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Historische Baustoffe
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Die Bausubstanz im Detail [img 6138]
© Rose
Upload am 26.09.05 / 2824x angezeigt
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Ich möchte an dieser Stelle die Bausubstanz und das Vorhaben etwas näher einbringen:
Bausubstanz:
Beim benannten Holzhaus handelt es sich um ein so genanntes Wächterhaus. Es wurde zu Kriegszeiten und auch danach für den schnellen Bau von Unterkünften verwendet. Wenn man es so sehen will, so ist es unter heutigen Gesichtspunkten ein Fertigteilhaus. Vorgefertigte Einzelelemente wurden zu einem Ganzen zusammengefügt. Die Fertigteilelemente der Außen- und Innenwände waren und sind nichts anderes als ein mit Holzbrettern verplankter, vernagelter Grundholzrahmen. Gesamtwandstärke ca. 100 mm. Das Haus steht seit über 50 Jahren.
Der Aufbau:
Auf das umlaufende Fundament (ca. 24 cm) wurden die Außenfertigteilelemente (jedes ca. 1.50 m breit und 2.15 hoch) aufgestellt und miteinander verbunden. Die Dielungsunterbalken wurden ebenfalls - alle in eine Richtung – im Abstand von ca. 50 cm auf dem Fundament aufgelegt, die Zwischenwände gestellt, Raum für Raum von oben die vorgefertigte Deckenholzkonstruktion aufgelegt und ebenfalls mit den aufgestellten Raum- und Außenwänden vernagelt. Auf die gesamte Hauskonstruktion wurde ein Walmdach (ca. 23°) gezimmert. Im Haus gibt es die in der Grundrisszeichnung bezeichneten festen Wände, welche ebenso auf einem Fundament stehen.
Raum für Raum wurden abschließend Dielung und Fußbodenleisten aufgenagelt. Diese Dielung ist bis heute absolut in Ordnung und dicht.
Die Außenwände wurden von 2001 bis 2003 Wand für Wand erneuert. Heute stehen dort Balkenständerwände. (80x80iger druckimprägnierte Balken in einem Aufbau vergleichbar mit Trockenbauständerwänden), die von Außen mit Zementfaserplatten und Innen ganz normal mit Gibskarton verkleidet wurde. In die Wand wurde eine Dämmung aus Glaswolle eingebracht. Auf den Zementfaserplatten wurde eine Grundierungsgage aufgeputzt und anschließen ein Kunstputz als Abschluss nach Außen aufgetragen. Diese Außenwände sind bis heute absolut trocken. Unter den Grundbalken der Ständerwände (und somit auch unter die Balkenenden der Dielungsunterbalken) wurde eine Bitumenschicht gegen das Fundament gelegt. Seither gibt es im Haus im Winter keine Minustemperaturen mehr.
Welches Holz konkret verbaut, wurde kann ich leider nicht sagen. Das Haus steht auf bindigem Boden.
Was ist das Ziel?
Dielung entfernen, Dielungsunterbalken ggf. ersetzten, neuer Bodenaufbau unter Beibehaltung der Balkenkonstruktion sowie eine Wärmedämmung.
Konkret also ein Unterboden unter Einschluss der Balken und auf den Balken ein stabile mit Fußbodenbelag belegbare 'Oberkonstruktion'. Man könnte es vergleichen, mit den hier im Forum beschriebenen Problemen eines Bodenaufbaus im Erdgeschoss eines nicht unterkellerten Fachwerkhauses. Ein Raum soll wie gesagt ein Bad werden. Alle Räume werden mit EVO-Wandheizungen beheizt.
Folgende Variante aus dem Forum ist gegenwärtig mein Favorit
1. Kies
2. Blähton oder Liapor (ggf. mit einer Zementmilch eingelassen)
3. Trockenestrichplatten (bzw. der im Bild dargestellte Bodenaufbau)
Herr Beckmann kommt m. E. in seinen Ausführungen zu einer ähnlichen Lösung. Sand, Dichtbahn und Leichtbeton klingen in dieser Reihenfolge plausibel. Nur denke ich (laienhaft), dass der eingelassene Leichtbeton auf das äußere Fundament drücken könnte.
Ich hoffe, dass ich alles ausführlich beschrieben habe und mit den eingestellten Bildern zumindest die Grundsubstanz umrissen ist. Ich danke an der Stelle auch schon mal für die schnellen Reaktionen.
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Sanieren ja - aber nur gut durchdacht!!Mitglied der Fachwerk.de Community( Profil) Rose | 26.09.05
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Kommentare
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