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Gewölbescheitel [img 15807]
© Georg Böttcher
Upload am 12.12.08 / 3072x angezeigt
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Hallo Günter,
da Du noch mal per Email nachgefragt hast, hier meine Erklärung zum Problem Belastung Gewölbescheitel:
Bei flachen Segment- oder Tonnengewölben, die bei Kellern verwendet werden, ist der kritische Punkt bei Belastung der Gewölbescheitel, also der höchste Punkt.
Wenn z.B. die Lagerhölzer einer Dielung außer an den Wänden nur in der Mitte auf dem Gewölbescheitel aufliegen, wird die Hälfte der Verkehrslast in den Gewölbescheitel übertragen. Das kann zu Rissen und Verformungen führen.
Man stabilisiert solche Gewölbe durch Belastung der unteren Bereiche (Zwickel) mit Beton und Auflast.
Um Material zu sparen, wurden die Bereiche bis zum Scheitel dann mit Sand o.ä. aufgefüllt, auf dem dann die Lagerhölzer lagen. Auf der Zeichnung oben kannst Du so ein typisches Kellergewölbe erkennen.
Das Dunkle rechts und links über den Widerlagern ist der Zwickelbeton, darüber die Sandfüllung, die die Lasten aus der Dielung verteilen sollte.
Wenn Du den Sand der Füllung TELWEISE entfernst und dann eine starre Scheibe aus Leichtbeton o.ä. einbaust, die dann auf demn Scheitel und dem restlichen Sand aufliegt, passiert dasselbe wie oben beschrieben.
Ein Teil der Last wird über den Scheitel durch die starre Betonplatte eingetragen, die stabilisierende Auflast rechts und links hat sich verringert.
Also: Entweder liegt der Fubo- Aufbau überall im Sand oder er muß ausgebaut werden, wenn das nicht geht.
Dann kommt überall gebundene Schüttung bzw. Liaporbeton hinein.
So kann die Last auch an den Seiten auf das Gewölbe wirken und es stabilisieren.
Außerdem ist das Material so steif, das sich falls erforderlich eine neue Stützlinie außerhalb des Gewölbes bilden kann.
Viele Grüße
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