Übersicht der Kommentare von Ingenieurbüro Peter Rauch (Baubiologie) im Fachwerkhausforum.

Alle 17 Kommentare von Ingenieurbüro Peter Rauch (Baubiologie)

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Dachausbau im Altbau

28.12.2009, Die richtige Planung ist der erste Schritt. Hier nur ein paar kleine Tipps. Beim Dachausbau hilft nicht möglichst viel dämmen, sondern eine richtige konstruktive Ausführung. Sie www.ib-rauch.de/Beratung/dachge.html. Feuchteursachen gibt es sehr viele. Bei sanierten Bauerhäusern hat die Fußbodenheizung im EG ein sehr trockenes Raumklima geschaffen. Die Wände (50 cm) sind ok. Sie sollten nur trocken sein. Bei mir in Kiew wurden früher die 3-4 stöckigen Wohngebäude aus Ziegel gebaut. Die sind sehr teuer und begehrt, weil sie warm sind. Ziegelbau, siehe www.ib-rauch.de/konstruktion/mauerwerk.html

Salze und Feuchte im Kellermauerwerk aus Sandstein

Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte

29.03.2009, Hallo Herr Graeser, Eine Perimeterdämmung bringt bei einem Ziegelmauerwerk Vorteile. Natursteine habe eine hohe Wärmeeindringzahl und ein großes Wärmespeichervermögen. Ich glaube nicht, dass es sehr viel bringt. Da Regional etwa der gleiche Baustiel und auch gleiche Baustoffe verwendet wurden, ist es immer sinnvoll Nachbarn zu befragen, die ähnliche Probleme hatten und bereits eine Sanierung vorgenommen haben. Hat sich die Maßnahme bewährt, so kann man diese auch machen, ohne lange Experimente vorzunehmen. Wegen der Salze können Sie auch einmal bei http://aero-durit.de/ den EP 2010 ansehen. Eine Drainage ist erforderlich, wenn von außen (drückendes) Wasser anliegt. Es wird so vom Gebäude weggeführt. In diesem Rahmen ist auch eine äußere vertikale Abdichtung erforderlich. Nachteil ist hier, dass anschließend die Feuchte in diesem dicken Mauerwerk nur noch nach innen entweichen kann. Es empfiehlt sich einen Fachmann einzuschalten. Zwei bis drei Meinungen sind hierbei sinnvoll.

Fußbodenaufbau über Kappe und Dämmung

Kellerausbau, Fußbodenaufbau mit Dämmung

28.03.2009, Hallo Pascal, Eine Kappe und auch ein ander Fußboden (Stahlsteindecke, Hohldielung usw.) über einen Keller haben immer eine bestimmte Feuchte, die gerade im Sommer zu nimmt. Der alte Fußbodenaufbau ist so, dass die Feuchte immer ausreichend über die Fugen der Dielung und Randleisten entweichen kann. Trotzdem ist hier im Erdgeschoss die Schädigung am Holz, besonders an den Lagerhölzern groß. Es liegt hier eine Holzfeuchte von 12 bis über 20 % vor. Damit sind gute Bedingungen für Holz zerstörende Insekten gegeben. Sehr viele ausgebaute Lagerhölzer zeigen einen Pilzbefall auf der Unterseite. Wenn eine Dielung eingebaut wird, dann muss unbedingt die Lüftung des Holzes über die Fugen gewährleistet sein. Ebenso darf das Holz auf der Oberfläche nicht versiegelt werden. Ober hier Holzöle und Wachse die beste Lösung sind, bin ich überfragt. Kenne hierzu keine Langzeiterfahrung. Da die Dielung früher mit Bohnerwachs gepflegt wurde, ist dies durch aus möglich. Die heutigen Wohnansprüche haben sich geändert und es werden glatte Fußböden gewünscht (wegen dem Aussehen und der Pflege). Wird ein Fußbodenbelag auf die Dielung aufgelegt, so kommt es in der Dielung und Schüttung zum Feuchtestau. Die Holzfeuchte steigt an und die Schädigung des Holzes erhöht sich und im ungünstigen Fall bekommt man einen massiven Pilzbefall, der vom rosaroten Saftporling bis zum Echten Hausschwamm reicht. Ein vorbeugender Holzschutz im Innenbereich ist nicht zulässig, siehe DIN 68800. Für eine langzeitliche Freiheit von Schäden ist daher nur ein mineralischer Fußbodenaufbau sinnvoll. Siehe auch unter www.ib-rauch.de/Beratung/wassers2.html Bild 3. Viel Erfolg. P. Rauch

Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte

Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte

28.03.2009, Hallo Herr Graeser, Die Natursteine im Kellermauerwerk sind durch ihre große Wärmeeindringzahl nicht ganz ohne Probleme. Die Oberfläche ist kühl und es bildet sich schnell einen Feuchtefilm. Sandstein ist dazu auch noch porös und Feuchtigkeit kann so neben den Mörtelfugen auch durch den Stein gelangen bzw. wird gut gespeichert. Dies hängt aber von der jeweiligen Sandsteinart ab. Schauen Sie bei mir unter www.ib-rauch.de/Beratung/feumauwe.html Hier gibt es ausreichend Tipps und die Problematik wird ausführlich beschrieben. Dies dürfte Ihnen eventuell für weitere Entscheidungen helfen.

Möbel > Schädlinge / Holzschädlinge

Wer kennt diesen Holzschädling?

28.03.2009, Hallo Michael, bei mir in der Liste zu Holz zerstörende Insekten suchen. http://www.ib-rauch.de/holz/insekten/inseksuche.html

Zum Schwammbefall im Natursteinkeller (Bruchsteine)

Hausschwamm im Bruchsteinkeller

03.07.2007, In den vorhergehenden Beiträgen wurden bereits wichtige und nützliche Hinweise erteilt. Ganz wichtig ist hierbei das Hinzuziehen eines Sachverständigen bzw. und Bauingenieur. Es geht hierbei um dauerhaft eine zufrieden stellende Lösung zu erreichen. Das Problem ist nicht vollständig lösbar. Natursteinkeller haben immer eine höhere Feuchte. Das hängt einmal damit zusammen, dass der Wärmeeindringkoeffizient b [Ws0,5/m2 K] der Natursteine sehr groß ist (Je größer der Wert ist, umso mehr speichert der Stoff Wärme, um so berührungskälter ist er, um so langsamer kühlt er aus und die Wärme fließt schnell ins Innere des Stoffes ab.) Damit ist an der Wandoberfläche immer eine hohe Luftfeuchte vorhanden, die sich unter Umständen auch in Kondenswasser zeigt. Diese Eigenschaft liegt immer vor, auch wenn von außen eine Feuchtesperre angelegt wird. Eine Feuchtesperre ist dann wichtig, wenn wie im geschilderten Fall zusätzlich Wasser von außen eindringt. Durch gezielte Lüftung und Temperierung der Oberfläche könnte man hier das Problem etwas mindern. Zu den einzelnen Möglichkeiten des Feuchteschutzes, Vor- und Nachteile der einzelnen Technologien siehe unter [http://ww.ib-rauch.de/Beratung/feumauwe.html] Alle Holzteile in einem feuchtegefährdeten Keller unterliegen immer der Gefahr der Zerstörung durch holzzerstörende Insekten und Pilze. Vor Jahren hatte man vorwiegend mit den Baustoffen Steine, Ziegel und Holz gebaut. Holz bedarf einen bestimmten Umgang. Z. B. dürfen Holzdielen nicht mit einem dichtschließenden Belag (Fußbodenbelag) überdeckt werden. (Das hatte man früher nicht gemacht.) Die Feuchte kann so nicht mehr über die Dielenfugen entweichen. Generell sind Holzfußböden und Holzbalkendecken über den Keller immer einer höheren Feuchte ausgesetzt. Um das Problem dauerhaft etwas zu mindern, sollte man, wenn es möglich ist, der gesamten Holzfußboden durch einen mineralischen Deckenaufbau austauscht. Hier kann auch eine vernünftige Fußbodendämmung aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang währe auch keine Nahrungsgrundlage für den holzzerstörenden Pilz mehr vorhanden. Für die sinnvolle Bekämpfung des Pilzbefalls (ob E. Hausschwamm, Kellerschwamm oder ein anderer Nassfäulepilz) ist ein Fachmann (Sachkundenachweis) hinzu zu ziehen, Fachfima oder Sachverständiger, der die Sanierung beaufsichtigt. Um die Schadensausbreitung richtig einzuschätzen ist etwas Erfahrung erforderlich. Das entbindet nicht von einer ständigen Nachkontrolle. Als Ergänzung ein paar Hinweise zur Lebensweise vom Echten Hausschwamm [http://www.bauratgeber24.de/Beratung/hausschw.html]

