Übersicht der Kommentare von Architekt / Atelier für traditionelles Bauen im Fachwerkhausforum.

Alle 279 Kommentare von Architekt / Atelier für traditionelles Bauen

Seit 2002 online


Traditionelles Handwerk?

Neue Schwelle, was ist da passiert?

27.11.2006, Das ist wirklich ein bedauerlicher Befund. Da haben Eure Handwerker wirklich vieles falsch gemacht. Traditionell wurden niemals Schwellen mit Eisen im Fudament befestigt! Das Argument der höheren Steifigkeit ist Unfug und zeugt von Unkenntnis historischer Konstruktionen. Eisen und Eiche vertragen sich nicht, besonders keine frische Eiche, eben wegen der Gerbsäure, die das Eisen rosten lässt und die Eiche schwarz färbt. Es gehört auch keine Trennlage unter die Schwelle, weder Blei, noch Pappe, noch sont was. Die Schäden sind so vorprogrammiert. Wer sowas macht, hat wirklich keine Ahnung und sollte dafür auch haften! Aber zu der aktuellen Verfärbung. Die kommt sicher nicht durch die Gerbsäure der Eiche zustande. Ich schätze eher, dass Baufeuchte den Rost nach aussen bringt, oder dass irgendwo Feuchtigkeit (zB Schlagregen) eindringen kann und durch die Löcher in der Schwelle entlang der Eisenstäbe in die Untermauerung abläuft. Das ist von Ferne schwer zu beurteilen. In jedem Fall ist die Konstruktion grob mangelhaft. hoffentlich könnt Ihr das in den Griff bekommen, beste Grüsse, jh

Vielen Dank

Eisenstäbe in Sandstein einlassen

27.11.2006, für die Einschätzung. Ich hatte im Stillen gehofft, dass es zum Bleiverguss eine bewährte Alternative gäbe, etwa einen elastischen Mörtel aus Sandsteinmehl und einem geeigneten Bindemittel (modifiziertem Kalk (?) herzustellen. mir wollen die mächtigen grauen Löcher (30mm!) nicht gefallen. Die Edelstahlvariante ist sicherlich technisch vorzüglich, aber für uns mit unseren einfachen Mitteln nicht herstellbar. Vielen Dank erst mal, vieleicht hat ja noch jemand einen Tip. beste Grüsse, jh

Entkopplung

Luft- und Trittschallprobleme bei Holzbalkendecke

23.11.2006, das Wichtigste einer vernünftigen Trittschalldämmung ist (abgesehen von möglichst viel Masse, die aber wie beschrieben aus statischen Gründen nicht überall nachträglich eingebaut werden kann) die Entkopplung des Fussbodens von der Balkenlage, der Boden muss also schwimmend verlegt werden. Hier gibt es von verschiedenen Herstellern Systemböden (Gutex, Pavatex, Steico...), die alle so funktionieren, dass Dämmplatten zusammen mit Fixierleisten auf der Unterkonstruktion (Rauhspund oder Verlegeplatten)verlegt werden. darauf kann man dann einen beliebigen Dielenboden verschrauben. Gesamthöhe bei 20mm Dielung ist 60mm. Dieser Aufbau hat sich sehr bewährt. gutes Gelingen wünscht jh

denkbare Möglichkeit

Dielenböden auf Balkenlage

23.11.2006, Wie Siegfried Kurze bekenne auch ich mich durchaus zu den traditionellen Bauweisen. Bei Veränderungen muss man schon sehr aufpassen, keine Fehler einzubauen und gleichzeitig an die Qualität bewährter Bauweisen anzuknüpfen. Ich finde das aber eine durchaus denkbare Alternative, wenn man unbedingt statt des alten Holzbodens einen Fliesenboden einbauen will. Natürlich sind solche Deckenkonstruktionen auch in Deutschland bekannt. So eine Form der verlorenen Schalungselemente ist allerdigs recht teuer. Die höheren Lasten und die starre Platte müssen ggf. statisch berücksichtigt werden. Eigentlich vertragen sich weiche Ziegelbauten nicht besonders mit starrem Beton. Eine Ventilation des Hohlraumes sollte unbedingt bleiben. Bin gespannt auf weitere Beiträge zu diesem Thema. beste Grüsse, jh

Händler

Walzblei-Isolierung auf Holzbalkendecke im Bad ?

10.11.2006, Versuchen Sie es mal bei Mordhorst. Adresse im Branchenbuch. Gutes Gelingen, jh

oder

Fundament stabilisieren?

10.11.2006, wie von Ihnen beschrieben mit Edelstahl- Spiralverbindern in Verbindung mit einem Spezialmörtel in die Fugen gelegt. Dies ist sicherlich die teuerste Variante. Es gibt sicherlich noch mehr Methoden. beste Grüsse, jh

oder

Fundament stabilisieren?

10.11.2006, eine schwerere Variante mit Flachstahlverbindern durch die Wand vebolzt

Nähen

Fundament stabilisieren?

10.11.2006, ja, das ist prinzipiell damit gemeint. Es gibt aber eine ganze Reihe von Methoden dafür, je nach Befund, Angaben des Statikers, Belastung, Zugänglichkeit, Bauaufwand, Geldbeutel, Erfahrungen des Maurers... hier eine einfache Methode mit Eisenbügeln

halber Stein

Gefache mit Kalkmörtel mauern !

07.11.2006, Die Mauerstärke von 11 cm nennt man einen halben Stein, weil sie der halben Steinlänge entspricht. beste Grüsse, jh

Zaubern

Glasbausteien Isolieren

07.11.2006, Das klingt ja nach der Quadratur des Kreises. Ich könnte mir vorstellen, eine Art Kastenfenster daraus zu machen, indem man eine (blinde Ornament-) Glasscheibe davor setzt. Die müsste nur an die Innenwände dicht anschliessen und gleichzeitig die Aussenwand unter- und oberhalb der Glasbausteine anbohren, um eine leicht Zirkulation der Aussenluft (keinesfalls der Raumluft) im Zwischenraum zu gewährleisten. Kanns mir aber ehrlich gesagt ohne ein Bild der Situation auch nur schwer vorstellen. halt eine Idee, jh