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Alle 25 Kommentare von mruehrig

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Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

26.01.2017, Andreas, Bilder habe ich leider keine. Ich hab im Text beschrieben: Balkenabstand ca 100 cm. Balkenquerschnitt 20 x20 cm². Die Nut befindet sich im unteren Viertel und verläuft seitlich im Balken etwa 2 cm tief und 1.5 hoch. Da sind die Füllungen (Fichtenbretter ca 20-30 cm breit, 100 +2+2 cm lang und 15 mm dick) eingeschoben Die Füllungsbretter waren z.T. in der Mitte durchgebrochen und die Schüttung ist nach unten auf die Decke im EG(Verkleidung mit Gipskarton) gerieselt. Von unten war das schlecht zu sanieren. Außerdem wäre von unten zu wenig Fleisch vorhanden gewesen, um seitlich ein Holz auf den Balken zu schrauben und Quer-Bretter darüber. Deshalb hab ich die Füllung nach oben entfernt und die Verstärkung (1 m breite Streifen aus OSB Platten zwischen die Sparren eingepasst) von oben auf die erneuerten Bretter der Füllung gelegt, verklebt und verschraubt. Die verstärkte Füllung liegt jetzt insgesamt auf den Längs-Nuten in den Balken auf. Das hält bombenfest. Die Lagerhölzer zum Höhenausgleich des Bodens liegen auf den Tragebalken der Holzbalkendecke auf. Den Höhenausgleich hab ich mit entsprechend dicken XPS Streifen zwischen den Lagerhölzern und Balken und mit höhenverstellbaren Stellschrauben bewerkstelligt. Dann die Schüttung über die Lagerhölzer abgezogen, so dass jetzt alle oben bündig und waagrecht über den ganzen Raum ist. Darauf will ich jetzt im ganzen Raum OSB Platten verlegen, an den Latten verschrauben und untereinander (Nut&Feder) verkleben. Darauf dann die alten Dielen,. diese sind ebenfalls aus Fichte und nur 1.5 cm stark. Ich fürchte dass die sich zu stark durchbiegen bei Spannweiten von 1m Ich könnte natürlich auch noch in die Schüttung zwischen die Balken ein Beiholz für die Dielen legen. Das würde aber die Zwischenräume evtl. zu stark belasten. So war's ursprünglich gelöst und gerade in dem Bereich, wo das Beiholz in der Schüttung lag, waren die Bretter des Fehlbodens durch die Punktuelle Belastung gebrochen. Ich denke, dass sich insgesamt eine bessere Lastverteilung ergibt, wenn die Kräfte über die OSB Zwischenlage gleichmäßig über das Balkenfeld verteile - mit der Hauptlast über den Balken. Die alten Dielen sind ungleichmäßig dick und bestehen z.T. aus stumpf längsverleimten Weichholz- Brettern. Ich will die alle mit der Oberfräse besäumen und dann so mit Flachdübeln miteinander verleimen, dass der frühere Zustand möglichst wieder hergestellt wird. Ich denke das ginge wesentlicher einfacher, wenn die Dielen dazu auf die OSB Platten verlegt werden könnten (ganzflächig verkleben wäre dafür natürlich ideal und würde eine sehr biegesteifen Aufbau ergeben) Wenn der Denkmalschutz verkleben nicht erlaubt, muss ich die Dicke irgendwie anders ausgleichen und die Dielen auf die OSB Platten schrauben. Dann muss ich natürlich die Schraubenlöcher auch noch irgendwie verspachteln und alles schön plan abschleifen. Statt Wachs werde ich natürlich Öl nehmen.

