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Wassereinbruch Gewölbekeller

21.11.2018 Erzgebirger | 13 295
Wassereinbruch GewölbekellerGuten Abend,
wir haben in unserem 150 Jahre alten Haus auf der Hofseite ein Gewölbe aus Bruchsteinen, welches zwischen 10 und 40 cm unter Wasser steht.
Ich hol einfach mal weiter aus:
Uns wurde gesagt, es diente ursprünglich zur Entwässerung. Mein Vater erzählte mir damals, dass schon immer Wasser aus der Wand in dem kleinen Gang austrat und durch das Gewölbe in einen Einlauf floss.
Irgendwann hatte mein Vater die glorreiche Idee, da unten Platten zu legen, darauf eine Folie zu legen und Bauschutt zu lagern. Das Wasser floss dann noch zwischen den Platten bis zum Einlauf,
von da in einen Schrot und ca 100m weiter talabwärts bis es in den angrenzenden Bach gelangte.
Dieses Rohr wurde beim Straßenbau und durch meinen Nachbarn zerstört. Vermutlich auch durch Wurzeln usw. Eine direkte Einleitung in den Bach ist nicht möglich, da dieser 25 m entfernt ist und der Einlauf exakt die gleiche Höhe aufweist wie das Bachbett.
Nun stand also 5 Jahre das Wasser im Gewölbe.
Anfang des Jahres haben wir mit Händen und Eimern 9 Kubikmeter Schutt aus dem Gewölbe geholt um es wieder frei zu legen und etwas unternehmen zu können.
Aktuell läuft je nach Regenmenge mal mehr, mal weniger Wasser in das Gewölbe. Als es nicht mehr regnete staute die Feuerwehr den Bach hinter dem Haus an. Das Wasser stand dann ebenso hoch in meinem Gewölbe und ich konnte es nicht mehr abpumpen. Die Pumpe hat eine Leistung von 3000 Litern pro Stunde und lief durchweg. Das Wasser drang durch die Mauerwerksfugen ein, teilweise so stark wie aus einem Wasserhahn.
Ich hab bei vorherigen Regengüssen schon ein paar solcher Stellen gefunden, hauptsächlich in den Ecken zum Fußboden und hab dort von MEM den Wasserstopmörtel gegen gedrückt. Das hat an den Stellen auch funktioniert, allerdings kann ich das nicht auf 15 Meter umlaufenden Wandflächen bis 40cm Höhe machen. Dann bin ich nämlich arm.
Da nur eine Seite vom Gewölbe zum Hof liegt und das Wasser aber ringsherum eintritt, fällt eine Abdichtung von außen flach.
Ich möchte das Gewölbe eigentlich nicht nutzen, maximal zur Getränkelagerung und zur Sumpfkalklagerung.
Ich habe jetzt Angst, dass es mir den Boden um das Mauerwerk und das Mauerwerk selbst ausspült und das Haus schwere Schäden davon trägt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Bauherren damals das Gewölbe wirklich nur zur Entwässerung gebaut haben und das dort ein Rinnsal durchfließen sollte. Wenn das doch so gemacht wurde, bitte ich um Aufklärung.

Meine Idee wäre jetzt in den Wintermonaten, da dann kaum noch Wasser eintritt, eine ca 10 cm dicke und 50 cm hohe Betonvorsatzschale einzubringen, mit Dichtzusätzen für den Beton und einer Stahlarmierung.

Ich erhoffe mir dadurch den Wassereinbruch zu stoppen, damit der umliegende Boden nicht weiter ausgespült wird. Die Wände bekomme ich nicht trocken, allerdings kann dann über der Vorsatzschale das Mauerwerk und das Gewölbe wieder instand gesetzt werden und per Lüftung die normale Luftfeuchtigkeit erreicht werden, wie es ursprünglich einmal der Fall war.
Durch das fließende bzw teils stehende Wasser sind die Wände und die Gewölbedecke mittlerweile so nass, dass im Raum darüber der Boden extrem feucht ist. Dieser soll später auch abgetragen werden und neu aufgebaut. Die Wände mit Wandheizung versehen werden.
Eventuell hatte hier ja jemand mit den gleichen Problemen zu kämpfen und kann seine Erfahrungen mit mir teilen, jemand hat hier eine andere Gute Idee oder kann mir sagen, dass meine Überlegungen gar nicht so falsch sind.
Wie gesagt, Nutzung des Gewölbes ist zweitrangig.

