Übersicht der Kommentare von Planungsgemeinschaft Schmidt & Partner im Fachwerkhausforum.

Alle 42 Kommentare von Planungsgemeinschaft Schmidt & Partner

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15.08.2008, Bei dieser Dachneigung aber bitte mit einem regensicheren Unterdach -sprich Schalung, Unterdachbahn, Konterlattung - Lattung und Biberschwanz. Wobei ich eine handwerklich gut ausgeführte Stehfalzdeckung aus Zink hier nicht als Stilbruch bezeichnen würde. Gruß aus Weimar

Historischer Isolierstoff - Was ist das?

12.06.2006, Hallo Thomas, in früheren Zeiten wurden auch Dämmungen aus Korkschrot mit Teer oder Bitumen verpreßt. Wenn man das Material mit einer Säge schneidet, ist der Unterschied zwischen Foamglass - auch Schaumglass genannt und der Korkschrotdämmung leicht zu erkennen. Gruß Holger S.
24.11.2005, Sie verweisen auf Referenzen - haben Sie an diesen Objekkten selbst die Leistungen ausgeführt??? Für das Forum ist eine weitgehend anonyme Beteiligung nicht immer hilfreich! Mit interessierten Grüßen Holger Schmidt-Schuchardt

Naßäulepilzschaden

Schimmel in Spanplatte und morscher Balken

27.10.2005, wie Herr Malangeri schon sagte - das wird eine größere Sanierungsaufgabe, bei der auch tragende Holzbauteile betroffen sind. Die Naßfäulepilzschäden sind deutlich zu erkennen. Ich tippe mindestens auf einen Befall durch den "Ausgebreiteten Hausporling" - einen Weißfäulepilzerreger. Das bedeutet aber nicht, daß damit ein Befall durch den Echten Hausschwamm ausgeschlossen ist. Dies kann wirklich nur ein Fachmann vor Ort feststellen. Vielleicht lassen sich von den Fruchtkörpern noch etwas deutlichere Bilder - als Nahaufnahmen einstellen? Die pilzgeschädigten Hölzer müssen auf jeden Fall mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand zum gesunden Holz (mind. 0,3 m und bei Echtem Hausschwamm sogar 1,0 m) unter Beachtung der Statik ausgetauscht werden. Also bitte zunächst die Eigenleistungen einstellen und fachmännischen Rat einholen und dann ein sinnvolles Sanierungskonzept erstellen. Gutes Gelingen wünscht Holger Schmidt-Schuchardt

Langlebigkeit von Holzhäusern

Kann man ein Holzhaus von aussen mit B-salzen schützen?

21.09.2005, das die Holzhäuser in den skandinavischen Ländern länger halten, hängt vordergründig von den dort herrschenden Klimabedingungen und auch von der in der Regel besseren Holzauswahl ab. Die klimatischen Bedingungen für holzzerstörende Pilze oder Insekten sind dort vom Temperatur- und Feuchteverlauf einfach nicht so gegeben wie hier bei uns in Mittel- oder sogar Südeuropa. Bei Verwendung nordischer Hölzer sind diese meist auch natürlich resistenter. Die Bäume können dort nicht so schnell wachsen, bilden viel schmalere Jahrringe aus und werden dementsprechend auch erst später gefällt. Dementsprechend halte ich für Holzhäuser in Andalusien den Einsatz von wirkstoffhaltigen Schutzmitteln zumindest für erwägenswert. Allerdings sollte auch hier zunächst die Frage erlaubt sein, welche Gefährdung für das Holz eigentlich besteht und natürlich auch, welche Holzarten verbaut wurden. Bei ausreichender Eigenresistenz des verwendeten Holzes könnten dann auch holzpflegende Beschichtungen auf Leinölbasis ausreichend sein. Andernfalls sollte auf geprüfte und zugelassene wirkstoffhaltige Holzschutzmittel zurückgegriffen werden. Holger Schmidt-Schuchardt

Frage an Herrn Stasch

Modergeruch-Fertighaus SOS

15.08.2005, das mit PCP und DDT und der Feststellung von anhaltenden Belastungen kann ich noch nachvollziehen. Wie ist das aber nach über 15 Jahren mit Lindan? Was stellen Sie da noch für Belastungen fest und wie sind die Grenz- bzw. MAK-werte dafür? Beziehungsweise nach welchem Kriterium wird die gesundheitliche Beeinträchtigung hier bewertet? Mit neugierigen Grüßen Holger Schmidt-Schuchardt

Oberflächenbeschichtung?

Komische Flecken, schaut euch das mal an!

