Das Fachwerkhaus-Forum

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Haus retten vor Abriss

05.07.2020 Hoffi | 2 159
Hallo,
neben unserem Grundstück soll jetzt ein Haus und Scheune abgerissen werden was früher mal ein Bauernhof war. Meine Frage kann man das durch Denkmalschutz aufhalten. Kommt da jemand raus und schaut sich das an von der Denkmalbehörde wenn ich es in Auftrag gebe?
Danke
Liebe Grüße
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Fachwerkhaus Kauf: Haus ist gedämmt und innen verkleidet...

05.07.2020 Raven | 7 146
Hallo zusammen!
ich bin neu hier und habe natürlich direkt 2-3 Fragen.Wir stehen vor einem Hauskauf, die erste Besichtigung war vielversprechend, jedoch sind ein paar Dinge unklar, die mir etwas Sorge bereiten. Sicher ist eine Begleitung beim nächsten Termin durch einen Sachverständigen sinnvoll - wenn jedoch vorher schon deutlich wird, dass das Vorgefundene SOWIESO alles schlecht ist, brauchen wir weder den Sachverständigen noch die weitere Besichtigung ;)

Eckdaten: Haus 90 m2, Baujahr unbekannt, Bruchsteinkeller (welche Steine unbekannt) und Fachwerk.
Außen verputzt Ende der 80er, "Sanierung" innenwände wohl auch Ende der 80er
Wandaufbau unbekannt, es sieht nach einer dünnen Schicht Styropor aus, darauf Putz. Ob dazwischen eine Luftschicht ist oder noch was anderes, Folien etc. kann ich nicht sagen, der Makler hat den Auftrag beim Besitzer den vorgenommenen Wandaufbau zu erfragen.
Bruchsteinwand des Kellers ist ebenfalls innen wie außen verputzt. (Sockel anders als obere Stockwerke). HIer gibt es wohl ein Feuchteproblem, Tapeten waren wellig. Kapazitive Feuchtemessung ergab aber, dass die Wand aktuell nicht feucht ist. Es ist kein Gewölbekeller, von unten sieht man direkt die Deckenbalken, zu meiner Überraschung ebenfalls trocken und augenscheinlich gut, nicht morsch. In einer Innenwand im Keller war kurzfristig ein Wasserschaden durch das angrenzende Bad, auch diese Wand zeigt nichts auffälliges bei der Feuchtemessung, ist wieder gut getrocknet, kein Schimmel.

Im EG sind alle sichtbaren Balken trocken und sehen gut aus, es handelt sich um ein paar sichtbare Stützbalken einer Innenwand und die Decke des Dachgeschosses von unten.

Die Außenwände sind innen leider mit - vermutlich - Rigipsplatten verkleidet und an einer offenen Stelle in der Küche sieht man, dass dahinter wohl Glaswolle-Dämmung ist. (zumindest an dieser Stelle). Man sieht auch, dass die Gefache mit Ziegelsteinen ausgemauert sind.

Meine Bedenken: dass vom vermeintlich feuchten Keller Wasser in die Wand aufsteigt, welche dann zwischen Styropor und Putz außen sowie Rigipsverkleidung innen vor sich hin gammelt.

Feuchtemessung innen hat ergeben, dass die Rigipswände trocken sind, es ist innen auch fast keine Feuchtigkeit zu sehen. Nur an einem Fenster gibt es oberhalb Ränder von ehemaliger Feuchtigkeit, das ist aber auch wieder trocken und nicht schimmelig.

Kann es sein, dass die Außenwand gammelt und man NICHTS innen davon sehen kann?
Wie könnte man möglichst minimalinvasiv die Balken in der Wand kontrollieren? Gibt es da was, das der Fachmann nutzen kann? Ich vermute mal, dass wir vor dem Kauf eben nicht die Verkleidung entfernen dürfen ;) Ein Sachverständiger hat ja auch keine Röntgenaugen...

Müsste nicht, bei einer nassen Wand zumindest irgendwo das Holz innen auch feucht sein und schimmeln? Oder die Rigipsplatten?
(Hoffnung stirbt zuletzt...)