Der Hausschwamm trocknet nichts aus, sondern kann sich auch dort ...

Trocknet ein Hausschwamm den Lehmboden aus?

18.04.2007, Als Ergänzung zu den bereits o.g. recht guten Ausführungen. Ich bin mir nicht sicher, ob im Baustoff Lehm eine 100%ige Bekämpfung möglich ist. Ich habe selbst ein altes Lehmhaus, welches an verschiedenen Stelen zum Teil sehr stark durch den Echten Hausschwamm befallen war. (ca. 200 qm Fußboden und Wände) Man muss also auch etwas Entkernen. Der Strohanteil in den Stampflehmwänden wird neben der Holzkonstruktion als Nahrungsgrundlage verwendet und wächst auch im staubtrocken Baustoff. Wenn man nach der DIN 68800 Teil 4 verfährt, dann bleibt vom Gebäude nichts übrig. Wenn man in Eigenleistung verfährt, entfällt die Haftungsfrage für die qualifizierte Fachfirma (Sachkundenachweis), die immer mehr sanieren müssen, um nicht in die Haftung zu kommen. Die Sanierung sollte in Anlehnung des Beuthkommentars zur DIN 68800 erfolgen. Sicherlich hilft hier auch die Sachkunderat eines erfahrenen Fachmanns, der sinnvoll von der Haftung für die Ratschläge ausgeschlossen werden sollte. Drei ganz wichtige Kriterien sind hier ein zu halten. 1. Trockenheit aller Baustoffe, 2. Abkopplung von der Nahrung, speziell von der Holzkonstruktion (für die Denkmalschützer nicht sehr begeistern) auch einmal Stahlträger oder andere mineralische Konstruktionen statt Holzbalken verwenden. 3. Kontrolle, Kontrolle und eventuell nacharbeiten. Eine Schwammsperre durch Bohrlochinjektage in der Lehmwand bringt nichts. (Vielleicht hat hier jemand eine gute Erfahrung?) Besser ist den Befallsbereich abzubrechen, das weiße (bis leicht graue) Myzel kann man im Lehm/Stroh ganz gut erkennen. Der Abbruch erfolgt ein paar Zentimeter über den Befall hinaus. Dann wird die freigelegte sowie die angrenzende Fläche mit Schwammsperrmittel (Adolit M, Baselit M o.ä.) getränkt. (Mit Chemikalien sparsam umgehen, dort wo ein Befall war lieber etwas mehr als die Verarbeitungsvorschrift besagt.) Stehen lassen, Kontrolle und eventuell noch etwas Nacharbeiten. Die Bereiche werden dann wieder mit einem leichten Kalkmörtel ausgemauert (Blähton, Leichtziegel). Die Schüttung unter der befallenen Dielung habe ich auch nur ausgegraben und mit einer PE-Folie Betonplatte 10 cm, Dämmung PE-Folie und Betonestrich versehen. Es dauert viele Jahre bis das Lehmmauerwerk trocken wird. Eine Fußbodenheizung oder eine Randleistenheizung (Strahlungsheizung) dürfte hier sehr nützlich sein. Die Sanierungsmaßnahmen wurden vor 9 Jahren durchgeführt und ich habe Ruhe. Im Beitrag www.ib-rauch.de/okbau/lehmbau.html wird in einem Abschnitt die Sanierung beschrieben. Im Beitrag www.ib-rauch.de/okbau/lehmfeucht.html wird zwar auf Hochwasserschäden eingegangen, aber ein paar Tipps kann man sich schon entnehmen. In der Bildergalerie unter www.ib-rauch.de/bildgal/bucks/bucks.html wird der Zustand vor und nach der Sanierung gezeigt. Als Ergänzung noch der Beitrag zur Lebensweise des Echten Hausschwamms www.ib-rauch.de/Beratung/hausschw.html

