Übersicht der Kommentare von net_seeker im Fachwerkhausforum.

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Hallo Torsten

Lehmputz-Fliesen-Spritzwasserbereich

03.09.2012, warst Du schon wieder auf der Baustelle? Wenn ja, wie hast Du dein Vorhaben nun umgesetzt? Wir planen und bauen auch gerade unser Wohnbad und haben vor, Tadelakt auf den Lehm zu machen im Duschbereich. Aber das mit den Fliesen interessiert mich auch, wäre ja eventuell eine Alternative. Schade, daß sich sonst keine Antwort eingefunden hat. Viele Grüße Torsten :)

Ich

Holzbalkendecke

03.09.2012, glaube nicht, daß Lars hier seine Frage gestellt hat um eine Gegenfrage als Antwort zu bekommen. Ein einfaches "Solch ein Umbau bedarf einer Genehmigung" reicht vollkommen um beim Thema zu bleiben und auf die rechtlichen Aspekte eines solchen Vorhabens hinzuweisen. Wie es aussieht baut Lars einfach frei um und das ist doch seine Entscheidung und steht hier gar nicht zur Debatte. Zum Thema kann ich noch sagen, daß ich bemerkt habe daß in alten Häusern die Holzbalken sehr oft wenn nicht gar fast immer auf geschmiedeten Eisenstreifen aufliegen, und nicht auf dem Mauerwerk direkt. Warum das so ist weiß ich nicht, kann mir nur vorstellen das Eisen anstelle von Mauerwerk/Mörtel sich besser auf lange Sicht mit dem Holz verträgt, gerade wenn Feuchtigkeit ins Spiel kommt. Bitte meinen Kommentar positiv aufnehmen, mir fällt auf, daß in diesem Forum sehr häufig vom gestellten Thema abgewichen oder gar nicht erst drauf eingegangen wird - das erschwert es Suchern nach einem Thema erheblich, etwas Zusammenhängendes zu finden. Viele Grüße Torsten Kühnel

