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Tintlinge [img 17958]
© Boris-A. Blenn
Upload am 21.05.09 / 1781x angezeigt
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Sie haben in ihrem Gewölbekeller offenkundig ein erhebliches Feuchtigkeitsproblem. Auf dem Foto meine ich Mycel bzw. Ozonium sowie beginnende Fruchtkörperbildung eines Pilzes aus der Gattung der Tintlinge erkennen zu können. Diese gehören zu den wenigen Pilzen von denen bekannt ist, dass sie auch Mauerwerk durchwachsen können. Holz wird nur langsam abgebaut. Als Nahrung können aber auch andere organische Materialien dienen.
Wichtig ist bei diesem Befund, dass Tintlinge sehr viel Feuchtigkeit benötigen. Befindet sich oberhalb des Gewölbes noch eine hölzerne Fußbodenkonstruktion oder besteht auch nur der Verdacht, dass dort noch Holz verbaut ist, empfehle ich ihnen dringend den Fußboden aufzunehmen. Wenn die Lebensbedingungen für Tintlinge vorhanden sind, können sich oder haben sich u.U. schon weitere holzzerstörende Pilze etabliert. Dies kann u.U. teuer werden, wenn nicht gehandelt wird.
Also: Fußboden öffnen - Sachverständigen für Holzschutz ranholen, der Hausschwamm von Tintlingen unterscheiden kann - Feuchtequelle aufspüren und beseitigen.
Wenn ausschließlich Tintlinge beteiligt sind, reicht Trockenlegung als Bekämpfungsmaßnahme. Mycel und Fruchtkörper sollten raumseitig jedoch entfernt werden (abflammen), weil diese guten Nährboden für Schimmelpilze bieten.
Sachverständige finden sie z.B. unter www.dhbv.de.
Gruß
Boris Blenn
PS: Bei Tintlingsbefall dürften die "kleinen Eier" nicht lange stecknadelgroß bleiben. Es müsste sich eine typische Pilzform mit Stiel und Hut bilden, welche nach kurzer Zeit zu einem schwarzen, "tintenartigen" Rest zerläuft. Vor Ort sollte der Befall von einem Fachmann aber auf jeden Fall noch begutachtet werden. Also noch nicht abflammen und Spuren vernichten...
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