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Historische Baustoffe
Forumeintrag-Eintrag [forum 73172] {PDF / Druck} | | Region: Schleswig-Holstein
Allgemein > Schädlinge / Holzschädlinge

Holzwurm - Heißluft oder Chemie?

Moin, moin, wir haben leider kein Fachwerkhaus, die gibt es so wenig hier oben im spröden Norden.

Wir wollen aber einen Resthof kaufen und haben bei der Besichtigung aktiven Holzwurmbefall fest gestellt.

Dieser hält sich im Oberstübchen auf, dort wo ehemals das Heu eingelagert wurde.

An alle Balken kann wunderbar heran gekommen werden, nichts ist verkleidet. Die Decke besteht aus Lattung und ist von außen mit Dachpappe bestückt. Der Fußboden ist zum Teil aus Beton, zum Teil aus Holz.

Nun hätte ich als Laie mich spontan für das Heißluftverfahren und das anschließende Behandeln mit Chemie (womit auch immer, Hauptsache für uns nicht schädlich) entschieden.

Habe mich also ans Telefon geklemmt und gleich der erste (der das Heißluftverfahren nicht anbietet) hat mir auch davon abgeraten.

Begründung: 10 x so teuer.

Alles, was ich aber bisher über Borax (will er anwenden) gelesen habe, hört sich aber so an, als ob das gar nicht tief genug in das Holz eindringen kann usw..

Habe ich mich da verlesen?

So hoffe ich, dass mir jemand folgende Fragen beantworten kann:

1. Preisunterschied
Der Raum im Obergeschoss ist ca. 10 m breit x 20 m lang x 6 m hoch und besteht zum größten Teil aus Holz.

2. Wirksamkeit
Kann ich mich auf eine evtl. 10-Jahres-Garantie wirklich verlassen oder besteht bis dahin die ausführende Firma gar nicht mehr?!
Muss bei der ausschließlichen Chemie-Behandlung wirklich nur einmal sauber gemacht werden und dann in einem Ganz zweimal genässt?

Für weitere Anregungen usw. wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

Kirk
Geht nicht - gibt's nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Kirk | 12.07.07 | 3057x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
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Lutz Parisek

Lutz Parisek Die Firma "PARISEK saniert GmbH & Co KG" bekämpft seit 25 Jahren HOLZWURM, HAUSBOCK, H

Alles Spezialisten

Hallo Kirk

Das hört sich eigentlich nach einer ganzen Reihe von Fragen, Behauptungen, Mutmaßungen und Irritationen zum Thema Holzschutz an. Die Ansichten deiner "Fachfirma" scheinen zwar verständlich, aber doch sehr eigenwillig.

Wenn du weiter Interesse hast, kann ich gerne so ausführlich wie möglich auf deine Problematik eingehen. Da dies aber sehr komplex ist, kannst du mich gerne unter der Nummer 0179 395 3590 oder auch 09549 8266 erreichen.

Gruß

Lutz
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
PARISEK saniert GmbH & Co KG | L. Parisek | 12.07.07

Vorsicht

Hallo Kirk,

aus eigener Erfahrung kann ich nur raten einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Leider gibt es unter den Schädlingsbekämpfern sehr viele Schädlinge. Im Rahmen eines gerichtlich bestellten Beweissicherungsverfahrens habe ich Herrn Wießner kennengelernt, da gerade über Borax und Holzwürmer interessante Sachen zu berichten wußte.
Sie erreichen ihn unter allgemein@holzschutz-überwachungsverband.de, bzw. 04472-94840. Im Vorfeld ein paar Euros zu investieren kann viel Geld sparen. Bei uns beläuft sich der Schaden auf ca. 70.000 €.
Viel Glück!

Daniel
Daniel Herden | 02.09.07

Sachverständige

Hallo Daniel,

vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis.

Das von uns in Augenschein genommene Objekt wurde ganz kurzfristig anderweitig verkauft - ohne Überprüfung der Schädlinge. Hoffentlich fallen die neuen Eigentümer damit nicht "auf die Nase".

Zur Zeit haben wir nun ein anderes Objekt in die engere Auswahl genommen. Hier ist zwar kein Fachwerk vorhanden aber es ist als Holzständerwerk errichtet.

Hier werden wir natürlich auch den Holzwurm-Faktor berücksichtigen. Zur Zeit schlagen wir uns aber eher mit Gutachten und deren Wahrheitsgehalt herum.

Ein ehrlicher und sachverständiger Sachverständiger ist hier natürlich Gold wert. Teilweise habe ich den Eindruck, so ein Gutachten, dass könnte ich auch!

Auszug:

Die Wände sind zum größten Teil mit Rauhfaser versehen - Ach was, da wäre ich nie drauf gekommen!

Die Fußböden sind zum Teil mit Fliesen, zum anderen Teil mit Teppichware belegt - nein, sagen sie nicht sowas, das hätte ich mir nicht alleine erschließen können!

Über die abgesackte Hausecke, die nicht ausreichende Deckenhöhe für Wohnflächen, die ganz klar zu erkennende Eterniteindeckung, das falsch angewendete Ertragswertverfahren - wird kein richtiges Wort verloren - und all das führt natürlich zu einem verfälschten Ergebnis im Rahmen der Zwangsversteigerung.

Hier frage ich mich dann, ob nicht persönliche Interessen die Bewertung beeinflusst haben, nämlich die gute Zusammenarbeit mit der betreibenden Bank.

Und durch den zweiseitigen Hinweis auf all die Dinge, wofür der Gutachter keine Verantwortung übernimmt und nicht in Regress genommen werden kann ist es m. E. natürlich einfach verdientes Geld!

Dementsprechend werden wir wachsam das (durch die Lage trotz allem interessante Objekt) prüfen und natürlich den einen oder anderen Sachverständiger hinzu ziehen müssen.

Ich hoffe, dass Ihr Verfahren für Sie von Erfolg gekrönt sein wird - wir drücken die Daumen.

Viele Grüße
Kirk
Geht nicht - gibt's nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Kirk | 02.09.07

Alles Spezialisten

Hallo Lutz,

nun endlich will ich gerne auf deinen Eintrag antworten - die Ereignisse hatten sich hier überworfen.

Vielen Dank für das Anbieten deiner Unterstütung. Sofern wir nur den kleinsten Verdacht auf Ungeziefer bei dem von uns ausgewählten Objekt haben, werden wir gerne auf dich und deine Erfahrungswerte zurück kommen.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße.
Kirk
Geht nicht - gibt's nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Kirk | 02.09.07
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Chemie Chemie
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