natur&lehm Lehmbaustoffe GmbH.

Hanffaser-Lehmfertigputze und Lehmbaustoffe ohne jegliche bauchemische Zusätze (IBO-Volldeklaration)

natur&lehm Lehmbaustoffe GmbH.
Hr. Rauch
Weilburgstraße 10/3
DE-2500 Baden b. Wien
+43/ 2252/ 484 05 - 0
Fax: +43/ 2252/ 484 05 - 18
info@lehm.at


Die Fa. natur&lehm Lehmbaustoffe GmbH. wurde 1993 vom österreichischen Lehmbau-Pionier Roland Meingast gegründet und beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von modernen Lehmbaustoffen und Lehmbautechniken.

Für unsere n&l Lehmbaustoffe verwenden wir kompromißlos nur die bautechnisch und bauökologisch besten, österreichischen Rohstoffe (Lehme, Sande, Pflanzenfasern).
n&l BioFaserLehm® ist darüber hinaus patentiert.



Ein Netz von geschulten Verarbeitungsfirmen in ganz Österreich und im angrenzenden Ausland garantiert für die fachgerechte Ausführung unserer Lehmputze und Lehmbaustoffe. Regional angebotene Lehm-Selbstbaukurse, Exkursionen und Fachschulungen ermöglichen den Einstieg in diese Technik für Interessierte.



Die Druckfestigkeit unserer n&l Hanflehmputze, liegt mit über 3N/ mm2, deutlich über den besten Produkten am europäischen Markt. Auch bei der Biegezugfestigkeit erreichen wir mit ähnlichem Abstand bessere technische Eigenschaften. n&l Fertig-Lehmputze übertreffen daher auch diese in der Norm geforderten technischen Mindestwerte für konventionelle Putze (s. Prüfbericht des Österr. Inst. für Baubiologie).



Weiters sind n&l Qualitäts-Lehmputze frei von meßbarer Radonabgabe, was bei Lehmen und allgemein bei Baustoffen bekanntlich sehr selten ist, da es vorallem beim Lehmputz keinerlei Normen gibt.



Denn nicht alles was bloß lehmig, irgendwie an der Wand kleben bleibt, ist bereits akzeptabler Lehmputz. Nur Naturreinheit und beste Gesundheitsverträglichkeit allein sind für einen modernen Lehmbaustoff zuwenig. Er muß grundsätzlich auch ähnliche technische Gebrauchseigenschaften haben, wie die konventionellen Produkte, die er ersetzen soll, da wir heute berechtigterweise höhere Anforderungen z.B. an die Abriebfestigkeit und Rißfestigkeit von Lehmputzen stellen, als in vergangenen Zeiten.




Dienstleistungen für ArchitektInnen:

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld der natur&lehm–Büros ist die Unterstützung von ArchitektInnen bei der Erstanwendung von Lehm als Baustoff und die Veranstaltung von Fachschulungen, für gewerbliche Lehm-Verarbeiter, da dieses langvergessene Baumaterial völliges Neuland darstellt.



natur&lehm Lehmbau-Partnerfirmen, die durch Fachschulungen mit der Verarbeitung dieser neuen Baustoffe vertraut sind, gibt es inzwischen nicht nur in ganz Österreich, sondern auch im angrenzenden Bayern und Italien.



Dientleistungen für BauherrInnen:
Neben der Fachinformation für gewerbliche Anbieter führt natur&lehm aber auch Lehmbau-Seminare für private "Hausbauer" durch. In 1- oder 2-Tages Seminaren, die zu einem geringen Umkostenbeitrag von € 55.- angeboten werden, lernt der/ die Interessierte neben der Theorie auch die praktische Anwendung des modernen Lehmbaus.
Des weiteren führen wir neben diversen Fachvorträgen auch Lehmbau-Exkursionen zu von uns ausgeführten Lehmbauten durch. Bei diesen Exkursionen werden neben ökologisch sanierten Altbauten vorallem moderne Niedrigenergie- und Passivhäuser, die in moderner Lehmbautechnik, als Massiv- oder Ständerbauten errichtet wurden, besichtigt.
Nähere Info´s dazu unter www.lehm.at

