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Grübeln vorm dübeln.

Gewölbekeller sanieren - ein paar unkonventionelle Gedanken

07.09.2015, Dann antworte ich mal als erster, wobei ich kein ausgewiesener Experte bin, sondern Ihnen gegenüber lediglich 2 Wochen Vorsprung habe, denn mein Sandsteinkeller ist ebenfalls feucht und ich habe gerade die Sanierung begonnen. Dazu habe ich innen einen zementfreien Kalkputz aufgetragen. Dieser ist nicht mit dem traumhaften Wort dauerhaltbar zu belegen, eher im Gegeteil nennt sich das Ganze Opferputz. Er soll die Feuchtigkeit kapillar aus dem ebenfalls kapillar feuchten Sandstein ziehen, und die Salze mit dazu. Muss man halt regelmäßig erneuern, von 10 Jahren träume ich dabei nicht mal. Die Fugen werde ich mit ebenfalls zementfreiem Mörtel aus Kalkhydrat und Sand (1:3) erneuern, aus den von Ihnen genannten Gründen, weicher als der Stein um die Spannungen aufzunehmen. Warum keine unkomventionelle Lösung, wie etwa auch die Heimwerkerallzweckwaffe Silikon? Weil es nicht darum gehen kann, die Feuchtigkeit abzusperren, bei Sperre von außen Mit Bitumen et al würden die Steine sonst trockenbröseln, bei Sperre von innen würde die Mauer durchfeuchten und versalpetern. Zudem gabs vor 100 Jahren beim Bau meines Hauses noch keine Horizontalsperre, also würde Feuchtigkeit selbst dann noch aufsteigen. Sandstein ist halt nicht mit Betonlösungen trocken zu halten, denn der Stein zieht selbst kapillar Wasser, bis zu einem gewissen Grade soll er das wohl auch um stabil zu bleiben. Das muss man wohl akzeptieren und die Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe durch kapillar wirkende Putze, weiche Fugen und sinnvolles Lüften entsprechend managen. Das scheint mir insofern "alternativlos" zumindest wenn einem die dauerhafte Stabilität der Mauer wichtiger ist als die Trockenheit des Krempels im Keller. Ansonsten bliebe ein Umzug in Beton oder eine unkonventionell unschlaue Kurzfristlösung, die Langfristprobleme produziert.

danke

Tipps für Erstbesichtigung + Feuchte Wand

01.09.2014, Erst mal danke für die guten Tipps, werde also mit Wasserwaage, Leiter und Feuchtemesser anrücken. Hoffe sehr, dass man von innen an das wetterseitig verkleidete FW kommt. Welche Winkel sind noch akzeptabel bei einem alten Haus? Habe den Bodenrichtwert im Web gefunden, danach wäre das Gebäude mit 45 TEUR bewertet. Bin für weitere Tipps dankbar! Besonders auch hinsichtlich der feuchten Bruchstein-Wand. Ab welcher Feuchte ist eine Drainagierung unumgänglich, bzw wie feucht sind Erdkellerwände normalerweise? Reicht zur Sanierung eine Trocknung plus Lehm-oder Kalkputz innen, sobald die Ursache aussen/Terrasse abgestellt ist?
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