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Historische Baustoffe
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Meine Meinung nach [img 19287]
© Boris-A. Blenn
Upload am 09.10.09 / 2354x angezeigt
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sollten grundsätzlich durchfeuchtete Holzbalkendecken gefachweise angebohrt und von innen getrocknet werden. Der unterseitige Lehmputz gibt die Feuchtigkeit nach kurzer Zeit wieder ab, nicht aber der Deckeneinschub, der nahezu ohne Luftbewegung innerhalb der Decke praktisch eingekapselt ist. Der Einschub (Lehmwickel, Lehmschüttung, Schlacke etc.) wird noch lange feucht bleiben, insbesondere dann, wenn oberseitig z.B. Teppich verlegt oder Estrich verbaut ist.
Letzteres habe ich mal miterleben dürfen: 14 Monate nach einem Wasserschaden konnte ich an den Einschubbrettern noch 20-25% Holzfeuchte messen. Die Dielung und die Oberseiten der Deckenbalken waren sogar noch weit über Fasersättigung. Die Folge: der Braune Kellerschwamm hatte sich über mehrere Quadratmeter in der Decke ausgebreitet. Bedeutete natürlich Ausbau der befallenen Decke. Links ein Foto vom Fruchtkörper an eben dieser Decke.
Eine Fachfirma hatte den Estrich übrigens angebohrt und getrocknet - allerdings gingen die Bohrungen nicht bis in die Holzbalkendecke. So war der Estrich trocken und die Decke darunter kaputt...
Technische Trocknungen werden in der Regel von dem Gebäudeversicherer übernommen. Sollte Ihre Versicherung der Meinung sein, dass ein Bautrockner in Raummitte ausreicht, lassen Sie sich das schriftlich geben. Und lassen Sie sich vor allem schriftlich bestätigen, dass Ihre Versicherung für alle Folgeschäden, auch durch den eigentlich nicht versicherten Echten Hausschwamm (sog. "Schwammausschlußklausel") die Gewährleistung übernimmt. Das können Sie verlangen (sollte es denn überhaupt ein Versicherungsschaden ist).
Gruß
Boris Blenn
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