neuer Wandaufbau Fertighaus Okal 1972

Hallo, habe schon vor 8 Jahren ein Okal Fertighaus in Frankfurt abgebaut und in Spanien wieder aufgebaut. Da die Belastungen im Haus ja nicht ohne sind möchte ich jetzt bei dem Objekt meiner Eltern, wo ich später einziehen möchte. wollte ich folgenden Wandaufbau machen und mit reinen Naturholz und Porenbeton arbeiten.

der Wandaufbau war wie bei Okal nur Balken 9 cm, dieser wurde jetzt auf 16 cm getauscht, alles andere ist aus der Wand raus.

Mein geplanter Umbau

von innen nach außen

Gipsfaserplatte 12,5 mm
Rauhspund 19 mm
Latten 3 x 5 cm oder 4 x 6 cm in der 3 oder 4 cm breite, dazwischen Luft
Delta Luxx Fabio 0,2 mm Dampfbremse
als Dämmung Porenbeton 350 kg / cbm, dazischen 8 x 16 cm Kantholz im 16 er Weg
Rauhspund 19 mm
Delta Vent S Plus Folie 0,5 mm
Dachlatte 24 x 48 mm, dazwischen Luft
Rauhspund versetzt 19 mm, bzw. Glatkantenbretter 19 mm

Danke für die Infos.

Wandaufbau

Beim hl. Obius,
wer hat Ihnen dieses verschwurbelte Konstrukt aufs Auge gedrückt?
Ein Baumarktverkäufer?

Wenn Sie die tragenden Ständer austauschen wieso dann nicht gleich die Wand mit Porenbeton neu aufmauern, außen und innen Putz und fertig?

Wenn Sie im Trockenbausystem bleiben wollen von innen nach außen:
Gipskarton 12,5,
OSB,
9 cm Ständerwerk,
dazwischen flexible Dämmmatten aus Holzfaser,
statisch wirksame, diffusionsoffene Holzfaserdämmplatte, z.B. Agepan THD N+F bei hinterlüfteter Vorhangfassade
oder
z.B. Agepan THD Statik mit mineralischem Putzsystem.
Statt von Agepan gehen auch andere, gleichwertige Produkte anderer Hersteller.

p.s. Wenn Sie "mit reinem Naturholz" arbeiten wollen bauen Sie sich ein Blockhaus.

möchte keine OSB Platten nehmen

Danke für die Antwort die 8 x 16 cm stehen schon, daher Porenbeton alleine geht nicht, möchte auch keine Holzfaserplatten haben daher dieser Aufbau, möchte reines Holz haben ohne jede Verleimung.

Wandaufbau

Der Einsatz breiterer Ständer bringt Ihnen einen Haufen Probleme, angefangen von den schmal gebliebenen Rahmenhölzern usw. Wie die unten und oben befestigt wurden frage ich erst gar nicht.
Was solls, wenn Sie schon drinnen sind...
Natürlich hätten Sie mit Porenbeton mauern können, natürlich gehen Wände alleine aus Porenbeton. Ich habe schon ganze Häuser gesehen die damit gemauert wurden. Falls es um die Breite der Mauer geht: Ihre geplante Wand wird über 250 mm dick werden. Da passt `ne Menge Porenbeton rein.
Was stört Sie an Holzfaserdämmstoffen? Der PVAC- Weißleim kann es wohl nicht sein, der ist auch in Lebensmitteln drin.
Glauben Sie im Ernst das alle die Holzprofile die Sie verbauen wollen "reines Naturholz" ohne Imprägnierungen sind?
OSB- Platten sind heute praktisch formaldehydfrei, wahrscheinlich atmen Sie pro Stunde mehr Formaldehyd aus als die ganzen Platten im Haus. Wenn Sie die nicht haben wollen, gibt es Alternativen wie Aquapaneel- allerdings teurer und schwerer verarbeitbar.

Ich wollte eigentlich nichts zu Ihrer Konstruktion sagen aber ich muß wohl:
Die Rauhspundlage und die Lattung innen und außen sind statisch gesehen nutzlos- und genau darauf kommt es an, eine aussteifende Wirkung zu erzielen. Deshalb die OSB (oder ESB)- Platten innen und die Holzfaserdämmplatten außen.
Dampfbremsen sind überflüssig weil die OSB- Lage praktisch schon eine Dampfbremse (bei richtiger Verarbeitung) ist, das Grundprinzip "nach außen immer diffusionsoffener" bei meinem Vorschlag eingehalten wurde und kapillaraktive Dämmstoffe zum Einsatz kommen.
Das die Wärme- und Schalldämmung bei meinem Vorschlag um Welten besser sein wird als bei Ihrer Idee gibt es oben drauf.

Sie wollten Infos, die haben Sie jetzt.
Also Finger weg von Ihrem statisch, finanziell und bauphysikalisch unsinnigem Aufbau!

Welche Abneigung....

