Übersicht der Kommentare von farbe & design im Fachwerkhausforum.

Alle 44 Kommentare von farbe & design

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absperren gegen flecken bei leimfarbe

14.03.2009, Hallo Herr Böttcher, das ist tatsächlich nahezu unglaublich, aber wirklich möglich! Ist mir schon öfter passiert und lässt jede Kalkulation den Bach runtergehen. Man steht jedes Mal wie ein Idiot da, besonders wenn man die Ränder auf dem Putz nicht sah.

Silikat(dispersions)lasur?

08.03.2009, @ Copper Eins vorweg: Bleiben Sie immer im System! Das heißt: Grundierungen, Konzentrate und Verdünnungen immer nur vom gleichen Hersteller! Untergrund Zero und Lasur Keim geht in der Regel nicht so einfach, weil es sich vermutlich um organische und um anorganische Lasuren handelt. In dem Fall haben Sie ganz schnell erhebliche Anstrichschäden und werden nicht mehr froh. Da Sie offensichtlich auch im Untergrund organische und anorganische Elemente haben, rate ich Ihnen organisch zu arbeiten. Da sie aus den Niederlanden kommen rate ich Ihnen zur niederländischen Marke Sikkens, die organische Produkte vertreibt und eine Vielzahl verschiedener Produkte besitzt. Aus dem gleichen Hause kommt die Marke Trimetal, die ebenfalls ein Lasursortiment besitzt. Ich könnte mir auch vorstellen dass die Marke Flexa für Sie da einiges bietet. Keim-Wandlasuren sind mineralische Reinsilikate, die zwingend einen reinmineralischen Untergrung benötigen. Kalkputz, Beton, Zementputz. Darauf dürfen sich dann auf gar keinen Fall organische Anstiche befinden! Nur unter dieser Bedingung dürfen Sie mit Keim arbeiten!

08.03.2009, Das kann Ihnen leider keiner sagen Claudia, weil man hier die Untergründe nicht sieht. Sind noch Farbreste vorhanden oder nicht. Wie sehen die Untergründe aus für den Verbrauch usw. Danach richten sich dann Material und Aufwand und damit natürlich auch der Preis. Mein Rat: Sprechen Sie mit einem Putzer und Stukkateur oder Maurermeister aus Ihrer unmittelbaren Umgebung! Aus der Umgebung deshalb, weil der im Gegensatz zu dem der einige Kilometer angefahren kommt einen Ruf zu verlieren hat in seiner Nachbarschaft! Im Zweifel holen Sie noch einen zweiten dieses Gewerks und lassen sich von dem ebenfalls ein Angebot machen. Sollten erhebliche Preisunterschiede (ab 15%) sein, fragen sie unbedingt nach, warum das der Fall ist. Oftmals gibt es dafür trifftige Gründe!

absperren gegen flecken bei leimfarbe

absperren gegen flecken bei leimfarbe

08.03.2009, Hallo Frau Grunert! Leimfarben haben zwar eine hervorragende Diffusionsfähigkeit (atmungsaktiv), was für ein gutes Raumklima sorgt, aber sie haben einen ganz erheblichen Nachteil: Sie haben nur eine schwache Bindung zum Untergrund! Somit müssen Sie anders vorgehen, als bei Dispersionsfarben oder bei Kaseinfarben, die im Vergleich zu Leimfarben auf Cellulosebasis, ganz erheblich schlechtere Diffusionswerte haben! Daher kann ich Ihnen den gut gemeinten Rat von Herrn Meurer leider nicht empfehlen, da Schellack eine deutlich stärkere Bindung hat als Leimfarbe und es somit sogar zum Blättern kommen kann. Sie sind bei der Leimfarbe gezwungen die fehlerhafte Wand wieder abzuwaschen. Erst dann können Sie isolieren. Entweder mit dem oben genannten Schellack, oder mit einem Isoliergrund, oder mit einer entsprechenden Isolierdispersionsfarbe, die beides (isolieren und Endanstrich) aufeinmal erledigt, oder sie nehmen einfach einen Rest Vorlack, wenn sie diesen noch herumstehen haben, der isoliert auch. Danach können Sie die Wand wieder mit Leimfarbe überstreichen, was freilich bei der Isolierdispersionsfarbe nicht nötig wäre.

