Übersicht der Kommentare von Koarl im Fachwerkhausforum.

Alle 13 Kommentare von Koarl

Seit 2002 online


Estrich bleibt trocken

Dehnfuge zwischen Massivholzdiele und potentiell feuchter Natursteinwand

17.11.2016, Die Dielen möchte ich kleben, weil der Estrich ein Heizestrich ist und ich keinen Luftspalt unter der Diele haben möchte. Habe gerade auch noch einmal genauer soweit es ging hinter die Randdämmstreifen geschaut. Die Feuchtigkeitssperre ist bis kurz unter Oberkante Estrich gezogen. Der Estrich sollte also von unten und der Seite trocken bleiben.
28.12.2015, Hallo! Da habe ich bessere Erfahrungen gemacht, allerdings ist das wahrscheinlich auch abhängig vom Denkmalschutz-Ansprechpartner. Im Vorfeld unserer Sanierung haben wir mit unserer Ansprechpartnerin beim Denkmalschutz besprochen, welche Maßnahmen sie bescheinigt. Das war in unserem Falle alles, - was vorher beantragt und genehmigt wurde, - was zudem der Sicherung oder dem Erhalt des Denkmals - oder der zeitgemäßen sinnvollen Nutzung des Denkmales dient. Ausstattungsdinge wie Bodenbeläge, Möbel, Handtuchhalter, etc. werden nicht bescheinigt. Im Vorfeld haben wir auch den Abriss verschiedenster Umfänge mit dem Ziel der Bestandssichtung (bei Fachwerk muss da ja die Wandverkleidung runter, ggf. der Fußboden raus, etc.) beantragt. Eigentlich kann nach Fertigstellung der Maßnahmen die Bescheinigung beantragt werden, aufgrund des Umfangs der Baumaßnahmen beantragen wir die Bescheinigung jährlich. Die Ausstellung ist jeweils gebührenpflichtig und richtet sich nach dem Umfang der beantragten Bescheinigung. Bisher sind die Erfahrungen gut. Teilweise habe ich auch Werkzeuge zur Sanierung gekauft. Die Bescheinigung hierfür wurde nicht ausgestellt. Aber dafür wurde bescheinigt, dass solche Werkzeuge für die Instandsetzung des Denkmals benötigt werden. Auslagen für Bücher und Gebühren können als Werbungskosten abgesetzt werden. Darum kümmert sich jetzt mein Steuerberater (vielleicht können sie nur anteilig angesetzt werden). Sprich Euren Ansprechpartner in der Denkmalschutzbehörde darauf an, welche Umfänge er/sie bescheinigt (Stichworte Erhalt/Sicherung des Denkmals, sinnvolle Nutzung ...) und wie lange er/sie dafür benötigt (hat bei uns schon mal ein paar Monate gedauert). Zum Prozedere gibt es dort vielleicht noch ein Merkblatt oder eine Vorlage für die Beantragung. Dann ist ein guter Steuerberater sicherlich hilfreich. Der weiß dann nämlich, wie er die Begründung gegenüber dem Finanzamt zu führen hat, wenn es von dort Zweifel an der Notwendigkeit oder so gibt. Natürlich ist das hier nur ein Erfahrungsbericht, ich übernehme keine Gewähr dafür, dass das anderswo genauso läuft oder laufen müsste. Auch habe ich jetzt nicht alle Begrifflichkeiten in meinen Unterlagen nachgelesen und bin kein Fachmann für steuerliche oder denkmalschutzrechtliche Belange! Viel Erfolg und damit einen guten Start ins Jahr 2016! Koarl