Edit: natürlich haben wir vor, diese Verkleidung nach und nach zu entfernen und durch Lehmputz/Holzfaserdämmung zu ersetzen. Stichwort wäre hier: nach und nach ... und nicht als Sofortmaßnahme am Unfallort.... das würde ich vorm Kauf eben gerne weitgehend ausschließen. ;)


Gibt es jemanden der sich mit Fachwerk auskennt im Großraum Lüdenscheid/NRW zwecks Begutachtung?

Danke und Grüße!
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Dielenboden auf Holzbalkendecke entkoppeln

04.07.2020 Anton | 19 265
Ich habe in meinem alten Häuschen nun alle alten Dielen entfernt, die Schüttung entfernt und auch die Bretter entfernt.
Nun ist eine Zellulosedämmung eingebracht und neue Bretter wieder eingebaut. Danach soll ein Rieselvlies eingelegt werden, auf welchem später gebrannter Sand eingebracht wird. (Falls hier meine Gedanken/Vorgehensweise falsch sein sollte bin ich für Tipps dankbar)

Nun aber zu meinem eigentlichen "Problem" im Kopf.
Wozu ich leider hier in dem Forum keine passende Antwort für mich gefunden habe.
Ich möchte die Dielen zwecks Schallschutz von den Balken entkoppeln.
Meine Idee wäre nun Gummistreifen (dies soll wohl das beste sein, da Hanf oder ähnliches nach gewisser Zeit nachgibt. Ich lasse mich gerne belehren hierzu) auf die Balken aufzubringen und in den Zwischenbereich der Balken knapp über dem Sand eine "fliegende" Lattung einzubringen auf welcher ich die Dielen (32mm Stark) verschraube.
Hier wäre meine Frage nun, wie stark müssten diese Latten denn sein?
Ist der Aufbau so überhaupt "richtig" oder gibt es eine bessere Möglichkeit?

Über rege Kommentare und Anregungen würde ich mich freuen.
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Fachwerk Innendämmung und Brandschutz

04.07.2020 Blume | 6 169
Hallo liebe Community,

ich lese schon eine Weile im Forum immer mal wieder mit. Insbesondere beim Thema Innendämmung von Fachwerkwänden. Eine richtige Antwort auf unsere aktuelle Problemstellung habe ich leider nicht gefunden, so dass ich Euch mit der Bitte um Feedback unsere aktuelle Herausforderung schildern möchte:

Wir renovieren gerade eine Fachwerkhaus von ca. 1820 in der Ostprignitz. Von der unteren Bauaufsichtsbehörde haben wir die Auflage bekommen die Fachwerkwände innen Brandschutztechnisch zu ertüchtigen, z.B. mit dem Rotkalk in-Board von Knauf (kapillaraktive Perlitdämmplatten).
Nachdem nun aber im Rahmen der Schwellensanierungen die verschiedenen Putz- und Dämmschichten der letzten Jahrzehnte runter sind, ergibt sich das Problem das wir Wandunebenheiten von bis zu 10 cm ausgleichen müssten. Das gibt das Rotkalksystem leider nicht her.
Wir planen daher folgenden Wandaufbau um zum Einen die Kapillaraktivität der Wand zu erhalten bzw. wieder herzustellen und zum anderen den Brandschutzanforderungen der Bauaufsicht gerecht zu werden. von Außen nach Innen:
1. Sichtfachwerk ausgemauert mit Hochlochziegeln (Rohdichte 0,8-1,0 kg/dm³, Wärmeleitfähigkeit 0,39-0,5 W/(mK)), Gefache außen mit Kalkputz verputz
2. Hohlraum (1-10 cm) zwischen ausgemauertem Fachwerk und Vorsatzmauerwerk verfüllt mit Blähton-Schüttung oder Leichtlehm-Strohschüttung, Wärmeleitfähigkeit ~0,16 W/(mK) (z.B. von Pilosith)
3. Vorsatzmauerwerk aus 80 mm POROTON Wärmedämmziegel mit Perlit, Wärmeleitfähigkeit: 0,065 W/(mK), Wasseraufnahmekoeffizient: 0,222 kg/m²h^0,5 (z.B. von Schlagmann)
4. Lehmputz

Zu diesem Wandaufbau stellen sich uns folgende Fragen.
1. Trocknet eine Leichtlehm-Strohschüttung hinter eine Ziegelwand überhaupt aus?
2. Wie lässt sich die Blähton-Schüttung bzw. Leichtlehm-Strohschüttung bis unter die Decke in den Hohlraum einbringen ohne die Decke zu öffnen.
3. Gibt es Alternativen die flach bauen (das Haus ist nicht sehr groß und die trotzdem eine Fachwerkwand zur Brandmauer im Sinne der brandenburgischen Bauordnung ertüchtigen?

