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Damals, vor zwei Jahren:
Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 149312] {PDF / Druck} | | Region: Sächsiche Schweiz
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Schaumglasschotter

Hallo,

eine Frage an die Experten unter euch, wie ist der ideale Fußbodenaufbau im Erdgeschoß ohne Unterkellerung?

-ich bevorzuge einen Aufbau mit Verwendung von Schaumglasschotter.

Im Küchen und Badbereich als Endbelag Fliesen oder Steinboden, gern auch was rustikales oder entsprechend der Bauzeit um 1900.

Für den Wohnbereich einen Holzbelag (Dielung, Parkett)

mfg
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 14.08.10
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So!

http://www.ecotechnic.at/index.php?id=459

Grüße aus Schönebeck
anonymus | 14.08.10

Aussagefähiger link,

unter den 2 Varianten sollte die Variante mit Estrich und Sperrbahn bevorzugt werden.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 15.08.10

Schaumglasschotter

bietet einen tragfähigen, wärmedämmenden Unterbau, auf dem zum Beispiel ein Dielenboden auf Lagerhölzern aufbebaut werden kann. Bei Fliesen und ähnlichen Materialien brauchts einen bewehrten Estrich, dieser sollte nicht unter 6 cm sein. Im Bad auf jeden Fall eine Abdichtung installieren, die an den Wänden soweit hochgeführt wird, dass die folgenden Abdichtungen sauber angeschlossen werden können.
Auch eine Fussbodenheizung lässt sich ohne weiteres integrieren.
Typische Beläge aus dieser Bauzeit waren Zementfliesen, hell-dunkel im diagonalen Schachbrettmuster mit Schwarzem Rand oder Terrazzo. Leider gibt es nur noch sehr wenige, die einen solchen originalen Terrazzo herstellen können.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 15.08.10

@oliver struve

bei dem link seh ich leider keinen detailierten aufbau, nur 4 anwendungsbereiche für die verwendung von glasschaum?

mich interessieren vor allem schichtstärken und aufauhöhen
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

@jamiedd

Durchklicken müssen Sie sich schon mal selbst.

http://www.ecotechnic.at/uploads/media/geoCell_systemzeichnungen_bodenaufbau.pdf


Grüße
anonymus | 15.08.10

@oliver struve

und welchen aufbau empfehlen sie nun von den 12 varianten?
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

Ich würde den Aufbau schon der Nutzschicht anpassen.
Für einen Fliesenbelag sollte schon ein Estrich drauf, für Dielung können Sie den weglassen.

Steht aber eigentlich alles auf der Seite.

Grüße aus Schönebeck
anonymus | 15.08.10

Bin gerade an der selben Stelle, beim Bauen

Hallo an Alle

Schreibe mal hier mit dazu , weil ich eigentlich gerade genau nach der gleichen Lösung schaue.
Den Link hatte ich auch schon gelesen.

Es stellt sich nun die Frage der Abdichtung.

Auch bei mir ist es Untergeschoss , mit Lehmboden, im Aussenwandbereich leichte Feuchte durch von außen anliegendes Erdreich. Die Fläche des eigentlichen Boden ist aber nicht nass!
Also kein drückendes Wasser oder dergleichen.

Als Oberfläche wollte ich Dielenboden einbauen.
Im Flur ein Steinbelag.

Folgender Aufbau stelle ich mir nach dem durchlesen der Unterlagen vor:

1- Lehmboden
2- Geotexvlies
3- Schaumglasschotter (ca. 20cm verdichtet)
4- Geotexvlies
5- Lagerhölzer und Dielung

Da wäre dann keine Abdichtung drin.
Muss diese denn rein?
Oder faulen mir dann die Hölzer von unten weg?

Im Flur würde ich dann einen Estrich zusätzlich einbauen.

Vielleicht deckt sich das ja mit der Frage des eigentlichen Fragesteller hier. Ich glaube , er sucht ja auch diese Lösung.

Für die Antworten bedanke ich mich vorab.

An alle noch einen schönen Sontag :-)

Grüße, Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10

Ich würde als erstes eine Sauberkeitsschicht mit Abdichtung, z.B. V60S4 aufgeschweißt, einbauen.
Nur so kann effektiv verhindert werden das Bodenfeuchte in Form von Wasserdampf in den den Raum abgegeben wird.

Grüße aus Schönebeck
anonymus | 15.08.10

Bodenfeuchtigkeit

wird da nicht zu erwarten sein, der Dampfdruck geht in Richtung Erdreich. Die Abklebung ist hier trotzdem sinnvoll, um Kondenswasserbildung an der Unterseite des Schotters zu vermeiden. Die anfallende Feuchtigkeit könnte die Stabilität des Lehmuntergrunds beeinträchtigen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 15.08.10

Wasserdampf…

diffudiert immer in Richtung von viel zu wenig.
Es ist also mehr mit der Feuchtigkeit aus dem Baugrund, als der durch Kondensatausfall zu rechnen.
Wenn Kondensat in den Größenordnungen anfällt, das die Feuchtigkeit die Stabilität des Lehmuntergrunds beeinträchtigen könnte, läge auch der abgedichtete Aufbau massiv im argen, hier würde dann auf der Abdichtung Wasser stehen.


