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Historische Baustoffe
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Allgemein > Wärmedämmung

Außendämmung

Wir wollen unsere Wetterseite dämmen, sind uns aber nicht über den richtigen Wandaufbau im Klaren. Welcher Dämmstoff,welche Dicke, Folie.....? Sicher ist nur eine Lärchenholzverschalung. Wir liebäugeln mit Hanffaser. Vielleicht hat ja jemand einen guten Rat.
Haben gerade ein sanierungsbedürftiges, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus erworben.
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Martina Albrecht | 11.10.04
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Dämmung

Hanffaser ist eine gute Möglichkeit. Andere sind Zellulose, Holzweichfaserplatten,...
Die Dicke der Platte richtet sich nach dem geforderten Dämmwert nach der EnEV (<= 0,35). Hierzu ist bei Hanf (040) eine Dämmstoffstärke von 10 cm + 2,2 cm latexvergütete Holzweichfaserplatte (z.B. Pavatex Isolair l) erforderlich, wenn ich von einer ca. 12-14 cm starken Fachwerkwand mit Lehmfüllung ausgehe.
Der Weg ist das Ziel
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 11.10.04

Außendämmung

Erst mal vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Wir haben eine Wandstärke von 18 bis 20 cm mit Lehmausfachung. Sind dannn trotzdem 10 cm Hanf erforderlich? Welchen Zweck hat denn die Holzweichfaserplatten? Wäre nicht eine diffusionsoffene Folie als Abschluss ausreichend(wg. Winddichte und Feuchtigkeit)?
Muss direkt auf die Lehmwand auch eine Folie(diffusionsoffene Papierfolie)?
Haben gerade ein sanierungsbedürftiges, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus erworben.
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Martina Albrecht | 11.10.04

Außendämmung Wettergiebel

Beim Baujahr 1822 dürfte die geplante Lärchenholzschalung alles andere als bauzeitlich angesehen werden. Kann ich Sie vielleicht zugunsten des Gebäudes noch zu einem Ziegelbehang aus zweitverwendeten Dachziegeln überreden? Eventuell gab es ursprünglich auch einen Sandsteinplattenbehang oder eine Verschieferung. Klare Aussagen hierzu kann man aber nur treffen, wenn man das Objekt vor Ort näher untersuchen kann - es sei denn, es gibt alte Fotos.

Die von Fred Heim genannte Weichfaserplatte (Nut- und Feder-System) dient als äußerer Abschluß für die Hanfdämmplatten und in dieser Position als Windbremse und Flugschneeschutz. Theoretisch ginge wohl auch eine diffusionsoffene Unterdachbahn. Langfristig flattern diese aber und sind damit nicht so haltbar.

Grundsätzlich halte ich eine Dämmstärke von 4-6 cm zzgl. Pavatex-Platte für sinnvoll. Durch die zusätzliche Dämmung kommt man sowieso schon ein ganzes Stück nach Außen raus. Reicht dann der Dachüberstand am Ortgang noch aus? Oder muß in diesem Fall auch die Dachkante durch Verlängerung der Lattung neu gestaltet werden? Auch derartige Überlegungen spielen bei der Wahl der Dämmstoffstärke durchaus eine Rolle.

Die Dämmung kann ansonsten ohne Trennlage direkt auf die Lehmausfachung aufgebracht werden.

Herzliche Grüße aus Wolfenbüttel

Stefan Haar
Nicht alles Geschriebene gleich glauben, sondern lieber selbst logisch nachdenken und hinterfragen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dipl.-Ing. Architekt Stefan Haar | Stefan Haar | 11.10.04

@

@Stephan Haar
Grundsätzlich gut und richtig beschrieben. Die historisch richtige Bekleidung der Wand kann ich nicht beurteilen.
In einem Punkt muß ich aber wiedersprechen. mit 4-6 cm Dämmung können die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt werden.

@ Martina Albrecht
Die dicke der Wand, bei einer Massiv-Lehmfüllung hat auf den Dämmwert kaum Einfluß.
Wenn Sie ein Papier mit einem sd-Wert von 2-4 m direkt auf dem Giebel aufbringen und alle Anschlüsse nach Herstellerangaben richtig ausführen, werden Sie weder bei der Dampfdiffusion noch bei der geforderten Luftdichtigkeit Probleme bekommen. Also empfehlenswert.
Die äußere Holzweichfaserplatte erfüllt die Bedingungen, wie sie von Stephan Haas richtig beschrieben wurden. Ich würde auf diese Schicht nicht verzichten. Bei einer Zellulosedämmung ist dies grundsätzlich nicht möglich. Beachten sie, dass sie die Dämmstoffstärke erhöhen müssen, wenn sie statt der Weichfaserplatte eine Folie einbauen.
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 12.10.04

@Fred Heim

... ich denke mal, wir haben keinen Anlaß hier ernsthaft zu streiten, weil Sie die Macken der derzeitigen gesetzlichen Anforderungen auch kennen.