Ergebnis

Rezept sperrender Lehmputz gegen durchschlagenden Ruß

16.11.2015, Falls noch jemand mit ähnlicher Problemstellung danach sucht, hier unser Ergebnisbericht: Das Magerquarkrezept haben wir ausprobiert, den Quark und Kalk mit Conluto-Lehmfeinputz angemischt und 2x als Feinputz aufgebracht, die letzte Schicht glattgerieben. Vorher hatten wir eine Situation wie auf angehängtem Bild gezeigt (nach dem Aufbringen des ersten Lehmfeinputzes). Nach dem späteren Aufbringen der oben genannten zwei Lagen ist nun bis auf 3 winzige Punkte kein Ruß mehr durchgekommen (ob die durchfärben oder vielleicht verrußtes Material von der Decke beim Arbeiten in den frischen Lehmputz gefallen ist und dann von uns aufgetragen wurde, kann ich nicht sagen). Diese drei Punkte bekommen wir dann spätestens beim Streichen in den Griff. Das Ergebnis macht einen guten Eindruck, wir werden es beim darüberliegenden (komplett schwarzen) Raum auch wieder zum Verputzen nutzen. Schönen Dank für die Kommentare! Koarl

Rauchhaus

Rezept sperrender Lehmputz gegen durchschlagenden Ruß

06.11.2015, Hallo, nein, daneben liegt die ehemalige Küche, mit schönen Natursteinwänden, teilweise auch schön schwarz, da vor 200 Jahren noch kein Schornstein drin stand. Also einfach nur alter Ruß in älterem Lehmputz, der neu verputzt werden soll. Ein Abbruch der Decke steht nicht zur Diskussion. Ich suche also nur Tipps zum Verputzen und Streichen, ohne dass der Ruß durchschlägt ... Danke trotzdem für die Hinweise. Viele Grüße Koarl

Perimeterdämmung, ...

Lieferant Schaumglasschotter im südl. Brandenburg gesucht

13.04.2015, Hallo Herr Böttcher, der Peter Müller hat die Eingangsfrage gestellt, ich habe mich aufgrund Ihres SGS-Kommentars eingeklinkt. Ihren gut gemeinten Rat, die Aufbauhöhe zu minimieren, werden wir nicht mehr realisieren können. 10cm Kies, 5cm Sauberkeitsschicht, 12cm Stahlbetonsohle und Feuchtigkeitsperre sind schon eingebaut. Darauf sollen jetzt noch 2-lagige Purmo-Dämmung (1. Dämmplatten Typ DEO, EPS 100, 40 mm; darauf 2. faltjet PUR Faltbahn 58 mm, Typ DEO ds), Heizestrich und Beläge folgen. Ursprünglich war ein Aufbau mit 27cm SGS und 10cm Heizestrich (mit integrierter Stahlmatte geplant), allerdings wurde mir in diesem Forum damals schon vom SGS abgeraten und ein dünnerer (weniger träger) Heizestrich empfohlen (daher dann der oben genannte Aufbau als Vorschlag vom Architekten). Vorher wurden aufwändig viele Fundamente erneuert. In diesen Bereichen hatten sich die Fundamentsteine zersetzt und die Schwellen sind im Dreck verschwunden und mussten ersetzt werden. Wir sind dabei kleinteilig vorgegangen und haben gut abgestützt, es gab dabei keine nennenswerten Setzungen. Mit Ihrem Rat hätten wir uns wohl einige Aufwände sparen können. Die Fundamente außen sind nicht überall geradlinig ausgeführt, da wir in einigen Bereichen nur innen eingeschalt haben und außen das Erdreich die Begrenzung dargestellt hat. Das könnte das Aufkleben etwa einer geschlossenporigen Schaumstoffperimeterdämmung aufwändig machen. Oder gibt es da auch Dämmstoffe, die sich der Oberfläche gute anpassen können? Stehende Nässe durch die „Badewanne“ ist am Haus nicht problematisch. Nach ordentlichen Regentagen ist das Erdreich zwar sehr feucht, es steht aber kein Wasser über längere Zeiten und auch beim früheren Schachten bei sehr nassen Tagen blieb das Erdreich fest. Bei dem „Eislinsenproblem“ bin ich mir nicht so sicher. So wie sich viele Fundamentsteine aufgelöst haben und das Fachwerk in der Vergangenheit gearbeitet hat, könnte da Frost vielleicht einiges bewirkt haben. Ehrlich gesagt kann ich die Gefahr nicht wirklich einschätzen. Aber zukünftige Risse durch solche Bewegungen möchte ich vermeiden wo sinnvoll möglich. Vielen Dank für Ihre Anregungen! Koarl PS: Peter, entschuldigen Sie bitte den Umfang unserer Unterhaltung in Ihrem Beitrag. Wenn es umfangreicher werden sollte, werde ich ein separates Thema einstellen.

