Das Fachwerkhaus-Forum

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Tragender Balken?

06.10.2021 Der Furti | 8 453
Tragender Balken?Hallo wir planen gerade den Kauf eines Fachwerkhauses, wichtig wäre für uns der Ausbau des Dachbodens um mehr Raum zu gewinnen.

Auf dem Dachboden unseres Wunsch Objektes befindet sich ein riesiger Balken auf dem Boden, ca 25 x 25 cm und über die Hälfte des Dachboden, dieser Balken trägt wohl die Decke der darunterliegenden Zimmer.

Nun ist meine Frage wie man diesen Balken ist sinnvoll austauschen könnte oder welche Möglichkeiten es gibt diesen Balken eventuell zu ersetzen.

Außerdem ist mir am Balken Holzwurmfraß aufgefallen, ( ich denke das ist Holzwurm ist und kein Holzbock denn man sieht Holzspäne Häufchen)

Liebe Grüße der Furti
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Vollverkleidetes Haus aus 1898 befreien

06.10.2021 Karina | 20 502
Hallo zusammen,

ich habe hier die letzten Tage und Wochen schon recht viel gestöbert aber weil das Thema so neu für mich ist und ich das Gefühl habe, man kann viel falsch machen und damit großen Schaden anrichten, möchte ich gerne Feedback von euch und gerne auch ein paar Ideen, wie es genau weitergehen könnte.

Erstmal zum Haus:
Wir haben im August ein Haus von 1898 gekauft, mit einem Anbau aus den 70ern. Das Haus ist von Außen mit Rauputz verputzt (Straßenseite, Wetterseite), mit Holz verkleidet (Südseite), verklinkert (Anbau) oder grenzt direkt an ein Nachbargebäude jüngeren Alters.
Innen ist so ziemlich alles mit Rigips verkleidet. Die Böden sind Echtholz aber im Erdgeschoss scheinbar vor einigen Jahren auf frisch aufgegossenen Estrich gelegt. Die Decke ist offenbar Holz, aber alle Decken sind abgehangen. Das Haus wurde uns ohne Keller verkauft und ohne Dachboden.
Das Dach ist ziemlich neu, angeblich isoliert worden. Handwerkernachweise haben wir nicht. Wir haben inzwischen einen kleinen Erdkeller unter dem älteren Hausteil entdeckt, der leider wasserabweisend verputzt und zugemüllt wurde, dazu Löcher durch die Decke gebohrt um Wasserrohre zu legen. Wirklich ein trauriges Bild, denn ein Erdkeller war immer mein Wunsch.
Auf der Straßenseite sind alte, kleine Holzfenster drin, die mal irgendwann überarbeitet wurden. Ansonsten sind in den 2000ern überall neuere Fenster eingebaut worden.