Ich lad mal noch einige Bilder dazu hoch.
Wir haben den kleinen Gang der früher da war, mittlerweile von oben aus dem anderen Raum her geöffnet um darüber das Gewölbe leer zu bekommen und einen Eingang zu erstellen. Der ursprüngliche Eingang wurde schonmal umgeändert, verschlimmbessert und liegt zukünftig mitten in der Wohnung.

Vielen Dank schon Mal für das lesen meines langen Textes.

Grüße aus dem Erzgebirge.
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Hamburger Fenster

21.11.2018 Majabär | 1 89
Hallo, ich habe eine Frage zu Laerchenholzfenstern, hat die jemand verbaut? Kann jemand zu Langzeithaltbarkeit der Lackierung etwas sagen?
Vielen Dank im Voraus,
Maja
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Gipsputz oder Lehmputz

20.11.2018 Marlon | 15 391
Gipsputz oder LehmputzHallo alle zusammen!
Wir sind gerade dabei unser Haus in Ungarn zu renouvieren. Das ist nicht so leicht, da wir Laien auf dem Gebiet sind.
Nun ist da noch diese eine Wand aus Ziegelsteinen, die verputzt werden muss. Wir möchten dies möglichst ökologisch tun. Deswegen kommt für uns in erster Linie Lehmputz in Frage.
Auf die Empfehlung unseres ungarischen Handwerkers haben wir seinen Lehm genommen und sind seinen Anweisungen gefolgt. Wir haben den Lehm auf die Ziegelwand aufgetragen und das Ergebnis sah sehr schön aus. Eher rustikal, aber das mögen wir.
Am nächsten Tag waren jedoch schon die ersten Risse zu sehen. Diese haben wir die Tage darauf immer wieder versucht zu kitten, das heisst, wir haben den Lehm innerhalb der Risse verschmiert, auf das sie verschwinden.
Sie waren am nächsten Tag wieder da, doch sie wurden tendentiell kleiner.
Auf dem Foto könnt ihr das Ergebnis nach 5 Tagen sehen.
Der Handwerker meint, das sei normal und wir hätten gute Arbeit geleistet. Es müsse noch weiter trocknen und dann könne er in ein paar Tagen / Wochen alles mit einem Gipsputz überstreichen.
Ich hatte ihm gesagt, ich will den ganzen Lehm runterreissen und lieber NUR mit Gipsputz arbeiten. Das deckt sich auch mit vielen Meinungen aus dem Internet.
Nun lautet meine Frage: Wie würdet ihr anhand meiner Schilderungen und dem beigefügten Bild entscheiden?
Wie gesagt, einfaches Mauerwerk. Das Zimmer sollte alsbald fertig werden. Gipsputz ist in Ungarn leicht zu bekommen, diffusionsoffen, natürlich und nicht allzu teuer.
Oder doch besser den Lehm drauf lassen, der sich bereits fest in die Zwischenräume der Ziegel eingegraben hat.
Es wäre auch eine Überlegung nur den Lehm in den großen Zwischenräumen zu lassen...
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe! :)
Marlon
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Fußbodenaufbau Altbau (BJ 1822) mit Gewölbekeller & Zwischenwänden auf Holzbalken

20.11.2018 Philipp | Schwarzwald 5 152
Liebes Forum,

Ich bin aktuell am Renovieren eines Altbaus aus dem Jahre 1822. Nach vielem Recherchieren in diesem Forum und Gesprächen mit Handwerkern habe ich mich auf den folgenden Aufbau entschieden:
- Aktueller Dielenboden, Balken auf welchen die Dielen befestigt sind, sowie der Dreck zwischen Balken und Gewölbekeller-Decke entfernen
- Gewölbe mit gebundener Liapor Schüttung auffüllen
- Auf der gebundenen Schüttung eine Schweissbahn aufbringen > darauf eine Dämmung > Darauf eine FBH im Estrich verlegen lassen