Viele Grüße
Blume
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Grube verfüllen und Boden aufbauen

04.07.2020 der_Daniel | 16 140
Grube verfüllen und Boden aufbauenSehr geehrtes Fachwerk Forum, gerne möchte ich mich vor meinem ersten Beitrag kurz vorstellen.

Meine Name ist Daniel, ich bin 31 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen.
Letztes Jahr haben wir, meine Freundin und ich uns unseren Traum vom Eigenheim erfüllt und uns ein kleines
altes Einfamilien Backsteinhaus gekauft (Bj. 1938).

Auf dieses Forum bin ich durch Recherchen zu Bau Tips und alten häusern aufmerksam geworden.
Ich hoffe Ihr könnt mir bei Folgenden Fragen und/oder Problemen etwas Hilfe geben.

An unserem Haus befindet sich ein Anbau, der früher als Stall genutzt wurde.
Probleme bereitet in diesem Raum der Fußboden.
An einer Stelle des Raumes Bildet sich immer ein nasser Fleck auf dem je nach Raumtemperatur mal mehr oder weniger Wasser steht. Mal sieht an dieser Stelle der Boden nur feucht aus und mal steht eine dünne Wasserschicht auf dem Boden.

Wir haben herausgefunden das sich unter dieser nassen Stelle eine alte Grube für die Auscheidungen der Tiere die hier gehalten wurden befindet.

Es gibt außen am Haus eine Luke über die ich einen Blick in die Grube werfen konnte.
Von der Größe ist die Grube vergleichbar mit einer Grube die für Kfz Reparaturen verwendet wird.
Die Wände sind grau verputzt und es liegt etwas Bauschutt unten drin.

Ich habe den Boden in dem alten Anbau auf der Hälfte aufgestemmt.
Die erste Schicht war eine dünne Estrichschicht, darunter dünn Sand und darunter eine dünne Betonschicht.
unter dem Beton kommt Sand und Erde.

Gerne möchte ich den Boden in diesem raum erneuern und den Raum als Hobby Werkstatt nutzen.

Der Plan vor der Bodenerneuerung ist es, die alte Grube von oben aufzustemmen und zu verfüllen.
Durch die kleine Luke außen am Haus ist es nicht möglich die Grube richtig zu füllen und das Füllmaterial zu verdichten.

Ich habe schon einiges gelesen und mir Meinungen eingeholt.
Selbst wollte ich den Boden in der Grube mit Löchern versehen damit eventuelle Feuchtigkeit/Wasser ablaufen kann.
Im nächsten Schritt wollte ich die Grube schichtweise mit Schotter auffüllen und diesen verdichten.

Zu diesem vorhaben habe ich mi viel Kretik angehört und mir sagen lassen ich solle die Grube einfach mit Sand auffüllen. Begründen konnte wo Vor-bzw. Nachteile liegen das leider niemand.

Ich hänge ein paar Bilder an damit Ihr Euch einmal selbst ein Bilder der Sitiuation machen könnt.
Dieses Thema wurde bestimmt auch schon X Mal behandelt, ich möchte die Arbeit einfach richtig ausführen und auch verstehen warum so vorgegangen wird wie es am sinnvollsten ist.

Handwerklich traue ich mir einiges zu und zwei linke Hände habe ich auch nicht.

Danke fürs lesen und Tips

Gruß Daniel
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Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten und Rigips?

04.07.2020 Dphilip | 12 193
Hallo liebe Fachwerk-Community,

bald ist es soweit und meine Frau und ich sind stolze Fachwerkhausbesitzer. Wir haben uns in ein denkmalgeschütztes Haus von 1743 in der Nähe von Gifhorn/Wolfsburg verliebt und unterschreiben bald den Kaufvertrag.

