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Historische Baustoffe
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[img 22151]
© L. Parisek
Upload am 03.06.10 / 1419x angezeigt
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Hallo Holger
Auf den Fotos ist deine Konstruktion nur schlecht zu erkennen. Soweit ich dies erkennen kann, bestehen hier einige grundsätzliche Mängel:
+ Grundsätzlich hat ein Schwellholz auf Außengeländeniveau nichts zu suchen.
+ Im bodennahen Bereich ist grundsätzlich ein witterungsunempfindlicher Sockel z.B. aus Stein oder Beton notwendig.
+ Nadelholz ist in dieser Gefährdungsklasse als Schwellholz ungeeignet.
+ Das Holz sollte hier mindestens 15 cm über Geländeniveau sitzen. Ansonsten liegt es bei Niederschlag im Spritzwasser- und bei Schnee und Rückstau im Tauwasserbereich.
+ Leider sieht man nicht wie die Verglasungen bei dir genau ausgebildet sind, aber grundsätzlich ist ein richtig konstruierter Wetterschenkel schon mal hilfreich. Allerdings ist der untere Bereich der Verglasungsrahmung extrem witterungsbelastet und sollte daher in durchdachter Form geschützt werden. Grundsätzlich erscheint es mir aus diversen Gründen auch ein wenig heikel wenn die tragende Gebäudekonstruktion gleichzeitig auch den Rahmen der Verglasung darstellt.
+ Von Abdichtungen und Isolierungen eingepacktes Holz wird irgendwann zwangsläufig verrotten da irgendwo immer einmal Wasser eindringt und dann nie mehr entweichen kann.
+ Bleche auf Holz sollten in so einem Fall mit Distanz befestigt werden um dem Holz ein ablüften von Feuchte zu erlauben.
+ Dauerelastische Dichtmassen mögen zwar dauerelstisch bleiben, lösen sich aber mit der Zeit stellenweise vom Untergrund und führen daher zum Versagen der Konstruktion . Der alte Merksatz lautet: "Dichtfugen sind Wartungsfugen!"
Ich habe eine kurze Skizze angefertigt die u.U. der örtlichen Situation nicht gerecht wird, aber bei der mageren Vorinformation provisorisch das Grundprinzip verdeutlichen soll.
Gruß
Lutz
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