SGS-Alternative?

Lieferant Schaumglasschotter im südl. Brandenburg gesucht

12.04.2015, Hallo Herr Böttcher, da Sie gerade die Alternativen zum SGS ansprechen, würde ich mich über Ihren Rat zu folgendem Sachverhalt freuen: Im EG bilden unsere Streifenfundamente unter den Wänden Wärmebrücken. In den Räumen bringen wir demnächst eine Fußbodenheizung mit entsprechender Dämmschicht ein. Unser Architekt hat nun empfohlen, rund um das Haus außen unter Oberkante Umgebungshöhe einen Streifen SGS 40cm x 40 cm einzubringen, um im Winter die Wärmebrücke nach außen zu minimieren. Die meisten Außenfundamente sind mindestens 80cm tief, allerdings ist ein Teilstück von ca. 8m Länge nicht frostsicher (da dort nur bis ca. 40 - 60 cm unter Oberkante Außengelände ausgeführt). An diesem Teilstück soll mit der SGS-Dämmung auch die Frostsicherheit erreicht werden. Sehen Sie eine solche Dämmung als sinnvoll an? Falls ja, welchen anderen Dämmmaterialien würden Sie den Vorzug geben und warum? Vielen Dank für Ihre Antwort vorab! Hallo Peter, der Preis von ca. 62 Euro erscheint mir realistisch. Ich habe mich im November mal informiert und habe dabei nichts günstigeres gefunden. Viele Grüße Koarl

Termin vor Hauskauf?

Termin mit Denkmalschutz-Welche Fragen?

16.01.2014, Hallo Daniela, ich stimme Stephan zu, man sollte sich erst einmal kennenlernen und herausfinden, welche Details besonderem Schutz unterliegen und wie der Ansprechpartner tickt, da vieles in seinem Ermessen liegt. Wenn der Termin vor einem möglichen Kauf der Immobilie stattfindet, solltet Ihr auf jedem Fall thematisieren, ob für Euch wichtige Voraussetzungen für einen Kauf zulässig wären (z.B. Planungen in Bezug zu Dämmung, Fenster, Raumaufteilung, etc.). Ihr müsst ja nicht gleich alle Detailplanungen offenlegen, sondern die Themen zwischen andere Fragen streuen, um zu sehen, worauf sie anspringen. Nicht zu lange bei den kritischen Themen bleiben und auf die Dinge eingehen, die Ihr so lassen wollt, damit nicht der Eindruck entsteht, dass Ihr alles umreißen wollt. Wenn absehbar kaufrelevante Umbauten nicht genehmigt werden, kann man vielleicht auch im Nachhinein noch ein bisschen handeln (wenn es keiner kauft, wird es ja auch nicht erhalten ...), noch einmal den Kauf überdenken oder mit dem Verkäufer über den Preis sprechen (da nicht mehr Traumhaus). Vielleicht kennt Ihr auch in der Umgebung noch ein Baudenkmal, dessen Besitzer Ihr auf seine Erfahrungen ansprechen könnt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz ganz gut funktionieren kann, wenn man aufgeschlossen an die Sache herangeht und eben vorher klärt, was veränderbar ist oder auch nicht, damit die Überraschung nicht zu groß wird. Schöne Grüße, Koarl

