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Wand > Bestandsschutz

Trockenrisse im Ständerwerk verdichten, aber wie ?

Hallo,

insbesondere auf der Wetterseite unseres Hauses haben die Ständer und Riegel z.T. sehr ausgeprägte Trockenrisse (bis ca. 20 mm). In einigen dieser Risse hatten sich jetzt Wespen eingenistet. Um dies in der Zukunft zu verhindern, möchte ich diese Risse gerne verschliessen. Der für uns zuständige Denkmalschützer empfahl uns, dies mit in Leinöl getränkten Hanfseilen zu verstopfen. Das Öl würde vertrocknen und aushärten. Meine Frage, falls das hier von jemandem schon gemacht wurde, wie dosiert sollte man das Hanfseil in die Risse stopfen, eher locker oder sehr verdichtet, oder ist das eventuell der völlig falsche Weg.

Vielen Dank im Voraus

Liebe Grüße

Ingo Schwarze
Ingo Schwarze | 17.08.04
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hallo ingo,
wenn risse verschliessen, dann ausspänen. (s. weitere beiträge im forum). wichtig und grundsätzlich ist, dass in fugen eindringender schlagregen stets auch wieder ablaufen kann! ist wie immer eine einzelfallentscheidung. also: schauen, beobachten! von, mit leinölgetrönkten hanfseilen als fugenfüller habe ich noch nichts gehört, hört sich aber aus zimmermannsmässiger sicht eher an wie spachtelmasse/slilikon o.dgl. mit lediglich einem naturbaustoffvorzeichen?
als waagrechte abdichtung im blockbau könnte ich mir das vorstellen. lasse mich aber auch gern eines besseren belehren.
grüsse
christian bernard
ZEITGEMÄSSE KONZEPTE FÜR HISTORISCHE GEBÄUDE
Mitglied der Fachwerk.de Community()
punkt4 architekten | christian bernard | 18.08.04

Silikon und Hanfstrick

kann man hinsichtlich ihrer Eigenschaften (die unterschiedlicher kaum sein könnten) wohl so nicht miteinander vergleichen. Wenn ich einmal über den Tellerrand meiner eigenen Profession rausgucken darf, dann fällt mir zunächst die Verwendung von Hanf (Werg) und Teerstricken im Bootsbau ein. Sie sorgen hier zwischen die Planken gestopft (kalfatert, mit dem Kalfateisen) für die Festigkeit des Bootskörpers beim Erhalt einer gewissen Nachgiebigkeit. Die Tränkung geschah mit Leinöl oder Teer. Hiervon geht keine nachteilige Wirkung für das Holz aus. Außerdem nimmt das Hanf kapillar Feuchtigkeit aus dem Holz auf, saugt also den Riß trocken (eingeschränkt allerdings durch Öltränkung). Es bleibt bis zur vollständigen Aushärtung flexibel und paßt sich feuchtigkeits- oder mechanisch bedingten Änderungen der Rißgröße auch in Maßen an.
Ich halte die Idee deshalb - zumindest theoretisch, denn ich hab es an einem Haus noch nie ausprobiert - für gut und allemal einen Versuch wert.
Es ist ja nichts irreparables.
Womit dann auch schon gesagt wäre, was in der Folgezeit zu tun ist: Das Haus neu kalfatern. Ich würde deshalb genauso arbeiten, wie es die Bootszimmerer machen: nicht zu locker, nicht zu fest.

Freue mich, vom Ergebnis zu hören
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Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community(, Homepage)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 18.08.04

o.k. der vergleich hinkt, doch bei einer rissbreite von 2 cm bin ich von einer praktisch sinnvollen durchführung nicht ganz überzeugt. (ggf. ausprobieren, beobachten und ggf. wieder ausbauen) vielleicht müsste bedacht werden, dass das boot, und somit das dichtmaterial, ständig nass ist. vielleicht ist dies aber nicht relevant für diese überlegung?
weiterdenkend...
christian bernard
ZEITGEMÄSSE KONZEPTE FÜR HISTORISCHE GEBÄUDE
Mitglied der Fachwerk.de Community()
punkt4 architekten | christian bernard | 18.08.04
Risse ausspänen!!

Risse ausspänen!! Guten Tag Ingo Schwarze ich würde diese Risse auch mit Eichenholz ausspänen und ganz wichtig ist dar

Risse ausspänen!!

Guten Tag Ingo Schwarze
ich würde diese Risse auch mit Eichenholz ausspänen und ganz wichtig ist darauf zu achten das eventuell ein dringendes Wasser auch wieder ablaufen kann und das mit den Hanfseil würde ich persönlich nichts machen (keine Erfahrungswerte)
sie können ja mal ihren Denkmalfehler Fragen wo er diese schon einbauen lassen hat oder Referenzprojekt zeigen lassen

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | Fachwerkzentrum Andreas Vollack | 18.08.04

Vielen Dank

für die schnellen Antworten. Ich denke, da noch niemand Erfahrungen mit der Hanfseilvariante gemacht hat, werde ich mich nochmal mit einem Zimmermann beraten.

Besten Dank

Ingo Schwarze
Ingo Schwarze | 19.08.04

Da bin ich ja mal gespannt was sich bei den Trocknungsrissen im Ständerwerk getan hat!!

Guten Tag Ingo Schwarze.
Ich wollte nur nochmal Nachfragen was sich bei ihren Trocknung rissen bzw. die Verfüllung dieser Risse getan hat

Ich würde mich freuen der Sinne diesbezüglich Nachricht geben würden!

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | Fachwerkzentrum Andreas Vollack | 28.08.04

Mit Hanfseil probiert

Hallo Herr Vollack,

ich habe jetzt an einem Ständer probehalber getränktes Hanfseil in die Risse gestopft. Nun werd ich erstmal abwarten. Über längerfristige Erfahrungen berichte ich dann gern.

Viele Grüße

Ingo Scharze
Ingo Schwarze | 29.08.04
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Bei Rissen in den Balken ..

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