Einbaumöbel im Fachwerkhaus

Hallo,

bei mir wird das Fachwerk mit 60 mm Holzfaserdämmplatten gedämmt. Darauf kommt vorwiegend an den Außenwänden eine Wandheizung in Lehmputz. Kennt ja jeder hier.

Ich möchte das Haus aber an einigen Stellen mit passgenauen Einbauschränken versehen. Zum Beispiel geht es da um Kleiderschränke und Bücherregale. Diese Schränke stehen ja dann an einer Innenwand und stoßen links und/oder rechts mit Tiefe X an eine Außenwand.

Dass mir die entsprechende Fläche an Heizungsleistung verloren geht ist mir klar. Aber wie macht man das am besten? Lege ich einfach trotzdem die Heizung dahin und plane den Verlust ein? Spare ich die Fläche aus? Bei beiden Varianten könnte ich ja mit Blenden und Lüftungsgittern dafür sorgen, dass Luft zirkulieren kann und man optisch trotzdem denkt es ist ein passgenauer Einbauschrank.

Wie würdet ihr das machen?

Darüber habe ich auch schon nachgedacht.

Ich denke keine Heizung hinter den Möbeln ist gefährlich bezüglich Tauwasseranfall. Eine Hinterlüftung erhöht den Feuchteeintrag womöglich noch.

Grüße

Wie Du schon gesagt hats,

kommt die WH auf die Innenseite der Aussenwand.

Ich gehen mal davon aus das eine Auslegung vorliegt aus der Du auslesen kannst wie viel WH notwendig ist um den raumweisen Wärmebedarf abzudecken.

Grundsätzlich ist es immer schlecht an der innengdämmten Aussenwand Schränke ohne Abstand zu montieren.

Grüße Gerd

Ist es denn so schlecht, dass man es auf gar keinen Fall machen sollte?

Ich hätte jetzt trotzdem die Fläche der Außenwände, die hinter dem Schrank verschwindet mit Heizungsrohren belegt. Dann wäre Tauwasser ja definitiv kein Thema. Ich würde nur jedes Jahr etwas Geld verschwenden um die Seitenwände meiner Schränke zu heizen.

Angesichts...

...der niedrigen Oberflächentemperaturen / Vorlauftemperaturen würde ich vollflächig verlegen, ein klein wenig Platz zur Außenwand lassen (Besenbreite), und auf Lüftungsgitter verzichten.

Grüße

Thomas

Danke Thomas, das würde ich auch machen, wenn ich denn keinen bündigen Einbau anstreben würde :-)

Ich nehme mal an, dass keiner hier damit praktische Erfahrung hat. Sonst wäre die Antwort ja entweder "kein Problem solange es sich im Rahmen hält" oder "geht gar nicht, Schimmel über Schimmel und nach 2 Jahren waren die Balken faul". Daher werde ich wohl das erste Versuchskaninchen.

Hinter dem Schrank wird die Außenwand ja wärmer sein als die restliche Außenwandfläche. Das heißt die Gefahr, dass sich da Feuchtigkeit sammelt sollte gegen Null gehen. Ich werde darauf achten, dass der Lehm absolut trocken ist bevor der Schrank eingebaut wird und keine Hinterlüftung vorsehen und berichten wie es ausgeht.

Einbaumöbel

Auf unseren Baustellen lassen wir stets hinter den Küchenbereichen und auch Einbaubadewannen die Wandheizungen vollflächig mit verlegen.
Genügend unverstellte Freiflächen sind da konzipiert und wir erreichen, dass hinter verstellten Bereichen keine Kondensatentwicklung an den Bauteilen langfristig entsteht.

Übrigens bitte dringend mit darauf achten, dass die Wandheizung nicht nur in der Holzweichfaserebene befestigt wird.
Hat wenig Haftzugswerte und es kann zu Lockerungen der Befestigungsleisten oder Clipse kommen.

Wir können auch gern einmal telefonieren dazu.

Seitenwand weglassen

Eine andere Möglichkeit ist einfach keine Seitenwand Richtung Außenwand einbauen. So wird das in den Tropen gemacht, wo gerne einmal alles schimmelt was nicht sauber belüftet wird.

