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Historische Baustoffe
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Lehmestrich [img 16377]
© Georg Böttcher
Upload am 24.01.09 / 1769x angezeigt
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Das so ein Estrich geht, ist nicht die Frage.
In dem Buch " Der Maurer" von Opterdecke wird eine Mischung von Rindsblut und Teergalle? unter Zusatz von Hammerschlag als Auftrag zur Versiegelung genannt.
Lehmestrich nennt er übrigens nur zur Verwendung in Dreschtennen und anderen landwirtschaftlichen Bauten und als Fußboden in Kegelbahnen.
Wie verhält er sich unter den heute üblichen Wohnverhältnissen?
Was passiert, wenn ich den Stuhl oder den Sessel verschiebe?
Wie wird er gereinigt?
Das Öl kann Staub binden, aber nicht den Abrieb verhindern.
Auf was soll der Estrich aufgebracht werden?
Er wurde immer auf nackten Boden aufgebracht.
Auf die Oberseite einer preußischen Kappe mag das noch gehen, wenn ich es schaffe den Estrich richtig zu verdichten. Opterdecke schreibt, das so lange mit dem Schlagholz geschlagen wird, bis keine Eindrücke in der Oberfläche entstehen. Wer kann das noch?
Das heißt noch nicht, das ich damit eine glatte, waagerechte und ebene Fläche hinkriege. Eine Tenne ist etwas anderes als ein Wohnzimmerfußboden.
Und mit einer Rüttelplatte durchs Wohnzimmer zu fahren halte ich für abartig.
Einen schwimmenden Estrich kann ich auch billiger und effektiver als Zementestrich einbauen. Das wäre für ein Wohnhaus aus der Gründerzeit auch passender, das wußte auch schon Opderdecke.
Viele Grüße
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