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Fussboden / Decke > Was under der Decke war...
Hallo,
ich habe heute - nach vielen Tipps aus dem Forum - meinen Dielenboden gehoben um zu sehen, was mich erwartet im Bezug auf Erneuerung/ Restaurierung. Erster Testinhalt verlief gleich negativ: die Dielen sind morsch, schlimmer Holzwurmschaden, ausserden aus minderwertigem Holz. Also: Erneuerung.
Soweit so gut. Unter den Dielen kam eine Schüttung, in der übel die Mäuse waren (Spreu, Holzwolle, Nusschalen(?)) darunter dann soetwas wie Lehm: rötlich, fest, mit dem Geissfuss zu Brocken zu zerschlagen. Darunter Holzbalkendecke. Die dicken Balken, auf denen die Dielen festgenagelt waren (bitte die etwas unsichere Terminologie zu entschuldigen) sind zum Glück noch völlig ok.
Alles in allem eine ziemlich staubige Angelegenheit, drei Eimer Schutt und Staub unter einem halbes Dielenbrett!
So, nun weiss ich also was drunter ist. Und jetzt? Dielen alle raus ist klar. Aber was tun mit dem Rest? Alles rausschaufeln wäre eine Heidenarbeit, aber da müssen wir wohl durch.
Was aber soll dann rein? Ich wäre dankbar für einen einfache Erklärung, ich habe viele der Ausführungen zu ähnlichen Themen hier nur schwer verstanden. Wie gesagt, die Terminologie...
Herzlichen Dank!
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Vertrauenssache Hallo Julia,
die Meinungen über einen korrekten Fussbodenaufbau gehen auch hier im Forum auseinander. Sprich Du musst noch mehr lesen (nicht nur im Forum und solltest Dir jemanden in der Nähe suchen, dem Du vertraust. Ich habe meinen Öko-Baustoffhändler. Wenn ich keine Ahnung habe, mache ich das, was er mir empfiehlt oder lasse es machen, dann habe ich Gewährleistung. Bin bis jetzt gut gefahren damit.
Ich habe bei meiner Dielungsaktion nur den Schutt rausgenommen. Den festen Lehm würde ich auf jeden Fall drin lassen. Danach musst Du Dir Dielen suchen, die dick genug sind für den Balkenabstand. Die Füllung zwischen den Balken hat keine tragende Funktion. Man kann zwar im Rahmen der Bauarbeiten darauf laufen aber mehr auch nicht. Sind die Dielen zu dünn, biegen sie sich durch. Als Richtwert, kannst Du die alte Dielendicke nehmen, die hat aber bei mir nicht der heutigen Norm entsprochen. Daher habe ich dickere genommen. Alternativ kannst Du dünne Dielen nehmen. Sie sind sehr viel preisgünstiger, solltest aber dann eine Unterkonstruktion (z.B. Kreuzlattung) bauen. Wenn Du den Raum zwischen dem Lehm und den neuen Dielen leer lässt, wird es ziemlich laut. Sowohl im unteren Raum als auch oben. Daher wird dieser tote Raum wieder aufgefüllt. Was Du reinpackst ist weitestgehend Geschmackssache. Auf jeden Fall muss es sich mit dem Lehm und dem Holz vertragen. Vorgeschlagen werden hier Zelluloseflocken, Holzfaserdämmmatten, Lehm etc.. Prinzipiell gilt, je schwerer das Material, desto besser der Schallschutz.
Viele Grüße
Stephan Schöne
keine Panik!Mitglied der Fachwerk.de Community( Profil) Stephan Schöne | 25.09.04
Hallo,
ich habe jetzt mal ein bischen im Forum herumgelesen und bin auf einige interessante Fragen gestossen: Wie wäre es, die neuen Dielen einfach auf die alten zu legen, evet. mit Holzfasermatten dazwischen? Das wäre am einfachsten und billigsten, aber würde es etwas gegen das Geruchsproblem ausrichten können? Ich stelle mir vor, dass unter der jetzigen Dielung einige Mäusegenerationen hausten und noch hausen...
raumhöhe wäre kein Problem, man steigt ohnehin in die Zimmer "hinunter" (8 cm Schwelle).
Ist dass nun Vogel Strauss politik oder ein gangbarer Weg?
Wie wäre der Trittschall in so einem Fall?
Viele Fragen!
Grüsse, Julia
i got 2 strong arms - i can help...Mitglied der Fachwerk.de Community( Profil) Julia Schmidbauer | 25.09.04
Raus mit dem Mäusedreck Der lose Dreck in dem die Mäuse drin waren/sind muß raus. Es hat keinen Sinn einfach neue Dielen draufzumachen, falls noch Mäuse da sind nagen die sich möglicherweise durch. Ich find die kleinen zwar possierlich, möchte sie aber nicht im Bett oder Kinderzimmer haben ;-)
Die Hohlräume anschließend mit einem geeigneten Material wieder verfüllen. Vorsicht wegen dem Gewicht, also nicht alles mit Lehm vollschütten, das könnte zu schwer werden. Gut geeignet ist z.B. Liapor (ist so was ähnliches wie Seramis für die Pflanzen). Im Zweifelsfall wegen dem Gewicht den Statiker befragen.
Dann neue Dielen in ausreichender Stärke drauf.
Balkendecke Guten Tag Frau Schmidbauer,
drinlassen der schadhaften Bretter ist wahrscheinlich deshalb nicht gut, weil die vermuteten Schadensursachen, nämlich Insekten, Pilze und wahrscheinlich Mäusenahrung auch drin bleiben. Also: raus mit Brettern und allem losen Material. Den Lehm aber in der Füllung lassen.
Wiederauffüllen dann mit nicht brennbarem und leichtem Material, das für Mäuse unverdaulich ist, also z.B. Liapor, Perlit oder vergleichbares.
Die Bretter müssen dick genug sein und pro Auflage mit mindestens zwei Nägeln mit dem Balken verbunden werden.
Viel Erfolg
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