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Fachwerk ausmauern

02.05.2013, Es war in meinem Fall definitiv so, das es kein unteres Schwellholz gab. Ich habe am Feiertag die Reste der Gefache entfernt und mir alles genau angesehen. Die Granitschwellen sind recht grob behauen und wirken verdreht, nur im Bereich der Ständer wurde auf eine einigermaßen plane Fläche geachtet, dafür wurde aber sehr genau eine Nut für den Einschub der Stacken eingemeiselt. Hatte ich so noch nicht gesehen.

@Sträselkucha

Fachwerk ausmauern

30.04.2013, Vielen Dank, den Begriff "Langständerbau" kannte ich so nicht, ist aber zutreffend. Murks ist das in meinen Augen schon, wenn Holz im Erdfeuchtenbereich verbaut wird. Evtl. lag das Gelände früher tiefer, Straßenbau usw. das Thema kennt man. Und statisch/konstruktiv besser ist ein unteres Schwellholz allemal um Schubkräfte aufzunehemn. Die vielen Umgebinde in meiner Region zeigen aber das es auch ohne geht. Wobei ich schon immer etwas verblüfft bin das die Ständer dort wirklich nur durch das obere Rähm und die Kopfbänder auf den Granitschwellen in ihrer Position gehalten werden. Im modernen Holzbau ist sowas nicht denkbar, dort müßte man mit Pfostenträgern, Schwertern o.ä. arbeiten. In wieweit die Konstruktion schlesischen Ursprung hat, kann ich nicht sagen, dafür kenne ich mich geschichtl. zu wenig aus. Regional liegt das Gebäude im Randbezirk der Oberlausitz, der Böhmische Raum und die Dresdner Heide liegen weitaus näher als das niederschlesische Gebiet.

Fachwerk ausmauern

29.04.2013, Meine Intension ist und war es, mich hier nach Erfahrungen anderer zu erkundigen um Problemen und Fehlern aus dem Weg zu gehen. Im Bereich Holzbaustatik und -konstrution bin ich fit. Ein großes "?" sind für mich die Gründung und das Mauerwerk. Hier habe ich weder theoretische noch praktische Erfahrungen. Ich wäre jetzt z.B. einfach davon ausgegangen, das die alte Gründung ausreichend ist, ob dem so ist weis ich aber nicht. Woher auch? Eben so ist klar das selbst eine einfache Ziegelwand die anfallenden Druckkräfte aufnehemen kann. Es gibt genügend Bestandsgebäude in denen die Obergeschoße und Giebel nur einreihig gemauert wurden. Aber wie ist es mit Schub??? Daher frage ich nach einschlägigen Erfahrungen. In der Form wie: "Geht, habe das so und so gemacht." Oder: "Geht so nicht, gab bei mir folgendes Problem."

???