Lehmbau-Forschung & Entwicklung
Mit Unterstützung des österr. Forschungsförderungsfonds (FFF) führt natur&lehm, in Zusammenarbeit mit ArchitektInnen und Universitätsinstituten, ein ambitioniertes Forschungsprojekt mit Namen „Rationalisierung und Mechanisierung des Lehmbaus“ durch. Denn die bauökologischen Vorteile des Lehmbaus, als angenehme und zugleich praktisch abfallfreie Bautechnik, werden erst durch breite Anwendung einen Entlastungseffekt für unsere Umwelt entfalten. Dazu müssen die Kosten des Lehmbaus, die heute noch etwas über den vergleichbarer, konventioneller Baustoffe liegen, weiter gesenkt werden.




Innovationen

Seit Mitte 1997 produziert natur&lehm im Werk, in der Nähe von Krems a.d. Donau auch Hanf-Lehmfertigputz, womit wir, als erste in Europa, die industrielle Anwendungsreife schafften.
Damit konnte nicht nur die Biegezugfestigkeit, des seit 1995 produzierten Fertig-Lehmputzes, weiter gesteigert werden, sondern auch die Druckfestigkeit liegt nach unseren Informationen deutlich über der anderer Lehmputze am Markt.



Für uns ist es selbstverständlich, daß diese guten Ergebnisse ohne irgendwelche chemische Hilfs- und Bindemittel erzielt werden. Es gibt auch keine Zement- oder sonstige Beimengungen, die die unbegrenzte Wiedereingliederung in den Naturkreislauf beeinträchtigen würden.



Niedrigenergie-Lehmhäuser

In den letzten drei Jahren entstanden eine Reihe von Niedrigenergie-Lehmhäusern in Holzriegel- oder Holzrahmenbauweise.
Dafür entwickelte natur&lehm ein maschinelles Spritzverfahren für Holzleichtlehm, mit dem ein Einfamilienhaus ohne langwieriges Stampfen und ohne Festigkeitsverlust in ca. zwei Tagen ausgefacht wird.



Als erstes Lehmhaus mit semitransparenter Wärmedämmung (TWD) und n&l Biofaser-Stampflehm als Speichermasse in der Solarfassade, entstand in Ulrichskirchen bei Wolkersdorf ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus.




Das Lehm-Passivhaus

Das gewählte Passivhaus – Konzept für das natur&lehm Bürohaus Tattendorf integriert erstmals praktisch wirklich alle Forderungen des Prinzips der Nachhaltigkeit und der Baubiologie in ein kommerzielles Passivhaus - Bauvorhaben und setzt so einen neuen Stand der Technik. Es wird auch als „Haus der Zukunft“ Projekt gefördert und ist zugleich eines der Projekte der Internationalen Energieagentur (IEA) Task 28 „Sustainable Buildings“.
Die Planung erfolgte gemeinsam mit dem bekannten Solar Architekten Georg Reinberg und einer Reihe von Fachleuten aus verschiedensten Fachgebieten. Das von natur&lehm integrierte Gesamtkonzept ist mehr als nur das vielstrapazierte Schlagwort. Mit dem WWF wurde z.B. die Planung abgestimmt um eine Förderung der Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen durch den Bau des Hauses zu erreichen, anstatt der üblichen gedankenlosen Vernichtung von Lebensräumen durch die Bebauung. Auch „Kunst am Bau“ wird hier nicht als Trostpflaster auf ein trauriges Haus geklebt, sondern ist lebendiger, funktioneller Bestandteil der lehmbautechnischen Ausführung von Innen- und Außenoberflächen.