Grüße aus Schönebeck
anonymus | 15.08.10

Das bringt doch schon mal Licht ins Dunkel,

Also macht die Abdichtung schon Sinn.

Könnte ich vielleicht noch eine Info bekommen, wie die Abdichtung dann an den Aussenwänden ausläuft?

Muss ich mir das so vorstellen, dass ich die auf dem Beden verlegte Abdichtung an den Wänden noch hochziehe?

Bekomme ich dann nicht ein Problem, dass ich dort einen nassen "Wandfuß" bekomme?

Kommt dann die über den Schaumglasschotter eine Sauberkeitsschicht,und dann die Abdichtung?

Aus welchem Material sollte denn am besten die Sauberkeitsschicht ausgeführt werden?

Wird die ABdichtung über die volle Fläche verschweißt, oder nur an den Stoßstellen?

Nun habe ich aber, glaube ich , fast alles gefragt :-)

Vielen Dank für die Hilfe

Grüße, Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10

Im Prinzip zieht man die Abdichtung an den Wänden etwas hoch, Idealerweise in der Höhe der Horizontalsperre der Wände.
Da durch die Abdichtung die Diffusion aus dem Baugrund unterbunden wird kann sich dort gegebenenfalls mehr Feuchtigkeit einstellen als dort vorher war.
In wie Fern sich diese Feuchte dann eventuell mehr im Mauerwerk verbreitet hängt von Vorhandensein und Funktion der Horizontalsperre in der Wand ab.
Eine Vertikalabdichtung der äußeren Wände die oberhalb der Horizontalsperre mit Erde angefüllt sind ist aber so oder so unumgänglich.

Grüße aus Schönebeck
anonymus | 15.08.10

früher gab es doch aber auch keine horizontale Sperre im MW?
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

Habe auch keine Horizontalsperre,

Eine Horizontalsperre in den Aussenwänden habe ich auch nicht :-(
Ist halt schon alles etwas älter.
Die Aussenmauern sind bei mir aus Sandstein, bzw. Bruchsteinen. Diese stehen direkt im Grund.
Aussen ist das Erdreich ca. 1,5 Meter höher, als der Fussboden innen.
Im unteren Bereich sind die Wände leicht feucht, bzw. so kalt, dass sich im Sommer dort Feuchtigkeit bildet.
Habe nun seit ca. 4 Monaten innen alles entfernt und nun trocknen auch die Wände von oben nach unten ab.
Vorher war ein sperrender Verputz auf den Wänden innen aufgetragen.
Ganz trocken wird das wohl nie.
Werde aber im Bereich Wandheizung und Sockelheizleisten arbeiten.
Dann bekommt die Wand ja auch noch wenig Wärme ab.

Das würde dann bei mir bedeuten, dass ich die Abdichtungsebene an der Wand etwas hochziehe und dann ist dort Ende. Eine Horizontalsperre wird da wohl unrealistisch sein. Denke ich mal .

Grüß, Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10

HZ Sperren gibt es schon sehr lange.
Teilweise wurden diese nur durch die Auswahl des “richtigen” des Material (Bruchstein) das im Sockelbereich verwendet wurde erstellt.

Foto:
HZ- Sperre in Bruchsteinmauerwerk Anno 1935

Grüße aus Schönebeck

anonymus | 15.08.10

@Jürgen

in Ihrem speziellem Fall wird, so das Mauerwerk im erdberührtem Bereich keine Vertikalabdichtung hat, immer Feuchtigkeit aus dem Boden eingetragen (Bodenfeuchte).
Die Verwendung von Sockelleisten ist eine sehr gute Entscheidung da über diese die Wandoberflächen temperiert werden und somit kein Kondensat mehr ausfallen kann.Im Winter!
Gegen das sommerliche Kondensat würde wohl nur eine Außendämmung helfen.

War das schon immer Wohnraum und um welches Bj. Handelt es sich?

Foto:
Natursteinsockel aus Schieferstein die ohne HZ- Sperre auskommen Bj.1933.

Grüße aus Schönebeck

anonymus | 15.08.10
Suche mal gerade nach einem Bild ,

Suche mal gerade nach einem Bild , Suche gerade mal nach einem Bild des Boden und der Wand , dann sieht man das ganz gut. Habe mal ein

Suche mal gerade nach einem Bild ,

Suche gerade mal nach einem Bild des Boden und der Wand , dann sieht man das ganz gut.

Habe mal eingezeichnet, wo die Grenze der Feuchtigkeit früher war. Nach dem entfernen des Verputz trocknet es immer mehr aus.

Die Linie 1 dutet die von Außen anliegende Geländeoberfläche an.

Das Bild 2 zeigt den alten Fussboden.
Es sthen insgesamt ca 30 cm für den neuen Bodenaufbau zur Verfügung.
Da würde ich dann den Schaumglasschotter einbringen.

