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Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 149787] {PDF / Druck} | | Region: Unterfranken
Wand > Feuchtigkeit

Sandstein feucht, warum?

Hallo zusammen,

ich sehe mir zur Zeit ein altes Sandsteinhaus an, das aber im ganzen unteren Bereich feuchtigkeit in den Wänden vorweist. (Der Putz löst sich überall und ist leicht feucht)
Nun habe ich die Frage woran sowas liegen kann. Ich habe gesehen dass die Vorbesitzer den ganzen Boden durch Estrich ersetzt haben und dass die Außenfassade (leider) verputzt ist, und im Sockel bereich so hässliche Ziersteinplatten angebaut worden sind. Nun würde mich mal interessieren ob dies ein Grund sein kann, dass die Feuchtigkeit ins Haus hoch dringt und nicht mehr (genug) entweichen kann und dadurch der Putz sich löst? Weil das merkwürdige ist auch dass die Innenwände davon betroffen sind, und das sieht man ja nicht all zu oft... Also ich Tipp auf den Estrich und die Außenplatten, was meint ihr?

Danke für euren Rat schon mal im Vorraus.
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Sem | 19.08.10 | 1231x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Leider

kann man nur vermuten.
Zum einen kann es am verwendeten Sandstein liegen, zum anderen an der Nutzung/Lüftung/Luftfuchte. Die Außenblatten könnten das ganze fördern. Der Estrich dürfte nur minimal dazu beitragen, denn was richtet dann erst 2 Wochen Regen aus. Die Nässe im Boden ist aber auch Abhängig von der Bodenart (Lehm oder Sand). Und sich auflösende horizontale Sperren, soweit sie überhaupt vorhanden waren, können ebenso dazu beitragen. Wirklich bestimmen kann man dasnor vor Ort mit entsprechenden Untersuchungen.
Schuster, bleib bei deinen Leisten
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Heike | 19.08.10

Ok... Wer hilft da einen am besten weiter, und wie teuer kommt so eine Beratung? Auf Fachwerk.de ist leider niemand aus meiner Gegend, und woher weis ich dann ob die Leute fähig in ihren Beruf sind oder nicht... heut zu tage gibt es leider viele schwarze Schaafe.
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Sem | 19.08.10

Meiner Erfahrung nach...

hat man mit Sandstein immer eine gewisse Feuchtigkeit im Stein. Gerade wenn keine Horizontalsperre vorhanden ist sieht man das von Dir beschriebene, Putz löst sich, Platten fallen ab etc. sehr oft.
Das liegt einfach an der aufsteigenden Feuchtigkeit vom Erdreich bzw. Spritzwasser und wie schon von Dir gesagt an der "Absperrung" der Wände mit Ziersteinplatten oder stark pigmentierter Fassadenfarbe, da hier keine Feuchtigkeitsregulierung mehr von statten geht, die Wand einfach nass ist und somit nicht mehr trägfähig ist!

Ich benutze im Sockelbereich und auch sonst aussen, eine wenig pigmentierte Fassadenfarbe.
Im Innenbereich (Keller) werde ich einen Kalkputz verwenden (bin ich dabei :-).
Auch bei mir sind je nach Witterung die Kellerwände feucht, jedoch durch richtige Lüftung und kein Absperren der Wände, trocknet das ganze relativ schnell wieder.
Der Keller ist bei uns kein Wohnbereich!

Hilfe/ Adressen für eine Fachberatung findest du hier im Forum mit Sicherheit!
Genaue Preise kann ich dir leider keine nennen, nur schlechte Erfahrung mit diversen "Fachberater" hatte ich auch schon genug :-) kommt mir keiner mehr ins Haus!

Da man beim Hauskauf Schäden und die dazu gehörigen Kosten nur sehr schwer einschätzen kann, empfehle ich Dir auf jeden Fall einen Gutachter zur Besichtigung mitzunehmen.
Ohne aufwändige Beratung (genaue Details, Untersuchungen) solltest du so was für 100-200 Euro bekommen und das ist gut investiertes Geld, wenn du damit vor Kosten gewarnt wirst die in die tausende gehen können!

Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben:-)

Gruß nobody

Ps.: Wir haben Innenwände im Wohnbereich freigelegt! Herrlich!
Lieber einmal mal mehr nachschauen als einmal zu wenig!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
nobody is perfect | 20.08.10

Danke schon mal an alle für die Antworten.

Werde nun mit ein Bekannten mal die Bude ansehen, aber ich denke es wird darauf hinauslaufen dass der Estrich weichen muss, zudem wird innen der Putz entfernt und wieder neu aufgetragen, und evtl par Sandsteinmauern (Innenwände)frei gelegt lassen. Unschlüssig bin ich mir bei der Außenfassade ob man diese wieder frei legen sollte, da ich keinerlei Hinweise bis jetzt finde in welchen Zustand die ist. Was auch zu sehen ist dass die Fensterbänke ersetzt worden sind, und durch Bruchsteinfensterbänke gewechselt worden sind. Dies stellt halt die Frage was haben die rum gerissen, und wie haben die es wieder ausgemauert... :( Naja ich bin auf jeden gespannt was dabei herauskommt :)

Grüße aus Franken
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Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Sem | 20.08.10

wo kommt die Feuchtigkeit her?

Hier stehts:

http://porofin.de/download/porofin-info2.pdf

Schönes WE
Der liebe Gott würfelt nicht. Albert Einstein
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Fachbetrieb Bauwerksabdichtung | Ralf Dieter Rupnow | 21.08.10

Aufsteigende Feuchtigkeit

Hallo,
wohne selbst in einem alten Fachwerkhaus.
an den feuchten Wände auch Innenwände dürfte die fehlende Sperrschicht schuld sein. Damals gab es sowas nicht.
Wir haben in unserem Haus ein elektrokypernetisches Gerät eingebaut. Dieses Gerät ist TÜV-Zertifiziert unschädlich für Mensch und Material und Hilft. Wenn Sie Fragen haben rufen Sie mich gerne an. Bin sicher Ihnen kann geholfen werden.
Tel.0170 3675092 oder michler.energieberatung @yahoo.de
Michael Michler
michael michler | 24.08.10

Maßnahme

Also hab das ganze nun mit ein Bekannten gesprochen, der dafür n besseres Auge hat als ich, zumindes so hoffe ich das...^^
Fals ich das Objekt kaufen sollte, dann werd ich mich wohl für folgende Dinge entschließen. Der "neue" Estrich im Haus kommt raus, und der boden wird bis auf die Bodenplatte (was man halt damals so nannte...) herausgenommen. Untere Schicht mit Kies aufschütten, darauf Glausschaumsteine (Glaube dass die sich so nennen)und oben rum dann wieder diele daraufsetzen mit der dementsprechenden Unterkonstruktion. Dazu kommt zu jeder Wand eine Leistenheizung die die Wärme draußen hält, heizt und dazu die Feuchtigkeit auch im Mauerwerk verringern wird. An der Fassade wird der Putz wohl bis auf Fensterbankhöhe abgetragen, und dann wird wohl der Naturstein so gelassen (kommt auf den Zustand drauf an). Es ist eine Bodenisolierende Lösung, zudem gibt es weniger Erdreich das die Feuchtigkeit nach oben ziehen kann. Nun muss ichs nur noch kaufen...^^
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Sem | 24.08.10

Leistenheizung?

Hi Sem,

was ist denn eine Leistenheizung? Doch wohl nicht eine Heizschlange hinter der Scheuerleiste? Damit wirst Du den Kapillaren Wassertransport nur beschleunigen. Die Folge: die Salze setzen sich im Sauseschritt ab.

In der bayerischen Finanzverwaltung in München hat die Wandheizung auch Putzschäden verursacht bis eine Porofin Flächensperre eingebaut wurde, jetzt kommt kein Wasser mehr nach und die Heizung erfüllt ohne Probleme ihren Dienst.

Also lass das mit der Schlange.

Gruß Ralf
Der liebe Gott würfelt nicht. Albert Einstein
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Fachbetrieb Bauwerksabdichtung | Ralf Dieter Rupnow | 25.08.10
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