Innovationen des Lehm-Passivhauses

Durch den angestrebten extrem geringen Heizenergieverbrauch (4 – 10 kW/m2/a) des Gebäudes kann auf eine konventionelle Heizung verzichtet werden, was eine radikale Senkung der Betriebskosten bewirkt. Die vermiedenen Investitionskosten für eine konventionelle Heizung müssen auch bei diesem Konzept z.T. in die Verbreiterung des Wandaufbaus investiert werden. Für den Bau des Prototyps in Tattendorf müssen jedoch alle Anschlußdetails neu entwickelt werden. Die stärkere Wärmedämmung selbst ist kostengünstiger als bei „konventionellen“ Passivhäusern. Denn diese kann hier mit dem nachwachsenden Dämmstoff Stroh erfolgen. Stroh ist der mit Abstand kostengünstigste Dämmstoff überhaupt, ist aber zugleich auch der bautechnisch am schwierigsten beherrschbare. Die Anwendung von Stroh in konventionellen Wandaufbauten ist in der Praxis mit hohem Bauschadensrisiko verbunden. Daher blieb bisher dieses interessante Potential kommerziell fast ungenutzt.
Die von natur&lehm Lehmbaustoffe GmbH. neuentwickelte n&l Lehm-Vliestechnik ersetzt die üblichen technischen Dampfbremsfolien. Durch das n&l Lehm-Vlies wurde ein völlig neuartiger luftdichter, aber trotzdem diffusionsoffener, lehmbautechnischer Aufbau der Gebäudehülle möglich. Er ist der Schlüssel mit dem das oben erwähnte Restrisiko - Problem gelöst werden kann. Diese gut fundierte Annahme soll auch in einer Langzeit – Untersuchung am Objekt nachgewiesen werden.
Ein weiterer Vorteil der relativ fehlertoleranten Technik des n&l Lehm-Passivhaus ist, dass dadurch der weitverbreitete Ausbau des Hauses in Eigenleistung weiterhin möglich bleibt. Im Gegensatz dazu ist der Bau von Passivhäusern in üblicher Technik in der Ausführungsqualität derart anspruchsvoll, dass nur wenige Firmen aus der Bauwirtschaft derzeit in der Lage sind zuverlässig auf derart hohem Präzisionsniveau zu arbeiten; Laien („Häuslbauer“) haben da fast keine Chance mehr.



Innovation im Fertigungsprozess

In Analogie zum Strukturwandel in der Automobilindustrie, wo eine abnehmende Anzahl von zunehmend spezialisierten Zulieferfirmen bereits ganze Baugruppen wie Rohkarosserien oder Motor-Getriebe Einheiten zuliefern, sollen die n&l Lehm-Passivhaus Module, aus denen das Demonstrationsobjekt in Tattendorf besteht, in Serie an Partner aus der (Holz)bauindustrie zugeliefert werden. Solche Außenwand - Module sind z.B. geschoßhoch und können bis 8 m Länge produziert werden. Der Vorfertigungsgrad der Zulieferteile (innen vorverputzt, außen fertige Lehm-Oberfläche) ist damit höher als bisher üblich. Die Module werden mit spezieller Lehmschlämme bei der Montage geklebt. Diese Neuentwicklungen beruht auf der Basis der BioFaserLehm -Technik und auf der Analyse historischer Lehmbautechniken. Diese Lehm-Außenoberflächen sind ohne Anstrich und ohne chemische Stabilisierung witterungsbeständig. Zur Optimierung ist die Entwicklung verschiedener Konstruktionsvarianten im Forschungsprojekt „Lehm-Passivhaus – Bauelemente“ vorgesehen. Ziel ist es, auf den Außenwänden die Erosionswerte historischer Stampflehmtechniken von maximal einem Zentimeter pro Jahrhundert zu erreichen. Die Stärke der äußeren Lehmschicht beträgt über 8 cm. Solche Lehm - Oberflächen sind wartungsfrei, unbegrenzt farbecht und werden durch Alterung schöner. Durch den damit möglichen, beidseitigen, kapillar hochwirksamen Einschluß des Stroh-Dämmkerns samt dem tragenden Konstruktionsholzrahmen mit einer homogenen, nassen Lehmbaustoff-Beschichtung in der Werkshalle und die anschließende Trocknung mit Produktionsabwärme wird das empfindliche Stroh der Dämmung optimal vor Feuchte am Transport und bei der Montage geschützt. Das System vereinigt daher die Vorteile des Nasslehmbaus mit dem Trockenbau in einem neuartigen Verfahren. Der Fenstereinbau erfolgt auf der Baustelle und wird mit einem neuen, mechanisierten Hanf-Stopfverfahren bewerkstelligt. Die Fixverglasungen werden mit breitem Glasüberstand mit einer neuen n&l Lehm-Vliestechnik in die Fassade „geklebt“.