Fachwerk ausmauern

29.04.2013, Hallo die Herren, das hier so eine Grundsatzdiskusion inkl. verbalem Steinewerfen entsteht, find ich etwas befremdlich. Es wär sicher der Sache dienlich, wenn man sich hier aufs wesentl. begrenzt, sowas hat in Foren m.E. nichts zu suchen. Noch mal kurz zu mir, ich habe Holztechnik studiert meine Diplomarbeit befaßte sich mit Sanierungsstatik im Holzbau. Ich bin also durchaus in der Lage ein statisches System zu erkennen vor dem ich stehe. Ebenso kann man mich mit Fachbegriffen nicht einschüchtern. Hier kurz die Beschreibung. Es geht um ein Bauernhaus in der Oberlausitz. Das EG bis auf den Scheunenteil ist massiv aus Mischmauerwerk. Der Scheunenteil (Grundfläche nur ca. 3 x 7 m) ist komplett in Fachwerk errichtet (Geschoßbau) und bildet den Nordgiebel des Hauses. Es gibt und gab hier nie ein Schwellholz, die Ständer stehen stumpf auf und die Ausfachung geht bis auf die Granitschwellen. Die Konstruktion ist kurz gesagt Murks, war sie aber auch schon immer. Zumindest konnte ich keine Hinweise auf ein früheres Schwellholz finden. Nur aus diesem Grund, also weil die Konstruktion nicht gerade dem entspricht was normal ist / im Lehrbuch steht. Bin ich auf die Idee des Ausmauerns gekommen und wollte mich hier nach Erfahrungen und Hinweisen erkundigen. Ich habe auch nicht geschrieben ich wollte den Lastabtrag über die Riegel gewähleisten. Nur für den Zeitraum "Ständer-einkürzen-Ausmauern-Abbinden" (ca. 2Tage), dannach sollen die Ständer ihre Funktion wieder übernehmen. Prinzipiell finde ich dan Gedanken eines Ringankers nicht schlecht. Ich bezweifle zwar das sich eine Fachwerkständer um 20cm versetzen läßt (da müßten ja alle Zapfen fehlen), aber Bewegungen bis 5-6cm sind durchaus denkbar. Die Sache mit dem Ring ist nur die. Für mich macht der nur richtig sinn, wenn er voll durchläuft und mit dem Mauerwerk des Wohnteils verbunden ist. Es befindet sich aber jeweils eine Tür zwischen massivem Haus und Fachwerkscheune. Ich könnte daher höchstens ein U gießen, der lange mittlere Schenkel (7m) wäre unter dem Giebel, die zwei Seiten wären nur etwa 1m bzw. 2m, dann kommen die Türen. Das ergibt einfach keinen Ring, auch die Verbindung zum Mauerwerk wird so nix. Stückweises gießen birgt immer die Gafahr von Rissen, hier könnte man sich mit entspr. Bewährung behelfen.... Insgesammt scheint mir aber der Aufwand für den nachträglch wirkenden "Teilring" übertrieben, denn theoretisch könnte sich auch der verschieben (er hat ja keine Verbindung zu anderem Mauerwerk, Gründung u.ä.) , wenn auch allein des Gewichtes wegen eher unwahrscheinlich. Andere Idee: Wie wäre denn die Idee die Ausmauerung als Stützwand auszuführen? Ich könnte ja an den Ecken (evtl.1 x 1 m) und dem Giebel innenseitig neue Fundamente gießen 0,8-1m tief, das Ganze ca. 25 cm breit und bis zur Höhe der Granitschwellen. Das Ganze wird dann im Verband mit Ziegelmauerwerk übermauert (neues+altes Fundament), sollte min. eine 36er Wand ergeben. Ansonsten würde ich wie urspr. angedacht vorgehen, im Bereich der Ständer könnte ich Flacheisen, Winkel o.ä. in die Fugen einlegen die dann mit den Ständern verspillt werden. Das ist in meinen Augen die praktikabellste und stabilste Lösung. Hatte ich auch zuvor schon einmal so erdacht. Aber evtl. ist das auch übertrieben? Man sieht ja häufiger Ausmauerungen von Fachwerk gerade im erdnahen Bereich. Ich hab nur noch nie gesehen, dass das derartig massiv gemacht wurde. Da sind sogar meist nur einfache (12er) Wände zu finden. Daher frag ich mich ob es sinnvoll und nötig ist. Ich hatte wegen des besseren Verbandes an eine 24er Wand gedacht. Mir wären eigene Erfahrungen oder Beobachtungen hier die liebsten, Antworten. Im theoretsches Steineklopfen bin ich auch nicht der schlechteste, nur davon Rückt die Baustelle kein Stück vorran.

Rückfrage Ringanker

Fachwerk ausmauern

26.04.2013, Hmmm. Dazu müßte ich ja das ganze Fachwerk komplett abfangen. Um einen Ringanker zu gießen muß ich ja mit einem Mal auf voller länge arbeiten...also müßten die Ständer komplett wegschneiden. Einen durchgehenden Ring bekomme ich auch nicht hin, da an jeder Gebäudeseite eine Tür ist. Ich hatte mir gedacht, nach Entfernung der Gefachereste, untermauere ich die Riegel pyramidenförmig (zwischen den Ständern) bis ca. 15-20 mm Fuge nach oben bleiben. Dann wenn die Mauer abgebunden hat unterkeile ich mit Eiche-Auflagern, so das das Gewicht jetzt auf den Riegeln liegt. Jetzt kann ich die Ständer zurück schneiden und untermauern (die Wand schließen). Hatte mir außerdem überlegt evtl. die Ständer nicht bis zu den Riegeln zu kürzen, sondern ca. 20 cm in die Mauer ragen zu lassen. Somit wären sie seitl. in ihrer Lage gesichert. Was mir nicht sorecht klar ist, wie/ob ich die Ständer noch in der Tiefe sichern muß. Also gegen ein Abgleiten vom Mauerwerk nach innen oder außen. Könnte mir das wenn dann mit Lochplatten und Mauerwerksankern (FAZ o.ä.) vorstellen. Ist das nötig? Vorher standen die ja auch nur auf den Granitschwellen auf. Ergibt sich die Lagesicherung nicht aus dem Fachwerk selbst? Solange die Riegel, Ständer und Streben alle ineinander greifen ist das System doch relativ starr. die Ausfachungen steifen ja noch zusätzlich aus.
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