08.08.2005, Hallo Stefan, womit ist der Streichsparren beschichtet und wurde die Oberflächenbeschichtung auch auf der mauerzugewandten Seite ausgeführt? War das Giebelmauerwerk beim aufmauern mal größeren Regengüssen ausgesetzt, oder wurde der Porotonziegel in soclhen Fällen abgedeckt? Wie wurde der Anschluß der Dämmung an die Wand im Detail ausgebildet? Gruß Holger Schmidt-Schuchardt

Sanierungskosten sind auch von den Wunschvorstellungen abhängig

Kauf eines alten Fach / Natursteinhauses aus dem Jahr 1900

02.08.2005, Vom Grundsatz kann man fast alles erhalten oder sanieren! Aber ohne ein Konzept, wie Sie das Haus später mal nutzen wollen und welche Umbaumaßnahmen dafür dann vielleicht notwendig sind, kann auch ein altbauerfahrener Architekt oder Bauingenieur nur eine sehr ungenaue Kostenprognose abgeben. So ein Haus ist auch immer ein Entwicklungsprozeß in den eigenen Ideen und Vorstellungen, der mit den Möglichkeiten abgeglichen werden muß. Schon dafür lohnt es sich, sich von Fachleuten beraten zu lassen. Ein guter Architekt kann sowohl die Altbausubstanz und als auch Ihre Vorstellungen respektieren und wird mit Ihnen gemeinsam die Pläne entwickeln! Zu gröbsten Kostenprognosen, die ich persönlich nicht unbedingt bestätigen kann, hatte sich Herr K. Fischer hier im Forum immer mit ca. 2000 €/qm Wohn- und Nutzfläche geäußert. Mit Bauherrendisziplin, Eigenleistungen und geschickter Planung geht es sicherlich auch günstiger. Wenn Sie sich in das Haus und den Standort verliebt haben, sollten Sie sich auch einen dazu passenden Planer "leisten" können. Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung wünscht Ihnen Holger Schmidt-Schuchardt

Hinterlüftung vom Wandaufbau abhängig

Hinterlüftung waagerecht oder senkrecht

21.07.2005, Nutzungsbedingt entsteht in den Innenräumen (z.B. durch Atmung) Feuchtigkeit, die auf dem Weg der Dampfdiffussion - des Dampfdruckausgleichs in der Regel über den Außenwandaufbau (z.T. natürlich auch durch Lüftung) abgeführt wird. Konstruktionsbedingt kann auf der Wandaußenseite unter bestimmten Wetterbedingungen Tauwasser enstehen, das aus dem Zwischenraum zwischen Schalung, Dämmung und Außenwand abgeführt werden muß, weil sonst die Dämmung durchfeuchtet wird und ihre Dämmwirkung verliert. Bei Bekleidungen aus Brettern kann deshalb nur dann auf eine Hinterlüftungsebene verzichtet werden, wenn: - der vorhandene Innenwandaufbau die Wasserdampfdiffussion weitgehend einschränkt, d.h. solche Materialien vorhanden sind, die die Wasserdampfdiffussion verhindern - in der Summe wird von diesem Wandaufbau ohne Nachweis ein sD-Wert von > 10 m gefordert. - hinter der Brettverkleidung als Pufferzone ein Hohlraum von mindestens 20 mm Tiefe verbleibt! Diese Pufferzone darf dabei durch die Lattung der Unterkonstruktion unterteilt sein. - die Außenanstriche der Brettverschalung nur einen geringen Wasserdampfdiffussionswiderstand haben! Dünnschichtige Lasur- und Dispersionsanstriche mit einem sD -Wert < 0,5 m erfüllen diese Anforderung und entsprechen damit auch den Empfehlungen für die Beschichtung nicht maßhaltiger Bauteile. Eine Verwendung stärker filmbildender Lacke oder Lackfarben wird für nicht maßhaltige Bauteile im allgemeinen nicht empfohlen und entspricht auch nicht dem Stand der Technik. - Die Abführung von Wasserdampf erfolgt außerdem noch durch die Fugen der Profilbrettschalung, da diese nie völlig dicht sind. Auch nach einem Anstrich öffnen sich diese Fugen durch Quell- und Schwindbewegungen des Holzes wieder. Im Hohlraum hinter der Bekleidung wird durch den auf die Fassade einwirkenden Winddruck oder Windsog der Luftwechsel und damit auch die Wasserdampfableitung sichergestellt. Der Verzicht auf eine Hinterlüftung ohne genaue Kenntnis des Wandaufbaus und der einzelnen Materialien ist also immer mit einem Risiko behaftet. Wenn Sie schon über eine neue Bekleidung nachdenken, sollten Sie aus meiner Sicht an dieser Stelle nicht auf die Hinterlüftungsebene verzichten. Mit freundlichen Grüßen Holger Schmidt-Schuchardt

Referenzen wo?

....hilfe, wer ist (war) auch betroffen - Elektroosmose ?

29.06.2005, Hallo Herr Metzger, kann man sich als "Ungläubiger" bitte auch mal so hervorragende Referenzen selbst anschauen? Mit dem einfachen Weitererzählen hätte ich da sonst so ein wenig meine Probleme. Mit freundlichen und neugierigen Grüßen Holger Schmidt Schuchardt