Strahlmittel

Fachwerkbalken von altem Farbananstrich befreien

01.05.2013, Hallo Danilo, welches Strahlmittel wurde bei Dir verwendet? Wir haben vor kurzem an unseren Eichenbalken gebrochenes Glas zum Strahlen getestet. Die Beschichtung wurde gut abgetragen, allerdings ist die Holzoberfläche dabei aufgeraut worden. Da wir die Balken später wieder streichen wollen, ist das Resultat wohl auch akzeptabel, trotzdem würde ich gern vorher noch ein anderes Strahlmittel ausprobieren. Werde mich demnächst mal umhorchen, wo ich so etwas im Raum Hildesheim bekommen kann, vielleicht auch erst einmal in einer kleineren Menge zum Testen. Danke schon einmal für die Rückmeldung! Koarl

Ihre Anregungen zum Fußbodenaufbau

Fußbodenaufbau EG / Fußbodenheizung

23.04.2013, Guten Tag Herr Hausleithner, Böhme und Böttcher, erst einmal vielen Dank für Ihre Anregungen! Noch verstehe ich nicht ganz alle Hintergründe, ich werde aber versuchen, mich dahingehend aufzuschlauen. Als Kernaussagen/Aufgaben nehme ich mit: a. Die Dämmung mit Glasschaumschotter sehen sie kritisch. Bezüglich der Gefährdung des Gebäudes ist zu ergänzen, dass unsere Fundamente unter den Wänden sehr schwach sind, deshalb sind in der Vergangenheit verschiedene Schwellen im Erd-/Fußboden versunken. Die Schwellen wurden saniert und werden später wieder über der Fußbodenoberfläche liegen. Damit aufgrund unserer neuen Fußböden die schwachen Fundamente nicht noch weiter wandern, werden wir sie deshalb Stück für Stück neu aufbauen. Das Schachten ist entsprechend dann kein großer Mehraufwand. Warum der Schotter selbst kritisch gesehen wird, werde ich versuchen herauszufinden. Herr Hausleithner, danke für den Link (und vielleicht läuft man sich ja in Hildesheim und Umgebung mal über den Weg ...). b. Die Trägheit des Systems werden wir hinterfragen, besonders in Bezug auf die Stärken des Estrichs und des Bodenbelags. Falls wir sie reduzieren sollten und den Glasschaumschotter nutzen würden, ergäbe sich auch noch etwas Luft für 2-3 cm Sauberkeit. c. Die Dielen sollten geklebt sein oder besser mit dem Ripalsystem auf Lagerhölzern realisiert werden. Ich werde im ersten Schritt den Architekten noch mal auf seine Planung mit den Lagerhölzern ansprechen. So, dann mach ich mich mal an die Arbeit ... Schöne Grüße aus der Hildesheimer Börde, Koarl

Foto

Gestaltung sichtbarer Zwischenraum zwischen Schwelle und Fundament

19.02.2013, Ich konnte jetzt am Wochenende ein Foto machen. Darauf sieht man eine Schwelle von ca. 23 cm Höhe. Wie man auf dem Bild sehen kann, sind von unten in einigen Bereichen ca. 4-5 cm schadhaft, der Rest des Balkens ist aber intakt. Bei der Durchsprache der notwendigen Arbeiten mit dem Zimmermann wurde das Aussägen des schadhaften unteren Teils im eingebauten Zustand aufgrund seiner Erfahrungen als nicht praktikabel beurteilt. Der Zimmermann hat sich in den letzten 30 Jahren auf Fachwerkhäuser spezialisiert und macht einen sehr kompetenten Eindruck, also glaube ich ihm erst einmal. Nach dem Ausbau erfolgt das Sägen auf einem mobilen Sägewerk. Der Einbau erfolgt dann wieder mit Holzverbindungen. Unter den Balken wird eine Feuchtigkeitssperre eingebracht, um eine weitere Schädigung von unten zu vermeiden. Wenn der Rest des Balkens nach dem Sägen mit einer Stärke von ca. 17-18cm wieder voll belastbar ist, kann ich nicht nachvollziehen, warum es besser sein sollte, eine andere Schwelle einzubauen. Vielen Dank für Ihre Antworten! Koarl
1 2 vor >