|
Online 837 Besucher online
Fachwerk.de
Fachwerk.de-Internetsuche
Fachwerk.de Bildbereich Bildergalerien Mitgliederbereich
Historische Baustoffe
|
|
|
Deutschland---Allgemein-Allgemein
|
|
Werbung:
|
Verzicht auf chem. Maßnahmen auch nach DIN möglich... [img 18594]
© Boris-A. Blenn
Upload am 28.07.09 / 1698x angezeigt
|
|
...denn auch in der DIN 68800 Teil 4 ist gesunder Menschenverstand enthalten. Tatsächlich kann auf Schwammsperrmittel verzichtet werden, wenn dem Echten Hausschwamm die Nahrungsgrundlage entzogen wird (vgl. Abschnitt 4.3.4 der DIN).
Es werden hieran aber zwei entscheidende Bedingungen geknüpft:
No.1: Holz, Holzwerkstoffe etc. müssen ausgebaut werden - natürlich mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. Der Kommentar zur DIN verweist hier auf den Abschnitt 4.2.1: 1,00 m für Holz bzw. 1,5 m für Schüttungen. Meiner Meinung nach wäre ein Verweis auf Abschnitt 4.3.3 zutreffender. In diesem wird für chem. Maßnahmen der Sicherheitsabstand von 1,50 m auf das Mauerwerk bezogen angegeben.
@Leobengl: für Ihren Keller würde das bedeuten, dass sich vom letzten sichtbaren Befall an und in der Kellerwand (ggf. Probeöffnungen stemmen und untersuchen) im Umkreis von 1,50 m kein Holz mehr befindet. Wie sieht es da bei Ihnen mit Fachwerkschwellen oder Holzfußböden im EG aus?
No.2: Die Austrocknung der sanierten Bauteile muß nachhaltig sichergestellt sein - ein großes Problem bei Kellerwänden. Die Kosten für eine Trockenlegung des Kellers werden die Kosten einer Schwammbekämpfung im Mauerwerk erheblich übersteigen.
Für Ihren Keller wären möglicherweise auch Kompromisslösungen denkbar: beispielsweise das Einbringen einer chem. Schwammsperre im deckennahen Bereich KG/EG, um den Schwamm lediglich darin zu hindern, Holz im EG zu befallen. Hier greift aber genau das, was Martin Malangeri schon so treffend sagte: die Haftungsfrage und das evtl. nicht unerhebliche Restrisiko.
@Gefährlichkeit EHS:
Seine Gefährlichkeit beruht auf der Summe seiner Fähigkeiten. Im Wesentlichen sind dies: Holzabbau auch unterhalb Fasersättigung - Durchwachsen von Mauerwerk - Überlebensfähigkeit durch Bildung von Überdauerungsformen (Arthrosporen) - Abschottung des Holzes durch dichtes Oberflächenmycel und damit Bildung eines feuchten Mikroklimas - Feuchte- und Nährstofftransport über Stränge.
Letzteres gilt als umstritten, da jüngste Versuche im Labor dies augenscheinlich nicht bestätigt haben. Finde auf die Schnelle nicht den Versuchsaufbau, aber wenn ich mich richtig erinnere, wurden die Versuche an Holzklötzchen durchgeführt. In der Praxis kann aber der Echte Hausschwamm überaus dicke Stränge bilden. Ich habe mal ein Foto angefügt. 1 cm Durchmesser schafft kein anderer Hausfäulepilz auch nur annähernd. Das Innere dieses Stranges war sozusagen wie eine "Schwamm" mit Wasser voll gesogen. Nach Abtrocknung besaß der Strang nur noch einen Bruchteil seines Volumens.
@Ablammen: nur als Oberflächenverfahren mit sehr geringer Tiefenwirkung geeignet. Dennoch sinnvoller Bestandteil einer jeden Schwammsanierung. Es sollte eher als Oberflächensäuberung angesehen werden.
Gruß
Boris Blenn
|
|
|
|
Interessante Beiträge aus dem Fundus von Fachwerk.de
|
Kommentare
|
|
Verwendet in:
Schlagwortindex: Ähnliche Fotos
Wärmedämmverbundsystem nach - 20°C (4)
|