Standardisierung

Mit dem standardisierten „Lehm-Passivhaus Bausystem“ sollte es in der Serie möglich sein Einfamilien- und Reihenhäuser zu üblichen Baukosten von Niedrigenergiehäusern als Passivhäuser zu produzieren. Als Zusatznutzen bekommt der Konsument sein Haus wirklich in kompromissloser baubiologische Qualität, anstatt aus meist sondermüllträchtigen Verbund-Baumaterialien. Unsere Lehm-Innenoberflächen sind frei von allen bauchemischen Zusätzen, und werden nur durch Hanffeinfasern biotechnisch stabilisiert. Dadurch bleibt der vielfältige positive Einfluß von natürlichem Lehm auf das Raumklima erhalten und ermöglicht ein unerreichtes Maximum an spürbarem Wohnkomfort und Gesundheit. Durch eine neuartige Ausführung des Erdreichwärmetauschers soll die kapillare Feuchtabgabe von Ortlehm für die passive Luftbefeuchtung von Passivhäusern genutzt werden, denn in konventionellen Passivhäusern liegt die Luftfeuchte im Hochwinter manchmal unter der baubiologischen Mindestanforderung. Durch die Zuluftführung in Lehm – Hohlkörpern innerhalb des Hauses soll weiters die Qualität der Außenluft hinsichtlich des Anteils an negativen Ionen nicht verschlechtert werden. Im Rahmen dieses Projekts soll versucht werden, einen Teil der zahlreichen angegebenen, aber noch kaum wissenschaftlich erforschten Effekte von Lehmoberflächen auf den Menschen nachzuweisen. Eine Brandsicherheitsprüfung F90 für den Wandaufbau liegt vor und war Basis zur Erteilung der Baugenehmigung durch die Behörde.



Vorfertigung

Durch die vollständige Trocknung der Lehmbaustoffe in der Vorfertigung ist das Gebäude ein echter Trockenbau, der bereits wenige Tage nach Fertigstellung problemlos beziehbar wäre. Aus der Kombination von Leichtbau und Lehm als schwerer, gut wärmeleitender Speichermasse ergibt sich ein Konzept, das die Vorteile von Leicht- und Massivbau vereint. Die Gebäude-Lebensdauer ist höher als bei den üblichen Leichtbauweisen zu erwarten, der Instandhaltungsaufwand zumindest nicht größer.
Das Grasdach wird als Versuchsfläche für die Anlage sekundärer Trockenrasenbiotope angelegt. Erste Trockenrasenbiotop-Grasdächer, auf Folie wie hier geplant, sind z.B. bereits seit 20 Jahren als stabile Pflanzengesellschaften völlig wartungsfrei und werden ebenfalls mit der Zeit schöner. Mit vertretbarem Mehraufwand werden die Bauteile so ausgeführt, dass es zu einer Reduzierung hochfrequenter Strahlung in das Haus um über 99 % kommt, ohne dass gleichzeitig die natürliche Erdstrahlung wesentlich beeinträchtigt wird. Zudem handelt es sich beim Lehm-Passivhaus um eine praktisch völlig abfallfreie Bautechnik, d.h. steigende Entsorgungskosten sind für den künftigen Besitzer noch weniger relevant als die Entwicklung der Energiekosten.




Als Demonstrationsbau wurde im Jahr 2000 eine Kapelle in Schönbühel bei Melk in dieser Technik, in Form von 2 Raumzellen errichtet, der aufgrund der innovativen Bauweise die „Goldene Kelle“ des Landes Niederösterreich bekam.