Es sieht so aus, als wäre das Haus im Erdgeschoss von innen mit Styropor gedämmt, was wir natürlich ändern wollen. Da unser Budget nicht besonders groß ist, wir aber handwerklich nicht unbegabt sind, möchten wir gern möglichst viel in Eigenleistung renovieren.

Nach einigen Recherchen haben wir uns auf Holzfaserdämmplatten als Dämmmaterial festgelegt, sind uns aber in 2 Punkten unsicher:
1) Wie wird die Dämmung an die Wand angebracht, gibt es hierfür Kleber o.Ä.?
2) Besteht die Möglichkeit, statt einem Kalk- oder Lehmputz auch Rigipsplatten von Innen an die Holzfaserdämmung anzubringen? Das glatte Verputzen ganzer Wände trauen wir uns nicht zu. Wie könnte man die Rigipsplatte an der Holzfaserdämmplatte befestigen, gibt es hier auch Kleber?

Vielen Dank vorab und beste Grüße
Philip
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Kalkputz und Kalkzementputz auf einer Wand

03.07.2020 Blownlightbulb | 1 105
Hallo Fachwerkfreunde,

ich habe 2 Wände in der Holzbalken eingemauert sind und die frisch verputzt werden müssen. - Ziegelwände

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Verschalung der Wetterseite mit Außendämmung bei bestehender Innendämmung ?

30.06.2020 Flocke | 13 298
Hallo zusammen.
Wir leben seit ca. 2 Jahren in einem Fachwerkhaus, das um 1900 gebaut worden ist und in dem über die Jahre viele "Alleskönner" am Werke waren. Wir sind mit unseren Kindern total glücklich in unserem Haus, das vor 2 Jahren von uns innen komplett gestrichen wurde und mittlerweile toll eingerichtet ist. Das schreibe ich vorweg um deutlich zu machen, dass große Baumaßnahmen im Innenbereich finanziell und organisatorisch eigentlich momentan nicht in Frage kommen.

An unserer Wetterseite platzt viel Putz ab und auch die Balken müssten laut Zimmermann überarbeitet werden. Daher haben wir uns für einen Behang mit Schiefer im Giebel und Lärche (Rest) entschieden. Problem: Wir haben eine Innendämmung mit Gipskartonplatten und 16mm Glaswolle - ohne Dampfsperre. Wenn man durch die Steckdosenöffnungen guckt (auch mit Endoskopkamera) und riecht, kann man erstmal keine Feuchtigkeit oder gar Schimmel feststellen, aber natürlich kann man nicht überall reingucken. Mir ist klar, dass so eine Dämmung nicht toll ist, aber ein Rausreißen kommt gerade nicht in Frage (siehe oben...).

Zwei Zimmerleute haben uns nun einen Behang ohne Dämmung empfohlen. Einer möchte gerne dämmen, um den Taupunkt "nach außen zu ziehen". In den Berechnungen (Glaser) wird deutlich, dass sich der Feuchteschutz durch die Maßnahme verbessern würde (Tauwasser jetzt 4,38kg/m2, mit Außendämmung 0,66kg/m2).

Ein Energieberater hat nun über das Glaser-Verfahren hinaus noch andere hygrothermische Berechnungen gemacht und kommt zu dem Schluss, dass die Außendämmung die Situation zwar verbessern würde, aber die Maßnahmen trotzdem nicht empfohlen werden können, weil die Innendämmung Mist ist.

Ich als Laie bin nun völlig verwirrt: Außendämmung jetzt sinnvoll oder nicht? Wenn es die Beschaffenheit der Wand verbessert, wäre sie doch gut. Dass sie nie super wird, weil die Innendämmung Mist ist, ist mir ja klar.
Kann mir da jemand weiterhelfen? Kann mich jemand vielleicht sogar hinsichtlich der Innendämmung beruhigen?

PS: geplanter Aufbau mit Außendämmung und der (leider) bestehenden Innendämmung:

Gipsplatte --> Glaswolle (160mm) --> Kalkgipsputz --> Lehmsteine (160mm) --> Steicofloc (80 oder 120mm) --> Pavatex Isoair (40mm) --> Unterkonstruktion Fichte --> Lärche / Schiefer
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