....zu OSB und den Holzfaserprodukten?
Wir können ihnen auch die Holzfasern setzungssicher einblasen.
Holzfaserprodukte sind fast "100"! Jahre bewährt und sind derzeitig die beste Alternativbe im ökologisch nachhaltigen Dämmungsbereich.
Sommerlicher Wärmeschutz sehr gut, gerade eben auch in Spanien.
Innenliegende OSB-Scheibe mit Gipsfaserplatten zu beplanken wäre eine gute Lösung.
Oder als weitere Alternative mit Lehmtrockenbauplatten.
Auf der OSB- oder eben auch Rauspundfläche die Installationsebene nicht vergessen.

Wandaufbau Fertighaus

Statt Dampfbremsen besser außenseitig austeifende Holzfaserplatten im Naßverfahren hergestellt (ohne zusätzlich eingebrachte Stoffe)aufschrauben.
Die können dann verputzt werden.

Innenseitig nur verputzen-ohne Luftschichten, Folie etc.
Glasfasergewebe einlegen.

Schon vom Aufwand, der Dauerhaftigkeit und den Kosten sind Folien ungünstig und langfristig kaum dicht zu bekommen bzw zu halten.

Wenn Bretter zur Aussteifung verwendet werden sollen müßten diese diagonal verlegt werden.
Gibts unten und oben horizontal durchlaufende Balken?

Alternativ können zu Aussteifungszwecken u.U. Streben innerhalb der Wand in den Ecken eingebaut werden.

Haben die Porenbetonsteine genau die Stärke der Holzbalken?
Je nach Feuchtigkeit und Witterungsverhältnissen wird es zwangsläufig beim Austrocknen Fugen geben.

Gibts ein Foto des Gebäudes?

Außen Holz ist in solchen Ländern ziemlich unüblich- Termiten würden sich darüber freuen.

Andreas Teich

Neuer Wandaufbau Beschreibung, nach dem Tipps

Danke für die Anregungen, bin jetzt eines Besseren belehrt wurden

Mein Wandaufbau von Innen nach Außen

OSB Platte 22 mm, an den Übergängen mit Klebeband abgedichtet

8x16 cm Kantholz als Ständerwerk, weiß gekalkt mit dem Material wo man Obstbäume streicht

Dazwischen Porenbeton 155 mm

Danach Holzfaserplatte mit 80 mm Stärke

Als Final ein Kalkputz

Unten ist kein Längsbalken mehr vorhanden, oben ja. Könnte jetzt die Balken weglassen, bzw. wieder entfernen und dann auf Porenbeton 200 mm breite gehen, aber da habe ich Angst wegen der Statik und dem Stein selber.

Kann auch jetzt 8 x 20 cm oder 10 x 20 cm nehmen, lt. U Wert Net komme ich da auf einen U Wert von 0,231, das wäre super, hier sind die Balken aber mit eingerechnet.

Das Haus steht nicht in Spanien, sondern in Aachen, es handelt sich um ein weiteres Haus meiner Eltern, was kernsaniert werden soll. Da ich später selber einziehen möchte.

Das Objekt ist voll unterkellert und hat einen Abstand zum Boden von 1 Meter, die Betondecke selber ist 25 cm, da die Decke 1972 fehlerhaft gegossen wurde, daher keinerlei Erdkontakt.

Bei dem Aufbau geht natürlich viel Platz innen verloren, aber dafür ist der U Wert klasse.

Heizen möchte ich vorerst nur pro Raum mit einzelnen Klimaanlagen in der Wand pro Zimmer mit Außengerät, ferner eine Dezentrale Wohnraumlüftung auch jeweils pro Raum, da ich später ist ein Stückholzkessel mit Heizkörpern instaliere.

Somit arbeite ich jetzt ohne Folien, die Instalation findet also auf der OSB Platte statt und dann zwangsläufig im Porenbeton

OK ??? Hoffe das ich keine Gedankenfehler mache

Wandaufbau

"... bin jetzt eines Besseren belehrt wurden."
Das sind Sie nicht.
ENTWEDER
eine neue Wand aus Porenbeton, beidseitig verputzt
ODER
Ständer und Holzfaserdämmung dazwischen
in statisch und bauphysikalisch korrekter Ausführung.
Vorher gehen Sie zu einem Planer der abprüft ob Sie die Bedingungen Ihrer Landesbauordnung einhalten.
Die Ausführung sollte ein Baubetreuer begleiten wenn es schon keine Werkplanung gibt.

Ähnliche Erkenntnis!

leider nicht eines besseren belehrt!
Georg hat es bereits angesprochen.
Entweder oder!!
Wenn sie Holzkonstruktionslösung wählen, dann auch mit dem dazugehörigen Baustoffen ausfachen und ausbauen.
Holzfaserdämmstoffe und auch Lehmbaustoffe sind möglich.
was soll auf die Innenseite der OSB-Beplankung als Wohnraum-Endbeschichtung angedacht?
Und warum verzichten sie auf die Grundschwelle?
Diese steift bzw. verbindet doch die gesamte Ständerwerk-Konstruktion?

Und was soll die Kalkanstrichvariante bewirken?