Grüße, Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10
Hier kommt nun auch Bild 2

Hier kommt nun auch Bild 2 Da war wohl gerade etwas schief gelaufen. Nun müsste das Bild aber da sein Grüße, Juergen

Hier kommt nun auch Bild 2

Da war wohl gerade etwas schief gelaufen.

Nun müsste das Bild aber da sein

Die "Frischhaltefolie" war wohl die früherer Version einer Sperre :-)
Aber das Zeugs haben wir schon so gut wie raus.

Grüße, Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10

Wenn denn eine Schweißbahn käme,

was ich für erforderlich halte, sollte zumindest ein Mager- oder Leichtbeton eine Verlegeebene bilden dürfen. Direkt auf den Glasschotter sollte die Bahn nicht gelegt werden.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 15.08.10

von einem Bauunternehmer wurde mir folgender Aufbau, für die Küche und Bad, empfohlen:

Auskoffern
Folie Auslegen
20cm Schaumglasschotter verdichtet
3cm Estrich
keramischer Belag

was haltet ihr davon?
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

Der Estrich sollte bewährt und muss dicker.

Grüße aus Schönebeck
anonymus | 15.08.10

Auskoffern

ist in Ordnung, Schaumglasschotter ist auch ok, den Rest sollte man besser vergessen.
Unter den Schotter gehört auf jedenfall ein Vlies und keine Folie. Ebenso auf den Schotter, dann eine Sauberkeitsschicht(Magerbeton, hier reichen 3 cm ;-)).) Darauf kann dann die Abklebung ordentlich aufgebaut werden. Unter Keramischen Belägen muss der Estrich auf jeden Fall armiert sein, entweder Estrich-Matten oder Glasfaserzusatz und sollte schon ca 6 cm Stärke haben. Ich würde mich weigern, auf diesen Aufbau auch nur eine Fliese zu kleben.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 15.08.10

auch wenn ich nun gefahr laufe die frage zum tausendenten mal zu stellen, grins:

die Aussenwände werden nicht gesägt oder in anderer weise eine horizontale sperre eingebracht, ist da die abklebung (v60S4) trotzdem i.o.? Wegen evtl. Feuchte, nicht das dann meine Wände nass werden....

Die wände werden mit Kalkputz geputzt und mit sumpfkalkfarbe gestrichen
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

kann die abdichtung im evtl.hochwassergebiet auch entfallen?
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10


---Forenreferenz-----------
- Im Prinzip zieht man die Abdichtung an den Wänden etwas hoch, Idealerweise in der Höhe der Horizontalsperre der Wände.
Da durch die Abdichtung die Diffusion aus dem Baugrund unterbunden wird kann sich dort gegebenenfalls mehr Feuchtigkeit einstellen als dort vorher war.
In wie Fern sich diese Feuchte dann eventuell mehr im Mauerwerk verbreitet hängt von Vorhandensein und Funktion der Horizontalsperre in der Wand ab.
Eine Vertikalabdichtung der äußeren Wände die oberhalb der Horizontalsperre mit Erde angefüllt sind ist aber so oder so unumgänglich.

Grüße aus Schönebeck mehr ...
----------------------------------

anonymus | 15.08.10

Hochwassergebiet und Schaumglasschotter?

Das bringt einen nicht unerheblichen Auftrieb, entsprechend dick müsste die (bewehrte) Estrichschicht darüber sein.

Statt Schaumglas würde ich eine zementgebundene Liaporschüttung einbauen, darüber die Abdichtung, und dann weiter nach Lust und Laune.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 15.08.10

mit der zementgebundenen Liaporschüttung erreiche ich doch aber keine diffusionsoffenheit?!
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

nach einer langen Diskussion und Überlegung tendiere ich nun zu folgendem Fußbodenaufbau:

1. Geotextil 150g/m²
2. Schaumglasschotter 15cm
3. Geotextil 150g/m²
4. Sauberkeitsschicht aus Estrich 3cm
5. 3cm keramische Platten (diffusionsoffen)
Selbst gebaut, ist viel schöner
Mitglied der Fachwerk.de Community()
jamiedd | 15.08.10

Da würde ich mich dann anschließen

Für den Bereich wo ich einen Steinzeugbelag möchte, würde ich mich auch dem Aufbau anschließen.

Bei den Holzdielen war ich ja eigentlich der Meinung, dass ich einen diffusionsoffenen Aufbau machen würde.
Aber auch da würde ich mich nun doch für den gleichen Aufbau , wie vorstehend, entscheiden.

Werde auf der Sauberkeitsschicht dann auch eine Schweißbahn verlegen.

Soll ich diese aber vollflächig verschweißen , oder nur an den Stößen?

Vielen Dank an alle, die sich an unserer Lösung beteiligt haben.

Gute Nacht aus dem nassen Saarland,

Juergen
Alt , und genau deswegen liebenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Karin, die von der Saar | 15.08.10

@ Jamie

Auf die gebundene Schüttung kommt sowieso eine Dichtbahn. Wozu soll der Aufbau duchgängig dampfdurchgängig sein?

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 16.08.10
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