Niesi

Am Ende wird alles gut! Ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende...

Niesi


Hallo Freunde des gepflegten Fachwerks,

aus Liebe zu Fachwerkhäusern habe vor etwa 15 Jahren ein Fachwerkhaus in Bad Nauheim gekauft und dies liebevoll saniert.

Dabei hatte ich als Bürohengst keine Ahnung von Fachwerkhäusern, aber als Arbeiterkind stürzte ich mich trotzdem in das Abenteuer. Im Hessenpark machte ich mich schlau über die Sanierung von Fachwerkhäuser und traf glücklicherweis auf Klaus Schillberg, der mich in seine "Lehre" nach. Und so lernte ich die Dämmung mit einer Kork-/Lehmschüttung hinter einer Schilfrohrmatte und das Verputzen mit Lehm.

Ich errinnere mich gut daran, wie früh morgens um 08.00 Uhr ein 30-Tonner vor unserer Tür und uns anschließend den Hof mit Schilfrohrmatten und Lehm-Big-Packs zustellte. Unsere Nachbarn haben nur den Kopf geschüttelt und uns zu totalen Öko-Freaks erklärt. Aber das ändert sich sehr schnell, als sie live gesehen haben, wie gut ökologische Baustoffe zu verarbeiten sind.

Als Wiederholungstäter bin ich mittlerweile nach Gustavsburg gezogen und habe mit meiner zweiten Frau ein historisches Haus in Nierstein gekauft. Hier haben wir den Dachboden mit Holzfasermatten
und -platten gedämmt, die Elektroleitungen neu verlegt und sind gerade dabei, die ganze Sache mit Lehm zu verputzen.

Nun, warum bin ich hier?

Zum einen möchte ich Laien dazu ermuntern, sich die Sanierung/Restaurierung eines Fachwerkhauses zuzutrauen, zum anderen möchte ich meine Erfahrungen gern weitergeben und
auch aus Erfahrungen von anderen lernen.