Hallo

Wasserrohre unter Fußboden im Sand

02.09.2012, Herr Hausleithner, vielen Dank für Ihre Antwort. Über das Thema Trinkwasser habe ich aufgehört, weiter nachzudenken und zu forschen, nachdem ich mir die aktuell übliche Feststellung der Trinkwasserqualität vor Augen geführt habe. Es gibt eine Handvoll Substanzen, meist Schadstoffe, nach denen untersucht wird und deren Konzentration festgestellt und wofür dann Grenzwerte definiert werden. Was nun aber wirklich drin ist im Wasser, an Hormonen, Medikamentenrückständen und sonstigen Verbindungen, unerkannten Rückständen aus den Plastikzuleitungen der Versorger und wie das Wasser schwingt, darüber gibt es leider keine Angaben vom Wasserversorger oder gar Vorschriften. Ab da geht es um Vertrauen. Es ist in meinen Augen unverantwortlich und nicht mehr zeitgemäß, nur auf eine Handvoll Substanzen zu testen und darauf zu vertrauen, daß ansonsten schon nicht viel schädliches drin sein wird. Wenn ich meinen Koffer auspacke nach einer Reise, nehme ich auch nicht nur die Hemden, die Socken und die Hosen raus und gehe davon aus das der Koffer dann schon leer sein wird. Sondern ich schaue am Ende mal nach, ob vielleicht nicht noch ein Mitbringsel oder alte Dreckwäsche drin ist. Erst dann weiß ich, was ich alles mitgebracht habe. Ist vielleicht ein bischen komischer Vergleich aber ich hoffe man erkennt was ich meine. Eine Umkehrosmoseanlage, welche mittlerweile recht günstig beschafft werden kann, filtert einfach alles andere als Wassermoleküle raus - leider auch die nützlichen Bestandteile wie Wasserhärte und dergleichen. Ab da weiß man aber wirklich, was man hat und kann ja noch entsprechend nachbehandeln, vor allen Dingen energetisieren. Ich verweise an dieser Stelle auf die Arbeiten von Viktor Schauber, Wilfried Hacheney oder Masaru Emoto. Zu dem Kupferrohr im Sandboden: Wie nehme ich denn am besten die mechanische Belastung weg vom Rohr? Ist die überhaupt so groß, wenn der Dielenboden vollflächig auf dem Sand aufliegt, und der Druck nicht nur punktuell über die Unterkonstruktion übertragen wird? Ich ziehe in Erwägung, das Kupferrohr außen mit einer Epoxydharzgrundierung einzustreichen, um Korrosion zu vermeiden. Die Warmwasserschleife liegt in einer 25mm starken Dämmung aus PE-Schaumrohrisolierung. Das sollte doch auch mechanische Belastung "abfedern". Zum Warmwasser. Ihr Beitrag ist wirklich hilfreich und wir haben auch schon in dieser Richtung gedacht. Wir haben dieses Jahr den Sommer über in unserer Küchenhexe gebacken, und die zusätzliche Wärmebelastung war erträglich. Im Bad hält man sich ja meißt nur kurzfristig auf, und hat es gerne auch mummelig warm - da finde ich es weniger störend, wenn es zusätzlich warm wird. Auch ist der WW-Kaminofen in keiner Weise ein Speicherofen, er hat Vermiculite anstelle von Schamotte und keine Speicherzüge, so wie unser anderer kleiner Raumheizer. Und ich gehe davon aus, daß im Sommer einmal Anheizen, 8-9kw für eine Stunde die 150 Liter im Speicher warmmacht und das dann 1 bis zwei Tage hält. Rein rechnerisch kommt das ziemlich gut hin. Wie es sich in der Praxis dann aber verhält werden wir sehen. Inwieweit der Schornstein mitspielt bei der ganzen Nummer wird sich auch zeigen. Laut Bschfm ist der Ofen für den vorgesehenen Zug geeignet. Die Flammen jedoch direkt mit einem maximal 90 - 100 Grad "kalten" Eisenrohrgeweih runterzukühlen lässt Rußprobleme erwarten - wir werden sehen und beobachten. Andererseits ist der Ofen ja für diesen Betrieb ausgelegt und konstruiert - Versuch macht also kluch. Ideal wäre es im Sommer über Solarkollektoren das Wasser zu erwärmen, unser Kessel hat aber nur eine Schleife. Eventuell werde ich einfach die Heizungsrohe abschrauben im Frühling und die Kollektoren dranhängen, bis wir einen Kessel mit zwei Wärmetauschern haben. Im Winter schön mit Ofenwärme das Bad und das Warmwasser bereiten, und im Sommer die Sonnenwärme fürs Warmwasser nutzen - das ist unser Ziel.

