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Brandschutz Bestandsschutz Fenster

27.05.2014, Hallo Herr Beckmann, erst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich erlaube mir noch einmal konkret nachzufragen: Das Haus war genehmigt ( zwar lange her, aber belegbar ). Insofern war auch meine Frage auch nicht bezogen auf den Bestandsschutz des gesamten Hauses, sondern auf den Bestandsschutz der Fensteröffnungen in dieser Wand. Wie Sie aber richtig dargestellt haben, ist es eher eine Frage, ob Brandschutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Würde hier erst einmal folgendes ins Feld führen: Das Zumauern der Fenster führt nicht zu einer Brandschutzwand - die Hauswand selber besteht aus ca 14 cm Holzbalken, einer Ausmauerung ( irgendwann nach den 1930iger Jahren mit Bimssteinen ausgemauert ). Davor eine Holzfaserdämmplatte mit dahinterliegender Zelluloseausflockung sowie obenauf einem diffusionsoffenem kalkhaltigen Putz. Daraus kann ich auch ohne Fenster technisch keine Brandschutzwand gestalten. Eine Brandschutzwand muss meines Wissens nach 24 cm stark sein und massiv - ausreichend standsicher, etc. Das ist m.E. technisch kaum umsetzbar. Machbar ist natürlich alles - keine Frage - aber ich meine einmal gelesen zu haben, dass mehr als 20% der Umbaukosten bei einer Sanierung nicht in den Brandschutz gesteckt werden müssen - das wäre nicht mehr zumutbar. Zweitens die Frage: Was könnte durch Maßnahmen zur Erhöhung des Brandschutz geschützt werden? Der Nachbar hat im erforderlichen 5 m - Bereich eine massive Garage stehen ( mein Grenzabstand 2 m, seine Garage 3 m ). Dahinter kommen weitere Garagen. Die Garage bringt quasi Ihre eigene Brandschutzwand mit. Es steht dort kein Wohnhaus. In diesem Bereich an der Straße sind nur Garagen genehmigungsfähig. Die Wohnhäuser stehen etwas abseits. Drittens stelle ich mir die Frage: Kann es denn sein, dass durch eine öffentlich-rechtliche Auflage Fenster zu schließen de facto die Räumlichkeiten unbewohnbar werden? Außer einem Badezimmer müssen ich in allen Räumen nach der Bauordnung Fenster von verschiedenen Mindestgrößen vorhanden sein - ansonsten sind es keine Aufenthaltsräume. Schließe ich die Fenster, unterschreite ich die Mindestanforderungen an die Belichtung mit Tageslicht bzw. dem Sichtkontakt nach außen. Wer kann mir in diesem Fall vor Ort helfen? Gibt es Brandschutzgutachter, die man quasi bevor der Ärger mit der Stadt ggf. losgeht bereits um eine Brandschutzexpertise bitten könnte? ggf. Kompensationsmaßnahmen einleiten - Brandschutzlasten auf Nachbars Grundstück ( gegen Bezahlung ) eintragen lassen oder etwas ähnliches...? Es gibt Brandschutzdienststellen in den Kreisverwaltungen. Kann man da einen Sachverständigen um eine Stellungnahme bitten oder sind die Herren dann von Amts wegen zum Handeln verpflichtet, wenn sie etwas im Argen wähnen? Wünsche einen guten Start in den Tag
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