Feuchte Kellerwand

feuchte Kellerwände

11.08.2006, Sehr geehrter Herr Junge, schauen Sie einfach bei mir auf die Seite zur Mauerfeuchtigkeit. Sicherlich finden Sie einige Tipps und Hinweise zur Ursache und kostengünstigen Sanierung. www.ib-rauch.de/Beratung/feumauwe.html

Schimmel !!!!!!!!!!!!!

23.12.2005, Die Vorschläge von Ingo sind richtig. Dort wo sie realisierbar sind, schlage ich ähnliche Varianten vor. Die Strahlungsheizung ist die eindeutig bessere Heizung. Problem ist nur, als Mieter hat man keinen Einfluss bzw. der ist sehr gering. Vor 10 Jahren hatte ich einen Beitrag zur Wirkung der Heizung geschrieben und einige Heizungsbauer verärgert. Die Redaktion hatte mir auch noch einige Ergänzungen eingebaut, aber ich denke der erste Teil verdeutlicht den Unterschied zwischen Konvektions- und Strahlungsheizung. ( www.ib-rauch.de/artikel/heizung.html)

Schimmel !!!!!!!!!!!!!

21.12.2005, Sehr geehrter Herr Selle, Schimmelpilze sind allgegenwärtig und ein fester Bestanteil unserer natürlichen Umwelt. Entscheitend ist die Konzentration der einzelnen Arten. Die meisten sind harmlos, dagegen sind andere aber wieder für die Gesundheit bedenklich und können bei empfindlichen Menschen zu erhebliche gesundheitliche Schädigungen führen. Natürlich ist Wasser neben Energie und Substanz eine der drei Grundvorratsetzungen für das Leben. Aber die Luftfeuchte ist nicht das alleinige Kriterium für die sichtbaren Schimmelschäden. Wie das Zusammenspiel zusammenhängt wird z.B. auf www.ib-rauch.de/Beratung/schim/schim2_2.html erläutert. Die gesundheitlichen und technischen Probleme, wie geringe Temperierung der Wandoberfläche, die Rolle der Baustoffe, die Rolle der Lüftung /Raumvolumen sowie gesundheitliche Auswirkungen werden in meinem Schimmelbuch erläutert. Hier sind auch die Problembereiche benannt und Lösungen aufgezeigt. Die können vom Bewohner/Hauseigentümer weitestgehend selbst beeinflusst werden. Aber die andere Seite, ist die Politik, die den Energiekonzernen Argumente in die Hände spielen, um die Energiepreise in die Höhe zu treiben. Um zu sparen wird die Heizung abgestellt, leider die meiste Ursache in Verbindung mit zu geringem Lüftungsaustausch und falsche Bauausführung. Ein Berufstätiger kann nicht 5 Mal am Tag eine Querlüftung durchführen und bei einer Einraumwohnung geht das gleich gar nicht. Aber bei der Energieeinsparverordnung muss das Gebäude wie eine Thermosflasche eingepackt werden. Das sind keine Lösungen, das ist fanatischer Unsinn. Sehr geehrter Herr Selle, schauen Sie sich ein solides Gebäude an, welches bis ca. 1955 gebaut wurde. (Nicht gerade die Billigbauten.) Das sind Gebäude, die „biologisch gesund“ sind. Und verwenden Sie auch Beschichtungen, die damals üblich waren.
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