Das Haus wurde uns als renoviert und bezugsfertig verkauft.
Dann haben wir zwei feuchte Stellen in der Küche entdeckt. Einmal im Rigips zur Nachbarin hin und einmal in der Trennwand zum Esszimmer, die ausnahmsweise nicht mit Rigips verkleidet sondern nur verputzt war. Wir haben beide Wände aufgemacht und dabei mehreres festgestellt:
- Die Wände sind aus Backstein, offenbar Feldbrandstein, wie mir eine Keramikerin aus der Familie sagte. An einer Stelle ist auch Bimsstein verbaut. Die Außenwand sieht aus als hätten sie nicht mehr grade gucken können, völlig schief und krumm und keineswegs sehenswert. Die Fugen an dieser Wand bröckeln. Über dem Backstein war an vielen Stellen ein Lehm-Stroh-Gemisch, das aber stellenweise sehr bröckelig war.
- Wir haben zwei Holzbalken gefunden, einen quer über der Tür zum Esszimmer (die Vorbesitzer haben für die neue Tür den Balken angeschnitten und ein Stück herausgenommen) und einen in der Ecke, wo sich die beiden Wände treffen.
- An der Ecke, an der sich beide Wände treffen, gab es wohl mal einen Wasserschaden. Wir haben ein altes, leckes Rohr gefunden, daneben eine schlampig verlegte Wasserleitung, die wohl einfach im Bogen unter der damaligen Küchenzeile verlegt wurde und zu kurz ist für einen vernünftigen Einbau. Die Versicherung bestätigte mir auch, dass es insgesamt drei Wasserschäden gegeben habe. Oder sagen wir mal mindestens drei, den letzten und größten 2013. Durch den Wasserschaden ist der Holzbalken in dieser Ecke am unteren Ende ziemlich mitgenommen. Leider kommt man sehr schlecht an ihn ran.
- Insgesamt haben wir keine wirklich trockene Stelle. Der Feuchtemesser zeigt immer über 10%, oft über 20% und an einigen Stellen auch über 30% Feuchtigkeit in den Wänden an. Der Vorbesitzer sagte, sie hätten nie Probleme mit Feuchtigkeit gehabt, und muffig roch es auch nicht. Wir hoffen daher, dass es ein neues Phänomen ist und durch den vielen Regen kam. Das Haus steht auf einem Hang, die Straße fällt zum Haus ab (der Gehweg liegt höher als die Küche) und der Garten hinterm Haus fällt weiter ab. Das Dach haben wir kontrolliert und nichts gefunden, das verdächtig aussieht. Wir vermuten daher aufsteigende Feuchtigkeit.

Was wir bisher gemacht haben bzw. gerade tun:
Wir müssen bald einziehen, zum 1.12. ist die Wohnung gekündigt. Daher haben wir erstmal nur die Küche in Angriff genommen. Ich muss dazu sagen, mein Mann ist alles andere als bauwütig und hatte sich über "einzugsfertig" eigentlich gefreut. Ich möchte aber gerne wissen, was sich hinter dem Rigips versteckt, und die Dinge auch gerne richtig machen anstatt nur bewohnbar zu halten. Allerdings ist unser Budget nicht auf eine Vollrenovierung ausgelegt gewesen und wir müssen daher alles in Stückchen und zu passablen Preisen machen.
Wir haben daher die zwei feuchten Wände freigelegt, alle Nägel entfernt, alte (wirklich alte) Stromkabel ersetzt und verputzen diese zwei Wände nun mit Kalkputz. Und hier ärgere ich mich schon, denn ich habe den KIP von SAKRIT gekauft und der Baumarktmitarbeiter hat mir dazu völlig selbstverständlich einen Tiefgrund (OBI, Hersteller?) in die Hand gedrückt. Auf der Verpackung stand nichts zu Feuchtigkeit und ich hatte ihm ausdrücklich gesagt, wir haben feuchte, alte Wände. Erst nach dem Aufbringen habe ich im Datenblatt nachgelesen und gesehen, dass der Haftgrund im Prinzip auch als Dampfsperre wirkt. Jetzt ist die Wand zum Essraum damit behandelt und auch schon verputzt, über den Holzbalken haben wir ein Putzgewebe mit eingeputzt. Die Außenwand ist noch nicht behandelt und ich denke, da versuchen wir es erstmal ohne Haftgrund.
Für die Außenwand haben wir allerdings verzinkte Metall-Putzgitter gekauft. Als Oberputz haben wir den Streichkalk von baufan gekauft.

Jetzt meine Frage: Wieviel haben wir hier schon falsch gemacht und müssen wir irgendetwas davon wieder abreißen? Oder könnten wir ersatzweise die Rückwand im Esszimmer öffnen, damit die Feuchtigkeit dort raus kann?
Hier könnte ich mir vorstellen, den Balken offen zu lassen und die Wand, die ja auch nur teilweise ansehnlich ist, mit Kalkputz zu verputzen.

