Das Fachwerkhaus-Forum

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Ärger mit Behörde: Ordnungsverfügung - Fenster schließen!

12.04.2022 Tigrani | 6 504
Hallo,

Vorgeschichte: wir haben vor ein paar Monaten ein Haus gekauft. Als wir das Haus gekauft haben, hatte uns der Makler gesagt, dass es für das Haus keine Bauakte mehr gibt, weil es vor über 70 Jahren einen Brand gegeben hat und alle Unterlagen bei der Behörde verbrannt sind. Ich habe mir diese Information von der Behörde bestätigen lassen. Neben unserem Haus gibt es ein Grundstück, das einem Nachbarn gehört. Der Nachbar hat dieses Grundstück vor etwa 3 Jahren gekauft und es ist noch nicht bebaut. Beim Kauf sagte uns die Immobilienmaklerin, dass, wenn der Bauantrag vom Nachbarn genehmigt wird, unsere 2 oberen Fenster (es gibt 9 Fenster auf dieser Seite) eventuell zugemauert werden müssen. Das war für uns kein Problem, da die Maklerin einen Rabatt (5000€) auf den Kaufpreis gab, stimmten wir zu. Ich habe die E-Mail-Korrespondenz, in der von 2 Fenstern die Rede ist. (Ich habe im Nachhinein herausgefunden, dass im Kaufvertrag nicht die 2 Fenster aufgeführt sind, sondern nur allgemein alle Fenster auf der Seite).
Aktuelle Situation: Ich habe ein Schreiben von der Behörde erhalten: 1) Es handelt sich um eine Ordnungsverfügung mit Androhung eines Zwangsgeldes mit dem Ziel, die 9 Fenster in der Gebäudeabschlusswand zu schließen, da es sich um eine Brandwand handelt. 2) Verletzung des Abstands im Bereich Vorsprung der Grundstücksgrenze.

Ich habe bereits mit dem Nachbarn und mit der Behörde gesprochen. Der Nachbar hatte vor ein paar Jahren einen Bauantrag für dieses Grundstück gestellt, als unser (jetziges) Haus noch nicht bewohnt war und so ist die Behörde auf das Haus gestoßen. Jetzt will er natürlich, dass alle unsere Fenster zugemauert werden und dass wir ihm den Vorsprung der Grundstücksgrenze verkaufen(damit er auch den Bauantrag genehmigt bekommt). Die Behörde hat mir gesagt, dass das Haus keinen Bestandsschutz hat, weil die Bauakte durch den Brand zu Grunde gegangen ist (Denkmalschutz hat das Haus auch nicht). Die Bewohner aus der Gegend haben mir die Geschichte des Hauses mitgeteilt, dass das Haus ca. 350 Jahre alt ist. Wir haben auch Fotos von über 70 Jahren erhalten, wo man die Fenster sehen kann.

Wir möchten (wenn es keine andere Alternative gibt) aus dem Kaufvertrag nicht austreten, da schon sehr viel Kosten in Renovierung und Modernisierung geflossen sind und dieser Teil des Hauses auch bewohnt ist. Meine Frage ist, was können wir tun, damit die Fenster nicht geschlossen werden? Können wir den Bestandsschutz auch anders nachweisen? Oder könnten wir den Bau nachträglich genehmigen lassen? Wenn es nicht möglich ist, den Bestandsschutz nachzuweisen, könnten wir die Fenster durch F90-Brandschutzfenster ersetzen lassen? Da die Kosten sehr hoch sind, würden wir sagen, dass die Maklerin die Kosten dafür tragen müsste. Welchen Rat können Sie in dieser Situation geben?
Wir überlegen, die Maklerin zu verklagen, aber das wäre zweitrangig. Denn wir müssen erst einmal wissen, wie wir gegenüber den Behörden reagieren und versuchen, Fenster und einen Teil der Grundstücksgrenze zu retten.
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gedrechselte Treppenpfähle?

12.04.2022 Doreen | 1 208
gedrechselte Treppenpfähle?Guten Morgen!
Ich habe letztes Jahr ein unsaniertes Haus mit Baujahr 1880 gekauft, welches im südlichen Teil von Sachsen-Anhalt liegt.
Beim Ablösen der alten Tapete im Treppenhaus kamen an jeder Ecke diese schönen runden Holzpfähle zum Vorschein.
Allerdings erschließt sich mir der Sinn dieser nicht. Warum hat man sich die Mühe gemacht, abgerundete und gedrechselte Holzsäulen an jede Ecke zu stellen, nur um diese dann einzumauern? Oder wofür waren die Hölzer ursprünglich gedacht?
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Kaltluftabfall durch Fussboden

10.04.2022 herpes | 4 229
Ein unangenehmer kalter Luftzug am Fußboden wird durch den (warum auch immer vom Vorbesitzer) aufgedoppelten Fußboden erzeugt. Es ist eine Holzbalkendecke. Habe die aufgedoppelte Holzdecke noch nicht geöffnet, habe aber gesehen an der Heizungsnische das zwischen den Balken nichts ist. Zwischen den Originalbodenbalken ist, wie ich an einer Stelle sehen kann, diese Schüttung wie sie früher verwendet wurde, vorwiegend diese Kohle oder Schlacke.
Wie kann ich am besten oder am einfachsten zwischen den aufgedoppelten Balken dämmen oder den Zwischenraum winddicht bekommen?
An den Stellen wo es zieht, ist darunter der Flur, der ist zwar beheizt, aber nicht nur lau.
Es ist mir klar, dass ich zuerst die verlegten OSB-Platten entfernen muss.
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Ehem. Bauernhof energieautark?