Betonkeller und Silikatfarbe

Betonkeller und Silikatfarbe

08.03.2009, Ist überhaupt gar kein Problem, sondern eine sehr flexible Lösung, da Sie in späteren Jahren alle möglichen organischen und anorganischen Anstriche aufbringen können. Bin da ganz bei Ulrich Warnecke! Ich gehe ebenfalls, wie er, davon aus, dass Sie von Reinsilikatfarben sprechen. Also mit zwei Komponenten. Silikatdispersionen haben Sie den Nachteil, dass Sie hinterher nur mit organischen Anstrichen arbeiten können, weil Silikatdispersionen eben organische Produkte sind und keine Anorganischen, wie Reinsilikate. Aber selbst wenn Sie mit einer Silikatdispersion gearbeitet haben, ist deren Diffussionswiderstand niedriger als der von Beton. Somit dürfte es im Normalfall zu keinen Problemen kommen. Sie fahren mit Innensilikatfarben in der Regel besser als mit Akrylatdispersionen, was den Diffusionswiderstand angeht. In spezielen Fällen (z.B. Nasszellen, Werkstätten) können Akrylatdispersionen (Betoncoats) sinnvoller sein, wenn Boden und Wände erheblich belastet werden. Das schein in Ihrem Fall aber nicht so zu sein. Sie haben alles richtig gemacht. :)

Fassadengestaltung

Fassadengestaltung

08.03.2009, Herr Fischer ich muss sagen, Sie sind jetzt auf dem richtigen Weg. Falls Sie sich wirklich für Farbtechnik interessieren sollten (ich hege Zweifel, will jedoch nichts unversucht lassen), dann empfehle ich ihnen das folgende Basismaterial. Zwar ist es zur Zeit vergriffen, aber gute Literatur-Antiquariate (http://www.zvab.com/index.do) werden Ihnen sicher helfen können: http://www.amazon.de/Lexikon-Anstrichtechnik-Bdn-Bd-2-Anwendung/dp/3766712209 Bitte beide Bände besorgen! Versuchen Sie die 1992er Ausgabe zu erwischen, dann sind Sie auf dem nahezu neuesten Stand. High-Solid-Produkte u.ä. allerdings sind dann dort logischerweise noch nicht berücksichtigt. Da wird Ihnen dann aber der gute Maler bei Bedarf sicher helfen können. Mit diesen zwei Bänden haben Sie das wichtigste Basiswissen, was jeder gute Malermeister ihnen innerhalb von 1-2 Tagen im Detail bieten wird. Es ist einfach und klar geschrieben. Die Information umfassend. Der Ansatz ist praxisnah. Es wird Ihnen bei sich stellenden Fragen fundierte Antworten liefern, die selbstverständlich auch wissenschaftlich untermauert sind. Mit dieser Dokumentation, wird Ihnen dann sicher auch im groben Rahmen klar, weshalb der Malermeister vom Lehrling bis zum Brief in etwa genauso lange braucht, wie der Abiturient bis zum Dipl.-Ing., und das die Welt nicht so furchtbar einfach ist wie Sie hier kurzzeitig vermuteten. Es gibt nämlich auch Architekten die etwas mehr Know-How von ihren Malern erwarten, als das Anrühren einer Kalkkaseinfarbe als fertige Trockenmasse. (Stichwort: Beratung) Bei mir muss jeder Mitarbeiter das Ding wenigstens zu Hause im Regal haben. Klappt wunderbar! Auf ein gutes Gelingen! Mit besten Empfehlungen.

