Holztreppe aufarbeiten

Holztreppe aufarbeiten

Hallo zusammen, wir lassen die Stufen (Tritt- und Setzstufen) aufarbeiten, das Geländer sowie die Leisten machen wir selbst. Habt Ihr den einen oder anderen guten Tipp für mich, wie ich das Holzgeländer sowie die Leisten an der Wand am besten abschleife? Für meine Schleifmaschine ist das etwas zu klein oder zu rund ;-)

Danke an Euch!

Da...

...die Farbschichten ja offenbar fest sitzen, gar nicht schleifen.

Alkalisch mit verdünntem Ammoniak anlaugen und gleichzeitig reinigen (Stufen schützen!)

Eventuelle Ausbrüche spachteln

Mit einem Kunstharzlack auf Lösemittelbasis streichen.

Große Erfolge wünscht

Thomas

Anlauger und mittleres Schleifvlies

Ich stimme Thomas absolut zu.

Als kleine Anmerkung:
Es gibt auch Anlaugerpulver auf Wasserglasbasis zum Mischen mit Wasser - riecht nicht ganz so streng...

Die Anlaug- und Reinigungswirkung wird mit einem mittleren Schleifvlies ("Scotch-Brite") verstärkt.

Danke

für die schnellen Antworten und Tipps!

Ist der verdünnte Ammoniak das selbe wie die Gel-Abbeitzer? Wenn nicht - wo kann ich das kaufen und wie muss ich das Anmischen? Wie funktioniert der Farbabtrag dann in der Praxis? Das Treppenhaus ist relativ groß, geht über 3,5 Etagen... ja, die Farben sind vor allem am angekündet und den Sprossen noch sehr fest und eigentlich gut erhalten.

VG

Mit ...

...alkalischen Anlaugpasten kann man natürlich auch arbeiten, sollte nur gut nachwaschen.

Ammoniak gibt es 9%ig im Baumarkt. Diesen mit 2 Teilen Wasser (ggf. noch verdünnter) versetzen. Handschuhe sind wichtig, in die Augen sollte nichts kommen. Das Zeug stinkt, und ist wie alle Laugen etwas ätzend. Wenn man nicht rumsudelt, aber eine gute Wahl.

Vorzugsweise vor dem Treppenschleifen anlaugen, streichen kann man nachher.

Grüße

Thomas

Wenns auf Natur getrimmt werden soll ist Anlauger aber nicht die beste Wahl oder?

Das Geländer...

...war vermutlich immer gestrichen. Vielleicht muß ja nicht alles zu blankem Holz werden.

Mut zur Farbe :-)

Grüße

Thomas

Viel Arbeit, die sich lohnt. Tipp: Heißluftföhn

Viel Arbeit, die sich lohnt. Tipp: Heißluftföhn

Hallo Jonathan,
wir standen vor der gleichen Herausforderung und haben alle im Internet empfohlenen Abbeitzer/Ablauger etc. getestet. Nicht wirklich erfolgreich. Am besten ging das Entfernen (wir hatten 4 Farbschichten) mit Heizluftföhn, Spachtel und Drahtbürste. Es dauert zwar einige Zeit, aber man bekommt immer mehr Übung. Die Tritt- und Setzstufen haben wir von einem Parkettspezialisten abziehen und ölen lassen.
Liebe Grüße
Bettina

Ich habe letzte Woche auch "Hummeln im Hintern" bekommen und wollte testen wie unsere alte Treppe (1926) ohne Schminke aussieht. (zumindest Handlauf & Geländer)

Den alten Lackaufbau sah man an der Ein oder Anderen Abnutzungsstelle deutlich:
1)irgendetwas klares, sprödes
2)dann mittelbraune Farbe
3)später mal schwarzbraun
4)und als Highlight dann ohne jegliche Vorarbeit weisser, mitterweile eklig weichgetatschter Buntlack (schrecklich aufgetragen)

Ich hab dann in Ermangelung einer ordentlichen Ziehklinge einfach einen halbwegs scharfen Stechbeitel genommen und im 90Grad Winkel, also hochkant zum Holz (!!!!!) gehalten, die Farbe damit Stück für Stück abgeschabt

DIY-Erkenntnis #1:
Die Eckpfosten sind aus Eiche, hier funktionierte das perfekt, die Oberfläche ist nach abschaben babypopoglatt und es war so schonend dass man sogar noch alte Bleistiftmarkierungen erkennen konnte.

DIY-Erkenntnis #2:
die Handläufe sind leider aus Fichte o.Ä., hier nimmt man beim Schaben viel Beschädigungen in Kauf, die man dann nachher glattschleifen muss, geht aber auch gut. (Vorsicht: Man rutscht an dem Rundungen sehr leicht ab und zieht dann mit dem Beitel Furchen quer rüber)

DIY-Erkenntnis #3:
Die abfallenden kleinen Farbchips lassen sich unten super aufsaugen, es entsteht sogut wie kein Schleifstaub, der sich überall in der Luft verteilt, und es riecht nach nix.

DIY-Erkenntnis #4:
Eine Ziehklinge Kaufen und viel Zeit einplanen ;)

Versuche doch 'mal,

das "Klre, Spröde" mit Spiritus anzulösen. Wenn's klappt, wäre das zusammen mit einem Malervlies die beste Methode zum Nachwaschen.

Spitituslösliche Lacke waren damals nicht ungebräuchlich.

Grüße

Thomas