So weit so gut. Jedoch war heute der Handwerker, welcher den Estrich verlegen wird vor Ort und hat mich darauf hingewiesen, dass es ggf. problematisch werden könnte bzgl. der Zwischenwände. Diese sind aus Bruchstein (wie übrigens auch die Außenwände) und liegen auf einem Holzbalken auf. Nun meinte der Estrich-Leger, dass die Möglichkeit besteht, dass wenn mann die Schweissbahn einbringt und an der Wand hochzieht die Balken, auf welchen die Zwischenwände aufliegen, Feuchtigkeit vom Keller aufnehmen könnten und somit Porös (durch Pilz) werden können. Aktuell ist sowohl die Erde zwischen dem Dielenboden und Gewölbe, als auch alle Balken auf welchen der Dielenboden aufliegt trocken und in sehr gutem Zustand.

Hat jemand bereits Erfahrung mit dieser Situation und kann mir ggf. Empfehlungen/Optionen aufzeigen?
Gerne kann ich zur Verdeutlichung auch Fotos hochladen.

Vielen Dank im Voraus!
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Abflussrohre aus Gewölbekeller entfernen -> Welche Lehmfüllung?

20.11.2018 Fabian | Filderstadt 0 58
Hallo zusammen,

wir renovieren aktuell ein Fachwerkhaus von 1914 wo auf der einen Seite des Hauses ein etwa 4mx6m großer Gewölbekeller darunter liegt. Oberhalb des Gewölbes war bisher der Bereich bis zum (etwa 1980 eingezogenen ) Estrichboden mit etwa 0,6m Schlacke gefüllt. In einem Eck des Gewölbekellers, etwa 0,6m von der Stirnseite und 0,2m von der Gewölbeseite entfernt, befindet sich ein Grauguß-Abflussrohr mit etwa 15cm Durchmesser das das Gewölbe durchbricht. Das Gewölbe ist etwa bis zur Scheitellinie mit Lehm verfüllt, darüber war dann die Schlackefüllung bis zum Estrich. Im Bereich der Abflussrohre fehlt allerdings die Lehmverfüllung und die Schlacke geht bis nach unten. in den Keil Gewölbe-Außenwand.

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Gesundheitliche Risiken durch Schlackestaub

19.11.2018 B | 8 234
Hallo zusammen!

Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1946 - also noch relativ neu ;-)

Wir verlegen gerade die Stromleitungen neu und mussten dazu im Dachboden an einigen Stellen Kabeldurchbohrungen stemmen (ich vermute mal, dass ich dabei eine Maske getragen habe). Da im gesamten Haus Fehlboden vorhanden ist, bin ich nicht von größeren Schadstoffen ausgegangen, was leider naiv war. (Asbest ist im Haus keiner vorhanden) Ich habe bspw. ohne Maske einige Löcher in die Decke gebohrt und dementsprechend Staub abbekommen.
Auf denn Dachboden selbst habe ich anfangs nur mit Maske bewegt, nachdem dieser „aufgeräumt“ war, dann aber auch ohne. Hier kam es natürlich auch zu Staubaufwirbelungen.

Erst jetzt habe ich entdeckt, dass es sich bei der Dachbodenschüttung um Schlacke handelt. Auch wenn die Frage jetzt eventuell ein wenig paranoid klingen mag, liest man doch im Internet richtige Schauermärchen. Muss ich durch die Kontakte mit Schlackenstaub auf Haut und Lunge (in etwa 5-6 mal) bereits mit gesundheitlichen Risiken rechnen, oder war der Zeitraum für eine ernsthafte Erkrankung hier zu gering? Gerade die Sache mit dem Lungenkrebs beschäftigt mich dann doch sehr :-(.