09.04.2022 Herbert_Working | 7 523
Hallo zuasmmen,

schon seit Jahren stört mich unsere in die Jahre gekommene Haustechnik (Ölheizung, Heizkörper)
Jetzt natürlich umso mehr...
Das Wohnhaus ist um 1800 aus Feldsteinen / Fachwerk gebaut. Teilsaniert. Innendämmung Schilf und Lehm. Perlite auf der obersten Geschossdecke. Insgesamt noch zugig durch undichte Fenster und Haustüren.

Meine Idee wäre nun, die ca. 175 qm Dachfläche eines Nebengebäude mit roten PV-Panelen zu belegen. Was ungefähr 30 kWp und rund 27.000 kWh Strom im Jahr bringen würde. Da eine hohe Vorlauftemperatur benötigt wird wäre eine Hochleistungs-Erdwärmepumpe notwendig die entsprechend viel Strom verbraucht.

Jetzt wirds interessant ;-) :
Um die Sonnenarmen Tage abzufangen hätte ich auf sowohl Batterie- als auch Erdpufferspeicher gesetzt die sich zu Sonnenzeiten füllen wenn mit dem Strom gerade nicht geheizt wird oder ein Elektroauto geladen wird.
Gibt es Erdpuffer die den Sommer über so aufgeheizt werden, dass sie im Winter über Monate den Heizkreislauf bedienen bei 70 ° Vorlauf? Wurde sowas schonmal gemacht? Wäre ja bis auf die hohen Investitionskosten eigentlich eine runde Sache.

Hält das alles jemand für realistisch oder sind das Hirngespinste?

Solarthermie kommt leider aufgrund Denkmalschutz nicht in Frage... Auch hätte ich bedenken das Haus zum Niedrigenergiehaus umzubauen und jede Ritze dich zu machen aufgrund der alten Substanz.
Die ganze Holzthematik (BHK, Pellet- Hackschnitzel) als Alternative sehe ich auch kritisch da in Krisen wie jetzt gerade auch kaum an Holz zu kommen ist ohne dass man mit dem Förster verschwägert ist. Und die Pellets bekanntermaßen die gleichen Reisewege wie unser Heizöl und Erdgas zurücklegen...

Wäre für jede Eingebung dankbar.
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Hanf-Jute-Dämmung

09.04.2022 Heidekind | 0 164
Hallo Zusammen,
wer hat Erfahrung mit folgender DachDämmung:
Tonpfannen 25 Jahre alt, bisher immer dicht gehalten -
ca. 24 cm Dämmung aus Hanf-Jute- Platten zwischen den Sparren-
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Hauskauf

08.04.2022 Fun Familie | 1 292
Hallo, wir haben dieses Haus gefunden und würden gerne einmal euren Eindruck hören. Werden es uns nächste Woche anschauen. Vielleicht kommt ja auch jemand aus der Nähe und würde es mal mit anschauen
Immowelt Online ID: 244YV5B Danke
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Teerpappe und Bimssteine im Fachwerk

08.04.2022 Eckertson | 10 375
Teerpappe und Bimssteine im FachwerkHallo zusammen,

aufgrund eines Balkenschadens an unserem Fachwerkhaus haben wir den Fassadenputz, bis jetzt teilweise, entfernt um eventuellen weiteren Schäden auf die Spur zu kommen.
Dabei haben wir Teerpappe zwischen allen Balken / Stützen und dem Außenputz gefunden. Gehe ich richtig in der Annahme, das die Teerpappe raus sollte, weil die Gefahr besteht, das Feuchtigkeit nicht raus kann?
Im Erdgeschoss sind die Fache teilweise noch original mit Lehm, teilweise mit Backsteinen und teilweise mit Bimssteinen ausgemauert.
Das Obergeschoss wurde in den 1950er Jahren auf das alte Fachwerk aufgestockt. Auch hier wurde Fachwerk verwendet. Das wurde aber komplett mit Bimssteinen ausgemauert. Kann der Bimsstein im Fachwerk bleiben oder ist es besser den raus zu machen?

Vielen Dank schon mal
Eckertson
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UP Dosen in Massivholzwand + Lehmputz (Geräteverbindungsdosen)

08.04.2022 Sepp | 1 144
Hallo,

ich muss irgendwie meine UP-Dosen in einer Massivholzwand befestigen. Normalerweise wird eine GK-Platte auf die Wand geschraubt dann eine Hohlwanddose verwendet. (Die Ausfräsung im holz ist größer als 68 mm)

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