Aufbauh?he

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

26.01.2017, Das mit der Aufbauh?he sehe ich als geringstes Problem. Die alte Sch?ttung (ich w?rde das als Bauschutt bezeichne) habe ich entfernt. Der Fehlboden/Bretter die zwischen den Balken in eine durchgehende Nut eingeschoben war, war z.T. nach unten durchgebrochen. Diese Bretter habe ich ausgebaut und durch neue mit gleicher Dicke ersetzt. Deshalb musste ich auch die Sch?ttung komplett entfernen, da man neue Bretter nur an den Balkenenden durch spezielle Aussparungen von oben in die Nut einlegen und dann an die Fehlstellen schieben kann. Auf diese Erste Fehlbodenlage habe ich genau zwischen die Balken passend 22 mm OSB Platten geschnitten und von oben auf die bestehenden Bretter geleimt bzw. verschraubt. Dadurch wurde der Fehlboden zwischen den Balkenfelder nat?rlich deutlich belastbarer. Vorher konnte man sich nicht zwischen die in 100 cm Abstand verlegten Balsken stellen, ohne Angst zu haben, dass die ca. 15 mm starken Weichholzbretter durchbrechen. Mit dem verklebten Verbund, ist die Biegesteifigkeit deutlich erh?ht. Darauf habe ich eine Riieselschut ausgelegt und zwischen die Balken eien neue Sch?ttung aus Liapor (Bl?hton) eingebracht, dessen obderste Lage ich durch Zementzugabe etwas verfestigt habe. Darauf kann man jetzt ?ber aufgelegte Brettern laufen und arbeiten, ohne st?ndig in der Sch?ttung zu versinken. Auf die Balken habe ich von oben Latten geschraubt, um damit die Durchbiegung in der Raummitte auszugleichen. Diese Holzunterkonstruktion l?uft zu den W?nden(T?ren auf Null(Balkenoberkante) aus, da da nat?rlich keine Durchbiegung vorhanden ist. D.h. an den T?ren ergibt sich keine bzw. nur eine minimale Erh?hung. Die Sch?ttung habe ich b?ndig mit der Holzunterkonstruktion abgezogen und darauf verlege ich jetzt die OBB Platten, die ich mit der Unterkonstrution bzw. den Balken verschraube. Durch die OASB Platten wird die Deckenlast auf die Balken ?bertragen und der Bereich zwischen den Balkenfeldern wird entlastet (zumindest nicht mehr belastet als vorher). Auf die OSB Platten kommen dann die Dielen. (geschraubt oder geklebt, je nachdem... Nat?rlich sind ein paar Dielen gebrochen beim Ausbau bzw. waren vorher schon defekt. Diese werden jedoch bes?umt und aufgearbeitet. Die Menge/Fl?che sollte leicht ausreichen, weil ich nat?rlich unter der Wandd?mmung (12 cm) keine Dielen verlege und auch der Bereich ausgespart/gefleist werden soll, wo sp?ter der Kaminofen stehen soll.

Fussbodenheizung

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

25.01.2017, Werde morgen noch mal mit dem Denkmalschutz sprechen. Wenn die waseregeführe FB Heizung wirklich nicht genehmigt wird, dann lasse ich diese weg und würde dann den Fußboden-Aufbau wie folgt machen. Schüttung einbringen und abziehen(zur Nivellierung der Balkendurchbiegung in der Raummitte) Darauf OSB Platten ganzflächig. Und darauf die alten Dielen (sind übrigens aus Weichholz -Fichte) schrauben. Dann die alten Dielen abschleifen und versiegeln (Wachs). Falls die Wandheizung wirklich an extrem kalten tagen nicht ausreicht, habe ich immer noch den Kaminofen als Reserve. Die Dielen fühlen sich ja schon mal viel wärmer an, als ein kalter Fliesenboden. Danke noch mal für die vielen hilfreichen Anregungen und Diskussionsbeiträge.

Hier die Details

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

25.01.2017, Fenster werden erneuert: Doppelverglasung mit Sprossen nach Vorgabe DS. Die Sandsteinwände sind ca. 30 cm dick. Außen ebenmäßige gesägte Sandsteinquader. Innen grob behauen. Fugen sind alle dicht. Die Wände absolut trocken. (Schlagregenbelastung führt nicht zum Eindringen von Feuchtigkeit). Auf die Innenseite der Außenwände werde ich Holzweichfaserplatten (12 cm mit einer Ausgleichsschicht zum Ausgleich der Unebenheiten = UDI Recco) dübeln, um einen ebene Fläche zu bekommen. Darauf MV Rohr (16 mm) im Abstand von 12 cm. Das ganz mit Lehm oder Kalkputz verputzen und bewehren. Mit Lehmoder Kalkfarbe streichen. Die Heizung ist ein Gasbrennwertkessel (20KW) mit Solarunterstützung (12KW) und 2 Kaminöfen (Wasserseitig je & KW). Die Wohnung im 1.OG: Wohnung darunter und darüber sind ebenfalls beheizt. Vorlauftemperatur sollte im Bereich von 35-40°C liegen. Der Pufferspeicher ist 800 l groß.

Schüttung

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

23.01.2017, @Historia: Den Beitrag verstehe ich nicht. Schon mal mit zementgebundener Schüttung gearbeitet? Diese ist keineswegs unbeweglich. Bitte nicht mit Leichtbeton verwechseln, Da sind keine Feinanteile (Sand) und andere Bindemittel mit drin wie bei Leichtbeton. Der Zement benetzt die Blähtonkörner und verklebt diese punktuell miteinander. Der Rest bleibt Hohlraum ,mit exzellenter Dämmwirkung (Schall und thermisch) Der geringe Zementzusatz bewirkt lediglich eine gewisse Begehbarkeit und höhere Druckfestigkeit beim weiteren Aufbau