Danke schon mal aus Aschaffenburg!
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Fensterbanklösung für Fachwerk

19.11.2018 JustDoIt | 9 210
Ein freundliches Hallo als Neuling im Forum erstmal an alle in die Runde,

ich hätte eine etwas kniffelige Situation und hoffe hier mal von ein paar Profis und/oder Heimwerkern ein paar Erfahrungsberichte oder Empfehlungen bekommen zu können und Danke schon mal ganz lieb vorab.

Uns stellt sich folgende Frage: Unser Haus ist zu Teilen in Form eines 'modernen' Fachwerkhauses gebaut, wobei die Felder ausschließlich mit großen Glasscheiben ausgefüllt sind. Das tragende Ständerholz zeigt dabei nach außen, das Glas ist von innen gegen das Konstuktionsholz gesetzt (also keine zusätzliche Glashalteleiste mehr außen). Wir hatten bisher keine Fensterbänke, allerdings setzt das Wetter dem Holz, insbesondere den unteren Schwellen, zunehmend zu, mit Streichen ist dem ganzen kaum bei zu kommen, weshalb wir jetzt doch etwas bzgl. langlebiger Fensterbänke tun müssen.
Leider ist unser Wissen, trotz passioniertem Hobbyheimwerken, sehr begrenzt in dieser spezifischen Situation und auch die Profi-Betriebe in unserer Umgebung kannten sich nicht wirklich aus und rieten zum Ausprobiern (leider etwas teuer und ggf. ineffizient).
Aber vielleicht sah sich ja hier schon der ein oder andere mit einer ähnlichen Problemstellung konfrontiert.

Also in aller Kürze:
- wir bräuchten eine möglichst robuste und am besten kostengünstige Möglichkeit
- möglichst DICHTE Fensterbänke in eine Fachwerkkonstruktion einzupassen,
- bei denen die Rückseite ("Anschraubkante") einer Glasscheibe ansitzt (und folglich nicht all zu weit nach oben ragen sollte),
- die Seiten der Holzkonstruktion ansitzen,
- wobei kein besonderes Design oder traditionelle Verarbeitung wichtig ist (wie ich häufig in anderen Fällen hier im Forum lesen konnte), da es sich nicht um ein klassisches Fachwerkhaus handelt.

Es sind natürlich alle Ideen willkommen und auch ich habe mir natürlich schon meine Gedanken gemacht.
Zum Beispiel dachte ich an Aluminium bzw. Metall, welches leicht und leicht zu verarbeiten ist. Allerdings lässt sich nicht an allen Schwellen mit der handelsüblichen Stangenware arbeiten, z.B. an schrägen/zu einer Seite geneigten Hölzern etc. Also einen Spengler beauftragen?!? Für Holz- oder Steinbänke wüsste ich gar nicht, wie ich diese am geschicktesten einbauen und abdichten soll, zumal ich auf einen möglichst flachen Aufbau hoffte (sonst steht die Fensterbank von innen zu weit sichtbar ins Glas). Ich bin mir auch nicht sicher, in wie weit der Einsatz von Silikon schlussendlich hilft, da ich später ja nicht mehr die Möglichkeit habe, unter die Bänke tretendes Wasser zu erkennen und die Fugen zu revidieren...

Viele Fragen also, aber ich bin für jeden kleinen Rat dankbar! Eine angenehme Woche sonst noch allerseits!

LG
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Bauinschrift/Hausinschrift entziffern

18.11.2018 Commodore1977 | 1 170
Bauinschrift/Hausinschrift entziffernHallo, ich bin Eigentümer eines Fachwerkhauses des Baujahres 1805. Meine Frau und ich sind die siebte Generation und meine Kinder die achte in diesem Haus, seit dem ich lebe sehe ich an der Haustür die Bauinschrift/Hausinschrift und frage mich für was die Buchstaben darauf stehen.

Kelner und Bergmann werden Namen sein,
das Ende wird wohl „der 6te Tag des Augustes 1805“ sein. Aber wofür stehen die anderen Buchstaben?
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