Für die Zukunft:
Ansonsten überlege ich schon hin und her, welchen Raum ich beizeiten als nächstes angehen wollen würde. An Fensterseiten traue ich mich noch nicht so richtig, denn ich fürchte, dann müssen die Fenster ganz neu gesetzt werden. Vielleicht für den Anfang etwas Leichteres.
Wie kann man hier Zimmertüren gestalten, wenn eine Seite schon freigelegt und bearbeitet wurde und der angrenzende Raum noch im verkleideten Zustand ist?

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Text, und würde mich über Hilfe und Ideen sehr freuen. :)
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Putzschienen aussen mit Gipshaftputz befestigt

06.10.2021 CKöhler | 8 318
Putzschienen aussen mit Gipshaftputz befestigtBei unserer Baustelle haben die Putzer jetzt Schienen mit GHP angebracht, ich bin sehr verwundert. Was meint ihr, ist das zulässig oder problematisch? Danke und beste Grüße
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Bruchstein Mauerwerk verputzen Grundierung?

05.10.2021 Domi1988 | 8 248
Bruchstein Mauerwerk verputzen Grundierung?Hallo, ich habe ein altes Sandsteinhaus Bj1899 möchte die innenwände mit Kalkputz verputzen der alte Putz ist runter, brauch man überhaupt einen Grundierung wenn ja welche? Oder wird der Putz einfach vorgeworfen?
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Holzschindelfassade, Farbe blättert ab nach fehlerhaftem Anstrich. Ist eine Sand oder Trockeneis-Strahlung möglich?

05.10.2021 Lilli | 14 346
Holzschindelfassade, Farbe blättert ab nach fehlerhaftem Anstrich. Ist eine Sand oder Trockeneis-Strahlung möglich?Hallo Community,
heute habe ich mich nun endlich angemeldet, nach längerem Mitlesen. Ich freue mich auf viel Fachwissen und einen bereichernden Austausch auf dieser tollen Seite.
Mein Mann und ich sind Eigentümer eines Fachwerkhauses, ca. 1700, unter Denkmalschutz. Es gibt zur Zeit so einige „Baustellen“, ich fange heute mal mit einer eher einfachen an…
Vor ca. 4 Jahren wollten wir, neben anderen Ausbesserungen, die bis dahin unbehandelte, jedoch verwitterte Holzverschindelung der Fassade renovieren lassen. Die Holzverschindelungen befinden sich an der Giebelseite, Norden sowie an der Südseite, nur Giebel. Die Arbeiten wurden von einer Fachfirma ausgeführt und gingen komplett daneben! Es wurde per Hand abgeschliffen (sah erst klasse aus), und dann mit sogenannter „transparenter Leinölfarbe“ gestrichen. Eigentlich wollten wir nur einen Leinölanstrich, die Experten hatten uns jedoch zu einem wetterfesteren Anstrich geraten und die UDB hatte zugestimmt. Um es kurz zu machen, es war ein einziges Drama, an der Nordseite haben wir den Schmier wieder abschleifen lassen (Sauarbeit für die Handwerker), was natürlich auch nur zum Teil gelang… die Südseite haben wir so gelassen, wir hatten einfach genug. Die Firma meinte, dass blättert über kurz oder lang sowieso ab… Das tut es jetzt, und wie, siehe Fotos.
Wir möchten uns nun einfach nicht mehr drüber ärgern und nochmal einen Anlauf starten, also abschleifen und Leinöl streichen lassen.
Für eine Einschätzung, professionellen Rat, oder Empfehlungen sind wir dankbar! Folgende Fragen stellen sich uns:
- Sind die Schindeln nach dieser „Tortur“ überhaupt noch mal abschleifbar? Einige sind bereits gerissen, verformt.
- Welche Strahlungsmethode wäre die behutsamste?
- Da wir beide handwerklich nicht sehr begabt sind (ich weiß, nicht die allerbeste Voraussetzung bei einem Fachwerkhaus, ??), sollte die Ausführung von einem Fachmann übernommen werden. Am besten in einer Hand, alte Farbe abstrahlen, beschädigte Schindeln ersetzen (Ersatz ist vorhanden), ölen.
Kann uns jemand eine Empfehlung für Handwerker/Firma im Raum Frankfurt/Taunus geben?
- Gibt es evtl. Erfahrungswerte bzgl. erwartbarer Kosten?

