Ablösen der darauf befindlichen Tapeten endgültig zu ersetzen sind. Ich dachte mir folgenden Aufbau: Direkt auf die Blockwände kommen ca. 7-8cm Latten, die Zwischenräume gedämmt mit Hanfmatten oder anderen feuchtigkeitsoffenen Naturdämmstoffen (also direkt an die Außenwände). Dann 2cm Konterlattung und darauf teils Rigips-Platten (obere Wandhälfte) bzw. Holzverkleidung natur (untere Wandhälfte). Beim Übergang Wand/Boden bleibt ein kleiner Spielraum (vielleicht 2cm) um Luftzirkulation hinter die Verkleidung zu ermöglichen. Hier unten liegen auch die unverkleideten Heizungszuleitungen und damit würde die abgehende Warmluft auch hinter die Verkleidung gehen.
Bisher habe ich keine Dampfsperren geplant.

Was meint ihr zu dem Aufbau - oder bin ich da total auf dem falschen Weg???

Danke schon mal im Voraus für Eure Unterstützung.

Gruß aus Österreich - Helmut
Einen Versuch ist es wert...
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filzmooser | 13.08.10 | 1675x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Hallo,

es gibt solche fertigen Systeme von DHS Doser: Holzweichfaserplatten, die direkt auf die Holzwand montiert werden können. (Holz zu Holz gesellt sich gern).
Es geht auch mit Gutex, Pavatex oder ähnlichem.

Diese Wände müssen nach innen frei ablüften können, können also verputzt oder mit Holz verkleidet werden, Gipskarton geht aber gar nicht. Als Ersatz könnten SIe allenfalls fermacell nehmen. Ich empfehle aber Verputz.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 13.08.10

Bei dem System von Gutex...

... würde ich die Multitherm nehmen.

Es braucht dann keine Holzkonstruktion sondern nur die 2cm Konterlattung für die vorgehängte Schale.

Ein wenig stört mich an dem Ganzen, dass die Warmluft der Heizung zwischen der Innenwand und der Dämmung zirkulieren soll.

Ich würde da lieber für etwas Speichermasse sorgen und direkt auf die Holzdämmplatten putzen. Dann braucht es bei Gutex die Thermoroom.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Natural Farben Shop | Frank Lipfert | 13.08.10

Die einen sagen: so

Die Anderen: So!

Ich bin ehrlich und sag: SO!

Das mit der Innendämmung an einer massiven Holzwand würde ich auf KEINEN Fall machen!
Es soll doch noch mal so lange leben: Und das garantiere ich Ihnen und Ihren Nachkommen: So alt wird das mit den Aufbauten nicht!

Glaubensfrage - sagen die Einen - Realität und Erfahrung sage ich!

Gesamtkonzept
Dann passt es!

Bin gerne Dabei!

an Sonsten

Gutes Gelingen!

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 13.08.10

Eine Massive Holzwand dämmen

macht nicht wirklich Sinn.
Spannen Sie doch einfach Stauss Fassadengewebe über die Wände
und verputzen diese mit Solubel SP50.

Grüsse
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
NEW.... | Th. Kehle | 13.08.10

Ihr Holzhaus (Blockbauweise?)

wird vermutlich mehr arbeiten, als ein FWH. Insofern sollte eine Verkleidung ein wenig Elastzität mitbringen, die ich weder bei Putz, noch bei Rigips finde.

Vorschlag: Lattung mit Justierschrauben befestigen, Holzverkleidung, Hohlräume mit Zellulose ausblasen oder -stopfen. Eine Hinterlüftung oder -wärmung ist nicht erforderlich. Der Aufbau kommt ohne Dampfbremse aus. Die Verkleidung sollte dampfdurchlässig (Hartöl auf Leinölbasis) beschichtet werden.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 14.08.10

Hallo,

es gibt natürlich viele Lösungen, aber die, ein Holzhaus innen mit Stauss zu bespannen und zu verputzen, gefällt mir am allerwenigsten. Wie gesagt: Holz zu Holz wäre eine Ertüchtigung.

Grüße vom Niederrhein
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 15.08.10

Danke erstmal an die vielen Informationen, also den Vorschlag mit dem Verputzen möchte ich eigentli

Danke erstmal an die vielen Informationen,

also den Vorschlag mit dem Verputzen möchte ich eigentlich auch nicht realisieren. Aber zu den Vorschlägen mit den Holzfaserplatten noch eine Frage zum Verständnis: Wie sind die denn im Isolierverhältnis zu meinem Grundvorschlag mit den 7-8cm Natur-Dämm-Matten und darauf liegender Holzverschalung? Evtl. lt. einer der Antworten ja auch ohne Luftzwischenraum - also direkt die Verschalung vor die Dämm-Matten, oder auf die Dämm-Matten noch eine Faserplatte und darauf dann direkt die Holzverschalung.

Ich versuche mal ein Bild anzuhängen, dass man erkennt, um welchen Typ Haus es sich handelt.

noch einen schönen Sonntag
Helmut
Einen Versuch ist es wert...
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
filzmooser | 15.08.10

Hallo,

das ist bei gleicher Dämmstärke ziemlich dasselbe.
Ich empfehle Ihnen allerdings, nicht über 4 cm hinauszugehen, um den Kondensatanfall zu begrenzen.
Wenn Sie gleichzeitig eine bedarfsgesteuerte Lüftung einbauen, können Sie eventuell mehr realisieren.

Im übrigen schreit dieser Haustyp nach Holzweichfaserplatte innen.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 15.08.10
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