Bastelei

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

23.01.2017, Sehr geehrter Herr Böttcher, vielen dank für den deutlichen Ratschlag. Nicht alles, was man selbst macht, ist Bastelei. Die Fußbodenheizung würde ich zwar selbst machen, als Bastelei würde ich das aber nicht bezeichnen. Ich nehme Styroporplatten eines renomierten Herstellers. Darin sind die Kanäle für die Rohre bereits eingearbeitet. Da hinein werden Wärmeleitbleche gelegt , die die Heizungsrohre umschließen. oben drauf kommt noch mal eine Lage Alublecke. Das System wird auch von Profis verwendet. Was ist dabei also Bastellei? Auch (voll funktionsfähige) Wandheizungen habe ich schon verlegt?. Ist alles keien Hexerei auch für einen relativen Laien. Solange man sorgfältig arbeitet. Pfusch habe ich auch schon von Experten gesehen. Eine Fachausbildung schützt davor nicht. Ich weiß, wenn man in einem öffentlichen Forum Fragen stellt, muss man alle Antworten akzeptieren. Ich bin ja auch froh und dankbar, wenn ich konstruktive Vorschläge bekomme. Mir ging es hauptsächlich darum die Argumente des Denkmalschutzes zu verstehen. Ihre Antwort lautete, dass Fußbodenheizungen nicht denkmalgerecht sind. Das ist ein dickes Holz und könnte von meinem Denkmalschützer stammen. Was heißt das denn genau? Als das Haus gebaut wurde gab es noch keine flächendeckende Elektrifizierung von Gebäuden. Soll ich deshalb ihrer Meinung nach auf Strom verzichten oder auf moderne Telekommunikation? Und eine Wandheizung gab es natürlich 1817 auch noch nicht. Die scheint aber allgemein anerkannt denkmalgerecht zu sein. (- ich finde es ja auch eine angenehme Art ein Haus zu heizen)

wandheizung

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

23.01.2017, Vielen Dankschonmal für die ersten Einschätzungen. Die Außenwände werden mit Holzweichfaserplatten gedämmt, auf die eine Wandheizung in Kalkputz verlegt wird. Da der Raume sehr groß und hoch ist und zudem auf der Nordseite des Hauses liegt und viele Fenster besitzt, fürchte ich, das die Wandheizung alleine nicht ausreicht. Ich möchte deshalb zusätzlich einen Fußbodenheizung einbauen- da der Bodenaufbau ohnehin neu gemacht wird, wäre der Aufwand dafür minimal. Vllt verlege ich die Rohre prophylaktisch. Ob ich sie dann befülle und nutze, kann ich dann immer noch entscheiden. Was ist besser: Dielen auf Trockenestrich verkleben oder auf OSB Platten verschrauben. Fürchte Knarzgeräusche und deren Übertragung durch die Holzbalkendecke.

Aufdachdämmung von DS abgelehnt

24.09.2016, Danke Heiko, im Moment sind Rundschnitt Bieberschwänze drauf. Der DS meinte, zeitgemäß (1860) wären die mit Secheckschnitt und ich soll diese verwenden. Das mit dem seitlichen Aufdoppeln der Sparren hat mein Zimmermann schon vorgeschlagen. Dadurch veringern sich auch die Abstände der Sparren, die ich mit der Innenschalung überbrücken muss (Durchbiegung).

Dachdämmung

Aufdachdämmung von DS abgelehnt

22.09.2016, Was meinen asie mit "Ausnahmetatbestand"? Das Dach wurde auch schon zur Bauzeit zumindest teilweise genutzt. Es führt eine historische Treppe nach oben und das Zwerchhaus ist aufwändig in Sandstein ausgeführt. Warum hätte man das so machen sollen wenn nicht um den Raum zu nutzen? Der DS hat nichts gegen die DG Nutzung/Ausbau. Der DS will dass ich das Dach neu eindecke (Bieberschwanz mit Sechseckschnitt. Wenn ich das mache dann will ich auf jeden Fall dämmen. Werde dann wohl doch alles mit Holzfaser machen. Schade, hätte die Sparren gerne sichtbar gehabt. Aber wenn's nicht geht, kann ich auch mit putzsichtigen Schrägen leben. Danke für die vielen Beiträge und die interessante Diskussion. Manfred

Aufdachdämmung von DS abgelehnt

22.09.2016, Mangelnde Luftdichtigkeit ist der Killer für jede Wärmedämmung wobei es bei PUR sogar etwas weniger kritisch ist, da in der Dämmung keine Feuchtigkeit ausfallen kann und evtl. Schäden dadurch recht gering sind und die Funktion nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Deswegen ist PUR ja als Perimeterdämmung wohl ohne Alternative. Sondermüll s. oben. -es kann sehr gut sortenrein getrennt werden. Brandbeschleuniger weiß ich nicht- hab noch keinen direkten Vergleich mit losen Holzfasern gesehen. Immerhin gibt es auch bei PUR Flammschutzhemmer, die man zumischen kann. gesundheitlich unbedenklich sind wohl auch Holzfasern nicht, sobald sie Lungengängig sind. Schallschutz und Wärmespeicherung lasse ich gelten. Da beide über die Masse definiert sind und da ist es richtig, dass PUR schlechter abschneidet. In meinem Fall (und wohl in vielen anderen Denkmälern) ist aber gerade das Verhältnis geringe Masse/U-Wert der entscheidende Faktor, da ich statische Probleme befürchte. bei dieser Kenngröße sehen alle anderen Dämmstoffe im Vgl. zu PUR den Kürzeren.
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