Hallo Herbert

Dämmen mit Strohlehm

02.09.2012, ähnliche Gedanken zum Thema Dämmung haben wir uns auch schon gemacht. Wir kamen dabei zu dem Ergebnis, daß die Art der Erwärmung des Hauses und somit seiner Bewohner einen großen Einfluss hat auf die effektiv erforderliche Dämmung - weit weg von jeglichen EnEV-Vorschriften und Normen. Unsere Versuche mit selbst hergestellten "Sauerkrautmatten", das sind mit Lehmbrei verklebte Strohhalme in eine Form gepresst, verliefen nicht sonderlich erfolgreich. Die Matte an sich war schon recht stabil. Aber das Anbringen an die Wand hat nicht funktioniert. Beim Anschliessenden Verputzen hat sich die Matte wieder aufgelöst und kam von der Wand. Wir haben aber auch nur einen Versuch gemacht und uns dann folgendes überlegt: EnEV Vorschriften auf der einen Seite hin, und kaum bis nicht vorhandene Normen zu Lehmbaustoffen auf der anderen Seite her. Die Art der Wärmeeinbringung in ein ursprünglich erbautes Fachwerkhaus hat einen großen Einfluss auf das "Ich fühle mich behaglich"-Gefühl der Bewohner. Am besten lässt sich der Effekt über das Sitzen am Lagerfeuer verdeutlichen: Da herschen ruhig Lufttemperaturen von meinetwegen -5 Grad, und man fühlt sich aber warm und behaglich, da die gesamte Wärme über Strahlung auf den Menschen übertragen wird - übrigens derselbe Effekt wenn man sich in strahlendem Sonnenschein befindet an einem ansonsten kühlen Herbsttag. Unsere Haut ist für die Aufnahme von Wärme über Strahlung offensichtlich sehr empfänglich von Natur aus. Hält man sich nun in einem sagen wir mal über einen Grundofen aus Ziegelsteinen beheizten Raum auf, fühlt man sich auch schon bei Lufttemperaturen behaglich, bei welchen man ohne die vorhandene Strahlungswärme bestimmt frieren würde. Und wenn jemand die Haustür oder das Fenster aufmacht, geht diese Strahlungswärme auch nicht einfach so verloren wie die in der Raumluft gespeicherte Wärme - wodurch sich der ganze Dämmaufwand überhaupt erst bedingt. Ich denke, es wird klar, worauf ich hinaus möchte. Bevor man sich Gedanken über eine zusätzliche Innen- oder Außendämmung der vorhandenen Fachwerkwände macht, sollte man sich auf jeden Fall vorher über die Art der Wärmeinbringung in die Räume Gedanken gemacht haben. Die Erbauer alter Fachwerkhäuser haben diese sicher nicht zum frieren seiner damaligen Bewohner gebaut, sondern so daß man sich mit ursprünglicher Heiztechnik, und das sind nunmal zumeist große Grundöfen für mehrere Räume gewesen, auch wohlfühlt. Eventuell gibt es hierzu aber auch genug andere Themen im Forum und deshalb möchte ich noch etwas zur Lehmdämmung sagen. Stabilität einbringen in aufgebrachte Lehmdämmung kann man bestimmt mit Kaninchendraht oder gebundenen Strohmatten. In dieser Richtung habe ich auch schon mal was gefunden beim googlen. Schleußner aus Tangermünde z.B. experimentierte vor ca. einem Jahr mit der Herstellung von professionell erstellten Sauerkrautmatten. Wie weit er mittlerweile ist, und ob es geklappt hat, weiß ich aber nicht. Gute Tipps zum Umgang und zur Verarbeitung von Lehmbaurohstoffen finden sich auch in den teils recht lustigen Beschreibungen in den "Einfälle statt Abfälle" Heftchen im Selbstverlag von Christian Kuhtz. http://www.einfaelle-statt-abfaelle.de Gerade die Reihe um und zum Ofenbau ist äußerst informativ und lesenswert. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, wie bei jeder anderen Art der Informationsbeschaffung, beim Lesen der Lektüre seinen eigenen Verstand zu benutzen. Viele Grüße und Spaß am alten Haus wünscht Torsten Kühnel

RE: Brauch oder Trink

Wasserrohre unter Fußboden im Sand

01.09.2012, Hallo, danke für die Antwort. Es geht um Brauchwasser. Trinkwasser geht über eine kleine Umkehrosmoseanlage. Warmbrauchwasser macht ein 7kw (Raumluft)/9kw (Warmwasser) Kaminofen mit Wassertasche über einen 150 Liter Eisenboiler mit Wärmetauscher, Korrosionsschutz und Opferanode auf dem Dachboden, über 4 Meter 1 Zoll Eisenrohr nach Schwerkraftprinzip angeschlossen. Davon geht in 22mm Kupferrohr eine Zirkulationsleitung rum (insgesamt ca. 20 Meter Länge) mit 12mm Kupferleitungen zu den Zapfstellen, so kurz wie möglich. Unser Haus ist klein, der Kaminofen mit Wassertasche steht im zweiräumigen Bad (mit großem Durchgang verbunden) und heizt die beiden Räume, die Warmwasserschleife läuft durch die beiden Räume. Die zwei Küchen werden durch die Wand direkt angeschlossen. Passt ganz gut so. 22mm nehme ich, da ich noch 20 Meter liegen habe hier. Die restlichen Räume haben (noch) Ofenheizung, werden auf Grundofen und Ofen mit nachgeschalteten Speicherzügen umgerüstet. Warmwasser über den Ofen mit Wassertasche bietet sich geradezu an bei unseren Gegebenheiten. Durchlauferhitzer (DLE) möchten wir vermeiden.
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