Es gibt keinen Grund wieso ein Schrank mit einer Seitenwand abschließen muss. Damit vermeidet man den Hohlraum und das Problem. Bei einem Regal mit einer Tiefe von 20-30 cm sollte das unproblematisch sein. Aber auch da kann man statt einer Seitenwand einfach nur 2 Leisten an der Wand befestigen.

Ist manchmal gut zu Wissen wie das in anderen Ländern so gemacht wird.

Gruß Herbert

Die meisten Leute...

...schätzen aber Schränke als Staubschutz. Schrankböden auf Leisten der Außenwand auflegen? Das ist in meinen Augen keine gute Lösung. Und durch die Thermik der WH wird der halboffene "Schrank" vielleicht gar zur Staubsammelstelle.

Auch aufgrund der geringen Wandtemperaturen gibt es gar keinen Bedarf für derartige Konstrukte. Habe ich auch noch nie in den Tropen gesehen. Aber vermutlich war ich in anderen Tropen :-)

"Es gibt keinen Grund wieso ein Schrank mit einer Seitenwand abschließen muss."

Also, ein Tischler versteht diesen Witz vermutlich nicht.

Grüße

Thomas

Wirklich?

Wirklich?

Also bei mir sieht das so aus. Da der Rahmen sauber eingepasst wurde gibt es auch keinen eindringenden Staub oder sonstiges am Rand. Leisten an der Wand sind ebenso kein Problem.

Die Passgenauigkeit ist mit Echtholz natürlich nicht so exakt wie die heutigen Plastikschränke mit Holzdekor auf Spanplattenbasis. Die lösen sich hier auch so langsam auf.

Ich kann das so nur empfehlen.

Schöne Ostern
Herbert

Na dann...

...nur zu. Das ist einfach eine Billigstvariante und klappert vermutlich genau so, wie es aussieht. Spätestens dann aber, wenn sich die Wandheizung mit den massiven Füllungen befasst.

Mit Handwerk nach meinem Verständnis hat das nichts zu tun. Und: Mit "ECHT"holz kann man sehr wohl genau bauen, wenn man's kann :-)

Stimmt

hier herrschen eher "Wurfpassungen" vor. Ist aber auch teilweise notwendig, da die Luftfeuchtigkeit nur selten unter 65% fällt. Da muss es auch ein bisschen quellen können. Aber die Füllungen machen keine Probleme und alles hat etwas Spiel um die Änderungen auszugleichen.

Mit Pressspan oder Sperrholz zu arbeiten ist da schon einfacher. Wenn dann Holz gefordert wird kommt eben ein oder zwei Millimeter Furnier drauf...

Ich biete langjährige....

....Lösungsumsetzungen gern zur vor Ort-Besichtigung an.
Soi bekommt man ein viel besseres Gefühl für die Dinge, als nur stets geschriebenes zu inhalieren.

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Warum hatten die Möbel früher immer "Füße"?

Und zwar ausreichend hoch?
Bei mir geht die warme Luft immer nach oben! Bitte auch daran denken, dass es Zeiten gibt wo nicht geheizt wird? Was dann?
Was ist denn darunter d.h. unter dem Schränken? Geheizter Keller?

Ja Walum?

Szöne Flage!

Na walum hadden jezz eccakkt die Moeblins denn Füselins?##

Ich pin Tumm.

Mach ml pitte eine gudde Errgläurung (abba bissi meehra wie brofogantene Fraggen) !!!!

Viallaleicht mid Beschreippunk vonna Thermischan deppelichen Walzza, CoandaQ!-Strömmunga , etc.

Unna bidde:
Bissu jezz im Un-Ruhestandd odda w0s?

Vom Möbelfuß...

...zum alkoholisierten Vollpfosten.

Danke an alle für die Anregungen!

Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu den Füßen gemacht. Also bei mir geht es um ein Erdgeschoss über einem Gewölbekeller der absolut trocken ist und um ein Obergeschoss auf einer Holzbalkendecke. Mir erschließt sich nicht so ganz was da passieren soll.