Fassadengestaltung

Fassadengestaltung

07.03.2009, Mein lieber Konrad Fischer, der aufmerksame Leser stellt in meinem Beitrag fest, dass ich zur Trockenlegung einen entsprechenden Fachbetrieb empfehle. Und zwar bevor der Maler kommt. Das hat schon seinen Grund. So mancher Architekt denkt aber er könne über Wasser gehen und könne sich die Mühe des Lesens sparen. ;) So ist es eben schon ein ganz großer Lacher der beginnenden Saison, wenn von einem Architekten hier Malern prinzipiell "Verschmieren von Plastikfarben und WDVS-Beplanken" unterstellt wird, sie aber selber(!) in der Regel die Ausschreibungen machen und die Maler in das jeweilige Material selber zwingen. Habe selten so eine verzerrte Selbstreflexion gesehen! Da machen Sie mal besser Ihre ganz großen Worte in ihrer eigenen Berufsgruppe, denn da gibt es eine ganze Menge zu tun, weil man weder von Technik, noch von Gestaltung und erst recht nicht von Gestaltung mit technischen Hintergrund Ahnung hat, was Farbe angeht. Eben dies sieht man daran dass sie Acrylate als "Plastik" bezeichen und fachlich nicht in der Lage sind WDV-Systeme als solche zu benennen. Übrigens verarbeitet nicht jeder Malerbetrieb WDVS und so mancher auch fast keine Reinacrylat-Dispersionen. Das werden Sie zwar genauso ignorieren, wie meinen Rat zum schrittweisen Vorgehen oder die obige Bitte um Rat von Herrn Steuer, aber ich bin sicher Ihr Kommentar hat ihrem Ego geholfen und in Beton gestanztes Weltbild gepasst. Mal ganz davon abgesehen davon, dass es mir absolut rätselhaft ist, wie man von einem Umgebindehauses einen Bezug zu WDV-Systemen herstellen kann. Tipp: Wer einen guten Maler finden will, der findet ihn auch. Nur muss er eben was dafür tun. Das ist ein ganz ähnlicher Sachverhalt wie bei Architekten. ;)

Fassadengestaltung

Fassadengestaltung

05.03.2009, Hallo Herr Steuer, ohne bildhafte Eindrücke ich so eine Analyse via Internet immer etwas unsicher. Ich vermute mal, dass die Wasserränder und Ausblühungen eher im unteren Bereich des Hauses/der Fassade auftreten. Wenn dem so ist, dann gibt es nur eins: Hier MUSS eine Sperrschicht rein! Diese sollte mindestens(!) 25cm über dem Bodenniveau liegen wegen des Spritzwassers! Wichtig bei der ganzen Maßnahme und zur Erklärung des Sachverhalts: 1.) Die Wasserränder und Ausblühungen entstehen durch Salze. 2.) Diese Salzkristalle wachsen sofort und richten Anstrichschäden an, auch wenn sie nur minimal mit Wasser in Berührung kommen. 3.) Mauerwerkstrockenlegungen machen spezielle Fachbetriebe! Um es klar zu sagen: Damit Ihre Schäden nicht ständig wieder auftreten, muss das Mauerwerk furztrocken sein und langfristig bleiben, denn sonst funktioniert das nicht! Sinnvoll ist dabei auch eine Drainage um das Haus zu legen. Erst dann kann man seriös über einen Fassadenanstrich und dessen Gestaltung nachdenken. Sie sagen nun dass Sie ein Haus von 1850 haben. Gleichzeitig sagen Sie dass Sie sich von einem Generalunternehmer beraten lassen, der üblicherweise Großprojekte projektiert. Weshalb zum Teufel sprechen Sie denn nicht mit Ihrem Maler am Ort?! Mein Rat zum Vorgehen: Mauern durch Sperrschichten trockenlegen. Drainage legen. 2-3 Maler anrufen. Von denen Vorschläge zur Lösung anbieten lassen. Den mit dem besten Eindruck nehmen Sie. Putze mit Salzausblühungen großräumig entfernen und wieder aufputzen. Fassade streichen lassen.

Ich hätte auch eine pauschale, wie dumme Aussage zu bieten:

Günstige Oberfläche für die Innenwand

12.02.2009, Laien lesen zwei, drei Überschriften. Lassen sich von irgendwelchen Baustoffhändlern und Verkäufern vom Baumärkten ohne Ausbildung vollschwatzen. Auf diesem fundierten Wissen basieren dann oft Umbaumaßnahmen. Mal abgesehen davon, dass die Verkäufer eh nur die Hälfte verstanden haben, verstehen dann die Laien davon dann nur ein Viertel. Dann fangen sie in ihren kaputten Buden an zu basteln und stellen nach den ersten 20.000€, die sie versenkt haben, fest, dass es so leider nicht funktioniert. Dann stellt sich Ratlosigkeit ein. Man konsultiert einen Handwerker. Der stellt fest, dass nur Mist gebaut wurde und sagt tatsächlich unumwunden dem Laien, dass er nur Mist gebaut hat. Der Laie trauert um sein schönes Geld und will diese Aussage nicht akzeptieren. Zumal es jetzt auch teuerer wird, als ursprünglich vor Baubeginn im Angebot des Handwerkers, weil jetzt auch andere Materialien eingesetzt werden müssen, wegen der planlosen Arbeit. Dann holt man sich im I-Net aus den Newsgroups schlaue Tipps, die man ebenfalls nicht wirklich versteht. Dann frickelt man sich die Bude irgendwie zu Ende und hat 1/4 im Vergleich zum zweiten Angebot des Handwerkers gespart. Nach 25-30 Jahren ist die Bude total am Ende, weil weggefault, und braucht eine Kernsanierung. Bis dahin hat man über Handwerker erzählt, dass sie teuer seien und nur ihre Chemie verkaufen wollen. Mit der Kernsanierung hat man dann selbstverständlich kein Problem (auch wenn die gesamte historische Bausubstanz unwiederbringlich zerstört ist), weil man sich dann eingestehen müsste, dass man einen riesigen Bockmist gebaut hat. Wir Handwerker kommen dann aber trotzdem wieder gerne und reißen den ganzen kaputtgebastelten Schrott ab, weil wir dann das Doppelte von dem verdienen, was eigentlich ursprünglich möglich gewesen wäre. ;) In dem Fall sind wir dann gerne Handlanger der Industrie. ;) Klingt hart, ist aber so! ;)

Kalkfarbe mit Wasserglas als Bindemittel gibt es nicht!

Kalkfarbe mit Waserglas als Bindemittel

03.02.2009, Hallo Willi, Thomas Lingl gibt den richtigen Hinweis! Auf organische Untergründe kann keine Reinsilikatfarbe (Wasserglas) und auch kein Sumpfkalk gestrichen werden. Ratschläge dieser Art an dieser Stelle sind fachlicher Unsinn! Sie werden sich Anstrichschäden einfangen, die sich gewaschen haben! Seriös kann man erst einen Ratschlag geben, wenn man ihre Schäden gesehen hat. In der Tendenz ist aber die Siliconharzfarbe der richtige Ansatz. Zu Ihren Aussagen: - Kalkfarbe hat nichts mit Wasserglas zu tun! - Sie können Wasserglas nicht einfach kaufen, weil es sich um einen Gefahrenstoff (Erblindungsgefahr bei Spritzer ins Auge) handelt. - Es kann eine Reinsilikatfarbe gestrichen werden (aber vermutlich nicht auf Ihrem Untergrund!), das kann aber nur ein Malerfachbetrieb, siehe vorherigen Punkt. - Suchen Sie einen seriösen Malerfachbetrieb auf! Der hilft Ihnen sicher weiter! - Algen, Pilze, Moose, Flechten müssen bekämpft werden, da sie sonst in Ihren Putz einwachsen! Geschieht das frühzeitig ist keine Chemikeule nötig. Ist Ihr Biotop auf der Fassade aber schon weit fortgeschritten, muss man zu härteren Mitteln greifen. Das kann man aber nur vor Ort klären und nicht theoretisch im Internet! Achtung: Das Biotop muss erst tot sein, ehe ein neuer Anstich aufgetragen wird, weil es sonst unter der Farbe weiterwächst und sie dann schwere Anstrichschäden bekommen! Hier darf es keine Kompromisse geben! Der von Ihnen per Link angegebene Farbenhersteller ist in der Branche praktisch unbekannt. Ich weiß auch nicht wie man mit einem Anstrich ernsthaft Energie sparen soll. Ich halte das für eine ähnliche Marketingidee wie in den 70ern kreidende Dispersionsfassadenfarben denen man eine selbstreinigenden Eigenschaft zuschrieb. Ist klar wenn die Oberfläche ständig abwittert, oder wie auch jetzt wieder, wo einer Silikonharzfarbe eine selbstreinigende Wirkung zugeschrieben wird (Lotuseffekt) wenn der Regen den Dreck bzw. Staub von der Fassade wäscht. Das ist bei allen Silikonharzfarben der Fall. Die anderen sind nur um 50% günstiger. :)