GeryB

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Ich saniere seit mittlerweile 8 Jahren ein in den Grundmauern 800 Jahre altes denkmalgeschützes Schloss (vormals Burg- und Wehranlage) in nahe 100 % Eigenleistung. Das spannenende dabei ist sich alte Handwerkstechniken und Baumethoden anzueignen um eine nachhaltige und denkmalgerechte Ausführung hinzubekommen. Nicht immer einfach, aber dank der vielen Netzwerke und Foren kann man Wissen bestens austauschen. Warum das Rad neu erfinden, wenn ein anderer bereits Erfahrungen gemacht hat und dieses Wissen gerne mit anderen "Leidensgenossen" teilt.



  


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Fragen im Fachwerkhaus-Forum

Hallo, ich bin ganz frisch hier in diesem Forum und habe mir bereits schon einige Themenbereich angesehen und dabei festgestellt, dass hier einige kluge Köpfe zu finden sind. Daher bin ich guter Dinge, dass ich für meine Frage auch entsprechende fundierte Antworten erhalten werden. Zu meinem Anliegen: Ich saniere ein in den Grundmauern rund 800 Jahre altes Gebäude, dessen Außenmauern aus heimischen Bruchsteinmauerwerk hergestellt ist. Es wurden alle bei uns in der Region vorkommenden Gesteinsarten verwendet.. von Granit über Standstein und sonstiger Gesteine. Es sind also Stein verschiedenster Größe und Festigkeiten verbaut wurden. Nun soll das Haus wieder verputzt werden, nachdem wir den gesamten Außen- und Innenputz abgeschlagen haben. Das Gebäude wurde rund 100 Jahre als Forstamt genutzt und da der Freistaat Bayern immer gut flüssig war, wurde viel saniert. Leider nicht zum besten für das Haus, da reiner Zementputz verwendet wurde. Diese Totsünde wollen wir nun heilen. Als Außen- und Innenputz soll ein reiner Kalkputz aufgebracht werden, den wir selbst herstellen. Dazu haben wir vor gut 2 Jahren rund 60 m³ Sumpfkalk hergestellt (Abgelöscht aus Weißfeinkalk) der frostsicher in einer Grube gelagert wird. NUN ABER ZUM KERN MEINER FRAGE. Mir geht es jetzt um die Vorbehandlung des Bruchsteinmauerwerks. Durch das Abschlagen des Zementputzes sind die Fugen zwischen den unterschiedlich großen Feldsteinen offen und die Zwischersteine recht lose. Wir wollen in diesem Jahr das Mauerwerk festigen und für das Aufbringen des Kalkputzes im nächsten jahr vorbereiten. Ich bin mir jetzt jedoch nicht ganz sicher, was zum Ausfüllen der teils 5 cm tiefen Fugen und Hohlräume und als Spritzbewurf verwendet werden sollte. Ich diskutiere derzeit mit meinem Vater das selbst gemischten Trasskalkmörtel der Firma Tubag. Mich macht hier aber gerade die Tatsache stutzig, dass laut Sicherheitsdatenblatt im Trasskalk HL5 rund 10-25% Portlandzement enthalten sind. Welche Empfehlungen und Hinweise könnt ihr mir hier geben? Ich danke auf jeden Fall schon mal für jeglichen Hinweis!! Viele Grüße Gerald Braun

Hallo, ich bin ganz frisch hier in diesem Forum und habe mir bereits schon einige Themenbereich angesehen und dabei festgestellt, dass hier einige kluge Köpfe zu finden sind. Daher bin ich guter Ding


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Hilfreiche Beiträge

Ich habe Ihre Ausführungen "Kalk oder Zement" gelesen und muss sagen, dass mir das insgesamt sehr weiter hilft. Sie haben hier wirklich ausführlich und nachvollziehbar das Thema aufbereitet. Vielen Dank für diese Wissensvermittlung. Das Thema Manpower stellt bei mir kein Problem dar. Ich habe eine große Verwandtschaft mit erfahrenen Handwerkern, die zusammen mit den übrigen Bauhelfern ein eingespieltes Team bilden. Hier wurden schon einige Häuser in der Vergangenheit ohne maschinelle Putzmaschine verputzt. Ich kann daher behaupten dass das notwendige handwerkliche Knowhow verhanden ist. Aber es ist wahr, es gibt nur noch wenige (gute) Maurer und Putzer, die sowas händisch hinbekommen.

