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Historische Baustoffe
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Fehler? Ich? Oh Gott! [img 14301]
© Hartmut Stöpler
Upload am 14.08.08 / 1673x angezeigt
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Da ich bereits 1995 begonnen habe, also in der Präfachwerkdeära, ist vieles dabei, was heute undenkbar für mir wäre.
MiWo wo keine hingehört, Kalkzementputz wo Lehm hingehört, uvm..
Wenn ich mal beim Groben bleibe, dann lässt sich das wie folgt zusammenfassen:
1. Zu optimistisch kalkuliert
2. Zu kurz geplant
3. Zu wenig Handwerker beauftragt
4. Zu viel Handwerker beauftragt
5. Die falschen Handwerker beauftragt
6. Die richtigen Handwerker nicht gleich in der Scheune festgekettet, damit ich sie wiederfinde
7. Die Kreativität von Handwerkern und Bauhelfern unterschätzt
8. Die Kreativität von Handwerkern und Bauhelfern überschätzt
9. An den falschen Stellen gespart
Alles in Allem macht es aber immer noch Spaß und ich freue mich schon auf die nächsten Fehler.
Zu der Diskussion über Handwerker, Planer und Eigenleistung:
Mein liebstes Gewerk sind die Klempner. Letztes Jahr habe ich zwei Zimmer (ein Bad und die Waschküche) neu gemacht.
Es waren vier Anläufe notwendig, bis der Klempner die Wanne gesetzt bekam (die Geschichte im Detail würde den Rahmen sprengen).
Dann beim Befüllen stellte sich heraus, dass der vorherige Klempner die Rohre für Warm- und Kaltwasser vertauscht hat.
Die sauteure Amatur mit verdrehten Anschlüssen liefert bis heute kein kaltes Wasser.
In der Waschküche habe ich eine schöne Nische bauen lassen, wo Waschmaschine und Trockner übereinanderstehen. Den Wasserhahn
hat der gute Mann so angebracht, dass ich die Waschmaschine nur dann in die Nische bekomme, wenn ich den Wasserhahn erstmal
abbaue. Sowas merkt man natürlich erst am Schluss, wenn alles gestrichen ist und dann die Geräte eingebaut werden.
Im Wintergarten habe ich die Rohre für Heizkörper bereits legen lassen und mit Blindstopfen und schicken Flügenventilen (oder wie die Verschlüsse heißen)
verschließen lassen. Letzte Woche gab es kein warmes Wasser. Ich gehe zur Heizung und der Druck war bei 0.1. Natürlich schaltet die Heizung dann ab.
Ich fülle auf. Der Druck nach 5 Minuten wieder 0.1. Sche... . Dann sehe ich per Zufall (Gott sei's gedankt) das ein Ventil durch ein Stuhlbein geöffnet war.
Der Blindstopfen (alle anderen Stopfen auch, wie sich dann rausstellte) war aber nur angedreht und mein schönen Heizungswasser ergoss
sich langsam aber stetig in die Freiheit.
Abschließend möchte ich jedoch behaupten, dass meistens die Kombination aus Zeit und eigender Kraft ist, die man falsch einschätzt. Das Leben fordert mehr
als immer nur bauen. Daher lassen wir häufig die Baustellenbereiche als Kreativzone liegen und gestatten uns auch andere Vergnügen. Entschleunigung ist eh "in".
Gruß
Hartmut
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Alles unter Dach und FachMitglied der Fachwerk.de Community( Profil) Fachwerk.de | Hartmut Stöpler | 14.08.08
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