Sorry, ist nun doch ziemlich lang geworden…
Herzlichen Dank für jede Hilfe!
Lilli

P.S.: Wenigstens haben wir für diesen Pfusch nicht bezahlt. Der Ärger, die Enttäuschung und Frustration waren schon bitter genug.
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Holzweichfaser 10mm im Raum Stuttgart PLZ 70 gesucht

05.10.2021 max1804 | 1 121
Hallo zusammen,
wir sind verzweifelt auf der Suche nach ein paar qm Holzweichfaserplatten in 10mm Stärke für Laibungen.
Diese sollen mit Kalkputz verputzt werden.

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Kalkglätte auf altem Kalkputz mit "großen Gipsflicken"

04.10.2021 katerin | 3 156
Hallo in die Runde,

wir wollen einige Innenwände mit einer neuen, Putzoberfläche (am liebsten Kalk) versehen haben hier gerade folgende Situation - ich würde es mal als Experiment bezeichnen, da ich wenig Erfahrung habe aber die Finger trotzdem nicht davon lassen kann:

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Preussische Kappendecke mit Profilholz verkleiden

04.10.2021 Tonicalibra | 6 204
Preussische Kappendecke mit Profilholz verkleidenHallo liebe Community,

ich habe mir ein Altbau von 1900 gekauft und bin beim "ergoogeln" von Antworten bei auftretenden Fragen immer wieder hier in diesem Forum gelandet und wurde überragend aufgeklärt. Nun ist es soweit, dass mein aktuelles Anliegen hier tatsächlich noch nicht behandelt wurde.

Folgender Sachverhalt:

Im EG befindet sich die Werkstatt, die Decke zum OG (Wohnbereich) besteht aus einer preussischen Kappendecke. Diese möchte ich analog zu meiner bisherigen Werkstatt wieder mit Profilholz (Fichte, 12.5x96mm) verkleiden. Da man mit diesen Nut- und Federbrettern auch wunderbare Kurven bauen kann, entstand der Wunsch, die Kappendecke so mit Holz zu verkleiden, dass alle Bögen weiterhin sichtbar bleiben - eben nur mit einer Schicht Holz drumrum.

In meiner bisherigen Werkstatt habe ich 24x48mm Dachlatten horizontal mit Schlagdübeln an der Wand befestigt und danach die Holzpaneele vertikal aufgeschraubt. Das gleiche an der Decke. Simpler Aufbau, geht schnell und reicht vom optischen Anspruch her für Werkräume völlig aus.
Nun stehe ich aber vor dem Problem, dass ich die Dachlatten über den gesamten Bogen an der Decke verschrauben müsste - Dachlatten sind lawede und weich, aber SO VIEL kann ich die Latte doch nicht biegen? Da zieht es mir am Ende den mittleren Schlagdübel aus der Decke, wenn die Latte versucht sich zu entspannen.

Was habt ihr so für Ideen? Die Dachlatte in Teilstücken an die Decke zu bringen artet wohl aus, da ich dann anstatt 100m Dachlatten dann 500 kleine Teilstücke an der Decke verschrauben müsste. Dann hab ich ja mehr Schrauben als Ziegel in der Decke, gefühlt.

Dachlatten kann man unter Dampf und Druck biegen. Bin mir aber nicht sicher, ob die zu bauende Apparatur vom Aufwand her sich "lohnt". Da muss es doch (hoffentlich) eine einfachere Lösung geben, ich komme nur nicht drauf.

Vielleicht habt Ihr ja noch passende Ideen?


Liebe Grüsse, Toni
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