Den Hinweis auf Dispensmöglichkeiten etc. halte ich in diesem Zusammenhang für sehr wichtig. Es bringt uns - gerade in einem Forum wie diesem - unterm Strich nichts, nur auf die Einhaltung geltender Normen hinzuweisen.

Es muß darum gehen, daß möglichst viele Leser zum Nachdenken angeregt werden, damit wir endlich mal ein kleines Stückchen von dieser blinden deutschen Gläubigkeit an die DIN-Normen wegkommen, die von der Industrie so wunderbar in ihrem Sinne gestaltet werden.

Dies gilt für mich insbesondere für die Bereiche, bei denen die Schwächen dem Gros der beteiligten Fachleute geläufig sind.

Zugegeben, es wird ein langer Weg sein, aber irgendwo muß man ja schließlich mal anfangen, sonst denkt letztendlich keiner mehr nach und alle Welt fragt im Zweifelsfall nur nach dem nächsten Rechtsanwalt.

Um letztendlich nicht doch noch falsch verstanden zu werden: Ihre Ausführungen sind formaltechnisch völlig korrekt, gingen mir aber nicht weit genug.

Herzliche Grüße ins Rheinland

Stefan Haar
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Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dipl.-Ing. Architekt Stefan Haar | Stefan Haar | 12.10.04

Streit ???? ;-)))

So weit sind wir fachlich wirklich gar nicht auseinander. Die Möglichkeit der Befreiung von Festlegungen der EnEV besteht. Man muß sich natürlich überlegen, an welcher Stelle es wirklich wichtig ist sich "befreien" (hört sich irgendwie klasse an und trifft wahrscheinlich genau das, was sie ausdrücken möchten) zu lassen.
Grundsätzlich muss man bei unserer Diskussion aber noch beachten, dass wir hier nicht etwa von einer DIN-Norm, sondern von einem Gesetz sprechen.

Herzliche Grüße nach Wolfenbüttel

Fred Heim
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Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 12.10.04

@Fred Heim

... denke mal, jetzt ist alles gesagt ... der letzte Punkt geht an Sie ... :o)))))
Nicht alles Geschriebene gleich glauben, sondern lieber selbst logisch nachdenken und hinterfragen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dipl.-Ing. Architekt Stefan Haar | Stefan Haar | 12.10.04

@ Stefan Haar

:-))) ich glaube wir haben beide jede Menge Punkte gemacht, zumindest für die Fachwerk-Forum-Hitliste ;-)
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 12.10.04
Altes Thema Außendämmung!!

Altes Thema Außendämmung!! Guten Tag Martina Albrecht. Hier ist er schon eine Menge geschrieben worden! Ich stelle ihnen nur ei

Altes Thema Außendämmung!!

Guten Tag Martina Albrecht.
Hier ist er schon eine Menge geschrieben worden!
Ich stelle ihnen nur ein Foto und den Aufbau vor den wir über einem Fachwerkhaus gemacht haben.
1. vorhandene Lebenwand mit Fachwerkgefüge
2. konstruktives Fachwerk
3. Ausmauerungen mit Leichtlehmsteinen homogen mit dem alten Fachwerkgefüge und Lehmputz verbunden
4. Vorputz mit Lehmputz
5. Lattung als Belüftungsebene
6. Lerchenschalung als Bodendeckelschalung
7. die Lerchenschalung wurde mit Leinöl gestrichen

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | Fachwerkzentrum Andreas Vollack | 12.10.04
Und noch ein Foto!!

Und noch ein Foto!! Keine Bildbeschreibung vorhanden. Bitte nachpflegen.

Und noch ein Foto!!

Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | Fachwerkzentrum Andreas Vollack | 12.10.04

Spaß muß sein ...

... dachte eigentlich bisher immer, daß es sich bei dem Baum um eine Lärche und damit um Lärchenholz handelt ... oder ist das jetzt die neue Rechtschreibung? ;o) ... Autsch!- nein bitte nicht hauen! :o)))
Nicht alles Geschriebene gleich glauben, sondern lieber selbst logisch nachdenken und hinterfragen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dipl.-Ing. Architekt Stefan Haar | Stefan Haar | 12.10.04

@Andreas Vollack

An anderer Stelle hast du nach einer ausführlichen Diskussion gesagt:"Weiter so"
Dein vorgeschlagener Wandaufbau hört sich wirklich klasse an, aber wie schon bei Stefan Haar, muss ich hier erwähnen, dass diese Konstruktion vermutlich die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt. Mit dem leichtesten denkbaren Lehmstein müsste die Vormauerung ca. 30 cm stark sein um die Bedingungen zu erfüllen. So viel Platz steht, wenn man bedenkt, dass auch die Verschalung noch einmal 10 cm benötigt sicher in den seltensten Fällen zur Verfügung. Darüber hinaus benötige ich bei dieser Konstruktion ein entsprechend breites Fundament.

Gruß Fred Heim
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 13.10.04
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