Ich habe Ihre Ausführungen "Kalk oder Zement" gelesen und muss sagen, dass mir das insgesamt sehr weiter hilft. Sie haben hier wirklich ausführlich und nachvollziehbar das Thema aufbereitet. Vielen Da

Das Thema Zeit und handwerkliche Ausführung ist kein Problem, da wir hier das nötige Knowhow haben. Sumpfkalk ist in Massen vorhanden, so dass ich diesen gerne verarbeiten möchte. Für die Innenräume mache ich mir da weniger Sorgen, da, wie sie richtiger Weise gesagt haben, die Beanspruchung an den Putz weniger hoch sind als im Außenbereich. Mein Wunsch ist daher einen qualitätsvollen Außenputz mit Sumpfkalk selbst herzustellen.. Ihrer Meinung nach wäre hier ja ein Kalkzementputz der Mörtelgruppe P II am besten geeignet. Ohne mich jetzt vertieft in die chemischen Abbindeprozesse einlesen zu müssen, stelle ich daher die "laienhafte" Frage,ob anstelle von Portlandzement auch Trasskalk oder Trasszement eine Alternative als zusätliches Bindemittel verwendet werden kann.

Das Thema Zeit und handwerkliche Ausführung ist kein Problem, da wir hier das nötige Knowhow haben. Sumpfkalk ist in Massen vorhanden, so dass ich diesen gerne verarbeiten möchte. Für die Innenräume m

Nachdem ich mich in die Thematik weiter eingelesen habe, muss ich feststellen, dass wohl ein Putzaufbau rein aus Sand und Sumpfkalk für die Außenwand relativ ungeeignet erscheint. Die chemischen Prozesse zur Aushärtung und die Gefahr von Salzausblühungen erscheinen mir logisch. Ich bin daher auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau... einen Außenputz den ich mit dem vorhandenen Sumpfkalk selbst anmischen kann, der aber z.B. mit entsprechenden Zuschlagsstoffen wie z.B. Trass ausreichend schnell und vollständig aushärtet. Der Außenputz soll aber das Mauerwerk nicht flächig abdichten, so dass die von unten kappilar aufsteigende Feuchtigkeit auch entsprechend austrocknen kann. Im Sockelbereich habe ich von Haus aus einen werksfertigen Sockelputz vorgesehen.

Nachdem ich mich in die Thematik weiter eingelesen habe, muss ich feststellen, dass wohl ein Putzaufbau rein aus Sand und Sumpfkalk für die Außenwand relativ ungeeignet erscheint. Die chemischen Proze

Mein Plan war die offenen Fugen und losen Bereich im Mauerwerk mit Trasskalk Mörtel zu füllen und auch den selbst angemischten Trasskalkmörtel als "Vorspritzer" quasi als Haftbrücke für die weiteren Lagen Außenputz zu verwenden.

Mein Plan war die offenen Fugen und losen Bereich im Mauerwerk mit Trasskalk Mörtel zu füllen und auch den selbst angemischten Trasskalkmörtel als "Vorspritzer" quasi als Haftbrücke für die weiteren L

Durch den Vollständigen Verputz mit Zementmörtel + zusätzlichem Dispersionanstrich außen, konnte das Mauerwerk (Dicke 1m) nicht austrocknen, da das Gebäude im "Wasser" steht. Der Grundwasserspiegel beginnt rund 1,4 Meter unter Geländeoberfläche... Das führte zu Hausschwammbefall in den Innenräumen

Durch den Vollständigen Verputz mit Zementmörtel + zusätzlichem Dispersionanstrich außen, konnte das Mauerwerk (Dicke 1m) nicht austrocknen, da das Gebäude im "Wasser" steht. Der Grundwasserspiegel be

Lieber Herr Böttcher,

Lieber Herr Böttcher, ich will Zement als Bindemittel grunsätzlich nicht verteufeln. Ich weiß, dass es Meinungen gibt, die fundamental auseinander gehen. Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo dazwi



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