Denn die Dielen sind ja auch dicht. Wenn da also ein Problem wäre, würde das auch für die Dielen selbst gelten. Bei meinen Überlegungen geht es ja um die Feuchtigkeit im Raum, die durch das Leben darin entsteht. Kochen, duschen, schwitzen, atmen. Und die kondensiert wenn überhaupt da wo es am kältesten ist. Aber bei meiner Deckenhöhe jenseits der 3 Meter, einigen undichten Stellen wie alte Haustüren, die drin bleiben, dem ganzen Lehm und Abluftanlagen in den Badezimmern, kann ich mir nicht vorstellen, dass da ein Problem entstehen könnte.

Sehen das die Fachleute anders? Ich hoffe ja, dass ich mich bald mal richtig an die Bauweise gewöhne und ein besseres Gefühl dafür habe. Bei den ganzen Warnungen und bauphysikalischen Hinweisen kann man als Laie wirklich paranoid werden.

Nun ganz so einfach ist das nicht, denn..

Nun ganz so einfach ist das nicht, denn..

..das Problem entsteht nicht wenn z. B. "richtig" geheizt und gelüftet wird.
Unter richtig verstehe ich: ausreichend an alles Stellen muss es so warm werden, dass der Taupunkt nicht erreicht wird.
Außerdem welche Möbel aufgestellt werden und dies in Verbindung mit "nur" Wandheizung.
Weiter kann es zu Problemen kommen wenn insbesondere in der Übergangszeit die Heizung nicht mehr eingeschaltet ist weil die Tagestemperaturen ausreichend hoch sind.
Wenn dann die Außenwand durch eine kalte Wand soweit abkühlt, dass doch Tauwasser unter (oder hinter) dem Schrank entsteht kann es problematisch werden.
Früher mit einer Ofenheizung war das kein so großes Problem weil ja alles was durch Zug aus dem Kamin entweicht durch die undichten Fenster/Türen nachgesaugt wurde.
Wenn geheizt wird ist die Luft nur mit wenig Feuchte belastet und dadurch wurde es oft relativ trocken.
Nun schreiben Sie der Keller ist "absolut trocken" das ist natürlich nur Ihr empfinden.
Was sagt denn das Hygrometer dazu? Ich gehe davon aus, dass es mehr als 0 Prozent anzeigt!
Wenn man die Zusammenhänge kennt und lange genug Erfahrung hat darf man darauf hinweisen, dass es Probleme geben kann.
Möglicherweise ist dies jedoch auch schon so geplant, dass es auf lange Sicht keine Probleme gibt.
Mich würde dies jedoch interessieren wie dies verhindert wird.
Schon mal Danke dafür.
Aus meiner über 40 jährigen Praxis kenne ich sehr viele Tauwasser,- bzw. Schimmelschäden bei Einbauschränken.

Noch ein Bild aus meiner Praxis

Noch ein Bild aus meiner Praxis

Dies konnte man jedoch erst erkennen (sehen) nachdem man den Schrank ausgebaut hatte.
Zugegeben ohne Wandheizung aber was wenn wie ich beschrieben habe diese nicht dauernd eingeschaltet ist?

Nachfrage

Dann frage ich noch mal die Spezialisten was daran falsch ist bei Einbauschränken keine zusätzlichen Hohlräume zu schaffen. Ich habe diese Möglichkeit hier gesehen und es interessiert mich schon was dagegen spricht.

Durch das weglassen der Seiten und Rückwände werden die Probleme mit dem Kondensat in den Hohlräumen vollständig vermieden.

Das einfach mit Billigstvariante abzukanzeln zeugt nicht von Diskussionskultur.

Auch solch Einbauschrank...

...ist ein schlechtbelüfteter und kälterer Raum. Kondensat ist da weit wahrscheinlicher, als in der (frei belüfteten) kalten Aussenecke. Das wäre ein provozierter Bauschaden.

Im Falle der Ausgangsfrage wäre der Schrank beheizt und es wird wohl kein Kondensat geben, wenn die Heizung tatsächlich läuft. Im übrigen habe ich oben meine Einschätzung, derartige Konstrukte seien minderwertig, mit konstruktiv tischlerischen bzw. Nutzungsgründen und nicht mit klimatischen Bedenken begründet.

Nichtstattfindendes Verstehen zeugt nicht von Verständniskultur. Herrlich, diese Phrasen...

Grüße

Thomas